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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Für Sie werde ich ein neues Gesicht in der Gemeinde sein. Auf mich warten viele neue Gesichter und ich freue mich darauf die Gesichter und die Menschen dahinter kennen zu lernen.

Damit Sie ein Eindruck haben, wer hinter dem einen neuen Gesicht steckt und was das neue Gesicht möchte, stelle ich mich kurz vor: Mein Name ist Sebastian Vieth und ich komme aus dem münsterländischen Nordkirchen. Seit September bin ich auf dem Weg Priester des Erzbistums Paderborn zu werden und wohne daher im Priesterseminar. Im Rahmen meiner Ausbildung werde ich im kommenden Jahr als Praktikant das Pastoralteam des Pastoralen Raums Heiliger Martin begleiten und nach Kräften unterstützten. Ich freue mich darauf, dass ich nach meinem Theologiestudium in Münster und München meinen Blick aus den Büchern erheben kann und nicht mehr nur über Christus lese und nachdenke, sondern ihm in meinen Mitmenschen und in der Gemeindearbeit begegnen kann. Denn wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, ist Christus auch da.

Gespannt bin ich auf die Facetten der Gemeinde an den verschiedenen Orten und die verschiedenen Bereiche des Gemeindelebens. Ich hoffe, dass ich mich in die Sakramentenvorbereitung einbringen kann, denn in den Sakramenten erfahren wir in besonderer Weise Gottes Zuwendung zu den Menschen. Christus begleitet uns in unserem ganzen Leben und in allen Situationen. Von der Geburt und der Taufe bis ins hohe Alter und den Tod. In freudigen Anlässen wie einer Hochzeit bis zu den Momenten der Trauer – die Situationen des Lebens und des Glaubens sind vielfältig. Ebenso vielfältig wie das Leben ist die Seelsorge, die das Leben begleiten kann.

Viele Stationen und Situationen des Lebens werden von Gottesdiensten begleitet. Gottesdienste sind ein wichtiger Bestandteil des christlichen Lebens. Daher freue ich mich, dass ich mit Hilfe des Pastoralteams Erfahrungen in der Seelsorge und meine ersten „Gehversuche“ in der Gottesdienstgestaltung im Pastoralen Raum Heiliger Martin machen darf.

In einem Jahr werde ich hoffentlich viele Erkenntnisse und Erfahrungen gemacht haben, die mich auf meinem Weg begleiten werden. Vor allem aber wünsche ich mir, dass ich kein fremdes Gesicht mehr für Sie bin und dass aus den vielen neuen Gesichtern für mich viele bekannte geworden sind.

Ihr Sebastian Vieth

Sebastian Vieth (Praktikant aus dem Priesterseminar)
Sebastian Vieth (Praktikant aus dem Priesterseminar)

Erntedank –

Dem Reifen entgegenwachsen

Man muss seinen Apfelbaum ein bisschen lieben, damit er Frucht bringt, ihn gießen, beschneiden, veredeln. Frucht bringen muss der Baum aus sich heraus – das kann kein Gärtner „machen“.

Zu Erntedank bedanken wir uns für die Früchte, die in diesem Jahr reifen und geerntete werden durften – und auch für das, was in uns oder durch uns Reifen durfte, laut Johannes 15,16: Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, das ihr Frucht bringt.“

Gott hat in uns selbst Begabungen und Fähigkeiten hineingelegt und uns vieles anvertraut, wie zum Beispiel Menschen, eine Aufgabe, Macht, Besitz….

Gott fordert nichts von uns, was er nicht längst in uns hineingelegt – hineingeliebt !  hat. Er will nicht unsere Leistung, sondern er will die Frucht unseren Seins. Unsere Begabungen können wir als Herausforderung ansehen, als die Herausforderung zum Leben. Das muss nicht immer bequem sein!

Was hast du aus dem, was dir anvertraut wurde – was in dir steckt, gemacht? Hast du zur Bereicherung deiner selbst und deiner

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Mitmenschen beigetragen?

Wir feiern zu Erntedank also auch, dass das, wir unsere Herausforderung zum Leben angenommen haben und daran reifen und wachsen durften.

Gottes Segen beim Wachsen und Reifen – und viel Freude bei der Ernte!

Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen

 

Mein Schwiegervater musste ins Krankenhaus. Sein Herz wollte auf einmal nicht mehr so wie er es wollte. Die kleinen Geräte, die Herzschrittmacher, so nennt man diese Lebensretter, werden in den Körper eingepflanzt und durch ein Kabel mit dem Herzen verbunden. Durch geringe Stromstöße wird das Herz dazu gebracht, in einem bestimmten Rhythmus zu schlagen. Unzählige Menschen sind dankbar für diese Erfindung.

Ich bin zwar kein Herzspezialist im medizinischen Sinn – dafür haben wir zum Glück auch jemanden anderen in unserem Pastoralteam – aber zu Herzschrittmachern im erweiterten Sinn kann auch ich etwas sagen: Denn was hier beschrieben ist, kann man auch auf einer anderen Ebene feststellen: Herzen können zerstört werden unter den vielen Enttäuschungen des Lebens. Herzen drohen zu versteinern und eiskalt zu werden. Gegen solche Gefährdung helfen Herzschrittmacher: tröstende und helfende Worte können dazu beitragen, dass ein Herz wieder mit der notwendigen Bewegung ausgestattet wird.
Jedes Herz braucht solche Anstöße zum Guten und zum Leben. Es könnte viel an innerer Gesundheit gewonnen werden, wenn die Menschen nachdenken würden über den Wert ihrer Worte, wenn nicht so viele leere Worte ausgetauscht würden. Mehr als wir vermuten, begegnen wir heute Menschen, die auf helfende Anstöße an ihr Herz warten. Herzschrittmacher – das ist nicht nur eine technische Leistung, sondern zugleich eine Anfrage an die Beschaffenheit unseres menschlichen Miteinanders. Wer dieses Miteinander beobachtet, ist immer wieder erschrocken über die große Zahl der verletzenden Worte. Hass und Rechthaberei können bei anderen Menschen tiefe und lang schmerzende Wunden verursachen. Vor diesem bösen Hintergrund wird deutlich, wie notwendig Herzschrittmacher heute sind, die medizinischen wie die menschlichen.

Ihr Benedikt Fritz
Benedikt Fritz, Gemeindereferent
Benedikt Fritz, Gemeindereferent

 Orientierungshilfe

In dieser Woche wurde das Wegkreuz neben der Kindertagesstätte Waldblick am Hubertusweg gesegnet. Der gekreuzigte Jesus verweist über den Tod hinaus auf die Auferstehung. Das Kreuz hat seinen Schrecken verloren und ist zum Symbol für das ewige Leben geworden. Jesus ist mitten unter uns. Dies ist die eigentliche Aussage des Wegkreuzes. Der Herr begegnet uns eben nicht nur in der Kirche, nein, der Herr ist mitten unter uns. Genau daran sollen Wegkreuze erinnern. Jesus hat uns durch seinen Tod am Kreuz nicht nur den Weg zum Vater geebnet, sondern er ist auf unserem Weg stets an unserer Seite. Wenn wir mit offenen Augen durch unsere Gemeinde gehen, so können wir an den verschiedensten Stellen Wegkreuze, Heiligendarstellungen oder andere christliche Symbole finden. So wie wir immer wieder auf Zeichen unseres Glaubens treffen, so treffen wir auf unserem Weg durch die Gemeinde auch immer wieder auf Menschen und begegnen Jesus im Nächsten. Die Wegkreuze laden uns auch ein, nicht nur Gott zu suchen, sondern auch auf die Menschen zu achten, denen wir auf unserem Weg begegnen. Wer könnte unsere Hilfe benötigen, wer hat Sorgen oder Ängste zu tragen, wo können wir Not in unserer unmittelbaren Umgebung spüren und helfen?

Diakon Klaus Pöppel

Diakon Klaus Pöppel

Ich lade Sie ein, in der nächsten Woche mal gezielt auf die Symbole unseres Glaubens in unserer Umgebung zu achten und vielleicht dabei einen kurzen Moment innezuhalten, ein klein wenig zur Ruhe zu kommen und darüber nachzudenken, welchen Stellenwert der Glauben in unserem alltäglichen Leben hat.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche.

Ihr Diakon Klaus Pöppel

 

Was haben die Amerikanerin Helen Keller (1880 – 1968) und die Norwegerin Ranghild Kaata (1873 – 1947) gemeinsam? Beide erkrankten als kleine Kinder an Hirnhautentzündung bzw. Scharlach und verloren dadurch das Gehör und den Sehsinn. Außerdem verlernten sie zu sprechen. Damit waren für die Mädchen alle Möglichkeiten der Kommunikation und des Lernens  unmöglich.

