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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Die Sommerferien sind vorbei – der Alltag hat uns alle schnell wieder –

und leider ist Corona immer noch eines der beherrschenden Themen. Im September bis in den Oktober hinein, werden wir nun die Kinder mit ihren Familien intensiv auf die verschobene Erstkommunion vorbereiten und die Festgottesdienste feierlich gestalten.

Bitte beten Sie für die Kinder und Familien und für die Menschen, die diese Vorbereitungen und Feiern mitgestalten. Denn immer noch gilt, was eine Kollegin von mir schon im Februar 2021 mit folgenden Worten zusammen gefasst hat:

     Weiterkämpfen!

mit Maske und Abstand gegen das Virus

mit den Farben des Lebens gegen das Corona-Grau

mit Gott im Rücken gegen Erschöpfung, Furcht und Ärger

Weiterkämpfen!

mit differenzierten Antworten gegen allzu einfache Fragen

mit Geduld gegen Aktionismus und Parolen

mit einem Lächeln gegen Genörgel und Meckereien

mit liebevollen Gesten gegen Unvernunft und Nachlässigkeit

     Weiterkämpfen!

um die Schwachen, die Hilfe haben müssen

um die Kinder, die Freundinnen haben müssen

um die Sterbenden, die Beistand haben müssen

     Weiterkämpfen!

darum, immer wieder mit einem Lächeln zu starten

darum, die eigene Wut in die richtigen Bahnen zu lenken

darum, nicht einfach aufzugeben und mit dem Strom zu schwimmen

Weiterkämpfen!

darum, mich nicht an Kleinigkeiten aufzureiben

darum, nicht aus Frust und Ungeduld aus der Liebe zu fallen

darum, nicht das Gespür für Gottes Zärtlichkeit zu verlieren

     Weiterkämpfen!

um die guten Ideen im Blick zu behalten, wenn alle auf die „Geht-ja-leider-nicht“s schauen

um neue Dinge zu probieren, wo andere sich in der „Corona-Hängematte“ wiegen

um innere Nähe spürbar zu machen, wo äußerer Abstand geboten ist

     Weiterkämpfen,

weil es um das Leben geht

um das Leben in Fülle!

Andrea Ludwig (Gemeindereferentin in der Seelsorgeeinheit Vogtsburg und ZACK-Beraterin beim Kolping-Diözesanverband Freiburg)

 

Gottes guten Segen für Sie und Ihre Lieben

Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen

 

Herzlichen Dank möchte ich an dieser Stelle sagen an Alle, die mir einen so wunderbaren Abschied bereitet haben. Zum 1. August endet nun mein Dienst als Gemeindereferentin in der Pfarrei. Ich habe mich sehr gefreut über all die persönlichen Wünsche und schönen Briefe. Viele Geschenke haben mich erreicht, die mich immer wieder erinnern werden an meine Zeit in den vier Gemeinden.

Der Abschiedsgottesdienst hat mich und meine Familie sehr berührt, Danke dafür an alle Beteiligten und Mitwirkenden. Einigen von Ihnen werde ich noch begegnen, denn ich begleite noch eine Kommunionkindergruppe bis zum Tag der Erstkommunion im September. Allen anderen wünsche ich an dieser Stelle Gottes Segen und Vertrauen in die Zukunft mit IHM, unserem Herrn und Schöpfer.

Ihre (nun ehemalige) Gemeindereferentin Angelika Schulte

Angelika Schulte, Gemeindereferentin
Angelika Schulte, Gemeindereferentin

In unseren schwierigen Zeiten sind nicht einmal so schöne Zeiten wie Ferien und Urlaub selbstverständlich: Corona, Kurzarbeit, Überflutungen und so vieles mehr. Dennoch, viele sind unterwegs und genießen, so gut sie können, die kostbaren Tage der Ferien. Dabei ist es nicht nur ein Zurücklassen der manchmal so einschnürenden Lebensumstände, es ist vor allem jenes immer neue Maß an Erfahrungen, das Ferien so wichtig macht.

