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Es gibt im Leben viele Anlässe gemeinsam in größerer oder kleinerer Gemeinschaft zu feiern. Gemeinschaft mit Freunden und die Freude am Leben stehen im überwiegenden Mittelpunkt dieser Feiern. Auch im Leben des Glaubens gibt es unterschiedliche Anlässe zu feiern. Im Folgenden stellen wir diese Anlässe vor. Bei jedem Anlass feiern wir die Zusage Gottes: Ich liebe dich, so wie du bist – für immer. Sichtbar wird dieses vorbehaltlose „Ja!“ zu uns Menschen besonders dann, wenn wir ein Sakrament feiern. Ein Sakrament* feiern bedeutet: in der sichtbaren Feier wird die unsichtbare Gegenwart Gottes deutlich.

Nähere Erläuterung zum Begriff „Sakrament“

Der Begriff Sakrament hat in der katholischen Theologie mehrere Bedeutungen. Im engeren Sinn bezeichnet er die Einzelsakramente. In den Sakramenten wirkt Jesus Christus selbst und handelt durch seine Kirche, so dass die Kirche „das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit“ bezeichnet hat. Das Verständnis der Sakramente setzt den Glauben voraus, die Sakramente fördern und stärken aber zugleich auch den Glauben.

Ihren Ort haben die Sakramente in der Liturgie als Feier der Kirche. Sie stellen das in Jesus Christus gewirkte Heil dar und werden so wirksam für die Gegenwart als Orte der Begegnung von Gott und Mensch.

Zu jedem Sakrament gehört ein äußeres Zeichen, durch das eine bestimmte innere Gnade angedeutet und zugleich auch mitgeteilt wird. Diese heiligen, gnadenspendenden Zeichen sind nach der Lehre der katholischen Kirche von Christus eingesetzt. Einige Sakramente, so die Taufe, die Firmung und die Weihe prägen der empfangenden Person ein unauslöschliches Merkmal ein. Daher können diese Sakramente nur einmal empfangen werden.

Die Gültigkeit der Sakramente ist an die durch die Tradition der Kirche vorgegebene Form des Vollzugs sowie an die Intention des Spendenden gebunden, das Sakrament der Absicht der Kirche gemäß zu vollziehen. Die Früchte der Sakramente sind auch von der inneren Verfassung ihrer Empfänger abhängig. Wer die Taufe nicht empfangen hat, kann zu den anderen Sakramenten nicht gültig zugelassen werden. Wer ein Sakrament unwürdig empfängt, empfängt die innere Gnade nicht.

In der Tradition der römisch-katholischen Kirche hat sich seit dem 13. Jahrhundert die Zahl von sieben Sakramenten herausgebildet:

  • Taufe
  • Firmung
  • Eucharistie
  • Bußsakrament
  • Weihesakrament in den drei Stufen der Diakon-, Priester- und Bischofsweihe
  • Ehe
  • Krankensalbung

Neben den sieben Sakramenten kennt die katholische Kirche Sakramentalien, mit denen entweder der Alltag geheiligt werden soll (z. B. Kindersegnung, Weihwasser, Kreuzzeichen, Speisensegnung), besondere Tage gekennzeichnet sind (Aschenkreuz, Fußwaschung, Blasiussegen) oder Personen, Orte oder Gegenstände besonders in den Dienst der Kirche genommen werden.

Quelle (gekürzt): Wikipedia

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