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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Haben Sie am Pfingstsonntag und Pfingstmontag schon etwas vor?

Wie wäre es mit einer Radtour oder einem Pfingstausflug in eine oder in allen vier Kirchen unserer Gemeinde und machen dort eine kleine Pause.

Alle  vier Kirchen sind Nachmittags für Groß und Klein von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Überall ist eine Kleinigkeit für Besucher vorbereitet.

Es erwartet Sie eine kleine Erfrischung und Stärkung für Körper, Geist und Seele. Musik, Texte etwas zum Anschauen oder einfach nur Zeit für ein persönliches Gebet. Herzlich willkommen.

Vielen Dank an die vielen Mitarbeiter*innen, die dieses Angebot möglich machen.

Kirche St. Joseph, Mastbruch, Ansicht Von Nordwest
Kirche St. Joseph, Mastbruch, Ansicht Von Südwest
Lage Der Kirche St. Marien Im Zentrum Von Paderborn-Sande
Turmfassade Von St. Marien, Sande Mit Festlicher Beflaggung
Sande St. Marien, Außenansicht Von Südwest
Kirche St. Joseph, Mastbruch, Ansicht Von NordwestKirche St. Joseph, Mastbruch, Ansicht Von SüdwestLage Der Kirche St. Marien Im Zentrum Von Paderborn-SandeTurmfassade Von St. Marien, Sande Mit Festlicher BeflaggungSande St. Marien, Außenansicht Von Südwest

Familien in unseren Gemeinden, auch unsere Erstkommunionkinder mit Ihren Familien, sind den Weg Jesu auf Ostern zu mitgegangen. Sie haben die Form eines „Oster-Gartens im Schuhkarton“ gewählt, den wir als methodisches Angebot hier auf unseren Internetseiten veröffentlicht haben. Auf dieser Seite möchten wir jetzt die uns zugesandten „Ergebnisse ausstellen“.

Vielen Dank für die zur Verfügung gestellten Fotos! Die Ostergärten sind wirklich schön geworden!

Ostergarten von Niklas Leon Sinne:

Ostergarten von Familie Liedtke mit ihren beiden Töchter:

Ostergarten von Anna Knust:

Ostergarten von Jan Schröder:

Der Herr ist wahrhaft auferstanden! Sein Licht vertreibe das Dunkel der Herzen!

Mit diesem Ruf beginnt die Freude der Osternacht. In diesem Jahr konnte nur im kleinsten Kreis dieser Ruf und das Osterlob erklingen. Als Zeichen der Auferstehung stehen die in der Osternacht gesegneten kleinen Osterkerzen in den Vorräumen der Kirche zum Mitnehmen bereit. Auch wenn es nur eine begrenzte Anzahl an Kerzen gibt, soll dies ein Zeichen der Verbundenheit sein. Das Licht der Auferstehung möge sich ausbreiten und die Herzen aller Menschen erreichen, wärmen und erhellen.

Ein gesegnetes Osterfest!

Palmsonntag: In den Vorräumen unserer vier Kirchen können Sie  grüne Zweige zur Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem mitnehmen. Auch aus diesem Grund ist ab dem Palmsonntag die Filialkirche St. Joseph in Mastbruch tagsüber wieder geöffnet.

Die Palmzweige wurden in einem sehr kleinen Kreis von Feiernden in einer privaten Messfeier gesegnet.

Bitte achten Sie beim Besuch der Kirchen unbedingt auf den entsprechenden Sicherheitsabstand, um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus weiter einzudämmen!

Da wir die Kar- und Ostertag nicht gemeinsam in unseren Kirchen feiern können, weisen wir an dieser Stelle auf Gottesdienste hin, die während der Karwoche und an Ostern im Fernsehen übertragen werden. Selbstverständlich handelt es sich hier nur um eine Auswahl.

5. April 2020 – Palmsonntag

ZDF um 9.30 Uhr: katholischer Gottesdienst zum Palmsonntag.

WDR um 10.15 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst.

