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Heute schon geknuddelt?

 

Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein. Das wissen wir nicht nur aus eigener Erfahrung, dass wurde schon vor vielen Jahren wissenschaftlich bewiesen.

So wurde schon unter Friedrich dem Großen eine Untersuchung an Waisenkindern gestartet. Die Krankenschwestern versorgten den Säuglingen nach allen damals bekannten Standards der Pflege und Hygiene. Aber sie durften nicht mit den Säuglingen sprechen, keinen Blickkontakt aufnehmen und sie nicht in den Arm nehmen. Trotz der ausgezeichneten Pflege starben alle Säuglinge.

Wir Menschen sind aufeinander angewiesen. Wir brauchen die Nähe anderer Menschen. Dazu gehört auch der körperliche Kontakt: ein Händedruck, eine Umarmung, ein Streicheln der Wange.

Montag, am 21. 1., ist internationaler Weltknuddeltag. Pastor Kevin Zarboney (USA) rief ihn 1986 ins Leben.

Schauen Sie sich mal um, bestimmt gibt es auch in Ihrer Nähe Menschen, die zum knuddeln sind!

 

Anja Fecke, Gemeindereferentin

 

Die Taufe Jesu – der Alltag kehrt zurück

An diesem Sonntag feiern wir die Taufe des Herrn. Damit endet die Weihnachtszeit. Auch wenn für viele Menschen schon am 27. Dezember Weihnachten vorbei ist, endet die Weihnachtszeit nun auch im kirchlichen Jahr. Das heißt, dass jetzt wieder der Alltag in das kirchliche Leben einkehrt. Aber auch im gesellschaftlichen Leben ist die Advents- und Weihnachtszeit vorbei und die ersten Wochen des neuen Jahres sind ins Land gegangen. Wir sind im neuen Jahr angekommen. Ich merke das immer daran, dass ich wieder im Alltagstrott angekommen bin und ich mich langsam daran gewöhne am Ende des Datums die richtige, neue Jahreszahl zu schreiben. Genau an dieser Schwelle zwischen Weihnachten, Neujahr und dem Beginn des Alltags wird in der Katholischen Kirche an die Taufe Jesu erinnert. Nach Jahrzehnten eines unauffälligen Lebens tritt Jesus als das hervor, was er ist: Der Sohn Gottes, der Wanderprediger und Wunderheiler. Seine Taufe im Jordan ist der Startschuss seines öffentlichen Auftretens. Es beginnt der Alltag Christi, also sozusagen der christliche

Sebastian Vieth (Praktikant aus dem Priesterseminar)

Sebastian Vieth (Praktikant aus dem Priesterseminar)

Alltag. Mit der Taufe Christi werden auch wir an unsere Taufe erinnert. Wie die meisten kann ich mich nicht an meine Taufe erinnern, aber ich weiß, dass ich getauft bin. Wir sind getauft, weil wir von Gott zum Christsein berufen sind. Daher können wir gewiss sein, dass Christus immer bei uns ist und wir dazu berufen sind uns an Christus zu orientieren. In den Jahren seines Wirkens kann man sein Leben in zwei Punkten zusammenfassen. Zum einen, dass er liebend an der Seite der Menschen war, die ihn brauchten. Er war bei denen, die ihr Leben ändern wollten und das bis zu seinem letzten Atemzug. Zum anderen hat er die Kraft dafür aus dem Gebet zum Vater und dem tiefen Vertrauen zu ihm gezogen. Für mich ist die Taufe des Herrn jedes Jahr eine Erinnerung, wie ich meinen Alltag führen soll und kann. Ich kann immer auf Gott vertrauen und im Gebet mit ihm verbunden sein, denn er ist immer für mich da. Genau das soll ich aber auch an meine Mitmenschen weitergeben. Ich kann mich an Christus orientieren und ansprechbar für meine Mitmenschen sein. Ich kann versuchen allen Mitmenschen mit Liebe zu begegnen. Auch in diesem Jahr hilft mir das Fest der Taufe des Herrn dabei im Alltag des Jahres 2019 anzukommen und mich auf den Alltag als Christ einzunorden – geprägt von Gottvertrauen und Nächstenliebe.