Im Urlaub hören viele Zwänge des Alltags auf und die Umgewöhnung an einen freien Umgang mit der eigenen Lebenszeit muss tatsächlich neu gelernt werden. Viele aber verstehen auch im Urlaub ihr Leben mehr von der Zeit her als von einer inneren Gelöstheit und bleiben so „Gehetzte und Unfreie“. Ferien – das ist der große Sonntag des Jahres – so sagt man. Urlaub, das Wort hängt zusammen mit dem Wort „Erlaubnis“ und sagt, dass es uns erlaubt ist, ein Stück Menschlichkeit und Freiheit zurückzugewinnen. In einem wunderschönen Gebet von Jörg Zink heißt es: „Jede Stunde ist ein Streifen Land. Ich möchte ihn aufreißen mit dem Pflug. Ich möchte Liebe hineinwerfen, Gedanken und Gespräche, damit Frucht wächst.“ Und in einem wunderschönen Lied von Reinhard Mey heißt es: „Wie manches, dem wir kaum Beachtung schenken, uns dennoch für ein ganzes Leben prägt, und seinen bunten Stein wie ein Andenken ins Mosaik unserer Seele trägt.“

Nun haben wir freie Zeit – zumindest viele von uns – man kann sie vorübergehen lassen und vertun, aber man kann daraus auch eine fruchtbare Zeit machen: Zeit für uns selbst und Zeit für andere, Zeit wohl auch für den, der uns anvertraut ist. Liebe, Gedanken und Gespräche – Gott sei Dank, dass ist immer wieder möglich ist. Was in diesen Tagen des Urlaubs, also der Erlaubnis wieder Mensch zu werden und zu sein, was in diesen Tagen ins Mosaik unserer Seele eindringt, sollte bedacht sein. Gute Erfahrungen mit den Menschen und der Schöpfung, und auf diesem Wege ja eigentlich auch mit dem, der die ganze Schöpfung ins Leben gerufen hat, sind für uns lebensnotwendig. Wer diese Möglichkeit annimmt, kann es erfahren: Frohe Ferien!

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

Benedikt Fritz, Gemeindereferent
Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Natürlich
brauchen wir Urlaub.

Foto: Kerstin malterre
Pfarrbriefservice.de

Nach diesen
anstrengenden
Monaten.

Natürlich
wollen wir
einfach mal
hin und weg sein.

Doch wie sieht
„natürlicher“ Urlaub aus?
Campingtouristik …
Auslandsflugreisen …
Mittelmeerkreuzfahrten …
Tagesausflüge zuhause …

Was können wir
uns alles erlauben,

ohne die Virengefahr
wieder zu vergrößern?

Mit Verlaub, der Urlaub
wäre doppelt schön,
könnten wir das Virus
einfach beurlauben
und nach dem Urlaub
in Rente schicken –
ohne Rückkehr-Erlaubnis.

Text: Peter Schott
In: Pfarrbriefservice.de

 

„Liebe Schwestern und Brüder,

Anspruch und Wirklichkeit gehen im Leben oft weit auseinander. Und doch brauchen wir Ideale, zu denen wir uns ausstrecken können und an denen wir wachsen dürfen. Ähnlich ist es in der Kirche. Christus gibt den Aposteln einen klaren Auftrag. Besitzlos und arm sollen sie sein, nichts im Gepäck außer die erlösende Botschaft vom Reich Gottes. Angesichts einer übersättigten und reichen Kirche in Deutschland erscheinen diese Worte fast ironisch. Wie kann man eine Brücke schlagen von den Worten des Herrn in unserer krisenhafte Kirchen- und Weltsituation? Mir helfen da die Worte unseres Heiligen Vaters: „Die Kirche soll ein Feldlazarett sein für die Verwundeten“. Vergessen wir nicht: Auch wenn das Ideal der Kirche der Apostel nur allzu oft korrumpiert wird, ist die Kirche immer noch der Ort, an dem unsere Beziehung zu Gott wachsen darf, wo Schuld vergeben wird und wo wir die dunklen Kräfte in unserem Leben vom Licht Gottes bescheinen lassen dürfen. Trauen wir uns und bringen wir die Momente, in denen wir unserer Berufung nicht gerecht geworden sind vor den Herrn. Dann entsteht ein Raum für echte Heilung, so wie sie der Kirche im Evangelium aufgetragen ist.

