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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Evangelientexte und Ikonen stellen nicht die Auferstehung Christi dar, sondern setzen erst nach der Auferstehung – mit den Eintreffen der Frauen am Grab – wieder ein.

Die Auferstehung selbst, die wir am Osterfest feiern, entzieht sich menschlicher Vorstellung und menschlichem Begreifen.

Dietrich Bonhoeffer hat dazu gesagt:

Christus ist nicht in die Welt gekommen, dass wir ihn begreifen, sondern dass wir uns an ihn klammern, dass wir uns einfach von ihm hinreißen lassen in das ungeheure Geschehen der Auferstehung.

Dieses Hinreißen-Lassen wünsche ich Ihnen von Herzen, dass es Sie weiter-trägt.

DIakon Andreas Kirchner

Diakon Andreas Kirchner

Nicht nur zu den Ostertagen, sondern weit darüber hinaus.

Ihr Diakon Andreas Kirchner

 

Liebe Leser und Leserinnen,

wenn wir den Lesungstext  aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper (Phil 2,6-11) in einer Bewegung beschreiben würden, dann ginge sie zuerst nach unten und dann nach oben. Jesus wurde ein Mensch, er wurde sogar wie ein Sklave und erniedrigte sich. Und darum hat Gott ihn über alle erhöht. Dies möchte ich mit folgender Meditation als Einstieg in die Karwoche vertiefen:

Jesus                                                                                                                 Jesus

Gott gleich                                                        manchmal verstehe ich dich nicht

aber es ist dir nicht wichtig                                    manchmal wünsche ich mir

du machst dir nichts aus Macht                               du würdest es allen zeigen

Macht-losigkeit                                                                        die dich auslachen

das ist dein Weg                                                      manchmal wünsche ich mir

entäußert                                                          du würdest die Richtung ändern

wie ein Sklave                                                                         und von oben herab

den Menschen gleich                                                             sagen was Sache ist

was für dich zählt                                            Aber dein Weg führt nach unten

sind die Menschen                           nur so kannst du uns neue Würde geben

für sie bist du da                                            nur so kannst du solidarisch sein

ihnen willst du nahe sein                         nur so kannst du einen Neuanfang

ihnen willst du helfen                                                                       ermöglichen

für sie führt dein Weg nach unten               nur so führt dein Weg zum Ziel

ans Kreuz                                                                    er wird zum Anfang eines

in den Tod                                                                                        neuen Lebens                        (Verfasser unbekannt)

 

Eine gute Karwoche wünscht Ihnen Gemeindereferentin Angelika Schulte

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

 

Liebe Schwestern und Brüder,

 

seit sieben Jahren ist unser Roncalli-Haus eine von zahlreichen Ausgabestätten der Tafel Paderborn e. V. Jeden Samstag werden von 12.30 Uhr bis 14.00 Uhr Lebensmittel ausgegeben. 70 Haushalte mit über 200 Personen werden so versorgt.

 

Zur Verstärkung des Teams werden nun dringend ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht. Umzüge, berufliche Veränderungen oder das Ausscheiden aus Altersgründen führen nämlich aktuell dazu, dass unsere Mitarbeiterdecke zu dünn wird. Besonders gesucht werden Ehrenamtliche, die samstags die Kontrolle und Ausgabe der Abholkarten und die Annahme von Geld übernehmen. Ein ruhiges, bestimmtes Auftreten und ein Händchen für Organisation und Kassenführung sind für diese Aufgabe von Vorteil. Darüber hinaus sind alle willkommen, die sich bei der Sortierung und Ausgabe der Lebensmittel engagieren möchten. Der Einsatz für jeden einzelnen ist dabei überschaubar. Die meisten Ehrenamtlichen sind etwa einmal im Monat im Einsatz. Fünf bis sechs Mitarbeiter werden an jedem Samstag gebraucht. Eine halbjährliche Planung und die Möglichkeit, auch kurzfristig Einsätze zu tauschen, stellt sicher, dass Urlaubszeiten und freie Wochenenden individuell abgesprochen werden können.

