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Superjeilezick

Für viele Narren und Närrinnen hat der Höhepunkt der Karnevalszeit begonnen. Klar, am Aschermittwoch ist alles vorbei, aber davor kann man es noch einmal richtig knallen lassen.

Ganz ehrlich, mir ist Karneval immer etwas suspekt. Verkleiden, auf Kommando lustig sein….  Das ist nicht mein Ding. Wahrscheinlich habe ich das Karnevalsgen nicht abbekommen. Ich komme aus einem Dorf, das Karneval mit der Ewigen Anbetung verbracht hat: Rosenmontag, Veilchendienstag, Aschermittwoch. So bestimmt es bis heute ein Pestgelübde. Auch für Kinder wurde und wird bis heute keine Ausnahme gemacht. Im Kindergarten, in der Grundschule: keine Karnevalsfeiern. Und später war es den Schülern aus meinem Dorf freigestellt, zu den Karnevalschulveranstaltungen der weiterführenden Schulen zu gehen oder nicht.

Kurz: Ich bin Karneval nicht gewohnt.

OK, im Laufe meines Lebens habe ich sogar in Köln eine Karnevalssitzung besucht und fand es wirklich lustig. Aber zum überzeugten  Jecken bin ich trotzdem nicht geworden.

Dabei feier ich gern. Und damit bin ich ja in bester Gesellschaft. Von seinen Zeitgenossen wurde Jesus als Fresser und Säufer beschimpft. Es ist sicher kein Zufall, dass er sein erstes Wunder gerade bei einer Hochzeit wirkte und offensichtlich um die Qualität eines guten Weines wusste.

Ich wünsche allen ausgelassene Umzüge und Feiern. In Gedanken schunkel ich vielleicht mit.

Anja Fecke, Gemeindereferentin

 

Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre;

denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat.      Mk 1,22

So lesen wir es im Sonntags-Evangelium bei Markus, der uns aber nichts über den Inhalt der Predigt Jesu an jenem Sabbat in Kafarnaum berichtet. Er beschreibt ihre Wirkung: Betroffenheit. Die Zuhörer spüren die Macht seiner Rede.

Und  als sie sehen, wie er handelt, wie er sich dem Besessenen und der fieberkranken Frau zuwendet, da werden sie wirklich aufgerüttelt.

Bis heute bewegen die Worte und Taten Jesu. Wer sich z.B. beim Bibelteilen mit ihnen auseinandersetzt, findet auch in längst bekannten Texten immer wieder neue Aspekte – auch für sich selbst und das tägliche Leben hier und heute.

DIakon Andreas Kirchner

DIakon Andreas Kirchner

Eine andere Möglichkeit der Begegnung und Auseinandersetzung mit Jesu Worten und Taten bietet die „Begehbare Bibel“, zu der man auf  den folgenden Seiten Informationen findet.

Welchen Weg auch immer Sie wählen, ich wünsche Ihnen die Bereitschaft zum Betroffen-Sein und zum Aufrütteln-Lassen durch Jesu Worte und Taten in der bald beginnenden österlichen Vorbereitungszeit.

Ihr Diakon Andreas Kirchner

 

Liebe Leser und Leserinnen,

vielleicht haben Sie ja schon einmal eine Vollmacht ausgestellt. Mit einer Vollmacht können Sie eine andere Person beauftragen, in ihrem Namen ein Rechtsgeschäft durchzuführen. Es gibt alle möglichen Arten von Vollmachten: Eine Vollmacht zur Abholung eines Ausweises, eine Vollmacht zur Zulassung eines Autos, eine Vollmacht zur Paketabholung, eine Bankvollmacht oder eine Vorsorgevollmacht. Immer drücken Sie damit ihr Vertrauen in die

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

bevollmächtigte Person aus. VOLL-MACHT ist auch das Thema im Sonntagsevangelium. Gleich zweimal weist Markus auf Jesu Vollmacht hin: „Denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat“ und „Hier wird mit Vollmacht eine neue Lehre verkündet.“

Unser Alltag spiegelt häufig viel eher die Erfahrung der OHN-MACHT wider. Gewalt und sinnlose Tode, falscher Stolz und Wut, Neid und Sturheit. All diese „unreinen Geister“ scheinen die Macht übernommen zu haben und der Kampf gegen die Übermacht der Probleme scheint oft aussichtslos. Machtlosigkeit macht mutlos!

