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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch
Aktueller Stand Der Planungen Der Innenrenovierung (Dezember 2016)

Aktueller Stand der Planungen der Innenrenovierung (Dezember 2016)

Der Innenraum der Kirche St. Michael in Sennelager wurde zuletzt vor fast drei Jahrzehnten renoviert. Das sieht man ihm an! Wer genau hinsieht, erkennt schnell, dass hier und da der Putz bröckelt und doch mehr als nur ein paar Eimer Farbe benötigt werden, damit es wieder „wohnlich“ wird.

Im Zuge der Innenrenovierung sollte auch eine Anpassung an die Kirchenbesucherzahlen erfolgen. Es ist eine deutliche Reduzierung der über 400 auf ca. 130 Plätze geplant, um dem zunehmenden Gefühl von Distanz zu begegnen und wieder mehr Gemeinschaft erlebbar zu machen.

Diese Überlegungen führten dahin, über alternative Ausgestaltungen der Inneneinrichtung nachzudenken und sich von der hergebrachten Anordnung zu lösen. Die Kirchenbänke wurden entfernt und durch eine flexible Bestuhlung provisorisch ersetzt. Es folgte im Frühsommer 2015 eine Erprobungsphase, in der drei verschiedene Modelle der Anordnung von Altar und Sitzplätzen jeweils für einige Wochen „in echt“ getestet wurden. Die Gemeinde wurde umfassend informiert und an der Entscheidungsfindung beteiligt.

Herausgekommen ist eine Sitzanordnung in Form einer Ellipse mit der Anordnung von Ambo und Altar an deren Brennpunkten.

In dieser neuen Ausrichtung erleben wir mehr eine Gemeinschaft am Altar (wie um einen großen Tisch auf einer Familienfeier) und größtmögliche Nähe. Der Zelebrant ist Teil der Gemeinde.

Es gibt keine hinteren Reihen, jeder, ob groß noch klein, ist nah am Geschehen, hat gute Sicht und keiner ist weit weg. Das bereichert insbesondere die Gottesdienste mit Kindern.

Das langgestreckte Modell fügt sich optisch gut in den Kirchenraum ein und füllt ihn aus. Das Modell ist innovativ, im näheren Umkreis in der Größe so noch nicht vorhanden. Es bietet eine hohe Flexibilität für unterschiedliche Anlässe und verschieden große Gruppen.

Die neue Anordnung der Inneneinrichtung führte anschließend zu weiteren Überlegungen z.B. in Bezug auf Beleuchtung und Akustik. Die Planung des Gesamtkonzeptes und die Abstimmung mit den zu beteiligenden Stellen des Erzbistums erfordern mehr Zeit als wir uns zu Beginn des Projektes gedacht haben, so dass die Gemeinde ihre Gottesdienste nun schon seit fast eineinhalb Jahren in einem Provisorium feiert. Es ist schade, dass es nun schon so lange dauert. Umso größer unser Dank für das Verständnis und die Unterstützung der Gemeinde.

Wir denken, dass die Entscheidung für eine Erprobungsphase, für das Ausprobieren mit der Gemeinde, mutig und richtig war. Über das gemeinsame Erleben, Nachdenken, Diskutieren und Streiten haben wir mit der Ellipse die für uns richtige Form der Ausgestaltung gefunden und auch mehr zueinander. Tatsächlich erfahren wir ein starkes Gefühl der Gemeinschaft in allen Gottesdienstformen, auswärtige Besucher bestätigen uns das ebenfalls immer wieder.

Nun geht es an die letzten Planungsschritte und Feinabstimmungen. Wir hoffen, Anfang des nächsten Jahres endlich mit dem eigentlichen Umbau beginnen können und werden natürlich darüber berichten.

Matthias Bewermeyer (Kirchenvorstand und Bauausschuss)
Mehr als ein Zwischenergebnis. So ähnlich könnte es bald in St. Michael aussehen. (© Frank Kellner, Delbrück)

Mehr als ein Zwischenergebnis. So ähnlich könnte es bald in St. Michael aussehen. (© Frank Kellner, Delbrück)

Innenrenovierung Der Pfarrkirche St. Michael

Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Michael

Die Ausgangssituation:

  • Letzte Innenrenovierung vor fast drei Jahrzenten
  • Aktuell wird deutlich, dass Baubedarf besteht, u. a. beim Putz, bei der Elektroinstallation, im Eingangsbereich, an der Heizungsanlage und an manch anderen Stellen.

Der Entschluss:

  • Es gründet sich ein Bauausschuss, der zusammen mit dem Architekturbüro Kellner aus Delbrück und in Absprache mit dem Kirchenvorstand die Pläne konkretisiert und einen Fahrplan für das Projekt erstellt.
  • Die Kirche soll zukunftssicher umgestaltet werden

Maßnahmen & Vorgehen

Veränderung der Innenarchitektur

  • Es wird auf die geringer gewordene Kirchenbesucherzahl an „normalen“ Sonntagen reagiert.
  • Zurzeit ist die Kirche mit über 400 ständigen Sitzplätzen die größte im Pastoralen Raum Schloß Neuhaus.
  • Maßnahme ist die Verringerung der „ständig vorhandenen Sitzplätze“ auf ca. 150.
  • Eine Erweiterungsmöglichkeit der Sitzplatzkapazität für besondere Feiertage oder Festgottesdienste auf bis zu 300 Sitzplätze ist berücksichtigt.