Ihr Sebastian Vieth

 

„Wir gehören zusammen“ – in Peru und Weltweit!

So lautet das Motto der Sternsinger in diesem Jahr.

 

Wir gehören zusammen: Das war auch immer wieder die Botschaft Jesu, als er durch das Land gezogen ist, als er zu den Menschen gesprochen und viele geheilt hat. Wenn Jesus einen Menschen sah, der ausgegrenzt wurde, der am Rand stand und nicht dazugehörte, ist er hingegangen und hat gesagt: Du gehörst auch dazu!

Der Mann mit der ansteckenden Krankheit – er gehört auch zu uns. Ich schließe niemanden aus! Und als die Erwachsenen die Kinder wegschicken wollten, hat Jesus das nicht zugelassen und gesagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen!“ Auch sie gehören dazu.

 

Wir gehören zusammen, jede und jeder, genauso wie er oder sie ist.

Egal, wie du aussiehst, was du kannst, welche Sprache du sprichst,

egal wie alt oder jung du bist, wie groß oder klein, wie arm oder reich,

egal wie gesund oder krank: Wo Jesus ist, gehören alle zusammen!

Die Sternsinger wollen in diesem Jahr nicht nur nach Peru hinweisen!

Sie schauen auch ganz besonders auf Kinder, die mit einer Behinderung leben. Vor allem ihnen ruft ihr zu: Wir gehören zusammen!

 

Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene machen sich an diesem Wochenende  auf den zusammen um sich  für Kinder mit Behinderungen einzusetzen! Denn nur, wenn wir uns zusammentun und füreinander einsetzen, können wir mit Gottes Hilfe Hindernisse überwinden und für eine bessere Welt etwas tun.

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

 

Dort, wo Menschen einander helfen, spielt Behinderung keine Rolle. In einer solchen Welt finden alle zu ihrem Heil.

 

In Schloß Neuhaus, Mastbruch und Sennelager klopfen die Sternsinger am Samstag,   05. Januar und in Sande am Sonntag,         06. Januar an ihre Türen und bringen den Segen Gottes in ihr Haus.

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und allen Aktiven einen erfolgreichen und gesegneten Tag mit vielen schönen Erfahrungen.

 

Ein frohes und gesegnetes neues Jahr wünsche ich im Namen des gesamten Pastoralteams

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

 

Von Maria wird im Lukasevangelium erzählt, dass sie die Worte, die sie von den Engeln und Hirten gehört hatte,

alle behielt und in ihrem Herzen bewegte.

Das Herz – vielleicht der wichtigste Raum für die Begegnung mit Gott.

Das feiern wir an Weihnachten: auch wenn es scheint, dass es in unserer Welt keinen Raum für Gott gibt  –   er findet Raum.

Er will auch heute ankommen und unter uns Menschen wohnen –

DIakon Andreas Kirchner

Diakon Andreas Kirchner

in unserem Alltag und unseren Festen,

in unseren Begegnungen und in unserer Einsamkeit,

in der Freude und in der Trauer.

Wo immer wir ihm Raum geben in unseren Herzen, passiert ein Stück  Weihnachten

 

Also: Frohe Weihnachten!

Ihr Diakon Andreas Kirchner

 

So ist der 3. Adventssonntag überschrieben und selbst das dunkle liturgische Violett des Priestergewands hellt sich an diesem Sonntag ein wenig auf. Freut Euch!

Das Evangelium berichtet uns noch einmal von Johannes dem Täufer. Dreimal fragen ihn die Leute, was sie tun sollen, als Vorbereitung auf das Reich Gottes. Dreimal gibt Johannes Antwort und mahnt zur helfenden Nächstenliebe. Das könnte doch ein guter Hinweis für uns und die letzten Adventstage sein: Übt euch in der Nächstenliebe, damit für alle gelten kann „Freut Euch!“. Aber Johannes redet auch immer Klartext und biedert sich nicht bei seinen Zeitgenossen an. Er spricht vom Ende der Geschichte, das nicht mehr lange auch sich warten lassen wird. Die bisherigen Sicherheiten haben keinen Platz mehr, es wird eine Bestandsaufnahme geben und auch die eine oder andere religiöse Tradition wird nicht bestehen können. Das erinnert doch durchaus auch an unsere jetzige Zeit und Situation in der Kirche, oder?