Im Evangelium erkennt der unreine Geist Jesus als den an, dem er nichts entgegenzusetzen hat. Gegenüber seiner göttlichen Vollmacht bleibt ihm nur der Rückzug. Uns Menschen sagt Jesus ein Leben in Fülle zu. Voll das Leben haben, dieser Ausdruck trifft es vielleicht in unserem Sprachgebrauch.

Was geschähe wohl, wenn wir unser ganzes Vertrauen auf Jesus setzen würden und seine VOLL-MACHT in uns und durch uns wirken ließen im menschlichen Miteinander? Ein spannender Gedanke,  oder?

 

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Angelika Schulte

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Auf, hinter mich!

Jesus beginnt sein Auftreten mit dem Ruf in seine Nachfolge und zwar nicht, weil er Jünger braucht, die ihm zuhören, die ganz auf seiner Seite stehen, die ihm jedes Wort gebannt von den Lippen ablesen, sondern weil er weiß: „Gottes Reich ist nahe!“ Und wenn wir ihn an diesem Sonntag im Evangelium rufen hören, dann duldet dieser Ruf kein: „Ich überlege es mir!“ oder gar die Nachfrage: „Was bietest du mir denn?“ oder ein zögerliches: „Frag doch in ein paar Wochen oder nächstes Jahr noch einmal nach!“

Wir hören (wörtlich): „Auf, hinter mich! Und mach werde, dass ihr werdet Fischer von Menschen.“ Und die Reaktion der Jünger ist sehr direkt: „Und sofort“, also auf der Stelle, das heißt auch, ohne eine Erklärung zu verlangen oder einen Einwand vorzubringen, lassen die Berufenen ihre Arbeit und ihre Familie hinter sich und ziehen mit Jesus auf einen Ihnen unbekannten Weg. Geht das auch heute noch? Kann der Ruf Jesu so direkt von uns beantwortet werden? Müssen Entscheidungen von solcher Tragweite nicht gut abgewogen und durchdacht werden? Oder wäre es nicht auch möglich, erstmal den Status eines Praktikanten, einer Praktikantin einzunehmen, um kennenzulernen, worauf ich mich da einlasse?

Wie auch immer die Berufung der ersten Jünger sich ereignet hat, Jesus etwas in diesen Menschen angerührt hat, dass er eine offene Stelle in ihrem Herzen erreicht hat, so dass sie sich aus ihrem Alltag, mitten aus der Arbeit zum Aufbruch und in die Nachfolge rufen ließen. Er hat diese Menschen in einer tiefen Sehnsucht getroffen, so dass ihr Hunger nach dem ganz Neuen stärker war, als in der Sicherheit des Bisherigen zu bleiben.

„Komm und folge mir nach! Ja, dich meine ich. Um dich geht es mir, und zwar so wie du bist, nicht wie

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

du sein könntest. Du bist mir wichtig. Ich brauche ich. Ich habe eine große Aufgabe für dich. Komm!“ Und die Antwort ist: ein Sich-verlassen auf ihn, der Leben, Zukunft und Sinn verheißt. Es ist und bleibt eine Antwort auf eine Verheißung. Es gibt keine Garantien. Es ist ein Wagnis. Mir Sicherheit schenkt er nicht, als sich gerufen und berufen zu wissen von einem, der von Gott kommt und der es ernst meint mit mir. Sein Ruf in Nachfolge ist nicht verstummt. Er ergeht heute an uns, denn wir alle sind berufen und gesandt, jede an ihrem Ort und jeder an seinem Platz.

