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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

„Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte, begrüßte ihn mit den Worten: ‚Sie haben sich gar nicht verändert.‘  ‚Oh!‘ sagte Herr K. und erbleichte.“

Als Berthold Brecht diese kleine Geschichte schrieb, hatte er sicherlich nicht die Kirche im Blick, diese 2000 Jahre Traditionen, die uns manchmal so in Stein gemeißelt vorkommen. Er wollte nur aufzeigen, dass Veränderungen not-wendig sind, um zu leben. Und diese Veränderungen darf man ruhig wahrnehmen.

Wer in der Kirchengeschichte blättert wird überrascht sein, welche Veränderungen die Kirche in Laufe der Zeit bewältigt hat.

Wir stehen jetzt wieder vor großen Veränderungen. So, wie es immer war, kann die Kirche nicht bleiben. Diese Vorhersagen können verängstigen und verstören. Sie können aber auch einfach nur herausfordern, mit Phantasie und Mut die Zukunft zu gestalten.

Die Jünger Jesu konnten sich auch nicht vorstellen, wie ein Leben ohne Jesus funktionieren kann. Jesus zeigte ihnen seine Lösung auf: Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Als Christen sollen wir an Jesu Botschaft festhalten, nicht an Traditionen und Strukturen. Das kann frei machen. Diese Freiheit lässt mich an eine Zukunft der Kirche als „Volk Gottes unterwegs“, so wie das Zweite Vatikanische Konzil es formulierte glauben. Bald ist Pfingsten. Der von Jesus versprochene Beistand kommt. Und er wirbelt alles durcheinander. Wenn Jesus uns das Leben in Fülle verspricht, ist wahrscheinlich auch etwas Chaos damit gemeint.

Eine „chaotische“ Woche (in diesem Sinne) wünscht Ihnen

Anja Fecke

 

Komm, Heiliger Geist!

Weihbischof Hubert Berenbrinker und Monsignore Joachim Göbel haben in den letzten Tagen 169 Firmbewerbern das Sakrament der Firmung gespendet. Am 01. Mai empfingen in einer feierlichen Messe in St. Heinrich & Kunigunde 52 Jugendliche und 1 Erwachsene, am 03. Mai in St. Josef 38 Jugendliche und 1 Erwachsene, am 05. Mai in St. Marien 41 Jugendliche und am 11.05. in St. Michael 33 Jugendliche und 3 Erwachsene das Sakrament der Firmung.

Seit September 2018 waren sie auf dem Weg, auf einem Weg, den sie selber frei gestalten konnten. Aus einer Vielzahl an Projekten, 18 an der Zahl, konnten sie auswählen. Dank eine großen Zahl von Gemeindemitgliedern ist all dies möglich gewesen, ihnen sei von Herzen an dieser Stelle „Vergelt’s Gott“ gesagt. Die Projekte gingen von dem Besuche eines Musikfestivals bis hin zur Mitarbeit in einem Seniorenheim, der Besuch des Hospizes in Paderborn bis hin zu einer spirituellen Nachtwanderung durch unsere Pfarrei. Auch im Bereich der Liturgie und bei der Sternsingeraktion waren unsere Jugendliche aktiv. So gut wie alle Jugendliche haben entweder an drei Weggottesdiensten in den jeweiligen Kirchengemeinden, teilweise durch unsere Ehrenamtlichen gehalten, oder aber am Credokurs teilgenommen und sich so mit

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

unserem Glaubensbekenntnis auseinander gesetzt.

So darf ich Sie nun einladen für unsere Neu-Gefirmten zu beten:

Gott, Du Vater aller Menschen! Wir bitten dich für unsere Neu-Gefirmten. Schenke ihnen Deinen Heiligen Geist, damit alle guten Anlagen in ihnen entfaltet werden, damit sie wachsen können im Glauben an Dich, in der Hoffnung auf eine gute Zukunft und in der Liebe zu den Menschen. Hilf ihnen, andere froh zu machen in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz und in ihrem Freundeskreis. Hilf ihnen, Begeisterung in die Kirche zu tragen und ihre Fähigkeiten zum Guten zu gebrauchen. Guter Gott, gib ihnen Lebensmut, Lebensfreude und innere Kraft, die Schwierigkeiten, das Leid und die Enttäuschungen des Lebens zu ertragen. Sei ihnen gerade in solchen Zeiten ein treuer Begleiter! Stärke auch alle, die unsere Firmlinge immer wieder vorbereiten und begleiten und unsere Pfarrgemeinde im Glauben und in der Begeisterung für Dich, dass wir für die jungen Menschen ansteckend wirken und glaubwürdig sind, so wie es Jesus Christus war und heute noch ist. Amen.

