Studienreise der Pfarrei Hl. Martin Schloß Neuhaus nach Regensburg, Wien und Nürnberg
Sieben Tage, drei große Städte, unzählige Eindrücke, vier Geburtstage und eine Reisegruppe, die so schnell nichts aus der Ruhe bringen konnte: Die Studienreise unserer Pfarrei vom 18. bis 24. Oktober führte über Regensburg nach Wien und auf der Rückreise über Nürnberg und Vierzehnheiligen zurück in die Heimat.
Schon bald zeigte sich, dass eine solche Reise nicht nur von historischen Sehenswürdigkeiten lebt, sondern vor allem von den Menschen, mit denen man unterwegs ist. Und die bewiesen reichlich Humor, Gelassenheit und Gemeinschaftssinn. Es wurde viel miteinander gelacht, erzählt und entdeckt. Selbst wenn nicht alles auf Anhieb nach Plan verlief, blieb die Stimmung bestens – schließlich gehört zu einer guten Reise auch eine gewisse Portion Improvisationstalent.
An historischen Höhepunkten mangelte es wahrlich nicht. In Regensburg begegneten wir einer Stadt, deren Steinerne Brücke bereits im 12. Jahrhundert ein technisches Meisterwerk war. Erstaunlich: Die Brücke wurde in nur elf Jahren erbaut – für mittelalterliche Verhältnisse ein bemerkenswertes Tempo. Vermutlich wäre mancher heutige Bauherr schon froh, wenn in dieser Zeit wenigstens die Planfeststellung abgeschlossen wäre!
Wien beeindruckte mit kaiserlicher Pracht, prächtigen Kirchen und einer Geschichte, in der die Habsburger über Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen haben. Dass Schloss Schönbrunn über 1.400 Räume besitzt, ließ uns jedenfalls dankbar sein, dass unsere Führung nicht durch alle führte. Übrigens: Kaiser Franz Joseph stand gewöhnlich schon um vier Uhr morgens auf und begann seinen Arbeitstag. Da waren unsere Abfahrtszeiten geradezu weniger kaiserlich und komfortabel! Auch so waren die Stadtführungen beeindruckend, informativ und gelegentlich eine sportliche Herausforderung. Mancher Schrittzähler dürfte in dieser Woche persönliche Rekorde vermeldet haben.
Besonders in Erinnerung blieb vielen die Begegnung mit Pater Stefan im Zisterzienserstift Heiligenkreuz. Mit seiner ausgesprochen persönlichen, lebendigen und herzlichen Führung vermittelte er nicht nur die fast 900-jährige Geschichte des Klosters, sondern ließ uns auch etwas von der Gegenwart und Lebendigkeit klösterlichen Lebens spüren. Ein besonderes Erlebnis, das weit über historische Jahreszahlen hinausging.
Zwei gemeinsame Gottesdienste im Stift Klosterneuburg und in der Nürnberger Kirche St. Elisabeth gaben unserer Reise zudem eine geistliche Mitte. Zwischen all den Eindrücken boten sie Gelegenheit, innezuhalten, gemeinsam zu beten und das Erlebte im Licht des Glaubens zu betrachten.
Natürlich kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Beim gemeinsamen Essen, beim Heurigen und unterwegs im Bus wurde viel erzählt, herzlich gelacht und auf gleich vier Geburtstage angestoßen. Aus manchen bislang eher flüchtigen Bekanntschaften wurden vertrautere Begegnungen. Und vielleicht war gerade das der schönste Ertrag dieser Woche.
Über Nürnberg und einen letzten Besuch der prachtvollen Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen führte der Weg schließlich zurück nach Schloß Neuhaus. Im Gepäck hatten wir viele Bilder, neue Erfahrungen, müde Füße und reichlich Gesprächsstoff.
Was bleibt? Sicher viele schöne Erinnerungen an beeindruckende Orte. Vor allem aber die Erfahrung, wie gut Gemeinschaft tun kann – wenn man miteinander lacht, füreinander da ist und gemeinsam Neues entdeckt. Denn am Ende waren es nicht allein die prächtigen Kirchen, Klöster und Schlösser, die diese Reise so besonders gemacht haben, sondern vor allem die Menschen, mit denen wir unterwegs waren.
Und offenbar hat diese Woche Lust auf mehr gemacht: Erste Ideen für mögliche Reiseziele in zwei Jahren wurden bereits gesammelt und diskutiert. Wohin es dann gehen könnte, steht noch in den Sternen. Aber wer weiß – vielleicht heißt es 2028 wieder: Koffer packen, einsteigen und gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen. Schauen wir mal, was daraus wird!
Unser Fazit: Viele beeindruckende Orte gesehen – und vor allem eine wunderbare Gemeinschaft erlebt!

















