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Licht der Welt ??
Am letzten Sonntag haben wir den Beginn der Bergpredigt gehört,
die Seligpreisungen.
Schon in diesen Seligpreisungen zeigt Jesus seinen Anspruch an die Menschen,
die ihm folgen, damals wie heute.
An diesem Sonntag hören wir die Sätze vom Salz –
„Ihr seid das Salz der Erde“ –
und vom Licht –
„Ihr seid das Licht der Welt!“ –
Was für ein Anspruch.
Schon im Alten Testament ist immer wieder die Rede vom Volk, das im Dunkel sitzt und sehnsüchtig das Licht erwartet.
Und jetzt dieser Satz Jesu an die, die ihm folgen: Ihr seid das Licht der Welt.
Schlimmer noch:
Hat denn Jesus nicht von sich selbst gesagt: Ich bin das Licht der Welt.
Und jetzt „Ihr seid das Licht der Welt“
Jesus fordert die Zuhörenden nicht auf, das Licht der Welt zu sein.
Er spricht es ihnen zu – Ihr seid es!
Jesus hat diese Worte gesprochen zu einer Zeit, als die Schar der ihm folgenden Menschen verschwindend klein war im Vergleich zur Größe des römischen Reiches.
Ohne in das Lamentieren über den Rückgang des Christentums mit einstimmen zu wollen. Mir erscheint es doch so, als ob wir uns wieder Zeiten nähern, in denen es nötig ist, dass die kleine Gruppe glaubender Menschen als Licht in einer dunkler werdenden Welt besteht.

Wir sollen unser Licht leuchten lassen, die Welt heller und wärmer machen.
Mit Tat oder Wort, in Konferenzen oder am Küchentisch, mit dem Spaten in der Hand oder mit einem tröstenden Wort, für alle sichtbar oder unter vier Augen.
Ihr seid das Licht der Welt.
Euer/Ihr Diakon Andreas Kirchner

Selig, die hungern nach Gerechtigkeit, denn sie werden gesättigt werden. (Mt 5,6)
So viel Ungerechtigkeit in dieser Welt – zu allen Zeiten, an allen Orten: Opfer von Krieg, Zerstörung, Missbrauch, Flucht, Benachteiligungen, Diskriminierung und Ausgrenzung.
In der Bergpredigt wird von einer Welt gesprochen, die wir uns ersehnen.
Die Bergpredigt will Menschen verändern und zu Jesu Jüngern machen, auch heute.
Und allen, die sich darauf einlassen, gelten die Glückwünsche und die Seligpreisungen Jesu.
Öffnen wir uns Gottes Geist, der in uns wirken will und zum Handeln treibt.
Vielleicht war Gottes Geistkraft auch der Grund, warum in der letzten Woche beim 1. Informationsabend zu unserem neuen Projekt unserer Pfarrei „Das bedrohte Paradies“ so eine kraftvolle Energie im Pfarrsaal von Mastbruch zu spüren war.
In der Zeit von Donnerstag, 31.08. – Donnerstag, 14.09. soll sich alles um die Bewahrung der Schöpfung drehen. „Wie kann die Schöpfung bewahrt, geschützt, gestärkt – am Leben erhalten bleiben? Was geschieht schon Gutes in unserem nächsten Lebensumfeld? Wie können wir hier vor Ort etwas bewirken?
Die 50 Frauen und Männer haben schon am ersten Abend sehr vielfältige und kreative Ideen gesammelt. Jetzt wird das Team „Ehrenamt“ versuchen, aus diesen Ideen ein Gesamtkonzept zu erarbeiten. Wenn Sie Zeit und Lust haben mitzudenken und oder dieses Projekt aktiv unterstützen möchten, dann freuen wir uns über Ihre Ideen und Vorschläge.

Bis mind. Ende Februar können Sie Ihre Ideen gern einbringen:
E-mail: p.scharfen@hl-martin-schlossneuhaus.de
Wir können nicht die ganze Welt retten und überall für Gerechtigkeit sorgen, aber wir können bei uns und in unseren Gemeinden beginnen.
Lassen Sie Gottes Geist in sich wirken.