Ziele:

  • Der Abstand der Gemeinde zum Altar soll verringert werden.
  • Jeder soll seinen Platz finden und dennoch soll sich die Gemeinde um den Altar (Symbol für Jesus Christus) versammeln.
  • „Er tritt in ihre Mitte“ – so hören wir an vielen Stellen in den Auferstehungserzählungen – das soll auch in der Gestaltung des Kirchenraumes sichtbar werden können.
  • Die für die Gemeinde „passende“ Möglichkeit soll ganz praktisch erprobt/gefunden werden.

Weg der 3 Modelle:

  • Um sich von der hergebrachten Anordnung lösen zu können („So war es doch schon immer!“) werden in einer Erprobungsphase die Bänke aus der Kirche herausgenommen.
  • In der Zeit der Erprobungsphase werden Stühle in der Kirche aufgestellt und es muss in dieser Zeit auf die gewohnte Kniebank verzichtet werden.
  • Jeweils für 3 Wochen werden folgende Modelle ausprobiert (vgl. Zeichnungen des Architekturbüros):

Modell 1: (Drehung um 90 Grad)

  • Der Altar wird auf der linken Seite des Kirchenraumes aufgestellt.
  • Die Sitzplätze gruppieren sich jeweils von drei Seiten um den Altar.
  • Bewusst wird die Ausrichtung des Raumes unterbrochen.
  • Altar und Gemeinde rücken näher zusammen – dienlich ist das der Sammlung und der Konzentration.

 

 

Modell 2: (Die Ellipse)

  • Die Längsausrichtung bleibt erhalten.
  • Der Altar und das Ambo bilden die zwei Pole, um die sich die Gemeinde versammelt – Jesus ist in der Mitte.
  • Die Sitzreihen werden gegenüberliegend in gebogenen Reihen gruppiert.
  • Die Gemeinde/Gemeinschaft feiert miteinander – sie ist in das „Geschehen“ einbezogen.
  • Wortgottesdienst und Eucharistie eigene Handlungsorte

 

 

Modell 3: (Vorgezogene Grundstruktur)

 

  • Der Altar wird in Richtung Kirchenmitte vorgezogen.
  • Die (bisherige) klare Ausrichtung (Taufstein, Mittelgang, Tabernakel) bleibt erhalten.
  • Allein seitlich des Altars werden jetzt Sitzplätze gegenüberliegend angeordnet.
  • Nähe wird auch erzielt durch das „Herabsenken“ des Altarraumes auf „nur noch“ eine Altarstufe.
P-V2
P-V3
P-V1

Tätige Teilnahme der Gemeinde

  • Die Wahl des richtigen Modells ist allein in der Theorie oder nur anhand von Zeichnungen nicht leicht zu treffen.
  • Eine Experimentierphase soll in der Entscheidungsfindung ganz praktisch helfen.
  • Am Ende der jeweils dreiwöchigen Erprobungsphase (feststehender Termin) werden Rückmeldungen der Kirchenbesucher erbeten.

Terminliche Reihenfolge der Modelle:

  • Modell 1: 05. – 17.05.2015
  • Modell 2: 05. – 07.06.2015
  • Modell 3: 06. – 18.06.2015

Start: 29. April 2015

Hinweise:

  • Für die Probephase werden ein provisorischer Altar und ein provisorisches Ambo in Eigenleistung gefertigt.
  • Es braucht die Bereitschaft sich auf dieses Projekt für „unsere“ Kirche einzulassen.
  • Erst ein bereitwilliges praktisches Ausprobieren hilft der eigenen Urteilsfindung.
  • Jeder soll die Möglichkeit haben selbst die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle zu erleben und sich eine Meinung zu bilden.
  • Es geht um eine langfristige Entscheidung (in sich wandelnder Zeit) über die für unsere Gemeinde gute Feier von Gottesdiensten.
  • Zu beachten:
    • Während der Probephase können die Beleuchtung und die Lautsprecheranlage den verschiedenen Modellen (noch) nicht optimal angepasst werden.
    • Mögliche Einschränkungen diesbezüglich sollten Sie bei der eigenen Bewertung eines Modells nicht berücksichtigen.

Sie sind eingeladen: Seien Sie dabei! Kirche in Bewegung!

 

Termine für die Rückmeldungen über das eigene Erleben:

  1. /17.05.2015 (nach Modell I)
  2. /07.06.2015 (nach Modell II) und
  3. /18.06.2015 (nach Modell III).

Außerdem stehen Ihnen die Mitglieder des Bausauschusses jederzeit für Ihre Anregungen und Ihre konstruktive Kritik zur Verfügung:

 

Pfarrer Peter Scheiwe

Tel.: 05254/1497

peter.scheiwe@erzbistum-paderborn.de

Pastor Tobias Dirksmeier

Tel.: 05254/9376664

tobias.dirksmeier@web.de

Thomas Bewermeyer (Gesamtpfarrgemeinderat)

Tel.: 05254/8045343

t.bewermeyer@gmx.de

Regina Schulz (Kirchenvorstand)

Tel.: 05254/10325

regina.schulz@web.de

Matthias Bewermeyer (Kirchenvorstand)

Tel.: 05254/940692

m.bewermeyer@web.de

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