„Gibt es nicht in uns allen eine Sehnsucht nach mehr, nach anderem, nach Geborgenheit in Gott, nach erfülltem Leben, nach intensivem Leben aus dem Glauben, in Jesu Spur und in seiner Sendung?“ (P. Kirchgessner OFMCap)

Ich wünsche Ihnen Mut auf den Ruf Jesu an diesem Sonntag in der kommenden Woche so konkret wie möglich, im alltäglichen Miteinander deutlich zu antworten!

Ihr Pastor Tobias Dirksmeier

… so lautet das Leitwort unserer Erstkommunionvorbereitung in diesem Jahr. Diese Worte hören wir an diesem Wochenende im Evangelium. Was schwingt in dieser Frage alles mit! Wo bist du zu Hause? Wo können wir dich finden? Wie lebst du? Wie können wir dir nahe kommen? „Kommt und seht!“ ist die Einladung an uns mit Jesus mitzugehen und da genügt es nicht, über Jesus und seinen Weg etwas gehört oder gelesen zu haben. Die Jünger des Johannes haben das Wort vom Lamm Gottes gehört und sind Jesus nachgegangen. Man versteht Jesus nur, indem man ihm nachgeht. Wer nur Zuschauer oder Zuhörer sein will, begreift nicht, wo Gott, wo Jesus, in unserer Welt eigentlich wohnt. Auf die Nachfolge, auf das Tun kommt es an.

Und das haben an diesem Wochenende 182 Sternsinger plus 74 Helferinnen und Helfer ganz konkret getan. Sie haben sich auf den Weg gemacht um Spenden gegen Kinderarbeit auf der Welt zu sammeln. Die Kinder und Jugendlichen zogen durch die Straßen und brachten den Segen in die Häuser und Wohnungen der Menschen in Sande, Sennelager, Schloß Neuhaus und Mastbruch. Bis in die späten Nachmittagsstunden waren die Gruppen hochmotiviert unterwegs und sammelten für Kinder in Not die stolze Summe von insgesamt rd. 27000,– Euro.

Dieses Geld kann vielen Kindern wieder Hoffnung auf ein besseres Leben geben. Herzlichen Dank an alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die diese Aktion unterstützt haben und an alle Menschen, die ihre Türen und Herzen geöffnet und die Gruppen willkommen geheißen haben.

Ihre Gemeindereferentin
Petra Scharfen

Petra Scharfen, Gemeindereferentin
Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Liebe Schwestern und Brüder,

 

Fürchtet euch nicht. Das steht 128mal in der Bibel.*) Für jeden Tag, jede Situation: „Fürchtet euch nicht!“

 

„Fürchtet euch nicht!“ Das wird besonders dann gesagt, wenn es um Gottes Heilshandeln geht, wenn sich das Übernatürliche mit dem Natürlichen verbindet. Maria hörte diesen Zuspruch für ihre Situation (vergl. Lk 1), Josef für seine Aufgabe (vergl. Mt 1).

Aber Gottes „Fürchtet euch nicht!“ bleibt nicht allein auf das Weihnachtsgeschehen begrenzt.

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

Für unsere Zeit gesprochen heißt es: „Fürchtet euch nicht!“ – Ihr Männer, ihr Frauen, ihr Kinder, ihr Familien, ihr Furchtsamen alle! „Fürchtet euch nicht; denn Gott will handeln!“ Und wo er handelt, da ist Geborgenheit, Schutz, Trost, Nähe, Wärme, Einheit, Liebe, Hoffnung … alles. Wo ER ist, da sind wir gut aufgehoben für Zeit und Ewigkeit.

 

Ein gesegnetes Neues Jahr 2018 auch im Namen meiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Pastoralteam,

Ihr Pastor Peter Scheiwe

 

*) 47mal „Fürchtet euch nicht.“ 59mal „Fürchte dich nicht.“

08mal „Habt keine Angst.“  14mal „Hab keine Angst.“

 

Liebe ohne Grenzen…

Bei uns zu Hause steht sie seit einigen Tagen schon: die Krippe! Aber vollständig ist sie noch nicht. Jedes Jahr entbrennt aufs Neue unter unseren Kindern die Diskussion, wer denn nun das Jesuskind in die Krippe legen darf. Aber selbst wenn dann das Jesuskind in der Krippe liegt, vollständig ist sie dann immer noch nicht. Nach und nach rücken die Hirten näher an den Stall heran, an Weihnachten sind sie dann endlich angekommen – komplett?! …und die Männer aus dem Morgenland? Auch sie nähern sich nach und nach. Die geheimnisvollen Weisen, mit ihnen verbinden sich viele Geschichten und Vermutungen, weil der Evangelist Matthäus, der als einziger von ihnen berichtet, nur sehr wenige Einzelheiten überliefert hat.