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

 

Im Sonntagsevangelium begegnet uns Jesus als der Gute Hirte, den unsere Zeit so dringlich braucht.

Jesus, der gute Hirte, hat noch Platz auf seiner Schulter für Menschen,  die erlahmt sind, die niedergeschlagen sind, für Menschen, denen die Puste ausgeht und die nicht mehr mitkommen.

Jesus, der guter Hirte, sieht auch diejenigen, die so gern übersehen werden, an denen man vorbeischaut, die kein Ansehen mehr haben, die selber nicht mehr weitersehen.

DIakon Andreas Kirchner

Diakon Andreas Kirchner

Jesus, der gute Hirte, kennt auch die vielen Namenlosen, die an so vielen Orten untergehen in einem Strudel von Armut, Terror, Ausbeutung, Gewalt und Perspektivlosigkeit.

Herr, wo soll das alles hinführen, wenn du nicht führst?

 

Diakon Andreas Kirchner

 

Liebe Schwestern und Brüder, „Mors et Vita duello“ – Tod und Leben kämpften, „conflixere mirando“ – einen unbegreiflichen Zweikampf. Mit diesen markigen Worten beschreibt die Sequenz von Ostern die Auferstehung. Den ganzen Text finden Sie im Gotteslob unter der Nummer 320.

 

Diesen Zweikampf habe ich in Teilen life mitbekommen beim Sterben von Pfarrer Josef Dohmann. Dass er sehr, sehr krank war, wusste er und wussten wir erst seit kurzer Zeit. Wie schnell dann der Krankheitsverlauf sich entwickelte, hat viele in seiner Umgebung überrascht – mich auch.  Heute bin ich froh für ihn. Er musste nicht allzu lange leiden, und er ist gut vorbereitet gestorben.

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

 

Gestern hat eine große Gemeinde ihn in seiner ehemaligen Pfarrei zu Grabe getragen. Sein Leib hat seine letzte Ruhestätte quasi im Schatten des Kirchturms der Kirche gefunden, in der er über drei Jahrzehnte als Pfarrer gewirkt hat. Die Fahnenabordnungen, die Kranzträger, die Trauerrede des Ortsvorstehers und nicht zuletzt eine voll besetzte Kirche dokumentierten eindrücklich die Wertschätzung, mit der die Gemeinde von Niederense ihrem ehemaligen Pfarrer das letzte Geleit gab. Möge das Wort aus der Offenbarung des Johannes (14,13) auch für ihn gelten: „Selig, die im Herrn sterben, von jetzt an, spricht der Geist, sie sollen ausruhen von ihren Mühen; denn ihre Taten folgen ihnen nach.“

Peter Scheiwe

 

Was für ein unsensibler Engel! Haben Sie schon einmal am Grab eines lieben Menschen gestanden? Am Grab eines nahen Verwandten oder guten Freundes. Der Sarg ist in die Erde abgesenkt. Sie spüren den Schmerz. Sie kämpfen mit den Gefühlen. Und dann kommt jemand und fragt sie: „Warum weinst du?“.

Die meisten von uns würden sicher denken: Ich höre wohl nicht recht. Wir wären irritiert oder verärgert über eine solch unsensible Frage. Ich weine, weil ich den Menschen vermisse, der hier begraben wurde. Ich weine, weil es weh tut. Die störende und unpassende Frage wird Maria Magdalene am Grab gestellt und sie löst einen inneren Prozess in ihr aus. Zweifel und Not über den Verlust beginnen plötzlich mit der tiefen Sehnsucht in ihr zu ringen: Der Herr ist nicht tot! Wie gerne möchte sie das doch glauben! Und dann siegt die Sehnsucht, Maria wendet sich um, die Frage wird für sie zum Wendepunkt. Sie wendet sich ab vom Grab – und sieht Jesus dastehen. Der Gekreuzigte steht ihr als der Auferstandene gegenüber. Nicht die leere Grabkammer, nicht die Engel, nicht der Jünger, der schon sah und glaubte, wecken ihren Glauben. Nein, der Auferstandene, die Hoffnung auf das ewige Leben und bleibende Verbundenheit selbst spricht sie an. Angefragt – angesprochen – ausgesandt.

