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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch

Über die Gemeinde St. Marien, Sande

Geschichte der Pfarrei St. Marien

Lange Zeit gehörte Sande kirchlich zur Pfarrei Elsen. Der Ortsteil Altensenne, politisch ein Teil von Sande, war der Pfarrei Neuhaus zugeordnet.

An einen 1844 errichteten Schulraum war ein chorähnlicher Raum angebaut worden, in dem einmal in der Woche ein Vikar aus Elsen die Eucharistie feierte.

1900 wurde mit dem Bau einer eigenen Kapelle begonnen, die am 24. September 1901 geweiht wurde. 1923 erhielt Sande den Status einer Filialkirche von Elsen mit eigener Vermögensverwaltung und damit erstmals einen eigenen Geistlichen. Der von der Kirchenbehörde geforderte gemeindeeigene Friedhof war bereits ein Jahr zuvor mit der ersten Beerdigung seiner Bestimmung übergeben worden. Bedingt durch den 2. Weltkrieg, in dessen Folge Sande viele Flüchtlinge und Evakuierte aufnehmen musste, nahm die Bevölkerung stark zu und Sande wurde am 1. Jan. 1944 zur Pfarrei erhoben. Da aufgrund des Bevölkerungswachstums die Kapellengröße nach dem Krieg nicht mehr ausreichte, um die vielen Gläubigen aufzunehmen, wurde 1950 der Grundstein für den Bau der heutigen Marienkirche gelegt. Nach einer Bauzeit von gut 2 ½ Jahren erfolgte 1953 die Kirchweihe durch Erzbischof Lorenz Jaeger.

Die alte Kapelle wurde nach ihrer Profanisierung als Gemeindehaus und Versammlungsstätte genutzt, bevor sie 1961 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. 1982 stand dann mit der Einweihung des Pfarrheims endlich auch ein geeigneter Ort für die Gemeinde- und Vereinsarbeit zur Verfügung.

In den letzten Jahrzehnten entwickelte sich Sande sukzessive von der bäuerlichen Streusiedlung zum modernen Vorort der Großstadt Paderborn. Aufgrund großflächiger Baugebiete trat ein erneutes starkes Bevölkerungswachstum ein, so dass die Mitgliederzahl der Sander Kirchengemeinde auf ca. 3000 anstieg.

Für Interessierte verweisen wir hier auf einen längeren bebilderten Text zur Geschichte von St. Marien Sande


Eckdaten des Kirchbaus St. Marien in Sande

Neubau der Kirche

  • Spatenstich zum Neubau der Kirche: 1950
  • Richtfest: 1952
  • Einweihung durch ( Kardinal ) Erzb. Lorenz Jäger: 6. Mai 1953

Baumaße der Kirche:

  • Der Innenraum der Kirche ist 27,00 m lang und 17,00 m breit.
  • Das Gewölbe hat die Höhe von 11,00 m.
  • Der Chorraum ist 7,50 m breit und 6,00 m tief. Das Gewölbe des Chorraumes ist 9,00 m hoch.
  • Der Eingangsbereich hat die Breite von 7,00 m und eine Tiefe von 5,50 m.
  • Die Marienkappelle hat die Maße von 4,50 m x 3,00 m.

Baumaße des Kirchturmes:

  • Der Kirchturm hat die Grundrissmaße von 9,00 m x 6,50 m.
  • Die Höhe beträgt bis zur Dachrinne 23,00 m und bis zum Hahn eine Höhe von 32,00 m.
Kurzchronik der Gemeinde St. Marien
1901 Neubau der Marienkapelle
1917 Einbau der Orgel
1920 Raub des Tabernakels
1922 Bau des Pfarrhauses
1923 Erhebung zur „Filial-Kirchengemeinde“, Elsen- Sande