Ihre Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Freund oder Freundin von Jesus werden?

In den kommenden Tagen startet die Vorbereitung auf die erste heilige Kommunion von 101 Kinder aus unseren vier Gemeinden. Gemeinsam mit und unterstützt von ihren Eltern, Geschwistern, Großeltern und Paten machen sie sich auf den Weg, um Freunde und Freundinnen von Jesus zu werden.

„Gar nicht so einfach in der heutigen Zeit…“, denken Sie vielleicht. Da stimme ich Ihnen zu. Die Kirche und damit leider auch der Glaube werden immer wieder kritisch angefragt. Gleichzeitig fragt uns das Leben in den vergangenen Jahren auch sehr kritisch an. Die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine, stark gestiegenen Lebenshaltungskosten, Auswirkungen des Klimawandels, all dies betrifft auch unsere Kinder und Enkelkinder. Wie wichtig ist gerade in dieser Zeit ein Freund der Hoffnung, Zuversicht und Zukunft verspricht?
Auf ihrem Weg werden die Kinder durch Katechetinnen im Rahmen von Weggottesdiensten unterstützt, in denen den Kindern Erfahrungen mit Gottesdienstelementen und dem persönlichen Glauben kindgerecht mit Hilfe fester Strukturen und Abläufen angeboten werden. „Warum machen wir eine Kniebeuge?“ – „Was bedeutet das Kreuzzeichen?“ – „Wie gelingt es, still zu werden und zu beten?“

Dies sind nur einige Fragen, auf die die Weggottesdienste Antworten anbieten, ergänzt und individualisiert wird jedes Treffen durch die Fragen der Kinder. Neben den Weggottesdiensten bieten viele engagierte Eltern aus allen Gemeinden weitere Angebote für die Gemeinschaftserfahrung der Kinder an. Mit diesen Angeboten soll der Glaube über die Gottesdienste hinaus lebendig werden und im Alltag wirken. Sie reichen von Domführungen, über

Brot backen bis zum Schmieden von Kreuzen und Gießen von Kerzen. Auch Sie persönlich sind herzlich eingeladen die Kinder zu unterstützen, indem Sie sie in ihr Gebet aufnehmen.

Gebetspatenschaft
So können Sie zum Beispiel beten:
Lebendiger Gott, Dein Sohn schenkt sich uns im Brot des Lebens.
101 Kinder bereiten sich in unserer Pfarrei auf diese Begegnung vor.
Ich bitte dich für sie. Begleite sie auf ihrem Weg. Schenke ihnen einen immer stärker werdenden Glauben, eine unerschütterliche Hoffnung und immer deine begleitende Liebe durch Menschen, die sich um sie kümmern.
Lass sie geborgen sein in deiner Hand.
Darum bitte ich dich durch Jesus Christus, deinen Sohn. Amen.

Unterstützen wir die Kinder alle gemeinsam, um Jesus Aufruf aus dem Evangelium nach Matthäus, das passend am 3. Sonntag im Jahreskreis verlesen wird, annehmen zu können: „Kommt her, folgt mir nach.“ (Mt 4,19)
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen allen, dass Sie sich der Freundschaft Jesu gewiss sind und mit Zuversicht die Wege im neuen Jahr gehen.
Ihre Gemeindeassistentin Andrea Rudolphi