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

 

Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit hat, ist herzlich zu einem Infoabend eingeladen. Er findet am 8. Mai um 18.30 Uhr im Roncalli-Haus statt. Ansprechpartner ist das Pfarrbüro Schloß Neuhaus, Telefon 05254-2531,

E-Mail hl-martin-schlossneuhaus@erzbistum-paderborn.de

 

Jesus bringt es im Evangelium selber so auf den Punkt: „Ich war hungrig, ihr habt mir zu essen gegeben.“ (Mt 25, 35) Die Ausgabestelle der Paderborner Tafel setzt das 1:1 um.

Herzliche Grüße, Peter Scheiwe

 

Jedes Mal, wenn wir im Gottesdienst das Wort Gottes hören oder wir selbst die Bibel zu Hand nehmen, aufschlagen und darin lesen, spricht Gott selbst mit uns. Wie das Wasser aus einer guten Quelle uns erfrischen und lebendig machen will, so will uns das Wort Gottes für das Leben stärken.

Bis Ostern laden wie Sie ein, aus dieser Quelle mit allen Sinnen zu schöpfen.

Wo? Im Pfarrheim Mastbruch haben in den letzten Tagen viele Menschen gehämmert, gestrichen, Kisten herein und herausgeschleppt. Es entsteht im Moment etwas ganz Besonders. Eine Gemeinschaftsarbeit von vielen Menschen, die sich intensiv mit ihrer je „eigenen“ Bibelstelle auseinandergesetzt haben, unterstützt von vielen handwerklich begabten Menschen. Auch das ist Verkündigung.

Und im Vertrauen darauf, dass Gottes Geist bei diesem Projekt weht, sind manchmal Überlegungen in die Tat umgesetzt worden, die nicht so einfach waren. Aber bisher hat alles wunderbar geklappt. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Ca. 1.400 Menschen haben sich zu Führungen angemeldet. Es wird für die Besucher und für alle Mitarbeiter eine besondere Zeit werden. Letztens hörte ich das Wort „positive Anstrengung“, so kann sich diese Zeit für Besucher und für die Mitarbeiter anfühlen.

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

… und was bleibt?

Ich hoffe, es bleiben viele schöne Erinnerungen an angenehme Begegnungen, anregenden Gesprächen, das Gefühl von Lebendigkeit und das Bewusstsein von Gott geliebt zu sein, so, dass wir „mit vollen Eimern“ wieder in den Alltag gehen – s. unser Logo des Projektes!

Herzlich willkommen und weiterhin eine gesegnete Fastenzeit wünscht Ihnen Petra Scharfen, Gemeindereferentin

 

 

Tempelreinigung – Eine Anregung zum „Osterputz“?!

„Jesus treibt sie alle zum Tempel hinaus, die Händler, die Geldwechsler. Mit einer Geißel aus Stricken vertreibt er sie samt dem Vieh. … Jesus ging es aber nie zuerst um Äußerlichkeiten. Die Tempelreinigung gilt der Kirche als der Gemeinschaft von Menschen, die sozusagen das lebendige Haus Gottes bilden sollen. Haben wir sie nicht zu einer Markthalle der Eitelkeiten, zu einem Kampfplatz der Rivalitäten gemacht? Da kämpfen „Konservative“ und „Fortschrittliche“, sprechen einander den Glauben ab, und oft ist von Liebe wenig zu spüren. Da stelle ich mir manchmal Jesus vor, wie er diese Streitereien aus dem Tempel seiner Kirche vertreiben möchte. Die Kirche soll „das Haus meines Vaters“ sein. Wenn wir alle seine Kinder sind, müssen wir dann

nicht anders miteinander umgehen?

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

Der Tempel, den Jesus reinigen will, das bin aber auch ich selber! „Wisst ihr nicht, dass euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist?“ So fragt Paulus seine Gemeinden. Was würde Jesus alles aus meinem Herzen, aus meinen Gedanken verjagen? Was für Handel treibe ich in meinem Inneren? Was gibt es alles an Unrat in meiner Seele? Wo täte bei mir ein ordentlicher Osterputz not? … Und wie es im persönlichen Leben läuft, so auch im Leben der Kirche. … Jesus reinigt den Tempel, seine Kirche. Er will, dass sie das „Haus meines Vaters“ sei, für viele Menschen ein bergendes Zuhause.“

Mit diesen Gedanken zum Sonntagsevangelium von Kardinal Christoph Schönborn, wünsche ich Ihnen einen „reinigenden“ 3. Fastensonntag!

