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Klaus Pöppel, Diakon

Muttertag

An diesem Wochenende feiern wir den Muttertag, nehmen die Mütter ganz besonders in den Blick und wollen ihnen danken. „Es gibt Mütter, da der liebe Gott nicht überall sein kann.“

Theologisch nicht ganz korrekt, aber ein schönes Bild davon, wie wir Mütter sehen, aber auch, wie wir Gott sehen. Gottes Liebe und Fürsorge spiegelt sich wider in der Liebe, die eine Mutter für ihr Kind empfindet und die sie ihrem Kind und der ganzen Familie schenkt. Mütter organisieren nicht nur oft den Familienalltag und machen die vielen Kleinigkeiten, die eine Familie ausmacht, sie stehen für Geborgenheit, sie sind oft der sichere Hafen für Familienmitglieder. Genauso ist unser Gott ein sicherer Hafen, zu dem wir mit unseren Sorgen und Nöten, aber auch mit unserem Dank gehen können. Für viele Menschen ist es heute einfacher Gott nicht als Vater, sondern als Mutter, zu sehen.

 

Nutzen wir den Tag, unseren Müttern ganz besonders danke zu sagen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein schönes Wochenende.

Ihr Diakon

Klaus Pöppel

Klaus Pöppel, Diakon

Das Bild vom Hirten und seiner Herde, das uns im heutigen Johannesevangelium begegnet, gehört zu den ältesten religiösen Deutungsmustern menschlicher Gemeinschaft. Es ist tief in der biblischen Tradition verwurzelt und beschreibt zunächst ein Verhältnis der Fürsorge: Der Hirt kennt seine Tiere, führt sie zu Wasser und Weide, schützt sie vor Gefahren und übernimmt Verantwortung für ihr Leben. In dieser Bildwelt verdichtet sich die Hoffnung auf eine Ordnung, in der Leitung nicht Ausbeutung bedeutet, sondern Bewahrung und Sorge.

Zugleich trägt dieses Bild von Anfang an eine Spannung in sich. Denn es setzt ein Gefälle voraus: einen, der führt, und viele, die folgen. Wo ein Mensch oder eine Instanz beansprucht, den rechten Weg für alle zu kennen, kann aus Fürsorge leicht Bevormundung werden. Die Geschichte Israels spiegelt diese Ambivalenz deutlich wider. Der Wunsch nach einem König „wie die anderen Völker“ wird in den biblischen Texten nicht ungebrochen bejaht, sondern von warnenden Stimmen begleitet. Die Propheten erinnern daran, dass menschliche Herrschaft stets gefährdet ist, sich von ihrem eigentlichen Auftrag zu entfernen.

Besonders scharf werden dabei jene „Hirten“ kritisiert, die nicht dem Wohl der ihnen Anvertrauten dienen, sondern vielmehr ihren eigenen Interessen folgen. Gegen solche Formen von Leitung setzen sie das Ideal eines gerechten Hirten, der sich an Gottes Maßstäben orientiert: an Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue. Damit wird das Hirtenbild selbst zum Kriterium, an dem sich Führung messen lassen muss – nicht an Macht, Erfolg oder Selbstgewissheit, sondern an der Frage, ob sie Leben schützt und fördert.

Vielleicht liegt die bleibende Kraft dieses Bildes gerade darin, dass es uns nicht nur über „die anderen“ nachdenken lässt – über Hirten und Verantwortungsträger –, sondern auch über uns selbst. Denn wir alle bewegen uns in diesen Rollen: manchmal suchend und angewiesen, manchmal führend und verantwortlich. Das Hirtenbild lädt uns ein, wachsam zu bleiben gegenüber Macht – und zugleich bereit, Verantwortung füreinander zu übernehmen.

Ihre Karin Lücke, Pastoralreferentin

Karin Lücke, Pastoralreferentin

Liebe Schwestern und Brüder,

Ostern liegt noch ganz nah. Vielleicht stehen noch Blumen vom Osterfest in unseren Wohnungen, vielleicht klingt das Halleluja noch in uns nach. Und doch holt uns der Alltag oft schneller ein, als uns lieb ist. Der 2. Ostersonntag führt uns noch einmal ganz bewusst in die Wirklichkeit von Ostern hinein, mit einer Botschaft, die sehr menschlich ist: dem Zweifel des Apostels Thomas.