Eine gute Woche wünscht,
Jakob Ohm

 

 

 

 

 

Liebe Schwestern und Brüder,

seit etlichen Jahren stellt mir der Gemeindeverband einen so genannten Außendienstmitarbeiter zur Seite, der mich bei der Verwaltung der Pfarrei unterstützt. Zuerst hatte der „ADM“ einen Stellenumfang von 25%, d. h. neben unserer Pfarrei musste er sich um drei weitere Pastorale Räume kümmern. Zwischenzeitlich wurde das Kontingent auf 50% aufgestockt.

Unser „ADM“ Lennart Höschen, ändert zum 1. Juli noch einmal seinen Status. Aus dem Außendienstmitarbeiter des Gemeindeverbandes wird der Verwaltungsleiter der Pfarrei. Das ist eine Vollzeitstelle. Herr Höschen hat sein Dienstzimmer im Zentralen Pfarrbüro in Sande. Er ist über die Telefonnummer 93 27 55 für Sie erreichbar.

Ich bin sehr froh, dass ich ab dem kommenden Monat von der Sorge um unsere 14 Gebäude – die Kindergärten nicht eingerechnet – entlastet werde. Das erste große Aufgabenfeld in diesem Segment wird die Wiedereröffnung unserer Pfarrheime sein, wenn das die Corona-Schutzverordnung wieder erlaubt. Natürlich halten wir Sie über die Pfarrnachrichten diesbezüglich auf dem Laufenden. Ich bin guter Dinge, dass wir spätestens nach der Sommerpause wieder zu „normalen“ Verhältnissen zurückkehren dürfen.

Peter Scheiwe, Pfarrer
Peter Scheiwe, Pfarrer

Unsere Mitarbeiter/Innen habe ich bereits informiert, dass sie in Herrn Höschen ab dem 1. Juli einen neuen Dienstvorgesetzen bekommen. Schlussendlich hat der Kirchenvorstand Herrn Höschen Kontovollmacht über alle Konten der Pfarrei eingeräumt und ihm damit auch die Verantwortung für die Finanzen der Pfarrei übertragen.

Ich wünsche Herrn Höschen in seinem neuen Verantwortungsbereich „alles Gute“, was ja bekanntlich eine Umschreibung für „Gottes Segen“ ist. Sie alle bitte ich herzlich mit Herrn Höschen in Sachen Gebäude-, Personal und Finanzmanagement vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.

Ihr Pastor Peter Scheiwe.

 

Liebe Leser und liebe Leserinnen,

heute schreibe ich Ihnen ein letztes Mal in dieser Form eines Vorwortes zum Pfarrbrief. Vor zwei Jahren fasste ich den Entschluss, zum 1. August 2021 in den Ruhestand zu gehen. Es ist noch lang hin, so dachte ich damals, du kannst noch vieles bewegen in der Pfarrei und den Gemeinden.  Tatsächlich aber verfliegt die Zeit nur so im Flug. Alle, die älter  als sechzig Jahre sind, kennen dieses Gefühl, denke ich, nur zu gut. Einige gesundheitliche „Wehwehchen“ kommen dazu und schon spürt man deutlicher seine eigenen Grenzen. Vieles wäre noch zu tun: Es kam die Pandemie und plötzlich wurde eine persönliche Begegnung mit den Menschen, die mir immer am Herzen lag,  schwieriger, zeitweise war sie gar nicht mehr möglich.

Gerade im Bereich der Tauf- und Familienpastoral konnten in dieser Zeit nur noch wenige Projekte umgesetzt werden, umso mehr bin ich den ehrenamtlichen Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen dankbar für ihr Engagement und ihre frischen Ideen. Die Kinderkirche in St. Michael Sennelager ist eingerichtet und wartet nur noch darauf, dass Kinder und Familien sie wieder beleben und fröhliche Kindergottesdienste live und nicht nur per Video stattfinden.

Das Glaubenshaus in der Schloßstraße 4a ist inzwischen geschlossen, aber im Pfarrheim St. Joseph wurde ein Raum umgestaltet für seelsorgliche und persönliche Gespräche. Es ist ein schöner Ort für kleinere Gruppen und Gemeinschaften in unserer Pfarrei geworden.  Der Beerdigungsdienst und die Begleitung Trauernder haben sich verändert in den letzten Monaten. Wir Seelsorger, die in diesem Dienst tätig sind, sind ständig auf der Suche nach guten Worten, Ritualen und Gesten, die den Menschen  in dieser schweren Zeit helfen.