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

So könnten wir die österliche Erfahrung der Maria Magdalena auf den Punkt bringen. Mit einer scheinbar unsensiblen Frage hat sich für sie eine Wende vollzogen. Weg von der Angst – hin zur Hoffnung. Weg von der Trauer – hin zur bleibenden Verbundenheit. Weg vom Grab – hin zum Auferstandenen, der sie persönlich anspricht und zu seiner Zeugin und ersten Apostelin macht.

Auch mir gilt die Frage: „Warum weinst du?“ oder anders gefragt: „Wohin wendest du dich mit deiner Not?“ Eine zutiefst österliche Frage. Vielleicht nimmt mich die österliche Freude und Hoffnung mit, so dass ich mich nicht gefangen nehmen lasse vom Dunkel in mir. Vielleicht wende ich mutig meinen Blick! Die österliche Erfahrung der Maria kann zu meiner persönlichen Erfahrung werden. Dann bleibt die entscheidende Frage nach meiner Hoffnung für keinen Menschen ohne Antwort, denn meine Hoffnung wird ausstrahlen!

Im Namen aller Seelsorgerinnen und Seelsorger wünsche ich Ihnen ein gesegnetes und hoffnungsvolles Osterfest!

Ihr, Pastor Tobias Dirksmeier

 

Von Hosanna bis Halleluja

Das Osterfest ist das höchste Fest der Christenheit. Das erkennt man auch schon daran, dass die Kirche sich für die Feier viel Zeit nimmt. Eine ganze Woche. Vom Palmsonntag bis zum Ostersonntag feiert sie die Ereignisse dieser heiligen Woche beinahe in Echtzeit. Das Leben Jesu im Schnelldurchlauf.

Eine ganze Woche Feier in Echtzeit. Die heilige Woche! Heißt sie nun Karwoche? Oder heißt sie Heilige Woche? Es kommt darauf an, was man betonen will.

Seit 1969 hebt die katholischen Kirche das „österliche Triduum“, die drei österlichen Tage hervor, nicht mehr das Trauern und Klagen über das Leiden und den Tod Jesu, sondern die Überwindung des Todes.

„Das Werk der Erlösung der Menschen und der vollendeten Verherrlichung Gottes hat Christus, der Herr, vor allem vollzogen durch das Pascha-Mysterium, in dem er durch seinen Tod unseren Tod überwunden und in der Auferstehung das Leben wiederhergestellt hat.“

So wird aus dem Hilferuf „Hosanna“ – “ Hilf doch!“ der Jubelruf „Halleluja“ – „Lobt Gott!  der fröhliche, österliche Jubelruf!

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Die Feiern sind nicht eine Inszenierung von damals, sondern fragen jeden persönlich nach den eigenen Erfahrungen mit Leid und Tod im letzten Jahr –

… und wo uns vielleicht eine Ahnung von Auferstehung und neuem Leben begegnet ist!

Ich freue mich auf diese Woche in „Echtzeit“ mit Jesus und vertraue darauf, dass diese Woche und mein Leben mit einem „Halleluja“ enden wird.

Hosanna und eine gesegnete Woche

wünscht Ihnen

Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen

 

BEWEGLICHKEIT

Auch die Nächstenliebe kennt Gezeiten, auch da gibt es Ebbe und Flut. Wenn am kommenden Sonntag in den katholischen Kirchen die Kollekte für das bischöfliche Hilfswerk „Misereor“ gehalten wird, gibt es Deutschlandweit eine Flut von Hilfe, über die man sich wirklich freuen kann. Vor kurzem hörte ich von einem älteren Gemeindemitglied „Solange ich noch laufen kann, geht es mir gut“. Mit den Spenden von Misereor wird genau dies ja auch ermöglicht: selbstbestimmtes Leben wird denen ermöglicht, die im Elend leben, in einer Armut, die wir uns oft überhaupt nicht vorstellen können, es wird sozusagen eine „Starthilfe“ geschaffen, damit brauchbare Voraussetzungen entstehen, um die „Selbsthilfe“ erst zu ermöglichen.

