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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Leitlinien fürs Leben

Jetzt hat man an dieser Stelle weiße Linien auf die Straße gemalt, damit sich nicht wiederholen soll, was vor kurzem dort geschah: Ohne eigenes Verschulden fand eine Frau bei einem Verkehrsunfall den Tod. Nun sollen die weißen Linien verhindern, dass noch mehr Unfälle zu beklagen sind.

Linien die Leben retten – das könnte auch die Überschrift über die Zeit sein, die mit dem Aschermittwoch begonnen hat. Da sagt mancher: „Ich muss auf meine Linie achten!“ In dieser Fastenzeit, in dieser österlichen Bußzeit, macht es Sinn, dieses Bemühen um die richtige Linie tiefer nach innen zu wenden. Diese Zeit selbst ist ja eine einzige Linie auf das Osterfest hin, auf das Fest des Lebens schlechthin. Und wer dieser Linie folgt, der findet am Ende das Leben selbst.

Die Frage ist nur, ob wir solche Linien für uns selbst erkennen, ob wir uns führen lassen oder ob uns ein Leben ohne klare Vorstellungen über den richtigen Weg einfacher vorkommt. Richtig und gültig leben kann aber nur, „wer seine Linie“ findet.

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Für uns Christen sind solche Gedanken nicht nur so allgemein dahingesagt. Die wesentliche Leitlinie, die Gott uns gibt, ist nämlich ein lebendiger Mensch: Jesus Christus. Er ist der Weg, an ihm und seinem Leben ist abzulesen, was Leben wirklich bedeutet, Leben, das sogar den Tod überwindet.

Wer sich auf diese Weise von Gott leiten lässt, wird bestimmt eine gute Figur machen und in einem tiefen Sinn unfallfrei leben uns an Ziel gelangen.

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

 

Schöpfung bewahren!

Gütiger Gott, von dir kommt alles, was existiert.

Du schenkst uns immer wieder neue Freude über deine Schöpfung und ein Herz, das den Menschen mit Aufmerksamkeit begegnet.

So können wir das Licht deiner Gegenwart für jeden Menschen besser erkennen.

Frere Alois (Taize)

 

Auch ohne den letzten Wintersturm überbewerten zu wollen, sind die Warnzeichen der Natur nicht mehr zu übersehen. Gott hat uns seine Schöpfung anvertraut, aber wir hüten diesen Schatz nicht, wir zerstören ihn.

Auch die Trennung unserer christlichen Kirchen ist etwas, womit wir uns nicht arrangieren, abfinden wollen. Deswegen gehen unsere Kirchen auf dem Weg der Ökumene aufeinander zu. Es ist schon eine kleine Tradition, dass wir die Frühschichten in der Fastenzeit

Diakon Klaus Pöppel

Diakon Klaus Pöppel

gemeinsam mit den beiden evangelischen Kirchen unserer Pfarrei feiern. In diesem Jahr haben wir als roten Faden die Tage der Schöpfung gewählt. Wenn Ökumene sich mit der Schöpfung befasst, so passen hier zwei Themen gut zusammen. Wie die Trennung der Kirchen dem Willen Jesu zur Einheit der Christen widerspricht, so gefährdet unser Leben auf diesem Planeten die Schöpfung. Es ist also gut, sich mit diesen Themen auseinander zu setzen. Beginnen werden wir in dieser Fastenzeit in der evangelischen Gemeinde. Pfarrer Oliver Peters lädt uns alle herzlich ein, zur ersten Frühschicht am Mittwoch, 21. Februar, um 6 Uhr in die Christuskirche zu kommen.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Diakon Klaus Pöppel

 

Superjeilezick

Für viele Narren und Närrinnen hat der Höhepunkt der Karnevalszeit begonnen. Klar, am Aschermittwoch ist alles vorbei, aber davor kann man es noch einmal richtig knallen lassen.