Die ehrenamtliche Arbeit der Caritaskonferenzen und Besuchsdienste in unseren Gemeinden durfte ich begleiten in den letzten Jahren. Auch hier hat ein Umbruch stattgefunden, ein neuer Aufbruch im sozial-caritativen Bereich der Pfarrei ist sicherlich wünschenswert.

Angelika Schulte, Gemeindereferentin
Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Aber all dies sind nur meine wenigen Aufgabengebiete gewesen, vieles andere macht ein buntes Gemeindeleben im Sinne des Evangeliums aus. Neue Ideen und Kreativität sind gefragt, wahrscheinlich werden sogar grundlegende Reformen  notwendig sein um unsere Kirche in eine gute Zukunft zu führen. Ich habe da durchaus  viel Hoffnung und Zuversicht,  denn ich erlebe immer noch bei vielen ehrenamtlich Engagierten eine große Leidenschaft  für das Christentum und die Botschaft Jesu.

Danke möchte ich Ihnen und Euch sagen für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde. Danke für das Mittragen von Entscheidungen, Danke für das Umsetzen von Projekten, Danke für alles Mitdenken und Mittun. Ich war sehr gerne in Ihrer und Eurer Pfarrei tätig!

Ich wünsche Allen von Herzen Mut und Entschiedenheit, Klarheit und  Kraft für die weitere Zukunft der Pfarrei, vor allem aber  Gottes Segen.

Angelika Schulte

 

Liebe Leser und Leserinnen,

Bild: A. Schulte

Am Sonntag nach Pfingsten beginnt mit dem Dreifaltigkeitssonntag die Reihe der Sonntage, die weder zur Oster- noch zur Weihnachtszeit gehören. Das Fest des Dreifaltigkeitssonntages entstand in Frankreich vor der ersten Jahrtausendwende, wurde aber erst 1334 für die gesamte Kirche eingeführt, weil es nicht an ein Ereignis aus dem Leben Jesu erinnert. Das Thema der Dreifaltigkeit ist hochtheologisch: Wir glauben an einen Gott in drei Personen. Gott wirkt durch seinen Geist in uns und in seiner Schöpfung. Der Geist ist die Liebe zwischen Vater und Sohn. Die Vorstellung von der Göttlichkeit Jesu entwickelte sich in den ersten Jahrhunderten nach dem Tod Jesu.

Das Geheimnis der Dreifaltigkeit Gottes ist für uns Menschen nicht zu begreifen. Aber Bilder und Symbole helfen uns ein wenig weiter. Vertraut ist Ihnen sicher das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms. Eine Hilfe kann auch dieses Herz sein, das ich vor einigen Jahren in der Kirchenzeitung Der Dom fand. Seitdem liegt dieses Bild auf meinem Schreibtisch. Es zeigt ein Herz, das aus drei Herzen gebildet wird. Die zwei kleinen Herzen drücken aus: Gott verschenkt seine Liebe, er empfängt aber auch die Liebe seines Sohnes Jesus. In seiner unendlichen Größe vereint Gott  diese beiden Beziehungen. Das  große, beide Herzen umfassende Herz steht dabei für den Heiligen Geist. Gott ist in sich selbst Beziehung: Vater – Sohn und Geist.

Angelika Schulte, Gemeindereferentin
Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Er möchte, dass wir Menschen die Beziehung zu ihm suchen und pflegen. Mit jedem Kreuzzeichen, das wir über unseren Körper zeichnen, denken wir daran, dass wir auf den dreifaltigen Gott getauft sind.  Es ist nur ein kleines, relativ schlichtes Zeichen, aber wie  viel sagt es doch aus über unseren Glauben, unsere Beziehung zu Gott und zu unseren Mitmenschen. Wir müssen nicht alles mit unserem Verstand erfassen, ein offenes Herz im Glauben zu haben ist schon genug.                                                                                   Angelika Schulte               

 