BR um 11 Uhr: Palmsonntag in Rom.

10. April 2020 – Karfreitag

ARD um 10 Uhr: evangelischer Gottesdienst zum Karfreitag.

phoenix um 15 Uhr: katholischer Gottesdienst zum Karfreitag.

Bibel-TV um 15 Uhr: katholischer Gottesdienst zum Karfreitag.

BR um 21.10 Uhr: Papst Franziskus betet den Kreuzweg.

11. April 2020 – Karsamstag

BR um 22 Uhr: evangelischer Gottesdienst zur Osternacht.

ZDF um 23 Uhr: Katholische Osternachtsfeier

NDR um 23.10 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst zur Feier der Osternacht

12. April 2020 – Ostersonntag

ZDF um 9.30 Uhr: evangelischer Gottesdienst zum Ostersonntag.

Bibel-TV um 10 Uhr: katholischer Gottesdienst zum Ostersonntag.

ARD + BR um 10 Uhr: Ostern in Rom. Katholischer Gottesdienst mit Papst Franziskus.

ARD + BR um 12 Uhr: Päpstlicher Segen „Urbi et Orbi“.

13. April 2020 – Ostermontag

ARD um 10 Uhr: evangelischer Gottesdienst zum Ostermontag.

Bibel TV um 10 Uhr: evangelischer Gottesdienst aus dem Berliner Dom

 

Eine große Auswahl an Gottesdiensten sind vor allem über Livestream im Internet zu verfolgen.

Beispiele (bitte anklicken, um weitergeleitet zu werden): 

Aus dem Erzbistum Paderborn: Gottesdienste aus dem Paderborner Dom.

Aus dem Bistum Osnabrück: Gottesdienste aus dem Osnabrücker Dom.

Aus dem Erzbistum München: Gottesdienste aus dem Münchener Dom.

Ostern 2020 wird anders sein – aber Ostern fällt nicht aus!

Wie können Familien mit Kindern in diesem Jahr gemeinsam das Osterfest und die Heilige Woche bewusst erleben? In unserer Pfarrei Hl. Martin Schloß Neuhaus laden wir alle Familien ein, in besonderer Weise an Jesus, seinen Leidensweg und seine Auferstehung zu denken. Wie kann das gehen?

Für Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern werden bieten wir auf unseren Internetseiten phantasievolle Materialien und Anregungen an.

Anregung zum Gestalten:

  • Materialen zum „Ostergarten im Schuhkarton“, mit Hinweisen zu den entsprechenden kindgerechten Bibelstellen, Gebeten und Trickfilmen. Darüber hinaus wird dort eine Bastelanleitung zu finden sein, mit deren Hilfe sich ein „Ostergarten im Schuhkarton“ zusammensetzten lässt. Mit diesem Angebot können Familien sich Zeit nehmen, diese besonderen Tage bewusst zu gestalten.
  • Die Bastelanleitung finden sie hier: Bastelanleitung Ostergarten im Schuhkarton.

 Gottesdienste zum Mitfeiern in der Familie (hier anklicken: Aktuelle Videos ):

  • ein Video zum Gründonnerstag (Tipp: gemeinsam ansehen am Gründonnerstag, 09.04.2020)
  • ein Video zum Kreuzweg in einfacher Sprache (Tipp: gemeinsam ansehen am Karfreitag, 10.04.2020)
  • ein Video Lichterfeier zum Osterfest (Tipp: gemeinsam ansehen am Abend des Karsamstag, 11.04.2020 – ab 17 Uhr oder am Ostersonntag, 12.04.2020)

(Hinweis: Aus rechtliche Gründen müssen wir diese Videogottesdienste nach drei Tagen von der Homepage nehmen.)

Der nächste geplante Blutspendetermin findet nicht im Roncalli-Haus statt,

sondern, wegen der größeren Räumlichkeiten, im Berufskolleg, An der Kapelle.

Termin: Dienstag, 31. März zwischen 15.30 und 20 Uhr.