Erster Pfarrer in Sande, Vikar Josef Kreutzer bis 1930

1925 Erste Fronleichnamsprozession in Sande
1931 Zweiter Pfarrer in Sande, Vikar Johannes Engemann bis 1933
1933 Dritter Pfarrer in Sande, Vikar Josef Sieberg bis 1938
1938 Vierter Pfarrer in Sande, Vikar Josef Rüberg bis 1940
1940 Fünfter Pfarrer in Sande, Vikar Josef Weisgut bis 1960
1944 Kirchliche Eigenständigkeit mit Pastorenstelle, St. Marien Sande
Vikar Weisgut wird erster Pastor
in Sande
1949 Grundstückskauf für eine neue Kirche
1950 Am 12. September 1. Spatenstich für die neue Kirche, Grundsteinlegung an Allerheiligen
1952 Richtfest – Kirchbau – am 29. Juni 1952
1953 Kirchweih am 6. Mai 1953 durch Erzbischof Lorenz Jäger
Einbau der Orgel an den ersten Maitagen
1955 Einbau der Glocken. Erstes Läuten Weihnachten 1955
1956 Am 1. April erklang zum 1. mal der „Engel des Herrn“
1958 Im Juli Abbruch des Turmes der Kapelle
1960 Sechster Pfarrer in Sande, Pastor Karl Soestwöhner bis 196.
Am 28. August Einweihung des Ehrenmales an der Kirche
1961 Im März Abbruch der Kapelle
Weihnachten war der Einbau der Lautsprecheranlage abgeschlossen
1962 Die Kirche erhält den Außenputz
Die Heizungsanlage wird von Koks auf Öl umgestellt
Das Großkreuz an der Chorwand wird angebracht ( Bildhauer Hartmann)
am 5. August erste Primiz in Sande, Pater Urban-Karl Hachmeier
1965 Einbau der Kreuzwegstationen ( Bildhauer Hartmann )
1966 Siebenter Pfarrer in Sande, Pastor Franz Spenner bis 1984
1967 Der Chorraum erhält einen neuen Opferaltar
1968 Die Kirche erhält einen neuen Innenanstrich
1969 Die politische Gemeinde übernimmt den kirchlichen Friedhof
Am 5. Mai eröffnet der erste Kindergarten.
1971 Der erste Pfarrgemeinderat wird gewählt
1974 Erneuerung der Orgel
1979 Erneuerung des durch Feuchtigkeit zerstörten Innenanstrichs
1981 4 Männer werden als Kommunionhelfer ernannt
Von 1981 bis 1982 Neubau des Pfarrheimes
1982 Durch Sturm fällt der Kirchenhahn vom Turm
1984 Achter Pfarrer in Sande, Pastor Josef Carré bis 1988
Der Kirchenhahn wird wieder aufgesetzt
Der Pfarrkalender erscheint zum ersten Mal
1986 Der Kirchplatz wird befestigt
Die Außenfassaden der Kirche werden gereinigt
1988 Die Kirche erhält einen neuen Liedanzeiger.
Die Kirche erhält eine neue Innenbeleuchtung
1989 Neunter Pfarrer in Sande, Pastor Theo Engels bis 1994.
Einbau des Personenaufzugs, Haltestellen in der sogenannten Kryta und der Sakristei
1991 Die Kirche wird von Innen renoviert: Neue Heizung, neuer Fußboden, Umgestaltung des Chorraumes u. der Marienkapelle, neuer Innenanstrich, Einbau einer Fenstertüranlage zwischen Kircheneingang und Kirchenraum

Entwürfe zu den Fenstern im Altarraum von St. Marien, Sande

Entwürfe zu den Fenstern im Altarraum von St. Marien, Sande

Die neuen Chorfenster 2005

Ursubstanz des Altarsakraments, Trauben und Ähren, und das vom Rot geformte Gefäß bilden den Mittelpunkt der beiden sich gegenüber stehenden Fenster im Altarraum. Wie schwebend im Bild liegt das Rot. Diese kraftvolle und klare Geste des Rots ist Ausdruck der inneren Haltung, Gefäß werden zu wollen für die Mächte der göttlich-geistigen Welt.

Entwurf: Anna Pauli, Köln
Ausführung: DIE GLASMALER, Nordborchen

Bildergalerie der Kirche St. Marien, Sande

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