Unser religiöses Leben hat sich grundlegend geändert. Von lieb gewordenen, über Jahrhunderte geübten Formen des Glaubenslebens mussten wir uns verabschieden.
Eine Fronleichnams-Prozession wird es dieses Jahr nicht geben. Die Kirchen in und um Schloss Neuhaus sind auch zu den Sonntagsmessen bei weitem nicht gefüllt, nicht einmal in der Osternacht. Gesungen wird (noch) nicht.
Manch einer von Ihnen mag Messen übers Internet bzw. am Fernseher mitgefeiert haben. Andere sind vielleicht auf neue Formate gestoßen, die in dieser Zeit entstanden sind: kurze Videobotschaften, Weggottesdienste, Open-air-Gottesdienste am Brunnentheater.
Es war (und ist noch) eine von Veränderungen geprägte Situation!
Das passt zur momentanen Zeit im Kirchenjahr: Auch die Jünger Jesu mussten sich auf neue Gegebenheiten einstellen.
Drei Jahre lang war Jesus an ihrer Seite gewesen.
Dann der Karfreitag – und noch bevor sie den Tod Jesu wirklich realisiert und verarbeitet hatten, wurden die Jünger schon mit seiner Auferstehung konfrontiert.
Jesus war wieder bei ihnen, allerdings ganz anders als bisher.
Nach vierzig Tagen dann die erneute Veränderung: der Tag seiner Himmelfahrt. Von da an sahen die Jünger ihn nicht mehr.
Nur 10 Tage später empfangen sie den Heiligen Geist am Pfingsttag.
Jedes Mal mussten sie umdenken, mussten neue Gegebenheiten akzeptieren und umsetzen.
Immer hieß es, nicht stehen zu bleiben beim Altbekannten, sondern aufzubrechen zu neuen Ufern. Wenn wir in der Corona-Pandemie jetzt Licht am Ende des Tunnels sehen und mutmaßlich wieder vorsichtig anfangen, „normale“ Gottesdienste zu feiern, haben uns die vergangenen Monate doch geprägt – und wir haben unterschiedliche Erfahrungen hinsichtlich unseres Glaubenslebens gemacht.

DIakon Andreas Kirchner
Diakon Andreas Kirchner

Lassen wir uns – der Gegenwart Gottes gewiss – auf diese Veränderungen ein und machen wir sie fruchtbar für unsere Zukunft.
Wir sollten das Gute bewahren, das wir in den letzten Monaten erfahren haben. Ich denke z.B. an Gottesdienste in kleinen Gruppen, nicht zwangsläufig in der Kirche, auch nicht immer mit einem Hauptamtlichen als Leiter.
Ich denke an digitale Vernetzung , an der auch Menschen teilnehmen können, die ihr Heim nur schlecht oder gar nicht verlassen können – z.B. zur Teilnahme am Ökumenischen Kirchentag.
Wie auch immer wir unseren Glauben in den nächsten Monaten und Jahren leben, auf zwei Gewissheiten können wir bauen:
Die Zusage zu Pfingsten, dass Gott in vielerlei Sprachen sprechen kann.
Und die Zusage Jesu „Ich bin bei euch alle Tage, bis zum Ende der Welt“
(Mt 28,20).
Ihr/Euer Diakon Andreas Kirchner

Gläubige aller Religionen beten gemeinsam für ein Ende der Pandemie

Auszug aus der Predigt von Papst Franziskus aus dem vergangenen Jahr (14. Mai 2020)

„Wir hatten diese Pandemie nicht erwartet. Sie ist gekommen, ohne dass wir sie erwartet hätten, aber jetzt ist sie da. Und viele Menschen sterben. Viele Menschen sterben allein, und viele Menschen sterben, ohne dass man etwas tun kann. Oft kann der Gedanke kommen: ‚Mich trifft es nicht, gottlob bin ich verschont geblieben.‘ Aber denk an die anderen! Denk an die Tragödie und auch an die wirtschaftlichen Folgen, die Folgen für die Bildung, die Folgen… an das, was danach kommen wird. Und darum beten wir heute alle, als Brüder und Schwestern jeder Religionszugehörigkeit zu Gott. Vielleicht wird es einige geben, die sagen: ‚Das ist doch religiöser Relativismus, und das kann man nicht tun.« Wieso kann man das nicht tun, zum Vater aller Menschen beten? Jeder betet so, wie er es vermag, wie er es von der eigenen Kultur empfangen hat. Wir beten nicht gegeneinander, diese religiöse Tradition gegen jene, nein! Wir sind alle vereint als Menschen, als Brüder und Schwestern. Wir beten zu Gott wie es der eigenen Kultur, der eigenen Tradition, dem eigenen Glauben entspricht, aber als Brüder und Schwestern, die zu Gott beten. Das ist wichtig! …