Thomas will glauben – aber er kann es nicht einfach. Er will verstehen. Er will sehen. Er will berühren. Seine Reaktion kennen wir nur zu gut. Auch wir kennen Fragen, Unsicherheiten und Momente, in denen der Glaube nicht selbstverständlich ist. Wie geht Jesus mit ihm um? Nicht mit Vorwürfen, sondern mit Geduld. Nicht mit Distanz, sondern mit Nähe. Er zeigt ihm seine Wunden und schenkt ihm seinen Frieden. Genau darin zeigt sich das, was wir an diesem Sonntag besonders betrachten: die göttliche Barmherzigkeit.

Papst Johannes Paul II. hat diesen Sonntag bewusst zum Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit bestimmt. Er wollte damit daran erinnern, dass Ostern ohne Barmherzigkeit nicht zu verstehen ist. Die Auferstehung zeigt uns: Gottes Liebe ist stärker als Schuld, stärker als Angst und sogar stärker als der Tod. Gerade wir als Gemeinde sind eingeladen, diese Barmherzigkeit sichtbar zu machen – in unserem Umgang miteinander, in unserer Geduld, in unserer Bereitschaft zu vergeben und neu anzufangen. Vielleicht beginnt das nicht in großen Gesten, sondern in kleinen Schritten des Alltags.

Der Gruß des auferstandenen Christus lautet: „Der Friede sei mit euch.“ Dieser Friede entspringt der Barmherzigkeit Gottes. Bitten wir darum, dass wir diesen Frieden nicht nur empfangen, sondern auch weitergeben können.
So wünsche ich Ihnen weiterhin eine gesegnete und frohe Osterzeit und die tiefe Gewissheit: Gottes Barmherzigkeit begleitet uns – jeden Tag neu.

Mit österlichen Segenswünschen

Ihr Pastor Chinemelu Emehelu

Chinemelu Emehelu, Pastor
Chinemelu Emehelu, Pastor

„Gott hat mir geholfen…“ Jes 50,4-7

Der erste Abschnitt der Lesung vom 29.03.2026 aus dem Buch Jesaja Jes 50, 4–7, übersetzt in einfacher Sprache, lautet wie folgt:

„Gott hat mir geholfen. Er hat mir eine besondere Fähigkeit gegeben. Ich kann gut mit anderen Menschen sprechen. Ich kann Menschen helfen, wenn sie traurig oder müde sind.  Ich kann sie mit meinen Worten trösten. Gott spricht jeden Morgen zu mir. Er hilft mir, gut zu hören und zu lernen.“

Als ich diese Zeilen gelesen habe, kam ein großes Gefühl der Dankbarkeit in mir auf. Nicht nur, weil mich dieser Text anspricht. Tiefe und ehrliche Dankbarkeit dafür, dass ich Fähigkeiten geschenkt bekommen habe, um in kleinen Schritten Menschen den Glauben in ihrem je eigenen Alltag ein Stück näher zu bringen.

Wer mich in den letzten 4 Jahren kennengelernt hat weiß, wie sehr mein Herz für Kinder, Familien und die Schule schlägt. Umso mehr freue ich mich, dass ich ab dem 01.Mai als Schulseelsorgerin an den Michaelschulen in Paderborn, im Alltag der Schülerinnen und Schüler sowie allen anderen Mitwirkenden am Schulcampus, wirken darf.

Ich gehe allerdings auch mit einem stark weinenden Auge. Die Arbeit in der Pfarrei macht mir viel Freude. Ein leitender Pfarrer, der so ziemlich alles möglich macht, um die Pfarrei zu stärken und mit neuen Ideen wachsen zu lassen. Ein tolles Pastoralteam, offene und engagierte Sekretärinnen mit Herz, ein Verwaltungsleiter, der vielmehr als Zahlen sieht, über alle Maße engagierte Diakone, Küster und Küsterinnen die fast unsichtbar alles im Hintergrund regeln, unzählbar viele Engagierte, Kindergartenkinder, Kommunionkinder und Familien…

Ihr alle/ Sie alle machen es mir nicht leicht zu gehen. Doch hoffe ich, dass ich im Sinne der Lesung am Michaelscampus wirken kann und Gott mir weiterhin hilft.