An diesem Sonntag feiern wir den Welttag der Migranten und Flüchtlinge. Dieser weltweite Gedenktag wurde 1914 von Papst Benedikt XV. ausgerufen. Vor dem Hintergrund des ersten Weltkriegs sollte an diesem Tag der Menschen besonders gedacht werden, die als Migranten geplant ihre Heimat verlassen haben oder ungewollt als Flüchtlinge fliehen müssen. Auch in der heutigen Zeit sind es oft Kriege, die Menschen einen ungewissen Weg einschlagen lassen. Der Krieg in Syrien als Auslöser der damaligen Flüchtlingskrise und jetzt wieder der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine. Gerade bei uns in Schloß Neuhaus sind viele Geflüchtete untergekommen, aktuell besonders auch viele Familien mit Kindern in der Dempsey-Kaserne. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger engagieren sich direkt oder indirekt über Spenden, um diesen Menschen das Leben hier etwas zu erleichtern. Und genau dies ist doch unsere Aufgabe als Christinnen und Christen. Der Weg Jesu geht nicht einfach eine bestimmte Richtung wie ein vorgegebener Wanderpfad, sondern der Weg Jesu geht über die Begegnungen mit Menschen und dem, was wir dann für und mit diesen Menschen tun. Der Weg ist also nicht Bewegung, sondern Begegnung. Wir haben gerade an Weihnachten gefeiert, dass Jesus Mensch geworden ist. Er ist uns begegnet als Zeichen der unendlichen Liebe Gottes zu uns Menschen. Und diese Liebe Gottes sollen wir weitergeben, wenn wir auf unserem Weg Menschen treffen, insbesondere, wenn diese Menschen in Not sind. Dass dies seit vielen Jahren in Schloß Neuhaus gelebt wird, macht mich froh und dankbar. Vielleicht wäre dies auch eine Aufgabe für Sie? Sprechen Sie mich an!
Für Ihren Weg voller Begegnungen wünsche ich Ihnen und Ihren Familien alles Gute.
Ihr Diakon
Klaus Pöppel

Mit der Taufe im Jordan reiht sich Jesus ein in die große Schar der umkehrbereiten Jüngerinnen und Jünger Johannes’ des Täufers. „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe!“, so hat er ihnen zugerufen. Jesus reiht sich in die Schar der Büßer ein. Er solidarisiert sich mit den Sünderinnen und Sündern. Er nimmt am Ende seines Wirkens sogar deren Schuld auf sich und durchkreuzt in seinem Tod und seiner Auferstehung all ihre Schuldscheine. Sein Eintauchen in den Fluss Jordan symbolisiert sein Eintauchen in den Fluss unserer Zeit, in die ständig weiterfließende Geschichte der Menschen. Vom Tag der Taufe an lebt er Gottes Güte und Barmherzigkeit ohne Wenn und Aber und fordert seine Jüngerinnen und Jünger auf, es ihm nachzutun. Er ändert das Verhalten der Menschen nicht durch den Entwurf neuer Gesetze und Vorschriften. Er verändert durch sein Tun, durch seine Taten. Alles, was er tut, sind sichtbare Spuren der Liebe. So wie er lebt und handelt, so sollen auch die Menschen – von innen heraus – zu überzeugenden Botinnen und Boten des Reiches Gottes werden. Das ist revolutionär! Die Liebe Gottes soll sichtbar die Herzen all der Menschen prägen, die in seiner Nachfolge in Gemeinschaft leben. Ihr Umgang miteinander wird zum Zeugnis für die Verlässlichkeit und Treue, die Gott ihnen schenkt.

Jesus sieht das Große in seiner Revolution aber nicht im politischen Umsturz, sondern eben in der Prägung der Herzen und des daraus resultierenden Denkens und Handelns. Sein Programm ist nicht Umsturz, sondern Versöhnung und die immer neue Suche nach einem gemeinsamen Neubeginn in der einen Menschheitsfamilie. Papst Franziskus hat dazu einmal sehr bemerkenswerte Worte gefunden. Er ruft uns Christen auf Revolutionäre im Sinne Jesu zu sein, wenn er sagt: „Ein Christ, der in diesen Zeiten kein Revolutionär ist, ist kein Christ.“ Jesu Tod und Auferstehung mache seine Nachfolger zu ‚Revolutionären der Gnade‘. (…) Franziskus ruft uns Christen auf, uns im Rahmen dieser Revolution für einen ‚spirituellen Kampf‘ gegen Traurigkeit, Bitterkeit und Pessimismus zu wappnen. Jesus selbst sei der größte Revolutionär der Geschichte gewesen. Im Gegensatz zu den vielen anderen Revolutionären, die lediglich die politischen und wirtschaftlichen Systeme verändert hatten, habe er das Herz der Menschen verändert, so der Papst. Dies sei die ‚größte Veränderung in der Geschichte der Menschheit‘.