Es gibt jedoch noch viele andere Pandemien, an denen Menschen sterben, und wir merken es nicht, wenden unseren Blick ab. Wir sind etwas verantwortungslos angesichts der Tragödien, die in diesem Augenblick in der Welt geschehen. … Das heutige Gebet, in dem wir den Herrn bitten, dieser Pandemie Einhalt zu gebieten, muss uns an die anderen Pandemien in der Welt denken lassen. Es gibt viele davon! Die Pandemie der Kriege, des Hungers und viele andere. … Möge Gott dieser Tragödie Einhalt gebieten, möge er dieser Tragödie Einhalt gebieten. Möge Gott uns gnädig sein und auch den anderen schlimmen Pandemien Einhalt gebieten: der Pandemie des Hungers, des Krieges, der Kinder ohne Bildung. Und darum bitten wir als Brüder und Schwestern, alle gemeinsam. Gott segne uns alle und sei uns gnädig.“

Tobias Dirksmeier, Pastor
Tobias Dirksmeier, Pastor

Nach diesem besonderen „Gebets-Tag“ im vergangenen Jahr, will Papst Franziskus auch in diesem Jahr durch eine starke Gebetsaktion der Corona-Pandemie entgegentreten. Der „Gebets-Marathon“ soll den gesamten Mai über andauern. Vor allem Wallfahrtsorte weltweit sind aufgerufen Rosenkranzgebete in diesem Anliegen anzubieten. Täglich soll einer von 30 dieser Orte das Gebet der gesamten Kirche anleiten; die Andacht soll jeweils über Vatikan-Medien übertragen werden. Papst Franziskus selbst will am 1. Mai den Gebetsmarathon eröffnen und ihn am 31. Mai beschließen. Das Motto der Initiative, „Die Gemeinde aber betete inständig für ihn zu Gott“, ist dem der Apostelgeschichte entnommen. Reihen auch wir uns – jeder auf seine ganz eigene Weise, mit seinen ganz eigenen Worten und Gesten – in dieses Gebet der ganzen Welt ein! Seien wir in dieser Zeit auch weiterhin in besonderer Weise im Gebet verbunden!

Ihr Pastor Tobias Dirksmeier

 

Hör auf die Stimme!

Um mich, herum sind viele Stimmen – Stimmen, die mir Ratschläge geben, mir ihre Meinung sagen bzw. sagen wollen, wo es lang gehen soll. Es gibt auch Stimmen, die mich motivieren oder mich wachsen lassen wollen.

Natürlich brauchen wir manchmal jemanden, der uns sagt, wo es lang geht. Es genügt nicht, nur auf seine eigene Stimme zu hören. Wir brauchen auch die Stimmen anderer. Gut, wenn wir Menschen haben, die uns dann und wann erfahren lassen, welchen Eindruck sie von uns haben.

Auf wen oder was höre ich und weiß, dass ich mich darauf verlassen kann, dass es da jemand gut mit mir meint?

Jesus sagt nicht, er sei ein guter Hirt. Vielmehr sagt er: „Ich bin der gute Hirt.“ Es gibt also keinen, der unser Leben besser führt und behütet als er. „Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich.“ Sie erkennen ihn an der Unverwechselbarkeit seiner Stimme.

Wie aber können wir seine Stimme kennenlernen?

Durch das Hören auf sein Wort. Wer auf sein Wort hört, lernt seine Stimme kennen. Aus diesem Grund schlug der französische Schriftsteller François Mauriac regelmäßig das Neue Testament auf „Um das zu erreichen, verlasse ich mich jetzt weniger auf professionelle Exegeten als auf mein inneres Ohr. Es gibt einen Ton, den ich erkenne, eine Sprache, von der ich gewiss bin, dass sie mich nicht täuscht. Welcher Mensch hat jemals gesprochen wie Jesus Christus?“

Durch das Hören auf sein Wort, gelingt es, seine Stimme immer besser zu erkennen. Es kann unser Innerstes verwandeln. Wir hören auf, uns gegenseitig zu verletzen und im besten Falle fangen wir an, selbst wie „gute Hirtinnen und Hirten“ für die Menschen zu sein, die um uns herum leben.

Bleiben Sie zuversichtlich,

Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen

 

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