Die frohe Botschaft des Matthäus, sie endet mit der Aussendung der Jünger in alle Welt und zu allen Menschen ohne Ausnahme. Interessanterweise beginnt es aber ja auch so: Menschen kommen zur Krippe und erleben die Menschwerdung Gottes, obwohl sie nach den (leider manchmal auch heute noch) üblichen Maßstäben überhaupt keine Voraussetzungen mitbringen. Bei Matthäus besteht diese Gruppe aus den zwar sehr weisen, aber doch Fremden aus dem Osten. Und bei Lukas sind es die Hirten, die Verachteten, die Außenseiter, halt zwielichtige Gestalten. Sie sind es, die die Geburt des HEILANDs als Erstes miterleben dürfen.

Deutlicher kann man das Weihnachtsfest kaum darstellen in seiner Auswirkung auf alle Menschen, ganz gleich woher sie kommen und was sie an persönlichen Voraussetzungen mitbringen: Die Hirten und auch die weisen Männer an der Krippe stellen jene Sehnsucht dar, die ungezählte Menschen bewegt, auch solche, denen ihre Mitmenschen ein derartiges Verlangen kaum noch zutrauen. Die Liebe des Kindes, die Liebe Gottes umfasst sie alle. Dieses neue Leben in Jesus, dem Christus, welches in der Futterkrippe beginnt, bedeutet für die ganze Welt neue Zukunft, neue Hoffnung, neues Glück aber auch neue Verantwortung.

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Neu, neues Jahr?! In diesem Sinne darf ich Ihnen und Ihren Familien zurufen: Prosit! Wörtlich heißt dies nämlich: es möge nützen! Möge das Weihnachtsfest, möge auch das neue Jahr 2018 Ihnen und Ihren Familien Frieden, Liebe und göttlichen Segen bringen. Ich wünsche es Ihnen herzlich:

Ein gesegnetes Weihnachtsfest und prosit Neujahr!

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

 

Vater unser

 

Nach all den Veränderungen in unserer Kirche stimmt unser „Vater unser“ nun auch nicht mehr? Wer von uns hat nicht vielleicht im ersten Moment so etwas gedacht, als die Nachricht in den Medien erschien. Der heilige Vater, Papst Franziskus, ist nicht glücklich mit der deutschen Übersetzung des lateinischen Textes. Zwar ist die Übersetzung grammatikalisch sicher korrekt, der lateinische Originaltext meint aber laut Franziskus trotzdem etwas Anderes. Der Papst versteht Gott nicht als einen Gott, der in Versuchung führt, sondern der hilft, der in der Versuchung führt und leitet. Meine theologischen Kenntnisse sind zu gering, um bei dieser Diskussion mitzuwirken, aber die Zeile „und führe uns nicht in Versuchung“ ist schon die Zeile im „Vater unser“, die mir immer ein wenig Bauchschmerzen gemacht hat und dies auch heute noch macht. Ich bin mir sicher, dass ich damit nicht allein stehe.

Diakon Klaus Pöppel

Diakon Klaus Pöppel

Im Advent bereiten wir uns auf die Ankunft des Herrn vor. Sich vorbereiten bedeutet auch, sich mit dem eigenen Glauben auseinander zu setzen. Hierbei dringen wir oft gar nicht an die Kernbereiche, an die zentralen Glaubensfragen heran. Das jetzt über das elementarste Grundgebet der gesamten Christenheit nachgedacht wird, kann für uns ein Anlass sein, wirklich mal unserem Glauben auf den Grund zu gehen. Am Ende dieses „Tauchgangs“ möge dann stehen, dass wir uns auf tiefstem Herzen freuen auf die Ankunft des Herrn. So wie dieser Adventssonntag ja auch genannt wird: Gaudete. Freut euch!