In dieser Zeit braucht es Zeichen der Verbundenheit und das Teilen von positiven Erfahrungen.

Um beides bitten wir Sie:

1. Senden Sie uns gerne Ihre Gebetsanliegen, die wir auf der Homepage (anonym oder namentlich) veröffentlichen können, damit andere sich mit Ihnen im Gebet vereinen.
2. Senden Sie uns auch kleine Berichte von positiven Erfahrungen, die Sie in diesen Tagen machen konnten.

Die Kraft des positiven Denkens hilft uns sicherlich viel besser durch diese Zeit, als das Verbreiten von Angst und Unsicherheit, die eh jeder – verständlicher Weise – in sich spürt.

Schicken Sie Ihre Gebetsanliegen und positiven Erfahrungen gerne an: tobias.dirksmeier(at)web.de.

Gerne können Sie Ihre Gebetsanliegen auch in einem Briefumschlag (anonym oder namentlich) in die Kästen der Pfarrbüros einwerfen.

Alle Ihre Gebetsanliegen werden in den täglichen Eucharistiefeiern mit ins Gebet genommen.

Ich möchte mich an dieser Stelle recht herzlich für die Videos bedanken, die ab Gründonnerstag bis zum Osterfest auf dieser Homepage zu sehen waren. Es war schön, einen vertrauten Raum zu betreten und bekannte Gesichter zu sehen und zu hören. Ich habe mir mit meiner Mutter die Videos angeschaut und wir haben die Zeit trotz ungewöhnlicher Umstände intensiv genossen, um die Karwoche und die Auferstehung in vertrauter Umgebung zu erfahren. Vielen Dank auch an Pfarrer Scheiwe und Pfarrer Peters für ihre Worte. Ein ganz großes Lob und Dank an alle, die an diesen Filmen mitgearbeitet haben. (Feedback aus Sennelager)

Wir kamen heute im Rahmen einer kleinen Fahrradtour an der weit geöffneten Kirche St. Joseph vorbei und sind natürlich hinein gegangen. Wie schön, wenigstens für einen Moment dort einen Blick auf das verhangene Kreuz zu werfen, ein Vater unser zu beten und sich einen Palmsonntagzweig mitzunehmen. Wir trafen dann auch noch Bekannte – natürlich auf Abstand – , die das gleiche Ansinnen hatten. Ein großes Lob möchten wir allen Beteiligten vor unter hinter der Kamera machen, die in der letzten Zeit dafür gesorgt haben, dass das Ostergeschehen nachvollzogen werden kann und wir zumindest die so bekannten Stimmen hören und die Personen sehen können, die uns sonst in Gottesdiensten begleiten. Die „Filmchen“ sind super geworden. Ebenso Respekt und ein Dank allen Organisatoren der Hilfeaktion in den Gemeinden. Beim Verteilen der Info-Zettel haben wir viele positive Grüße gehört, die wir hiermit an alle weiter geben wollen.  All´ diese Bemühungen tragen sicher dazu bei, dass wir zwar mehr allein, aber gewiss nicht einsam sind.

Frohe Ostern und liebe Grüße an Sie alle! (Feedback aus Mastbruch)

Der einsame Sängerknabe…

Ach, was ist es doch so schön, donnerstags zum Chor zu gehen. Doch nun bleiben wir zu Hause und machen `ne Coronapause. Selbst an den hohen Ostertagen dürfen wir kein Lied vortragen.

Am Donnerstag – so ist´s normal – betritt die „Chefin“ uns´ren Saal. Nach etwas „Sport“ und einz´len Tönen, sind wir dann im Chor zu hören. Und ist danach die Probe aus, gehen wir noch nicht nach Haus.

Nach all dem furchtbar schweren Singen lassen wir uns Freude bringen: Edith und Almut könn´n verwöhnen mit frischem Nass nach all den Tönen. Uli zapft ein kühles Pilz, darüber freut sich auch die Milz. Auch die Leber und der Magen können es sehr gut vertragen. Denn für die Geselligkeit haben wir dann reichlich Zeit. Aufgelöst wird diese Runde oft dann erst zu später Stunde.