Ihr, Pastor Tobias Dirksmeier

 

Leitlinien fürs Leben

Jetzt hat man an dieser Stelle weiße Linien auf die Straße gemalt, damit sich nicht wiederholen soll, was vor kurzem dort geschah: Ohne eigenes Verschulden fand eine Frau bei einem Verkehrsunfall den Tod. Nun sollen die weißen Linien verhindern, dass noch mehr Unfälle zu beklagen sind.

Linien die Leben retten – das könnte auch die Überschrift über die Zeit sein, die mit dem Aschermittwoch begonnen hat. Da sagt mancher: „Ich muss auf meine Linie achten!“ In dieser Fastenzeit, in dieser österlichen Bußzeit, macht es Sinn, dieses Bemühen um die richtige Linie tiefer nach innen zu wenden. Diese Zeit selbst ist ja eine einzige Linie auf das Osterfest hin, auf das Fest des Lebens schlechthin. Und wer dieser Linie folgt, der findet am Ende das Leben selbst.

Die Frage ist nur, ob wir solche Linien für uns selbst erkennen, ob wir uns führen lassen oder ob uns ein Leben ohne klare Vorstellungen über den richtigen Weg einfacher vorkommt. Richtig und gültig leben kann aber nur, „wer seine Linie“ findet.

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Für uns Christen sind solche Gedanken nicht nur so allgemein dahingesagt. Die wesentliche Leitlinie, die Gott uns gibt, ist nämlich ein lebendiger Mensch: Jesus Christus. Er ist der Weg, an ihm und seinem Leben ist abzulesen, was Leben wirklich bedeutet, Leben, das sogar den Tod überwindet.

Wer sich auf diese Weise von Gott leiten lässt, wird bestimmt eine gute Figur machen und in einem tiefen Sinn unfallfrei leben uns an Ziel gelangen.

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

 

Schöpfung bewahren!

Gütiger Gott, von dir kommt alles, was existiert.

Du schenkst uns immer wieder neue Freude über deine Schöpfung und ein Herz, das den Menschen mit Aufmerksamkeit begegnet.

So können wir das Licht deiner Gegenwart für jeden Menschen besser erkennen.

Frere Alois (Taize)

 

Auch ohne den letzten Wintersturm überbewerten zu wollen, sind die Warnzeichen der Natur nicht mehr zu übersehen. Gott hat uns seine Schöpfung anvertraut, aber wir hüten diesen Schatz nicht, wir zerstören ihn.

Auch die Trennung unserer christlichen Kirchen ist etwas, womit wir uns nicht arrangieren, abfinden wollen. Deswegen gehen unsere Kirchen auf dem Weg der Ökumene aufeinander zu. Es ist schon eine kleine Tradition, dass wir die Frühschichten in der Fastenzeit

Diakon Klaus Pöppel

Diakon Klaus Pöppel

gemeinsam mit den beiden evangelischen Kirchen unserer Pfarrei feiern. In diesem Jahr haben wir als roten Faden die Tage der Schöpfung gewählt. Wenn Ökumene sich mit der Schöpfung befasst, so passen hier zwei Themen gut zusammen. Wie die Trennung der Kirchen dem Willen Jesu zur Einheit der Christen widerspricht, so gefährdet unser Leben auf diesem Planeten die Schöpfung. Es ist also gut, sich mit diesen Themen auseinander zu setzen. Beginnen werden wir in dieser Fastenzeit in der evangelischen Gemeinde. Pfarrer Oliver Peters lädt uns alle herzlich ein, zur ersten Frühschicht am Mittwoch, 21. Februar, um 6 Uhr in die Christuskirche zu kommen.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Diakon Klaus Pöppel

 

Superjeilezick

Für viele Narren und Närrinnen hat der Höhepunkt der Karnevalszeit begonnen. Klar, am Aschermittwoch ist alles vorbei, aber davor kann man es noch einmal richtig knallen lassen.

Ganz ehrlich, mir ist Karneval immer etwas suspekt. Verkleiden, auf Kommando lustig sein….  Das ist nicht mein Ding. Wahrscheinlich habe ich das Karnevalsgen nicht abbekommen. Ich komme aus einem Dorf, das Karneval mit der Ewigen Anbetung verbracht hat: Rosenmontag, Veilchendienstag, Aschermittwoch. So bestimmt es bis heute ein Pestgelübde. Auch für Kinder wurde und wird bis heute keine Ausnahme gemacht. Im Kindergarten, in der Grundschule: keine Karnevalsfeiern. Und später war es den Schülern aus meinem Dorf freigestellt, zu den Karnevalschulveranstaltungen der weiterführenden Schulen zu gehen oder nicht.