Am Freitag, 01. Mai, werde ich im Rahmen des Pfarrfestes in Mastbruch eine Kinderkirche feiern, am Ende des Gottesdienstes verabschiedet und freue mich dann auf Spiel und Spaß und ein Getränk mit allen die Zeit und Lust haben. Die erste Stunde nach dem gemeinsamen Singen am Maibaum sind Sie/seid ihr zu einem Getränk herzlich eingeladen.

Danke für alles!  Ihre/eure Gemeindereferentin Andrea Rudolphi

Andrea Rudolphi, Gemeindeassistentin

Liebe Schwestern und Brüder,

der vierte Fastensonntag trägt den Namen „Laetare“ – Freue dich! Es ist ein bewusster Lichtblick mitten in der kargen Fastenzeit. Die liturgische Farbe wechselt für einen Sonntag von Violett zu Rosa, als würde das helle Osterlicht bereits durch die gedeckten Töne der Bußzeit hindurchschimmern. Doch wie lässt sich Freude heute rechtfertigen, wenn wir den Blick in die aktuellen Nachrichten richten? Der Krieg im Nahen Osten ist geprägt von ungelösten Konflikten, menschlichem Leid und einer tiefen Verunsicherung.

Der Sonntag „Laetare“ will uns gegen all das sichtbare und unsichtbare Leid und Unrecht (auf allen Seiten!) sagen: Der Hass, die Wut, das sich erheben über andere hat nicht das letzte Wort. Mitten im Fasten, mitten im Verzicht und in der Klage gibt es eine bewusste Unterbrechung. Diese „Pause der Freude“ ist kein Ignorieren der Realität, sondern ein Akt des Widerstands gegen die Hoffnungslosigkeit. Wir dürfen uns freuen, nicht weil die Welt perfekt ist, sondern weil wir darauf vertrauen, dass Gott bereits an ihrer Heilung arbeitet. In der biblischen Tradition ist die Wüste nicht nur ein Ort des Mangels, sondern auch der Ort der Gottesbegegnung. Gerade dort, wo die Erde buchstäblich ausgetrocknet und von Gewalt gezeichnet ist, braucht es die Vision von „Strömen von lebendigem Wasser mitten in der Wüste“.

Der Sonntag „Laetare“ lädt uns ein, Gott als den zu suchen, der Grenzen überschreitet und Mauern der Feindschaft einreißt. Hoffnung ist niemals billiger Optimismus oder eine christliche Durchhalteparole, sondern die feste Zusage: Gott verlässt die Leidenden nicht. Vielleicht ist die Hoffnung dieses Sonntags genau das: Ein kurzer Moment des Innehaltens und des Hoffens. Ein vertrauen in das Gute. Mit dieser Hoffnung können wir den Konflikt im Nahen Osten und an so vielen anderen Orten nicht sofort lösen, aber wir können ein Zeichen dafür setzten, dass wir an den Frieden glauben, auch wenn er noch fern scheint. Lassen wir uns diese Kraft nicht durch Angst oder Resignation rauben!

Einen gesegneten und lichtvollen „Laetare“-Sonntag wünscht Ihnen Ihr

Pfarrer Tobias Dirksmeier

Tobias Dirksmeier, Pfarrer

Liebe Schwestern und Brüder,

es gibt Momente im Leben, da wird man abrupt aus dem gewohnten Lauf der Dinge gerissen. Ein falscher Schritt, Glatteis unter den Füßen – und plötzlich verändert ein Sehnenriss im Oberschenkel, verbunden mit einer ausgekugelten Schulter den gesamten Alltag. Statt seelsorglicher Arbeit heißt es für mich nun erst einmal: Stillhalten, Geduld üben und auf Heilung vertrauen. Zugegeben, anderen diesen Gedanken zuzusprechen fällt mir leichter, als ihn selbst anzunehmen.

Trotzdem darf ich in diesen Tagen dankbar wahrnehmen: Gemeinde ist weit mehr als ein funktionierender Apparat oder das Abarbeiten von Terminen. In Ihrer Zuwendung, Ihrem Zuspruch und Ihrer Ermutigung und in mancher tatkräftigen Hilfe erfahre ich genau das: Das Evangelium ist nicht nur auf Papier geschrieben, sondern wird durch konkrete Menschen sichtbar.