Und das alles fehlt uns nun. Ach, was können wir da tun? Jeder singt für sich allein zu Haus in seinem Kämmerlein und kann in seinen eigenen Räumen von uns´ren Proben singend träumen. Wir lassen uns nicht unterkriegen! Wir werden diese Krise biegen! Mit Vorsicht und mit frohem Mut wird ganz gewiss bald alles gut!

Zum Schluss ruf ich in diese Rund`: „Habt Gottvertrau`n und bleibt gesund.“

(Ein Gruß an die Chorgemeinde St. Cäcilia in Sande von Wolfgang Schäfers)

Es ist alles anders die Kirchen sind leer. Die Sehnsucht nach einer Gemeinschaft im Glauben, eines Gottesdienstes, einem  richtigen Sonntag mit Kirchgang, einer Normalität, keimt in mir auf. Der Corona-Virus verändert die Welt, die Menschen, mein Umfeld meinen Kontaktradius. Was mich bewegt in dieser Zeit ist; Zeit zu haben, Zeit zum Denken, Zeit für Gedanken, Zeit für Gott. Vor  allem Zeit für mich. Ein Geschenk und eine Last zugleich. Ich muss mich mit mir auseinandersetzen.

Was ist jetzt wichtig? Muss ich mir täglich Sorgen machen um mein Leben meine Gesundheit? Darf ich mich überhaupt um mich sorgen? Oder ist meine Familie wichtiger, meine Freunde meine Bekannten, mein Mann,  meine Kinder?  Oder unser Onkel dessen Pflege ich übernommen habe und ihn täglich unterstütze und momentan schütze/beschütze vor einer Infektion mit dem Coronavirus?… Meine Mutter die ich im Moment nicht besuchen darf….

Mir helfen in diesen Momenten in denen der Kopf nicht aufhören will zu arbeiten, Impulse wie jetzt per Video oder seit einiger Zeit meditiere ich mit der Methode des Herzensgebetes. Es ist gut solche Quellen nutzen zu können. Dann wird Gott spürbar und das gibt Kraft und eine innere Ruhe, Zuversicht, Hoffnung, Zufriedenheit. (Feedback aus Sennelager)

Hiermit möchte ich Ihnen und dem gesamten  Team einmal ein positives Feedback geben bezüglich der Gestaltung und Möglichkeiten der Nutzung der Internetseite in Corona Zeiten! Sie haben sich so viele Gedanken gemacht und ich werde das Angebot regelmäßig nutzen, um weiterhin mit Zuversicht diese Krise zu bewältigen! Außerdem freue ich mich jeden Abend beim Kirchenglockenläuten eine Verbundenheit aller Christen zu spüren und ein Gebet zu sprechen! Vielen Dank dafür! Ich werde es an Freunde und bekannte weitergeben! (Feedback aus Sennelager)

Wir möchten etwas positives mitteilen. Wir haben im Moment vier große Kinder hier. Heute kommt das Fünfte. Es wird jeden Nachmittag Risiko, Monopoly oder ähnliches gespielt. Alle Kinder sind viele Stunden damit beschäftigt. Das ist schon fast ein Ritual. Also eine Situation, die sich sonst nie so ergeben hätte. (Feedback aus Schloß Neuhaus)