Kurz: Ich bin Karneval nicht gewohnt.

OK, im Laufe meines Lebens habe ich sogar in Köln eine Karnevalssitzung besucht und fand es wirklich lustig. Aber zum überzeugten  Jecken bin ich trotzdem nicht geworden.

Dabei feier ich gern. Und damit bin ich ja in bester Gesellschaft. Von seinen Zeitgenossen wurde Jesus als Fresser und Säufer beschimpft. Es ist sicher kein Zufall, dass er sein erstes Wunder gerade bei einer Hochzeit wirkte und offensichtlich um die Qualität eines guten Weines wusste.

Ich wünsche allen ausgelassene Umzüge und Feiern. In Gedanken schunkel ich vielleicht mit.

Anja Fecke, Gemeindereferentin

 

Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre;

denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat.      Mk 1,22

So lesen wir es im Sonntags-Evangelium bei Markus, der uns aber nichts über den Inhalt der Predigt Jesu an jenem Sabbat in Kafarnaum berichtet. Er beschreibt ihre Wirkung: Betroffenheit. Die Zuhörer spüren die Macht seiner Rede.

Und  als sie sehen, wie er handelt, wie er sich dem Besessenen und der fieberkranken Frau zuwendet, da werden sie wirklich aufgerüttelt.

Bis heute bewegen die Worte und Taten Jesu. Wer sich z.B. beim Bibelteilen mit ihnen auseinandersetzt, findet auch in längst bekannten Texten immer wieder neue Aspekte – auch für sich selbst und das tägliche Leben hier und heute.

DIakon Andreas Kirchner

DIakon Andreas Kirchner

Eine andere Möglichkeit der Begegnung und Auseinandersetzung mit Jesu Worten und Taten bietet die „Begehbare Bibel“, zu der man auf  den folgenden Seiten Informationen findet.

Welchen Weg auch immer Sie wählen, ich wünsche Ihnen die Bereitschaft zum Betroffen-Sein und zum Aufrütteln-Lassen durch Jesu Worte und Taten in der bald beginnenden österlichen Vorbereitungszeit.

Ihr Diakon Andreas Kirchner

 

Liebe Leser und Leserinnen,

vielleicht haben Sie ja schon einmal eine Vollmacht ausgestellt. Mit einer Vollmacht können Sie eine andere Person beauftragen, in ihrem Namen ein Rechtsgeschäft durchzuführen. Es gibt alle möglichen Arten von Vollmachten: Eine Vollmacht zur Abholung eines Ausweises, eine Vollmacht zur Zulassung eines Autos, eine Vollmacht zur Paketabholung, eine Bankvollmacht oder eine Vorsorgevollmacht. Immer drücken Sie damit ihr Vertrauen in die

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

bevollmächtigte Person aus. VOLL-MACHT ist auch das Thema im Sonntagsevangelium. Gleich zweimal weist Markus auf Jesu Vollmacht hin: „Denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat“ und „Hier wird mit Vollmacht eine neue Lehre verkündet.“

Unser Alltag spiegelt häufig viel eher die Erfahrung der OHN-MACHT wider. Gewalt und sinnlose Tode, falscher Stolz und Wut, Neid und Sturheit. All diese „unreinen Geister“ scheinen die Macht übernommen zu haben und der Kampf gegen die Übermacht der Probleme scheint oft aussichtslos. Machtlosigkeit macht mutlos!

Im Evangelium erkennt der unreine Geist Jesus als den an, dem er nichts entgegenzusetzen hat. Gegenüber seiner göttlichen Vollmacht bleibt ihm nur der Rückzug. Uns Menschen sagt Jesus ein Leben in Fülle zu. Voll das Leben haben, dieser Ausdruck trifft es vielleicht in unserem Sprachgebrauch.

Was geschähe wohl, wenn wir unser ganzes Vertrauen auf Jesus setzen würden und seine VOLL-MACHT in uns und durch uns wirken ließen im menschlichen Miteinander? Ein spannender Gedanke,  oder?

 

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Angelika Schulte

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