Unsere weihnachtliche Botschaft umzusetzen in gelebter Solidarität, in Nächsten- und Fremdenliebe und als Friedensstifter ist dringlicher denn je unser Taufauftrag. Mit der Taufe Jesu veränderten sich die Herzen damals. Sie können sich auch heute ändern. Ob „Salz der Erde“, „Licht der Welt“ oder „Revolutionäre der Liebe“ – unser Weg ist klar: Mit verändertem Herzen werden wir uns immer einander zuwenden und niemals mit dem Finger aufeinander zeigen, nicht im Kleinen und auch nicht im Großen geschichtlichen Fluss unserer Tage!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Weg in und durch das neue Jahr!

Unseren Sternsingerinnen und Sternsingern, allen Eltern, allen an der Organisation Beteiligten und allen Spenderinnen und Spendern ein von Herzen kommender Dank!

Ihr Pfarrer Tobias Dirksmeier

Tobias Dirksmeier, Pfarrer

Öfters mal ein Mutausbruch!
Das alte Jahr 2022 ist vorbei und das neue Jahr, 2023 beginnt. In diesen Tagen, zwischen Weihachten und drei Könige ist viel zu lesen über „gute Vorsätze“. Viele Überschriften in den Medien, ganz gleich ob analog oder digital, beginnen mit dem Wort „Zuversicht“ und es sind Artikel zu finden wie man zu „einem guten Menschen wird“ oder „ohne Angst“ ins neue Jahr starten kann.
Da fällt mir der Magnet auf dem Kühlschrank bei uns zu Hause ein, dort steht: „gönn dir mal‘n MUTanfall“. Dieser Gedanke gefällt mir sehr gut. Wie wäre es denn, wenn wir alle im kommenden Jahr öfters mal einen echten Mutausbruch hätten? Einen Mutausbruch an Widerspruch? Ein Mutausbruch an Ehrlichkeit? Ein Mutausbruch an Engagement? Mut ist ein sehr altes Wort. Der heutige Wortsinn von „Mut“, der nahe an der „Tapferkeit“ ist, hat sich erst ab dem 16. Jahrhundert entwickelt. Früher war es näher am „Zorn“ und mutig sein bedeutete „streben, trachten, begehren“. Spannend finde ich in diesem Zusammenhang auch, wo überall Mut drinsteckt: Langmut, Demut, Sanftmut, Übermut, ermutigen und frohgemut.
In den ersten Tagen des neuen Jahres wünschen sich viele Menschen „Alles gute fürs neue Jahr“ und viele Menschen lassen sich durch die Hl. 3 Könige, manchmal sind es heute auch nur noch 2 Könige, die Häuser und Wohnungen segnen. Gott möge ihr Haus und die Menschen, die darin wohnen begleiten und beschützen, alle 365 Tage des neue Jahres. Die Schar der, leider immer kleiner werdenden, Sternsinger beweist immer wieder solch einen Mutausbruch: Es ist mutig, bei Fremden zu klingeln, es ist mutig, Fremden den Segen Gottes zu wünschen, es ist mutig, mitten auf einem Platz zu stehen und, verkleidet, Spenden zu sammeln und Segenspakete zu verteilen. Genauso wird es auch 2023 wieder geschehen.

