Der durch die Pader-Aue verlaufende Emilie-Rosenthal-Weg erinnert an unsere jüdische Mitbürgerin Emilie Rosenthal im damaligen Neuhaus, nach dem Tod ihres Ehemannes Louis Inhaberin der Neuhäuser Mühlenwerke. Sie war in der Gemeinde vielfach sozial engagiert, wurde von den Nazis zum Verkauf der Mühle und ihres Hauses gezwungen und kam 1943 im Ghetto Theresienstadt um. Zwei ihrer Söhne und eine Schwiegertochter wurden im KZ Auschwitz ermordet. Am 17. April 1996 erfolgte in Gegenwart von fünf Enkeln die Benennung des Weges nach ihr. Die Pfarrei hat damals großen Anteil genommen. Erinnerungsworte ihrer Familie wurden in den Gottesdiensten verlesen. Genau 30 Jahre danach wird nun an der Bushaltestelle „Emilie-Rosenthal-Weg“, Schloßstraße 23, wo das Wohnhaus der Familie stand und der Weg beginnt, eine Tafel zur Erinnerung an Familie Rosenthal enthüllt. Dazu ergeht eine herzliche Einladung. Es wäre ein schönes Zeichen, wenn viele aus der Gemeinde teilnehmen.
Die Präsentation findet statt am Freitag, 17. April 2026, 11:00 Uhr.