Ansprache von Papst Franziskus zur Andacht mit Sondersegen zur Zeit der Epidemie

„Am Abend dieses Tages“ (Mk 4.35). So beginnt das eben gehörte Evangelium. Seit Wochen scheint es, als sei es Abend geworden. Tiefe Finsternis hat sich auf unsere Plätze, Straßen und Städte gelegt; sie hat sich unseres Lebens bemächtigt und alles mit einer ohrenbetäubenden Stille und einer trostlosen Leere erfüllt, die alles im Vorbeigehen lähmt: Es liegt in der Luft, man bemerkt es an den Gesten, die Blicke sagen es. Wir sind verängstigt und fühlen uns verloren. Wie die Jünger des Evangeliums wurden wir von einem unerwarteten heftigen Sturm überrascht. Uns wurde klar, dass wir alle im selben Boot sitzen, alle schwach und orientierungslos sind, aber zugleich wichtig und notwendig, denn alle sind wir dazu aufgerufen, gemeinsam zu rudern, alle müssen wir uns gegenseitig beistehen. Auf diesem Boot … befinden wir uns alle. Wie die Jünger, die wie aus einem Munde angsterfüllt rufen: »Wir gehen zugrunde« (vgl. V. 38), so haben auch wir erkannt, dass wir nicht jeder für sich, sondern nur gemeinsam vorankommen.

Leicht finden wir uns selbst in dieser Geschichte wieder. Schwieriger ist es da schon, das Verhalten Jesu zu verstehen. Während die Jünger natürlich alarmiert und verzweifelt sind, befindet er sich am Heck, in dem Teil des Bootes, der zuerst untergeht. Und was macht er? Trotz aller Aufregung schläft er friedlich, ganz im Vertrauen auf den Vater – es ist das einzige Mal im Evangelium, dass wir Jesus schlafen sehen. Als er dann aufgeweckt wird und Wind und Wasser beruhigt hat, wendet er sich vorwurfsvoll an die Jünger: »Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?« (V. 40).

Versuchen wir zu verstehen. Worin besteht der Glaubensmangel der Jünger, der im Kontrast steht zum Vertrauen Jesu? Sie hatten nicht aufgehört, an ihn zu glauben, sie flehen ihn ja an. Aber schauen wir, wie sie ihn anrufen: »Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?« (V. 38). Kümmert es dich nicht: Sie denken, dass Jesus sich nicht für sie interessiert, dass er sich nicht um sie kümmert. Im zwischenmenschlichen Bereich, in unseren Familien, ist es eine der Erfahrungen, die am meisten weh tun, wenn einer zum anderen sagt: „Bin ich dir egal?“ Das ist ein Satz, der schmerzt und unser Herz in Wallung bringt. Das wird auch Jesus erschüttert haben. Denn niemand sorgt sich mehr um uns als er. In der Tat, als sie ihn rufen, rettet er seine mutlosen Jünger.

Der Sturm legt unsere Verwundbarkeit bloß und deckt jene falschen und unnötigen Gewissheiten auf, auf die wir bei unseren Plänen, Projekten, Gewohnheiten und Prioritäten gebaut haben. Er macht sichtbar, wie wir die Dinge vernachlässigt und aufgegeben haben, die unser Leben und unsere Gemeinschaft nähren, erhalten und stark machen. Der Sturm entlarvt all unsere Vorhaben, was die Seele unserer Völker ernährt hat, „wegzupacken“ und zu vergessen; all die Betäubungsversuche mit scheinbar „heilbringenden“ Angewohnheiten, die jedoch nicht in der Lage sind, sich auf unsere Wurzeln zu berufen und die Erinnerung unserer älteren Generation wachzurufen, und uns so der Immunität berauben, die notwendig ist, um den Schwierigkeiten zu trotzen.

Mit dem Sturm sind auch die stereotypen Masken gefallen, mit denen wir unser „Ego“ in ständiger Sorge um unser eigenes Image verkleidet haben; und es wurde wieder einmal jene (gesegnete) gemeinsame Zugehörigkeit offenbar, der wir uns nicht entziehen können, dass wir nämlich alle Brüder und Schwestern sind.

»Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?« Herr, dein Wort heute Abend trifft und betrifft uns alle. In unserer Welt, die du noch mehr liebst als wir, sind wir mit voller Geschwindigkeit weitergerast und hatten dabei das Gefühl, stark zu sein und alles zu vermögen. In unserer Gewinnsucht haben wir uns ganz von den materiellen Dingen in Anspruch nehmen und von der Eile betäuben lassen. Wir haben vor deinen Mahnrufen nicht angehalten, wir haben uns von Kriegen und weltweiter Ungerechtigkeit nicht aufrütteln lassen, wir haben nicht auf den Schrei der Armen und unseres schwer kranken Planeten gehört. Wir haben unerschrocken weitergemacht in der Meinung, dass wir in einer kranken Welt immer gesund bleiben würden. Jetzt, auf dem stürmischen Meer, bitten wir dich: „Wach auf, Herr!“

»Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?« Herr, du appellierst an uns, du appellierst an den Glauben. Nicht nur an den Glauben, dass es dich gibt, sondern an den Glauben, der uns vertrauensvoll zu dir kommen lässt. In dieser Fastenzeit erklingt dein eindringlicher Aufruf: »Kehrt um« (Mk 1,15); »kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen« (Joël 2,12). Du rufst uns auf, diese Zeit der Prüfung als eine Zeit der Entscheidung zu nutzen. Es ist nicht die Zeit deines Urteils, sondern unseres Urteils: die Zeit zu entscheiden, was wirklich zählt und was vergänglich ist, die Zeit, das Notwendige von dem zu unterscheiden, was nicht notwendig ist. Es ist die Zeit, den Kurs des Lebens wieder neu auf dich, Herr, und auf die Mitmenschen auszurichten. Und dabei können wir auf das Beispiel so vieler Weggefährten schauen, die in Situationen der Angst mit der Hingabe ihres Lebens reagiert haben. Es ist das Wirken des Heiligen Geistes, das in mutige und großzügige Hingabe gegossen und geformt wird. Es ist das Leben aus dem Heiligen Geist, das in der Lage ist, zu befreien, wertzuschätzen und zu zeigen, wie unser Leben von gewöhnlichen Menschen – die gewöhnlich vergessen werden – gestaltet und erhalten wird, die weder in den Schlagzeilen der Zeitungen und Zeitschriften noch sonst im Rampenlicht der neuesten Show stehen, die aber heute zweifellos eine bedeutende Seite unserer Geschichte schreiben: Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, Supermarktangestellte, Reinigungspersonal, Betreuungskräfte, Transporteure, Ordnungskräfte, ehrenamtliche Helfer, Priester, Ordensleute und viele, ja viele andere, die verstanden haben, dass niemand sich allein rettet. Angesichts des Leidens, an dem die wahre Entwicklung unserer Völker gemessen wird, entdecken und erleben wir das Hohepriesterliche Gebet Jesu: »Alle sollen eins sein« (Joh 17,21). Wie viele Menschen üben sich jeden Tag in Geduld und flößen Hoffnung ein und sind darauf bedacht, keine Panik zu verbreiten, sondern Mitverantwortung zu fördern. Wie viele Väter, Mütter, Großväter und Großmütter, Lehrerinnen und Lehrer zeigen unseren Kindern mit kleinen und alltäglichen Gesten, wie sie einer Krise begegnen und sie durchstehen können, indem sie ihre Gewohnheiten anpassen, den Blick aufrichten und zum Gebet anregen. Wie viele Menschen beten für das Wohl aller, spenden und setzen sich dafür ein. Gebet und stiller Dienst – das sind unsere siegreichen Waffen.

»Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?« Der Anfang des Glaubens ist das Wissen, dass wir erlösungsbedürftig sind. Wir sind nicht unabhängig, allein gehen wir unter. Wir brauchen den Herrn so wie die alten Seefahrer die Sterne. Laden wir Jesus in die Boote unseres Lebens ein. Übergeben wir ihm unsere Ängste, damit er sie überwinde. Wie die Jünger werden wir erleben, dass wir mit ihm an Bord keinen Schiffbruch erleiden. Denn das ist Gottes Stärke: alles, was uns widerfährt, zum Guten zu wenden, auch die schlechten Dinge. Er bringt Ruhe in unsere Stürme, denn mit Gott geht das Leben nie zugrunde.