Allen Unkenrufen und Pessimisten zum Trotz, mehr als früher sehen die Menschen heute ein, dass sie verantwortlich sind und jeden Freitag, ganz gleich wie man inhaltlich dazu steht, reden ja nun auch tausende von Jugendlichen von dieser Verantwortung für diese eine Welt. Es soll auch dankbar vermerkt werden, dass viele Christen nicht nur Geld spenden, sondern dabei auch ihr Herz an die Armen verschenken und viele vor Ort tätig werden. Das ist überall da der Fall, wo Hilfe nicht gewährt wird aus der Überheblichkeit der Besitzenden, sondern aus dem Mitleiden in einer Welt, die so vielen Menschen das Leben vorenthält. Wer aus einer ganz persönlichen Betroffenheit anderen, vor Ort oder seien sie noch so weit entfernt, zu helfen sucht, wer sein Herz aus dem Elend der Welt nicht heraushält, der spürt den inneren

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Zusammenhang zwischen der Liebe zu Gott und der Liebe zu den Menschen. Menschen in Not brauchen ein großes Maß an Ermutigung, damit sie nicht verzweifeln, damit sie wieder Bewegungsfähig werden. Und nicht nur die Hilfe am Misereorsonntag, eine jede Hilfe kann über das Maß hinaus einem Menschen wieder sagen, dass er leben darf. Geld ist natürlich heute äußerst wichtig im Kampf gegen Armut, aber ein offenes Herz – das ist noch wichtiger. Am Ende bleibt die Frage: sind wir selbst beweglich genug, unsere Möglichkeiten der Nächstenliebe nach besten Kräften zu gebrauchen?

Ihr Benedikt Fritz

 

Halbzeit

An diesem Sonntag feiern wir Laetare, den 4. Sonntag der Fastenzeit. In der Mitte der österlichen Bußzeit scheint das Osterfest bereits ein wenig hervor, deswegen: „Freuet Euch“, so die Übersetzung. Man kann praktisch schon mal wagen, an das Ende der Fastenzeit zu denken. Wenn wir in unserem Leben auf etwas warten, stellen wir uns zwischendurch auch immer mal wieder vor, wie es denn werden wird. Und manchmal sind wir dann leider nicht unbedingt positiv überrascht. Jede und jeder kennt die Enttäuschung, wenn unsere Erwartungen nicht erfüllt werden. Vielleicht ist das genau der Unterschied zu Laetare. Wir wissen ja genau, was an Ostern auf uns zu kommt. Wir müssen eben nicht zweifeln, in Sorge sein, sondern wir dürfen, wir sollen uns freuen, nämlich darauf, dass Jesus in der Osternacht als Sieger über den Tod auferstehen wird. Und Laetare geht noch einen Schritt weiter. In der Taufe hat Gott uns als seine Kinder angenommen, wir haben uns nicht

Diakon Klaus Pöppel

Diakon Klaus Pöppel

nur auf den Weg gemacht, seinem Sohn zu folgen, sondern Gott nimmt uns in der Taufe in seinen besonderen Schutz auf. Genau daran kann uns Laetare erinnern. Nicht nur das Osterfest leuchtet bereits im dunkeln Wald der Fastenzeit zwischen den Bäumen hervor, sondern auch die Zusage Jesu, auf uns zu warten und im Reich seines Vaters eine Wohnung für uns zu bereiten, leuchtet zwischen den Bäumen unseres dunklen Sorgenwaldes bereits hervor und verbreitet Hoffnung und guten Mut.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen hoffnungsvollen Sonntag.

Ihr Diakon Klaus Pöppel

 

„Es ist schon viel zu spät. Wir haben keine Chance mehr. Die letzte Chance ist vertan. Da kann auch Gott nicht mehr helfen….“ So oder so ähnlich könnte man argumentieren, wenn es auf den Kampf gegen den Klimawandel  geht. Es hat sich erledigt, der Mensch hat geschafft, die Welt, Gottes Schöpfung unwiederbringlich zu zerstören. Hat Gott da nicht die Nase voll von uns?

