„Selig seid ihr, wenn ihr…“ Mt 5, 1–12a
Im heutigen Sonntagsevangelium erklärt Jesus seinen Begleitern, wann sie selig sind.
Selige beschreibt Papst Franziskus als „eine Person, die sich im Zustand der Gnade befindet, die in der Gnade Gottes voranschreitet und die auf dem Weg Gottes voranschreitet: die Geduld, die Armut, der Dienst an den anderen, der Trost… Wer in diesen Dingen voranschreitet, ist glücklich und wird selig sein.“ (Papst Franziskus, Generalaudienz, 29. Januar 2020)
Was bedeuten diese Worte für mich? Wenn ich die Überschrift lese, denke ich an meine Jugend und mein Musizieren bei den „Steinhorster Dorfspatzen“ (heute RiSing) zurück. Dort gehörte das Lied „Selig seid ihr“ damals zu unserem Standard-Repertoire bei Gottesdiensten und Auftritten. Das Lied hat mich immer berührt. Überträgt es doch diesen Textabschnitt des Matthäusevangeliums ein wenig in unseren Alltag. Plötzlich klingt „selig sein“ so lebensnah und wirksam für alle Beteiligten.
Versuchen wir das Positive im Evangelium für uns anzunehmen und nicht das auf den ersten Blick vermeintlich Negative: seid arm, verfolgt oder hungrig.
Wenn ich anderen Gutes tue. Wenn eine barmherzige, warmherzige und offene Haltung mein Leben prägen. Wenn ich Verlust und Trauer zulasse und versuche im Rahmen meiner Möglichkeiten mich für Frieden und Demokratie einzusetzen, dann kann ich selig werden und mir damit selber etwas Gutes tun. Denn diese Haltung kann zu einem glücklichen und vielleicht zufriedeneren Lebensgefühl führen. Diese christliche Haltung macht sprach- und handlungsfähig, die Grundlage all unseres Tuns, für uns selber und für andere.
Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie – über das Evangelium hinaus – das Positive in Ihrem Alltag wahrnehmen und wertschätzen können, bei allen Herausforderungen. Bleiben Sie in Ihrer christlichen Haltung zuversichtlich und optimistisch.
Ihre Gemeindereferentin Andrea Rudolphi