Johannes redet den Menschen ins Gewissen, doch trotz seiner fordernden Worte strömen sie zu ihm und fragen ihn, was sie tun sollen. Seine Antworten sind nicht gerade revolutionär und aufregend, oder vielleicht doch? Auch wenn Johannes vom dicken Ende überzeugt ist: Im Unterschied zu anderen Untergangspropheten seiner Zeit hält er es für möglich, dass Menschen sich ändern und umkehren.

Dies sind wir unserer Welt und den nachfolgenden Generationen schuldig, die Botschaft des Johannes ist aktueller denn je.

Ihre Angelika Schulte,
Gemeinderefentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin
Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Liebe Schwestern und Brüder,

 

wenn Sie diese Zeilen lesen, ist es schon passiert: eine unserer großen politischen Parteien hat eine neue Vorsitzende oder einen neuen Vorsitzenden. Es gab mehrere Bewerbungen um diesen Posten, eigentlich ein gutes Zeichen. Es gab etliche Vorstellungsveranstaltungen der Kandidaten. Die Medien haben oft berichtet und uns miterleben lassen, dass und wie die Bewerber gut ankommen wollten und was sie nicht alles unternommen haben, um im rechten Licht groß und gut dazustehen.

 

Advent bedeutet, Gott will bei uns ankommen. Dafür macht er sich aber nicht ganz groß, sondern im Gegenteil, er aber macht sich ganz klein und wird ein Mensch. Vielleicht ist auch deshalb Scheinwerferlicht und Öffentlichkeit bei der Ankunft Gottes nicht so sehr gefragt. Es reicht das Licht von zunächst einer Kerze (am Adventskranz). Wenn die sich vervierfacht hat gibt es freilich kein Halten mehr und hunderte Kerzen brennen am Weihnachtsbaum.

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

 

Gott will bei uns ankommen. Die Frage, die mich in diesen Tagen beschäftigt, heißt: lassen wir ihn denn ankommen? Woran merken wir seine Nähe? Die biblische Hauptfigur des 2. Adventssonntag ist Johannes der Täufer. Er ruft uns zur Umkehr und zum Neubeginn.

 

Ihnen allen einen gesegneten Advent, Ihr Pastor Peter Scheiwe

 

Ist es nicht zu früh, um ein frohes neues Jahr zu wünschen? Für uns als Katholiken nicht! Denn mit dem ersten Advent beginnt für uns das neue Kirchenjahr. Wir merken das schnell daran, dass die Farbe in der Liturgie wieder violett ist und wir Adventslieder singen. Ein neues Jahr bedeutet für viele Menschen auch immer gute Vorsätze. Irgendetwas anders im Leben machen als vorher. Religiös gesprochen: Umkehr. Im Kirchenjahr ist das aber anders als im Kalenderjahr. Es ist nicht der erste Tag – der erste Advent – der Tag, an dem das Neue beginnt, sondern Weihnachten. Das Fest der Geburt Christi, der in uns zu Weihnachten „neu geboren“ werden kann.