Beide hatten Glück: sie bekamen engagierte Lehrerinnen, die Wege fanden, dass beide wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben konnten, z.B. durch das Fingeralphabet. Ranghild gilt als erste Taubblinde, die mit sehenden und hörenden Menschen kommunizieren konnte. Helen studiert, machte ihren Doktor und arbeitete als Schriftstellerin und Menschenrechtlerin.

Heil, im Sinne von gesund, wurden beide nicht, heilsam waren aber die vielen Begegnungen mit Menschen, die an sie glaubten und sie forderten und förderten.

Zwei faszinierende Leben. So wie auch das Evangelium dieses Sonntags faszinierend ist. Jesus heilt einen Taubstummen, der durch seine Behinderung von der Gemeinschaft ausgeschlossen ist. Er ermöglicht diesem Menschen wieder Teilhabe am Leben, an der Gemeinschaft. Wer sich einmal nur kurz von anderen ausgeschlossen gefühlt hat, kann vielleicht nachvollziehen, welch Bedeutung das hat.

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche mit vielen bereichernden Begegnungen und Gesprächen.

Anja Fecke, Gemeindereferentin

 

 Die Schule hat begonnen,

die Busse sind wieder übervoll, die Schlosskreuzung ist morgens kaum zu passieren, im Schlosspark liegt wieder mehr Müll.

Aber

–       wenn ich höre, dass im Sudan ein Drittel der Kinder nicht lesen lernt

–       wenn ich erfahre, dass sich in anderen Staaten Menschen nichts sehnlicher wünschen, als  eine Schule besuchen zu dürfen

– wenn ich lese, dass in vielen Ländern der Welt die Zeitungen kontrolliert und die Internetinhalte staatlich gefiltert werden

– wenn ich sehe, dass aus religiöser Motivation Bücher verbrannt werden

dann bin ich froh, dass wir lernen dürfen. Nicht nur als Schüler, auch als Erwachsene – aus freier Presse, aus nicht  zensiertem Internet, besonders im Gespräch.
Manchmal vergesse ich, wie wertvoll dieses Geschenk  ist.
Wie gut ist es, meine Neugier zu stillen, Interessen zu entwickeln,
Fakten zu hören, Zusammenhänge zu begreifen.
Gott, ich danke dir, dass ich lernen darf.
Dass ich Sinne habe  –  und einen Verstand, um zu begreifen.
Dass es so viel Wissen zu entdecken gibt!
Lass mich achtsam und dankbar damit umgehen.
Amen

Ihr Diakon Andreas Kirchner

 

Liebe Leser und Leserinnen,

mit Kindern mache ich gern folgende Stilleübung. Sie sitzen dabei im Kreis, in der Mitte liegt ein Kreuz und Strahlen aus Papier. Wir schauen in die Mitte – wir sehen das Kreuz – es erinnert uns an Jesus. Wir sehen die Strahlen – sie sagen uns: Gott ist da – wir sehen ihn nicht, aber wir glauben: Jesus ist bei uns, Gott ist bei uns. Viele Menschen sagen: wir glauben nicht an Gott – wir glauben nur das, was wir sehen können. Wir glauben, dass die Sonne scheint – wir glauben, dass es Menschen, Tiere, Bäume und Blumen gibt – wir können sie sehen – wir können sie anfassen.

Andere sagen: Es ist wunderbar, dass es das alles gibt – wir staunen über die Schönheit von Gottes Schöpfung – Gott kannst du nicht sehen – Gott kannst du nicht anfassen – aber wenn du all die schönen Dinge siehst, dann kannst du spüren, dass er da ist. Deine Mutter und dein Vater haben dich lieb – du kannst es nicht sehen – du kannst es nicht anfassen. Aber du weißt es ganz genau, weil du es spürst: Sie haben dich lieb. Du hast sie lieb.

Liebe Schulanfänger und Schulanfängerinnen,
wir wünschen einen guten Schulstart und Gottes Segen auf all euren neuen Wegen.