Ganz ehrlich, mir ist Karneval immer etwas suspekt. Verkleiden, auf Kommando lustig sein….  Das ist nicht mein Ding. Wahrscheinlich habe ich das Karnevalsgen nicht abbekommen. Ich komme aus einem Dorf, das Karneval mit der Ewigen Anbetung verbracht hat: Rosenmontag, Veilchendienstag, Aschermittwoch. So bestimmt es bis heute ein Pestgelübde. Auch für Kinder wurde und wird bis heute keine Ausnahme gemacht. Im Kindergarten, in der Grundschule: keine Karnevalsfeiern. Und später war es den Schülern aus meinem Dorf freigestellt, zu den Karnevalschulveranstaltungen der weiterführenden Schulen zu gehen oder nicht.

Kurz: Ich bin Karneval nicht gewohnt.

OK, im Laufe meines Lebens habe ich sogar in Köln eine Karnevalssitzung besucht und fand es wirklich lustig. Aber zum überzeugten  Jecken bin ich trotzdem nicht geworden.

Dabei feier ich gern. Und damit bin ich ja in bester Gesellschaft. Von seinen Zeitgenossen wurde Jesus als Fresser und Säufer beschimpft. Es ist sicher kein Zufall, dass er sein erstes Wunder gerade bei einer Hochzeit wirkte und offensichtlich um die Qualität eines guten Weines wusste.

Ich wünsche allen ausgelassene Umzüge und Feiern. In Gedanken schunkel ich vielleicht mit.

Anja Fecke, Gemeindereferentin

 

Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre;

denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat.      Mk 1,22

So lesen wir es im Sonntags-Evangelium bei Markus, der uns aber nichts über den Inhalt der Predigt Jesu an jenem Sabbat in Kafarnaum berichtet. Er beschreibt ihre Wirkung: Betroffenheit. Die Zuhörer spüren die Macht seiner Rede.

Und  als sie sehen, wie er handelt, wie er sich dem Besessenen und der fieberkranken Frau zuwendet, da werden sie wirklich aufgerüttelt.

Bis heute bewegen die Worte und Taten Jesu. Wer sich z.B. beim Bibelteilen mit ihnen auseinandersetzt, findet auch in längst bekannten Texten immer wieder neue Aspekte – auch für sich selbst und das tägliche Leben hier und heute.

DIakon Andreas Kirchner

DIakon Andreas Kirchner

Eine andere Möglichkeit der Begegnung und Auseinandersetzung mit Jesu Worten und Taten bietet die „Begehbare Bibel“, zu der man auf  den folgenden Seiten Informationen findet.

Welchen Weg auch immer Sie wählen, ich wünsche Ihnen die Bereitschaft zum Betroffen-Sein und zum Aufrütteln-Lassen durch Jesu Worte und Taten in der bald beginnenden österlichen Vorbereitungszeit.

Ihr Diakon Andreas Kirchner

 

Liebe Leser und Leserinnen,

vielleicht haben Sie ja schon einmal eine Vollmacht ausgestellt. Mit einer Vollmacht können Sie eine andere Person beauftragen, in ihrem Namen ein Rechtsgeschäft durchzuführen. Es gibt alle möglichen Arten von Vollmachten: Eine Vollmacht zur Abholung eines Ausweises, eine Vollmacht zur Zulassung eines Autos, eine Vollmacht zur Paketabholung, eine Bankvollmacht oder eine Vorsorgevollmacht. Immer drücken Sie damit ihr Vertrauen in die

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

bevollmächtigte Person aus. VOLL-MACHT ist auch das Thema im Sonntagsevangelium. Gleich zweimal weist Markus auf Jesu Vollmacht hin: „Denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat“ und „Hier wird mit Vollmacht eine neue Lehre verkündet.“

Unser Alltag spiegelt häufig viel eher die Erfahrung der OHN-MACHT wider. Gewalt und sinnlose Tode, falscher Stolz und Wut, Neid und Sturheit. All diese „unreinen Geister“ scheinen die Macht übernommen zu haben und der Kampf gegen die Übermacht der Probleme scheint oft aussichtslos. Machtlosigkeit macht mutlos!