Ich bin von Haus aus Optimistin, als Christ kann frau gar nicht anders. Denn ich glaube, Gott gibt uns noch eine Chance.  Sie beim Feigenbaum, der schon lange keine Früchte mehr trägt und der Umgehauen werden soll. Doch dann kommt die Bitte des Arbeiters: „Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen:“ Es gibt ein Jahr Aufschub, es steht auf der Kippe, ob der Baum weiter leben darf oder gefällt wird.

Wir fällen unsere Erde, die Schöpfung Gottes. Was den Klimawandel angeht, stehen die Uhren kurz vor 12, manch sagen sogar, es ist schon zu spät. Ich glaube und hoffe, wir haben noch eine Chance, die Schöpfung, die Gott uns anvertraut hat, wieder aufzubauen. „Herr, lass sie dieses Jahr noch stehen.“ Damit wir die Chance haben, uns dem Bund, den Gott mit uns und allen Lebewesen geschlossen hat, würdig zu erweisen.

Ich weiß nicht, ob Greta Thunberg Christin ist. Mit ihrer Rede hat sie vielen aus der Seele gesprochen und hoffentlich andere angerührt. Sie hat verstanden, dass das „Jahr“ kurz sein wird und dass wir nicht einfach abwarten können. Was wird geschehen, wenn der Baum, unsere Erde fällt?

 

Eine gute weitere Fastenzeit wünscht Ihnen

Anja Fecke

 

Auf ihn sollt ihr hören!

Im Evangelium vom zweiten Fastensonntag spricht Gott aus einer Wolke zu Petrus und seinen Begleitern. Er macht eine deutliche Aussage über Christus und gibt ihnen eine klare Anweisung: „Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!“ (Lk 9,35) Warum wird die Stellung Christi und der Auftrag auf ihn zu hören in der Fastenzeit so betont? Ich glaube, dass die Aussage Gottes ein guter Leitfaden für die Umkehr in der Fastenzeit ist. Die Jünger wollen – bevor Gott ihnen diesen Auftrag gibt – drei Hütten bauen. Eine für Mose, eine für Elija und eine für Christus. Im Prinzip eine fromme Handlung. Abraham hat das Gleiche getan, sld Gott zu ihm gesprochen hat. Aber hier wird ein Paradigmenwechsel deutlich. Es geht nicht mehr nur darum Gott Altäre und Hütten zu bauen. Die Gläubigen sollen sich nun danach richten, was Christus ihnen sagt. Sie sollen auf ihn hören! Auf seine Botschaft der Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe!

Petrus und seine Begleiter werden dazu aufgefordert ihr Handeln zu reflektieren. Nicht alles, was sie vorher gemacht haben war falsch, aber es gibt eine andere Richtschnur, nach der sie sich richten sollen – Jesus Christus. Sie sollen also umkehren und ihr Leben auf Christus ausrichten. Damit ist Petrus in der gleichen Situation, wie wir Christen heute in der Fastenzeit. Gott spricht uns ganz direkt und persönlich an, wenn er sagt: „Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.“ Auch wir werden zur Umkehr eingeladen. Das bedeutet bei uns ebenso wenig wie bei Petrus, dass alles falsch war, was wir getan haben. Der Blick auf das eigene Leben soll dazu dienen herauszufinden, ob ich bei meinem Handeln auf ihn – Jesus Christus – gehört habe. Das ist bei mir sicherlich nicht immer der Fall. Ich vermute, dass ich damit nicht allein dastehe. Aber Gott ermutigt mich, dass ich auf ihn höre. Damit ist der Blick nach vorne entscheidend. Christus spricht uns im

Sebastian Vieth (Praktikant aus dem Priesterseminar)

Sebastian Vieth (Praktikant aus dem Priesterseminar)

Evangelium und im Gebet persönlich an und in der Zeit der Umkehr sollen wir uns darauf konzentrieren. Wir können durch Gebet und das Evangelium Christus zu uns sprechen lassen und ihn wieder zur Richtschnur unseres Lebens werden lassen. Ich möchte in dieser Fastenzeit den Blick wieder nach vorne richten, Christus zu mir sprechen lassen und versuchen in meinem Leben und Handeln auf ihn zu hören. Denn dazu lädt Gott uns ein – auf ihn sollt ihr hören!

Sebastian Vieth

 

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