Benedikt Fritz, Gemeindereferent
Benedikt Fritz, Gemeindereferent

In der einen Gemeinde wird am 07. bzw. 08. Januar wieder geklingelt, von Haus zu Haus, in der anderen Gemeinde finden Sie die Sterndeuter und Segensbringer am 07. Januar auf einem Platz stehend in Ihrer Nachbarschaft oder bis zum Ende des Monats die Segenspakete in den Geschäften Ihrer Gemeinde.
Was ich mir wünsche? Das es wieder mehr Kinder, Jugendliche und vor allem Eltern gibt, die den Mut haben, ihren Kindern diese Mutausbrüche zu ermöglichen. Ihnen allen aber wünsche ich für das neue Jahr viele mutige, kleine und große Momente.
Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

Zeitenwende
„Zeitenwende“ ist das Wort des Jahres 2022. Das gab die Gesellschaft für deutsche Sprache bekannt. „Zeitenwende“ steht im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und wurde unter anderem von Bundeskanzler  Olaf Scholz aufgegriffen und geprägt. „Der russische Überfall auf die Ukraine markiert eine Zeitenwende. Er bedroht unsere gesamte Nachkriegsordnung“, hatte er Ende Februar gesagt.
Weihnachten, so sagte dagegen der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer in den 1930er Jahren, sei keine „idyllische Familienangelegenheit“, bei der wir uns, wie Zuschauer im Theater, „an all den freundlichen Bildern freuen“ könnten. Vielmehr würden wir „mit hineingerissen in eine völlige Umkehrung und Neuordnung aller Dinge dieser Erde.“
Auch das macht Weihnachten aus: das Gefühl einer Zeitenwende.
Die Vorstellungen der Menschen werden in der Geburt Jesu auf den Kopf gestellt.
Die Vorstellungen von dem, was (einen) Gott ausmacht.
Die Vorstellungen der Menschen von Schuld und Erlösung.
Die Vorstellungen von der Rolle der Mächtigen in der Welt.
„Fürchtet euch nicht!“, lautet die Botschaft der Engel an Heiligabend.

DIakon Andreas Kirchner
Diakon Andreas Kirchner

Gott gibt die Menschheit nicht verloren, stattdessen zeigt er sich und holt uns aus falschen Vorstellungen. Im Vertrauen darauf wird Weihnachten für uns zur wahren Zeitenwende.
Dass Weihnachten für Sie und Euch von dieser Zeitenwende stärker geprägt ist als von der politischen Zeitenwende, das wünscht
Ihr/Euer Diakon Andreas Kirchner

Deko mit Botschaft
Weihnachtsdekoration ist ja Geschmackssache: Die einen mögen es gerne fröhlich bunt mit viel Licht und Glitzer. Die andern lieben es schlicht und natürlich.
Nur die Strohsterne haben alle Modewellen in Sachen Weihnachtsdeko überlebt.
Woran mag das liegen?

Mit Abstand betrachtet sehen Strohsterne alle gleich aus. Wer aber genauer hinsieht, entdeckt die Vielfalt der möglichen geometrischen Muster. Ich mag diese kleinen unaufdringlichen Kunstwerke, diese goldfarbenen Sterne.

Stroh: Da liegt es das Kindlein auf Heu und auf Stroh…
Jesus, der Sohn Gottes, liegt auf Stroh.
Es nicht noch nicht allzu lange her, da schliefen arme Leute auch bei uns auf Strohmatratzen und die Wohlhabenden schon auf Federkernmatratzen. Gott kommt nicht mit Glanz und Gloria – sondern ganz einfach, still und leise.

Stern: Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war.
Oft steht über unseren Krippen ein großer leuchtender Stern. Matthäus erzählt von dem Stern, der zum Christuskind führt. Mit seinem Schein weist er auf die Herrlichkeit Gottes hin und bringt Licht und Orientierung in unsere Dunkelheit.

So kommen sie zusammen der Stern und das Stroh: Eine Deko mit Botschaft!

Petra Scharfen, Gemeindereferentin
Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Im Strohstern verbinden sich himmlische Herrlichkeit und irdische Vergänglichkeit und werden so zum Weihnachtszeichen, zum Ausdruck für das, was an Weihnachten geschieht: Himmel und Erde verbinden sich. Gott und Mensch, Reichtum und Armut, Herrlichkeit und Elend – alles kommt zusammen in diesem Stall in Bethlehem und da wo wir Weihnachten feiern.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten 4. Advent
Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen

Bist du es, der da kommen soll?