Die Adventszeit ist eine Einladung sich darauf vorzubereiten, ein Angebot sich darauf zu besinnen, was wir im vergangenen Jahr erlebt haben, wie sich unser Leben verändert hat. Kurz gesagt: Zur Besinnung. Ich habe mich oft gefragt, wie man sich denn im Advent besinnen soll?! Meistens hetzt man von Termin zu Termin. Es stehen verschiedene Nikolaus- und Weihnachtsfeiern an. Man muss Geschenke kaufen, Plätzchen backen, die Wohnung dekorieren und alles für Weihnachten vorbereiten. Wo soll man denn da noch die Zeit haben sich zu besinnen? Auf dem überfüllten Weihnachtsmarkt? In der Hektik der Vorbereitung? Ja! Genau da! Denn wenn wir uns die biblische Adventszeit anschauen, ist diese alles andere als ruhig. Maria und Josef müssen quer durch das Land wandern, um sich registrieren zu lassen. Sie haben kein Dach über dem Kopf. Und dann ist Maria auch noch hochschwanger. Sie merken, dass es ernst wird und müssen auf die Schnelle eine Unterkunft finden und finden nur einen Stall. Und da geschieht das Wunder. Gott kommt in Christus auf die Erde.

Von der biblischen Adventszeit inspiriert, mache ich mir seit einigen Jahren keine Illusionen mehr. Auch in diesem Jahr werde ich mehr

als genug zu tun haben. Aber ich mache mir dabei bewusst, dass das alles Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest – auf die Geburt Christi – sind. Und in den ganzen Vorbereitungen wird mir dann deutlich, wie ich mich in einem Jahr verändert habe. Zu welchen Feiern gehe ich? Welche Menschen waren mir im letzten Jahr wichtig und wen habe ich vielleicht vergessen? Wie haben sich meine Prioritäten verschoben? Und an dem Tag im Kirchenjahr, an dem das Neue beginnt, an Weihnachten, habe ich dann doch meine Besinnung gefunden und mich auf Christi Geburt vorbereitet.

Ich wünsche Ihnen allen ein frohes neues Kirchenjahr und einen schönen und besinnlichen Advent.

Ihr Sebastian Vieth
Sebastian Vieth (Praktikant aus dem Priesterseminar)
Sebastian Vieth (Praktikant aus dem Priesterseminar)

Liebe Leserinnen und Leser,

mit dem Christkönigsfest geht das Kirchenjahr zu Ende und wenn etwas zu Ende geht, steigen schnell Gedanken auf, die auf das vergangene Jahr zurückblicken lassen. Für mich persönlich war es ein sehr trauriges und schwieriges Jahr (neben allem Schönen, was ich erleben durfte!). Ich musst mich von zwei sehr, sehr guten Freunden am Grab verabschieden. Auch andere Todesnachrichten haben mich hin und her gewirbelt. Sie kennen alle die Fragen, die dann aufsteigen: „Warum? Wieso jetzt? Wie kann es weitergehen?“ Es tut einfach nur weh…

Mein Glaube, dass die Freunde bei Gott nun ewig weiterleben, tröstet mich und lässt mich weitergehen im Reich Gottes hier auf Erden – in der ersten Zeit ein bisschen langsamer als sonst – aber mein Glaube, dass ich nicht alles verstehen muss, was um mich herum passiert, dass Gott mich begleitet und beschützt, gibt mir Mut und Kraft!

Der Herr beschützt mein Leben (Ps 54,6)

Meinen Erdbeergarten mit den Buchsbaumwegen

beschütze ich sorgsam bei Wind und Wetter.

Ich breite Nylonnetze über den Teich und Reisig über die fröstelnden Rosen.

Doch Du stellst mich mitten ins Freiland.
Du setzt mich Wintersturm und Sonnenglut aus.
Du hältst mein Leben unter prasselndes Laub.

Du beschützt mich so anders als ich mich beschützen würde.

So inwendig. So intim.

(Petra Fietzek)

Dieser schön umgeschriebene Psalm ist mir am Samstag entgegengekommen. Ich möchte ihn mit Ihnen teilen. Einen gesegneten Start ins neue Kirchenjahr wünscht Ihnen

Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen
Petra Scharfen, Gemeindereferentin
Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Jeder kennt dieses nützliche Gerät, das man braucht, um eine Flüssigkeit von einem größeren in ein kleineres Gefäß umzufüllen. Ohne einen solchen Trichter würde man einiges verschütten, und es würde verloren gehen. Immer wenn ich Salatdressing umfülle benutze ich einen solchen Trichter.