Im Evangelium erkennt der unreine Geist Jesus als den an, dem er nichts entgegenzusetzen hat. Gegenüber seiner göttlichen Vollmacht bleibt ihm nur der Rückzug. Uns Menschen sagt Jesus ein Leben in Fülle zu. Voll das Leben haben, dieser Ausdruck trifft es vielleicht in unserem Sprachgebrauch.

Was geschähe wohl, wenn wir unser ganzes Vertrauen auf Jesus setzen würden und seine VOLL-MACHT in uns und durch uns wirken ließen im menschlichen Miteinander? Ein spannender Gedanke,  oder?

 

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Angelika Schulte

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Auf, hinter mich!

Jesus beginnt sein Auftreten mit dem Ruf in seine Nachfolge und zwar nicht, weil er Jünger braucht, die ihm zuhören, die ganz auf seiner Seite stehen, die ihm jedes Wort gebannt von den Lippen ablesen, sondern weil er weiß: „Gottes Reich ist nahe!“ Und wenn wir ihn an diesem Sonntag im Evangelium rufen hören, dann duldet dieser Ruf kein: „Ich überlege es mir!“ oder gar die Nachfrage: „Was bietest du mir denn?“ oder ein zögerliches: „Frag doch in ein paar Wochen oder nächstes Jahr noch einmal nach!“

Wir hören (wörtlich): „Auf, hinter mich! Und mach werde, dass ihr werdet Fischer von Menschen.“ Und die Reaktion der Jünger ist sehr direkt: „Und sofort“, also auf der Stelle, das heißt auch, ohne eine Erklärung zu verlangen oder einen Einwand vorzubringen, lassen die Berufenen ihre Arbeit und ihre Familie hinter sich und ziehen mit Jesus auf einen Ihnen unbekannten Weg. Geht das auch heute noch? Kann der Ruf Jesu so direkt von uns beantwortet werden? Müssen Entscheidungen von solcher Tragweite nicht gut abgewogen und durchdacht werden? Oder wäre es nicht auch möglich, erstmal den Status eines Praktikanten, einer Praktikantin einzunehmen, um kennenzulernen, worauf ich mich da einlasse?

Wie auch immer die Berufung der ersten Jünger sich ereignet hat, Jesus etwas in diesen Menschen angerührt hat, dass er eine offene Stelle in ihrem Herzen erreicht hat, so dass sie sich aus ihrem Alltag, mitten aus der Arbeit zum Aufbruch und in die Nachfolge rufen ließen. Er hat diese Menschen in einer tiefen Sehnsucht getroffen, so dass ihr Hunger nach dem ganz Neuen stärker war, als in der Sicherheit des Bisherigen zu bleiben.

„Komm und folge mir nach! Ja, dich meine ich. Um dich geht es mir, und zwar so wie du bist, nicht wie

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

du sein könntest. Du bist mir wichtig. Ich brauche ich. Ich habe eine große Aufgabe für dich. Komm!“ Und die Antwort ist: ein Sich-verlassen auf ihn, der Leben, Zukunft und Sinn verheißt. Es ist und bleibt eine Antwort auf eine Verheißung. Es gibt keine Garantien. Es ist ein Wagnis. Mir Sicherheit schenkt er nicht, als sich gerufen und berufen zu wissen von einem, der von Gott kommt und der es ernst meint mit mir. Sein Ruf in Nachfolge ist nicht verstummt. Er ergeht heute an uns, denn wir alle sind berufen und gesandt, jede an ihrem Ort und jeder an seinem Platz.

„Gibt es nicht in uns allen eine Sehnsucht nach mehr, nach anderem, nach Geborgenheit in Gott, nach erfülltem Leben, nach intensivem Leben aus dem Glauben, in Jesu Spur und in seiner Sendung?“ (P. Kirchgessner OFMCap)

Ich wünsche Ihnen Mut auf den Ruf Jesu an diesem Sonntag in der kommenden Woche so konkret wie möglich, im alltäglichen Miteinander deutlich zu antworten!