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben noch eine besinnliche Adventszeit.

Ihr Diakon Klaus Pöppel

 

Das kleine Dorf Greccio in Umbrien steht das ganze Jahr im Zeichen der Weihnachtskrippe. Oberhalb des Dörfchens klebt das Franziskanerkloster am steilen Berg. Hier gibt es hunderte von Krippen zu bestaunen: alte und moderne, aus Afrika, Südamerika und vom Nordpol.

Um 1223 gab es schon Weihnachtskrippen. Allerdings bestanden sie nur aus dem Jesuskind, Ochs und Esel. Franziskus wollte aber das Geheimnis der Weihnacht erlebbar und spürbar machen. Und so richtete er in diesem kleinen Ort das erste Krippenspiel aus. Neben Ochs und Esel kamen nun Maria, Josef, Schafe und Hirten. Franziskus lud das ganze Dorf ein, in einer Felsengrotte Weihnachten zu feiern. Um

Anja Fecke,
Gemeindereferentin / Behindertenseelsorgerin
a.fecke@cww-paderborn.de
0160 897 22 37

diese Grotte, die die erste Krippe beherbergte, wurde später das Koster gebaut. Das Dorf feiert bis heute jedes Jahr vom 24.12. bis zum 6.1. diese Krippenspiele.

Ich liebe meine Weihnachtskrippe, sie kommt immer schon vor dem 24.12. zum Einsatz. Allerdings: die Krippe bleibt vorerst leer. Das Kind ist noch nicht geboren.

Eine gute Zeit des Wartens wünscht Ihnen

Anja Fecke,
Gemeindereferentin

 

Liebe Leser und Leserinnen,

zu Beginn des Advents  ruft uns Jesus zur Wachsamkeit auf. Heutzutage kann man ja  manche Wachsamkeit  delegieren: so erfüllen Feuermelder und Einbruchssicherungen  für uns oft diese Aufgabe. Sie werden unerträglich laut und  unüberhörbar, wenn etwas geschieht, was uns Schaden zufügen kann. Neuerdings meldet sich sogar mein Handy, wenn ein wichtiger Termin ansteht, den ich nicht verpassen darf. Moderne Technik im Dienst des Menschen. Für viele andere Dinge haben wir solche „Melder“ allerdings nicht. Wenn es zum Beispiel um unser seelisches und geistliches Wohl geht, müssen wir selbst sehr wachsam  sein, damit wir Warnsignale nicht überhören und übersehen.

Wachsamkeit hat für mich sehr viel mit Achtsamkeit zu tun. Ich möchte  in dieser  Adventszeit bewusst darauf achten, dass mir  diese Zeit zu Beginn des neuen Kirchenjahres nicht verloren geht, dass sie mir nicht zwischen den Fingern zerrinnt und kaputt gemacht wird von zu viel Betriebsamkeit und Hektik. Das bedeutet natürlich auch die Bereitschaft und bewusste Entscheidung, nicht alles mitzumachen, sondern sorgsam auszuwählen und genau hinzuschauen, welchen Einflüssen wir uns aussetzen. Oft kann ein Weniger ja zum Mehr werden.

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Auch in unseren Gemeinden und Kirchen gibt es in der Vorweihnachtszeit viele schöne Angebote und Gelegenheiten zu einer Auszeit im Advent. Ich möchte Ihnen Mut machen in Ruhe  durch diese vorweihnachtliche Zeit zu gehen und dabei auch achtsam auf die Vielzahl der kirchlichen  Angebote zu schauen. Sie dürfen entscheiden, welche dieser Angebote ihre Wachsamkeit aufrechterhalten für das Kommen Gottes als Mensch zu uns Menschen an Weihnachten.

Eine gesegnete Adventszeit im Namen des Seelsorgeteams

wünscht Ihnen Angelika Schulte

 

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