Wenn in diesen Novembertagen, bestimmt auch angeregt durch die vielen Gedenktage, wir Menschen darüber nachdenken, wohin denn letztlich der Weg der Menschen und der Geschichte insgesamt führt, dann ist damit immer wieder die Hoffnung verbunden, dass alles Leben, auch das eigene, am Ende nicht verrinnt und verloren geht und „es nicht umsonst“ war. Irgendwo muss es doch ein Ziel geben, auf dass alles am Ende im Guten hinaus läuft.

Die Texte vom kommenden Sonntag erzählen vom Endgericht, jedoch nicht mit erschreckenden Bildern, wie wir sie von einigen Darstellungen her kennen. Sie erzählen davon, dass das „Volk Gottes in jener Zeit gerettet wird“, davon, dass es eine „Vollendung zum Heil sein“ geben wird, sie erzählen vom Kommen des Menschensohnes: Es wird größer sein, göttlicher und menschlicher. Mitten in diesem scheinbaren „Zusammenbruch“, werden die Engel Gottes ausgesandt, um die Menschen heimzuholen von allen Enden der Erde. Was auf Erden ganz verschiedene Wege gegangen ist, wird von Gott zusammengeführt und ins Ziel gebracht – wie man mit einem Trichter eine Flüssigkeit auffängt. Dabei ist es nicht so, als ginge von diesem Trichter irgendein Sog aus, der alle willenlos zusammentreibt. Aber wer in der Sehnsucht auf ein gutes Ende lebt, kann nicht verloren gehen.

Ich verstehe es so: Wer glauben kann, darf immer neu hoffen und kann vielleicht auch über die Grenzen hinausschauen, nicht aber weil seine Augen besonders gut wären, sondern weil jemand ein Licht angezündet hat.

Ihr Benedikt Fritz
Benedikt Fritz, Gemeindereferent
Benedikt Fritz, Gemeindereferent

An diesem Wochenende feiern wir das Fest des Heiligen Martin. Zum Einen feiern wir den heiligen Mann, der in der Erzählung von der Mantelteilung ein Beispiel christlicher Nächstenliebe gegeben hat, dass auch noch nach vielen Jahrhunderten die Menschen fasziniert und quer durch alle Altersklassen verstanden wird. Zum Anderen feiern wir aber auch das Patronatsfest, der Heilige Martin ist schließlich der Patron unserer Gesamtpfarrei.

Das Bild vom Bettler, der frierend im Schnee sitzt, ist ohne Mühe übertragbar auf aktuelle Zeiten. Natürlich muss in Deutschland niemand erfrieren, unser Sozialstaat kümmert sich zu Recht um die Menschen, die nicht in der Lage sind, sich um sich selbst zu kümmern. Trotzdem gibt es genug Menschen in unserer Umgebung, die unsere Hilfe brauchen. Vielleicht nicht materielle, aber geistige Hilfe. In jeder Epoche waren bestimmte Menschen hilfsbedürftig. Zur Zeit Jesu die Witwen und Waisen, zur Zeit Adolph Kolpings die Handwerksgesellen und heute sind es nach Einschätzung von Experten die Gruppe der Alleinstehenden. Dies sind natürlich die Senioren, die den Mann, die Frau verloren haben und deswegen allein sind. Wenn dann auch keine Kinder in der Nähe sind, vereinsamen diese Menschen zum Teil sehr. Aber auch bei den jungen Erwachsenen gibt es eine zunehmend größer werdende Gruppe von Menschen, die vereinsamen. Wenn wir in unserer Pfarrei den Heiligen Martin im Schild führen, so sollte dies doch gerade ein Ansporn sein, um zu schauen, wer wäre heute der Bettler im Schnee. Vielleicht kann das Patronatsfest, dass wir an diesem Wochenende feiern, uns anregen, mit offenen Augen auf unsere Umgebung zu schauen. Darauf zu achten, wo Menschen vereinsamen und unsere Nähe anzubieten.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Martinsfest.

Ihr Diakon Klaus Pöppel

Diakon Klaus Pöppel
Diakon Klaus Pöppel
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