Ihr Pastor Tobias Dirksmeier

… so lautet das Leitwort unserer Erstkommunionvorbereitung in diesem Jahr. Diese Worte hören wir an diesem Wochenende im Evangelium. Was schwingt in dieser Frage alles mit! Wo bist du zu Hause? Wo können wir dich finden? Wie lebst du? Wie können wir dir nahe kommen? „Kommt und seht!“ ist die Einladung an uns mit Jesus mitzugehen und da genügt es nicht, über Jesus und seinen Weg etwas gehört oder gelesen zu haben. Die Jünger des Johannes haben das Wort vom Lamm Gottes gehört und sind Jesus nachgegangen. Man versteht Jesus nur, indem man ihm nachgeht. Wer nur Zuschauer oder Zuhörer sein will, begreift nicht, wo Gott, wo Jesus, in unserer Welt eigentlich wohnt. Auf die Nachfolge, auf das Tun kommt es an.

Und das haben an diesem Wochenende 182 Sternsinger plus 74 Helferinnen und Helfer ganz konkret getan. Sie haben sich auf den Weg gemacht um Spenden gegen Kinderarbeit auf der Welt zu sammeln. Die Kinder und Jugendlichen zogen durch die Straßen und brachten den Segen in die Häuser und Wohnungen der Menschen in Sande, Sennelager, Schloß Neuhaus und Mastbruch. Bis in die späten Nachmittagsstunden waren die Gruppen hochmotiviert unterwegs und sammelten für Kinder in Not die stolze Summe von insgesamt rd. 27000,– Euro.

Dieses Geld kann vielen Kindern wieder Hoffnung auf ein besseres Leben geben. Herzlichen Dank an alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die diese Aktion unterstützt haben und an alle Menschen, die ihre Türen und Herzen geöffnet und die Gruppen willkommen geheißen haben.

Ihre Gemeindereferentin
Petra Scharfen

Petra Scharfen, Gemeindereferentin
Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Liebe Schwestern und Brüder,

 

Fürchtet euch nicht. Das steht 128mal in der Bibel.*) Für jeden Tag, jede Situation: „Fürchtet euch nicht!“

 

„Fürchtet euch nicht!“ Das wird besonders dann gesagt, wenn es um Gottes Heilshandeln geht, wenn sich das Übernatürliche mit dem Natürlichen verbindet. Maria hörte diesen Zuspruch für ihre Situation (vergl. Lk 1), Josef für seine Aufgabe (vergl. Mt 1).

Aber Gottes „Fürchtet euch nicht!“ bleibt nicht allein auf das Weihnachtsgeschehen begrenzt.

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

Für unsere Zeit gesprochen heißt es: „Fürchtet euch nicht!“ – Ihr Männer, ihr Frauen, ihr Kinder, ihr Familien, ihr Furchtsamen alle! „Fürchtet euch nicht; denn Gott will handeln!“ Und wo er handelt, da ist Geborgenheit, Schutz, Trost, Nähe, Wärme, Einheit, Liebe, Hoffnung … alles. Wo ER ist, da sind wir gut aufgehoben für Zeit und Ewigkeit.

 

Ein gesegnetes Neues Jahr 2018 auch im Namen meiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Pastoralteam,

Ihr Pastor Peter Scheiwe

 

*) 47mal „Fürchtet euch nicht.“ 59mal „Fürchte dich nicht.“

08mal „Habt keine Angst.“  14mal „Hab keine Angst.“

 

Liebe ohne Grenzen…

Bei uns zu Hause steht sie seit einigen Tagen schon: die Krippe! Aber vollständig ist sie noch nicht. Jedes Jahr entbrennt aufs Neue unter unseren Kindern die Diskussion, wer denn nun das Jesuskind in die Krippe legen darf. Aber selbst wenn dann das Jesuskind in der Krippe liegt, vollständig ist sie dann immer noch nicht. Nach und nach rücken die Hirten näher an den Stall heran, an Weihnachten sind sie dann endlich angekommen – komplett?! …und die Männer aus dem Morgenland? Auch sie nähern sich nach und nach. Die geheimnisvollen Weisen, mit ihnen verbinden sich viele Geschichten und Vermutungen, weil der Evangelist Matthäus, der als einziger von ihnen berichtet, nur sehr wenige Einzelheiten überliefert hat.