Der Herr fordert uns heraus, und inmitten des Sturms lädt er uns ein, Solidarität und Hoffnung zu wecken und zu aktivieren, die diesen Stunden, in denen alles unterzugehen scheint, Festigkeit, Halt und Sinn geben. Der Herr erwacht, um unseren Osterglauben zu wecken und wiederzubeleben. Wir haben einen Anker: durch sein Kreuz sind wir gerettet. Wir haben ein Ruder: durch sein Kreuz wurden wir freigekauft. Wir haben Hoffnung: durch sein Kreuz sind wir geheilt und umarmt worden, damit nichts und niemand uns von seiner erlösenden Liebe trennen kann. Inmitten der Isolation, in der wir unter einem Mangel an Zuneigung und Begegnungen leiden und den Mangel an vielen Dingen erleben, lasst uns erneut die Botschaft hören, die uns rettet: Er ist auferstanden und lebt unter uns. Der Herr ruft uns von seinem Kreuz aus auf, das Leben, das uns erwartet, wieder zu entdecken, auf die zu schauen, die uns brauchen, und die Gnade, die in uns wohnt, zu stärken, zu erkennen und zu ermutigen. Löschen wir die kleine Flamme nicht aus (vgl. Jes 42,3), die niemals erlischt, und tun wir alles, dass sie die Hoffnung wieder entfacht.

Das eigene Kreuz anzunehmen bedeutet, den Mut zu finden, alle Widrigkeiten der Gegenwart anzunehmen und für einen Augenblick unser Lechzen nach Allmacht und Besitz aufzugeben, um der Kreativität Raum zu geben, die nur der Heilige Geist zu wecken vermag. Es bedeutet, den Mut zu finden, Räume zu öffnen, in denen sich alle berufen fühlen, und neue Formen der Gastfreundschaft, Brüderlichkeit und Solidarität zuzulassen. Durch sein Kreuz sind wir gerettet, damit wir die Hoffnung annehmen und zulassen, dass sie alle möglichen Maßnahmen und Wege stärkt und unterstützt, die uns helfen können, uns selbst und andere zu beschützen. Den Herrn umarmen, um die Hoffnung zu umarmen – das ist die Stärke des Glaubens, der uns von der Angst befreit und uns Hoffnung gibt.

»Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?« Liebe Brüder und Schwestern, von diesem Ort aus, der vom felsenfesten Glauben Petri erzählt, möchte ich heute Abend euch alle dem Herrn anvertrauen und die Muttergottes um ihre Fürsprache bitten, die das Heil des Volkes Gottes und der Meerstern auf stürmischer See ist. Von diesen Kolonnaden aus, die Rom und die Welt umarmen, komme der Segen Gottes wie eine tröstende Umarmung auf euch herab. Herr, segne die Welt, schenke Gesundheit den Körpern und den Herzen Trost. Du möchtest, dass wir keine Angst haben; doch unser Glaube ist schwach und wir fürchten uns. Du aber, Herr, überlass uns nicht den Stürmen. Sag zu uns noch einmal: »Fürchtet euch nicht« (Mt 28,5). Und wir werfen zusammen mit Petrus „alle unsere Sorge auf dich, denn du kümmerst dich um uns“ (vgl. 1 Petr 5,7).

Zur Zeit gilt es andere Wege zu finden, um miteinander in Kontakt zu bleiben. Unsere Einladung dazu haben wir an ganz viele Frauen und Männer, die für uns Ansprechpartner/-in in verschiedenen Gruppen/Verbänden/Gemeinschaften sind, übersendet, mit der Bitte – wenn ihnen möglich – sie per Mail weiterzuleiten oder ausgedruckt weiter zu verteilen. Vielleicht ist die Nachricht auch schon bei Ihnen angekommen?!

Wenn nicht, dann können Sie hier unsere Einladung und unseren Hinweis auf aktuelle Angebote lesen. Klicken Sie einfach auf eines der beiden folgenden PDF Dateien!

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