Gemeindereferentin Angelika Schulte

Angelika Schulte, Gemeindereferentin
Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Heute möchte ich Sie auf einen ganz besonderen Kinofilm hinweisen, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht: Es ist der jüngste Films des deutschen Filmemachers Wim Wenders „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“.  So einen Film hat es noch nie gegeben. Es ist das erste Mal, dass ein Papst einen Filmemacher so nah an sich herangelassen hat. Da sitzt der Papst auf einem Lehnstuhl, mal in einer Bibliothek, mal im Garten des Vatikans und schaut dem Zuschauer direkt in die Augen. Auch wer nichts mit der Kirche anfangen kann, hat inzwischen mitbekommen, dass Papst Franziskus nach Meinung vieler ein Guter ist. Einer, der sagt, was Sache ist. Der dahin geht, wo andere nicht hingehen. Der frischen Wind in den Vatikan bringt und sich selbst nicht so wichtig nimmt. „Papst Franziskus ist ein Mann von einer einfachen Sprache, der aber viele Menschen damit erreicht. Er kann auch komplexe Dinge sagen, die den Menschen ans Herz gehen, die uns alle zeigen, dass wir nicht zufrieden sind mit dem moralischen Zustand der Welt und der Politiker, die uns beherrschen“, sagt Wenders in einem ZDF Interview.

Am Ende des Films erzählt der Papst, dass er jeden Tag mit den Worten des Thomas von Morus um Humor bete: „Gott gebe mir eine gute Verdauung, und auch etwas zu verdauen“. Und dann blickt er lächelnd dem Zuschauer durch Wim Wenders Teleprompter hindurch noch einmal tief in die Augen. Ob und wo dieser Film im Kino jetzt noch im Kino läuft, finden Sie bestimmt heraus. Ich kann mir vorstellen, dass wir diesen Film auch einmal als Filmabend in unsere Pfarrei Heiliger Martin präsentieren.  Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen, dass Sie Ihren Humor nicht verlieren.

Ich wünsche Ihnen gesegnete Woche
Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin
Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Wir feiern Libori. Die Translation der Liborius-Reliquien von Le Mans nach Paderborn hat die erste Städtefreundschaft weltweit begründet, Liborius steht für grenzüberschreitende Völkerverständigung – wie sehr bräuchte genau das unsere Welt heute:

Wie ist die Welt so zerstritten, mein Gott,
zerstritten sind Völker und Rassen,
zerstritten Familien und Nachbarn,
zerstritten sind Religionen und Kirchen.
Und auch wir selbst sind zerstritten,
sind uneins in all unserem Denken und Wollen,
bergen in uns sich bekämpfende Wünsche.

Du aber hast uns aufgetragen, eins zu sein,
nicht die anderen niederzumachen,
nicht mit falschen Zungen zu reden,
nicht mit gespaltenem Herzen dir zu dienen.
Die Einheit hast du gewollt
bei akzeptierter und fruchtbarer Verschiedenheit.

DIakon Andreas Kirchner

Diakon Andreas Kirchner

Gib uns ein großmütiges Herz,
dass wir einander so annehmen,
wie du uns angenommen hast,
dass wir Gegensätze in Liebe aushalten können,
die Spannungen und Konflikte ertragen,
dass wir eins werden
mit uns selbst und mit dir, mein Gott.

Ihr Diakon Andreas Kirchner

 

„Vom Reisen“ – eine kleine Geschichte

„Ein Reisender darf in einem Kloster bei Kartäusermönchen übernachten. Staunend besichtigt er die kärgliche Einrichtung und die fast leeren Klosterzellen. Schließlich fragt er die Klosterbrüder: „Wo habt ihr denn eure Möbel?“ Die Mönche lächeln und fragen zurück: „Ja, wo haben Sie denn  Ihre?“ „Meine?“, antwortet der Reisende verblüfft. „Ich bin doch nur auf der Durchreise!“ „Nun“, sagen die Mönche freundlich, „genau das sind wir auch.“ (Quelle unbekannt)

Diese kleine Geschichte unterstreicht sehr schön die Kernaussage des heutigen Evangeliums: Als Christinnen und Christen dürfen wir darauf vertrauen, was Gott in uns an Möglichkeiten und Gaben hineingelegt hat. Er hat uns alles mitgegeben, was wir brauchen, um von seiner Liebe zu erzählen und um Freude in die Welt hineinzutragen. Wir haben unser lebendiges Herz, unsere Gabe des Lächelns, unsere Hände, die helfen können und all  unsere unterschiedlichen Talente.  Mehr benötigen  wir nicht. Jesus lädt uns dazu ein, uns immer ein bisschen wie Reisende zu fühlen, die zu den Menschen gehen, ihnen von Gottes Liebe erzählen und auch wieder weiterziehen. Dazu brauchen wir kein schweres Gepäck, denn weniger ist oft mehr.

 

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen

einen guten Start in die Sommerferien

 

Gemeindereferentin

Angelika Schulte

 

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