Die frohe Botschaft des Matthäus, sie endet mit der Aussendung der Jünger in alle Welt und zu allen Menschen ohne Ausnahme. Interessanterweise beginnt es aber ja auch so: Menschen kommen zur Krippe und erleben die Menschwerdung Gottes, obwohl sie nach den (leider manchmal auch heute noch) üblichen Maßstäben überhaupt keine Voraussetzungen mitbringen. Bei Matthäus besteht diese Gruppe aus den zwar sehr weisen, aber doch Fremden aus dem Osten. Und bei Lukas sind es die Hirten, die Verachteten, die Außenseiter, halt zwielichtige Gestalten. Sie sind es, die die Geburt des HEILANDs als Erstes miterleben dürfen.

Deutlicher kann man das Weihnachtsfest kaum darstellen in seiner Auswirkung auf alle Menschen, ganz gleich woher sie kommen und was sie an persönlichen Voraussetzungen mitbringen: Die Hirten und auch die weisen Männer an der Krippe stellen jene Sehnsucht dar, die ungezählte Menschen bewegt, auch solche, denen ihre Mitmenschen ein derartiges Verlangen kaum noch zutrauen. Die Liebe des Kindes, die Liebe Gottes umfasst sie alle. Dieses neue Leben in Jesus, dem Christus, welches in der Futterkrippe beginnt, bedeutet für die ganze Welt neue Zukunft, neue Hoffnung, neues Glück aber auch neue Verantwortung.

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Neu, neues Jahr?! In diesem Sinne darf ich Ihnen und Ihren Familien zurufen: Prosit! Wörtlich heißt dies nämlich: es möge nützen! Möge das Weihnachtsfest, möge auch das neue Jahr 2018 Ihnen und Ihren Familien Frieden, Liebe und göttlichen Segen bringen. Ich wünsche es Ihnen herzlich:

Ein gesegnetes Weihnachtsfest und prosit Neujahr!

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

 

Vater unser

 

Nach all den Veränderungen in unserer Kirche stimmt unser „Vater unser“ nun auch nicht mehr? Wer von uns hat nicht vielleicht im ersten Moment so etwas gedacht, als die Nachricht in den Medien erschien. Der heilige Vater, Papst Franziskus, ist nicht glücklich mit der deutschen Übersetzung des lateinischen Textes. Zwar ist die Übersetzung grammatikalisch sicher korrekt, der lateinische Originaltext meint aber laut Franziskus trotzdem etwas Anderes. Der Papst versteht Gott nicht als einen Gott, der in Versuchung führt, sondern der hilft, der in der Versuchung führt und leitet. Meine theologischen Kenntnisse sind zu gering, um bei dieser Diskussion mitzuwirken, aber die Zeile „und führe uns nicht in Versuchung“ ist schon die Zeile im „Vater unser“, die mir immer ein wenig Bauchschmerzen gemacht hat und dies auch heute noch macht. Ich bin mir sicher, dass ich damit nicht allein stehe.

Diakon Klaus Pöppel

Diakon Klaus Pöppel

Im Advent bereiten wir uns auf die Ankunft des Herrn vor. Sich vorbereiten bedeutet auch, sich mit dem eigenen Glauben auseinander zu setzen. Hierbei dringen wir oft gar nicht an die Kernbereiche, an die zentralen Glaubensfragen heran. Das jetzt über das elementarste Grundgebet der gesamten Christenheit nachgedacht wird, kann für uns ein Anlass sein, wirklich mal unserem Glauben auf den Grund zu gehen. Am Ende dieses „Tauchgangs“ möge dann stehen, dass wir uns auf tiefstem Herzen freuen auf die Ankunft des Herrn. So wie dieser Adventssonntag ja auch genannt wird: Gaudete. Freut euch!

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben noch eine besinnliche Adventszeit.

Ihr Diakon Klaus Pöppel

 

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