Ich möchte mich bei allen bedanken für die Genesungswünsche, die herzlichen Grüße und vor allem das persönliche Gebet. Mein besonderer Dank gilt dem Pastoralteam, dass die zusätzlichen Aufgaben mit großem Engagement schultert. Dem Team im Pfarrbüro, das im Hintergrund alle Fäden fest in der Hand hält und für Vertretungen sorgt. Allen ehrenamtlich Engagierten, die dort einspringen, wo ich gerade keine Dienste übernehmen kann. Es ist eine stärkende Erfahrung zu sehen, wie gut unser „Netzwerk Gemeinde“ funktioniert.

Bis meine volle Mobilität wiederhergestellt ist, wird es noch einige Zeit und eine ordentliche Portion Geduld brauchen. Ich freue mich schon heute auf den Tag, an dem ich wieder mit Ihnen gemeinsam Gottesdienst feiern kann. Bis dahin bleibe ich Ihnen im Gebet und in herzlicher Dankbarkeit verbunden. Gottes Segen begleite Sie alle!

Ihr Pfarrer Tobias Dirksmeier

Tobias Dirksmeier, Pfarrer

Wir feiern in diesen Tagen zwei Feste mit christlichem Hintergrund. Karneval hat tiefe christliche Wurzeln als Vorbereitung auf die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern. Ab dem 12. Jahrhundert etablierte die Kirche die Zeit als „Fleischwegnehmen“ (lateinisch carne levare), um vor dem Verzicht noch einmal ausgelassen zu feiern. Als christliches Fest wird aber eher der Abschluss der närrischen Zeit wahrgenommen – „am Aschermittwoch ist alles vorbei.“

Und jedes Jahr am 14. Februar ist Valentinstag. Viele nennen diesen Tag den Tag der Liebenden. Worum geht es? Im 3. Jahrhundert nach Christus soll es einen Bischof namens Valentin gegeben haben. Er wohnte wohl in der italienischen Stadt Terni. Der damalige Kaiser hat, wie man lesen kann, Paaren verboten, sich christlich trauen zu lassen. Valentin aber soll das Verbot umgangen haben und heimlich Liebespaare nach christlichem Brauch getraut haben. Allerdings ist das offenbar herausgekommen, so dass er zum Tode verurteilt wurde. Er soll am 14. Februar 269 hingerichtet worden sein. Später wurde dann das Christentum in Italien anerkannt und Valentin vom römischkatholischen Papst heilig gesprochen. So heißt er jetzt der „Heilige Valentin“.

Seit dem letzten Jahrhundert spielt der 14. Februar, der „Valentinstag“, auch in Deutschland als Fest der Liebenden eine Rolle. In Geschäften gibt es Blumen und Geschenke für den geliebten Menschen zu kaufen. Nun ist es sicher nicht verkehrt, an diesem Tag Blumen zu schenken. Aber wie Weihnachten oder Ostern ist der Valentinstag nur ein Tag, der stellvertretend im Jahreskreis für etwas steht, das doch das Jahr gelten sollte. Weihnachten und Ostern feiern wir letztlich die Liebe Gottes zu den Menschen. Am Valentinstag feiern wir die Liebe zwischen Menschen. Ein schöner Brauch also, der als christliches Fest einmal im Jahr daran erinnert, was in Jesu Nachfolge das ganze Jahr gelten sollte.

Ihr/Euer Diakon Andreas Kirchner

Diakon Andreas Kirchner
Diakon Andreas Kirchner

„Selig seid ihr, wenn ihr…“ Mt 5, 1–12a

Im heutigen Sonntagsevangelium erklärt Jesus seinen Begleitern, wann sie selig sind.

Selige beschreibt Papst Franziskus als „eine Person, die sich im Zustand der Gnade befindet, die in der Gnade Gottes voranschreitet und die auf dem Weg Gottes voranschreitet: die Geduld, die Armut, der Dienst an den anderen, der Trost… Wer in diesen Dingen voranschreitet, ist glücklich und wird selig sein.“  (Papst Franziskus, Generalaudienz, 29. Januar 2020)

Was bedeuten diese Worte für mich? Wenn ich die Überschrift lese, denke ich an meine Jugend und mein Musizieren bei den „Steinhorster Dorfspatzen“ (heute RiSing) zurück. Dort gehörte das Lied „Selig seid ihr“ damals zu unserem Standard-Repertoire bei Gottesdiensten und Auftritten. Das Lied hat mich immer berührt. Überträgt es doch diesen Textabschnitt des Matthäusevangeliums ein wenig in unseren Alltag. Plötzlich klingt „selig sein“ so lebensnah und wirksam für alle Beteiligten.