Am 2. Advent hat Johannes der Täufer im Evangelium zur Umkehr aufgerufen. Wir konnten daraus für unseren Alltag mitnehmen unser Herz bereit zu machen. Bereit für die Liebe Jesu und unter uns Menschen. Jetzt, am dritten Advent, lässt Johannes Jesus die Frage übermitteln: Bist du es, der da kommen soll oder sollen wir auf einen anderen warten?
Die Adventszeit ist für uns Christen die große Zeit des Wartens. Wir warten auf die Ankunft Gottes in der Welt. Wir warten auf die Ankunft jenes einmaligen Menschen, der mehr ist als nur ein Mensch. Wir warten auf die Ankunft Jesu. Aber woher sollen wir wissen, dass er es ist, wenn er vor uns steht?
Auch im irdischen Leben warten und hoffen die Menschen auf jemanden, der sein Leben mit ihnen teilen möchte. Hoffen, dass dieser Jemand plötzlich vor ihnen steht und sie dann spüren: Er ist es.
Wir sind füreinander bestimmt. Für diese erhoffte lebenslange Liebe gibt es ebenso wenig Beweise, wie für die Ankunft und Liebe Jesu. Glaube ist wie die Liebe: Glaubende und Liebende sind Romantiker und müssen es sein. Denn der Glaube lebt wie die Liebe nicht von Beweisen. Er lebt von Gewissheiten, die sich einstellen, ohne dass man die Gründe dafür ganz genau benennen kann. So betrachtet ist der Glaube, wie die Liebe, immer auch beweislos.
Die Menschen damals – wie wir heute – hatten schon Jahrhunderte auf die Ankunft Jesu gewartet. Beweise, dass er es war gab es nicht, nur Hinweise, die Jesus Johannes als Antwort zukommen lässt. Diese Hinweise haben bis in die heutige Zeit viel verändert, wenn gleich es gerade in der heutigen Zeit noch viel zu verändert gibt. Advent bedeutet warten – warten auf Veränderung. Beginnen wir heute damit Veränderungen geschehen zu lassen.
Im Kleinen.
Mit dem freundlichen Lächeln für alle, die uns begegnen.
Beginnen wir in unseren Familien. Wünschen wir uns einen schönen
3. Advent, nehmen wir uns in den Arm und sagen uns, dass wir uns lieben, so wie Gott uns alle liebt. Machen wir uns bereit für die Liebe Jesu, wann und wie sie auch konkret für uns erfahrbar werden mag.
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen allen einen herzlichen 3. Advent mit der Gewissheit von Liebe getragen zu sein.
Ihre Gemeindeassistentin Andrea Rudolphi

Am heutigen Sonntag hören wir von Johannes, der als Rufer in der Wüste zur Umkehr aufruft und gleichzeitig die Heuchler anprangert. Die vorweihnachtliche Adventszeit ist eigentlich eine Zeit der Umkehr, des sich Besinnens auf die wesentlichen Dinge. In Wirklichkeit ist es für die meisten von uns eine Zeit der hektischen Betriebsamkeit.
Ich denke schon, dass viele Menschen gerade im Advent und dann wieder in der Fastenzeit geistige Impulse brauchen und auch schätzen. Nicht umsonst sind die Freiluftgottesdienste am Brunnentheater immer gut besucht. Wir versuchen bisweilen den Spagat zu schaffen, dies gelingt aber, wie im Sport, nur wenigen. Es bleiben noch drei Wochen bis Weihnachten.
Vielleicht können wir gerade jetzt ganz bewusst ein spirituelles Angebot in unserer Gemeinde oder in Paderborn wahrnehmen. Die Frühschichten oder die Outdoor-Gottesdienste sind nur ein Beispiel von vielen. Die meisten von uns gehen gestärkt aus so einem Impuls heraus.
Ein ruhige und hoffentlich mit besinnlichen Aspekten versehene Adventszeit wünsche ich Ihnen und Ihren Familien.
Ihr Diakon
Klaus Pöppel

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