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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Liebe Leserinnen und Leser,
am heutigen Evangelium bleibe ich immer wieder hängen. Jesus sagt seinen Jüngern sehr deutlich, was vor ihm liegt: Er wird leiden, getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden. Eigentlich müsste dieser letzte Satz alles verändern. Doch Petrus scheint ihn gar nicht zu hören. Er reagiert nur auf das Leiden: „Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!“ Von der Auferstehung ist in seiner Antwort keine Rede. Das Schwere ist so groß, dass es alles andere überdeckt.
Und genau darin ist Petrus uns vielleicht nahe: Wie oft geht es uns ähnlich? Eine schlechte Nachricht genügt, und plötzlich tritt vieles Gute in den Hintergrund. Ein Satz beschäftigt uns, obwohl im selben Gespräch zehn andere ermutigend waren. Eine Sorge nimmt so viel Raum ein, dass ich kaum noch wahrnehme, was trotzdem trägt. Vielleicht ist das einfach menschlich. Leid und Angst drängen sich nach vorne. Hoffnung dagegen ist oft leiser.
Jesus macht Petrus keinen Vorwurf, weil er Angst vor dem Leiden hat. Aber er lässt ihn auch nicht dabei stehen. Denn die Geschichte, die Jesus erzählt, endet eben nicht mit dem Kreuz. Das Leiden ist zwar real, aber es ist nicht das Letzte.
Vielleicht ist das eine der großen Herausforderungen unseres Glaubens: beides ernst zu nehmen. Nicht so zu tun, als gäbe es das Schwere nicht. Aber auch nicht so zu leben, als hätte es schon das letzte Wort.
Auferstehung heißt für mich deshalb nicht: Am Ende wird einfach alles wieder wie vorher. Auferstehung heißt: Gott kann dort noch Zukunft eröffnen, wo ich selbst zunächst nur Ende sehe.
Petrus muss das erst lernen. Vielleicht müssen wir das auch immer wieder neu. Und vielleicht lohnt sich deshalb gerade in schwierigen Zeiten die Frage: Höre ich gerade nur das, was mir Angst macht? Oder höre ich auch noch den Satz von der Auferstehung?
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Woche,
Ihr Pastoralassistent Dennis Jandt

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