Versuchen wir das Positive im Evangelium für uns anzunehmen und nicht das auf den ersten Blick vermeintlich Negative: seid arm, verfolgt oder hungrig.

Wenn ich anderen Gutes tue. Wenn eine barmherzige, warmherzige und offene Haltung mein Leben prägen. Wenn ich Verlust und Trauer zulasse und versuche im Rahmen meiner Möglichkeiten mich für Frieden und Demokratie einzusetzen, dann kann ich selig werden und mir damit selber etwas Gutes tun. Denn diese Haltung kann zu einem glücklichen und vielleicht zufriedeneren Lebensgefühl führen. Diese christliche Haltung macht sprach- und handlungsfähig, die Grundlage all unseres Tuns, für uns selber und für andere.

Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie – über das Evangelium hinaus – das Positive in Ihrem Alltag wahrnehmen und wertschätzen können, bei allen Herausforderungen. Bleiben Sie in Ihrer christlichen Haltung zuversichtlich und optimistisch.

Ihre Gemeindereferentin Andrea Rudolphi

Andrea Rudolphi, Gemeindeassistentin

Jesus mit in den Alltag nehmen

Am letzten Wochenende endete die Weihnachtszeit, der Alltag hat wieder begonnen. Aber das Weihnachten Jesus zu uns in unsere Welt gekommen ist, endet hier nicht. Jesus ist gekommen, um zu bleiben. Er will uns in unserem Alltag begleiten, will bei uns sein, uns helfen, unsere alltäglichen Sorgen zu tragen, zu ertragen. Es gibt viel, was jetzt wieder auf uns einstürmt. Die Schulen haben wieder begonnen, Urlaub ist vorbei, das Kind, dass vielleicht Weihnachten zu Besuch gekommen war, ist wieder abgereist und hinterlässt eine Leere im Haus, die nur schwierig zu füllen ist. Und damit es um uns herum eben gerade nicht so leer ist, will Jesus bei uns sein und uns helfen, unseren Alltag besser zu bestehen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie, gerade wenn Sorgen Sie bedrücken, ein wenig die Nähe Jesu spüren können.

Ihr Diakon

Klaus Pöppel

Klaus Pöppel, Diakon

„Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft.“

Der Angelus ist eine alte Gebetstradition der Kirche, die uns das ganze Jahr über an die Weihnachtsgeschichte erinnert. Denn die Botschaft der Menschwerdung Jesu gilt nicht nur für den Festtag — sie sagt uns: Gottes Nähe ist jeden Tag da. Gerade im Evangelium des 4. Adventssonntags begegnet der Engel auch Josef. Mitten in seine Unsicherheit und seine Sorgen hinein spricht Gott ihm Mut zu. Josef steht vor einer Situation, die ihn völlig überfordert. Er versteht nicht alles, und doch entscheidet er sich, der Botschaft zu vertrauen. Das heißt, Maria und Josef behalten diese Frohbotschaft nicht für sich. Beide handeln auf ihre Weise: offen, mutig. Maria macht sich auf den Weg zu Elisabeth und bringt Jesus, den Friedensfürsten, mit – noch verborgen, aber schon wirksam. Und Josef gibt dem Kind öffentlich den Namen Jesus, den Retter. Damit stellt er sich sichtbar hinter das, was Gott begonnen hat. Auch wir erleben heute vieles, das uns ratlos macht. Und doch sind wir eingeladen, es Maria und Josef gleichzutun: dem Leben Raum zu geben – mit Verständnis, mit Treue und mit kleinen Schritten des Friedens im Alltag. Weihnachten erinnert uns daran: Gott bleibt nicht fern, er kommt zu uns — als Kind, als Hoffnung, als Nähe, als Immanuel (Gott mit uns).

Möge dieses Weihnachtsfest uns Mut schenken, trotz aller Unruhe auf Gottes Nähe zu vertrauen und Zeichen der Hoffnung zu setzen. Eingeladen sind wir dazu, allen, die wir begegnen, die Frohbotschaft zu bringen. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes, friedvolles und frohes Weihnachtsfest.

Ihr Pastor Chinemelu Emehelu

Chinemelu Emehelu, Pastor
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