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Liebe Leser und Leserinnen,

eine Feldrede ist keine Bergpredigt. Dieselben Gleichnisworte Jesu, die in der Bergpredigt des Matthäusevangeliums himmelnah und dem Irdischen weit entrückt scheinen, dieselben Gleichnisse sind in der Feldrede des Lukasevangeliums quasi in die Niederungen des menschlichen Daseins gesprochen. Dieselben Worte haben hier einen weniger hohen, einen alltäglicheren Klang, so scheint es mir. An diesem Sonntag hören wir den letzten Abschnitt der Feldrede mit den drei Bildworten von den beiden Blinden, den Brüdern mit dem Splitter bzw. Balken im Auge, gefolgt vom Bild der beiden Bäume und ihren Früchten.

Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund, dieses Sprichwort beschließt die Bildworte. Lukas hebt die Forderung sehr hervor, dass es niemanden nützt, wenn er die Worte Jesu hört und für gut hält, aber nicht in die Praxis umsetzt. Die Rede des Mundes und die Taten des Menschen legen die Qualität seines Herzens offen. Wenn Wort und Tat nicht übereinstimmen, wird jedes Christsein unglaubwürdig – daran hat sich bis heute nichts geändert. Aber unsere Herzen bleiben zu oft trocken. Wir starren uns nur mit Holzaugen an und Tränen lösen sich nicht.

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Mahatma Gandhi, der indische Asket, Pazifist und Politiker, der dem Christentum gegenüber wohlgesonnen war, hat einmal gesagt: „Als erstes würde ich raten, dass die Christen alle miteinander anfangen müssen, wie Jesus Christus zu leben. Wenn ihr im Geist eures Meisters zu uns kommen wolltet, könnten wir euch nicht widerstehen.“  Die Worte Jesu – beherzigen wir sie, legen wir sie zurück in den Fluss und in die Niederungen unseres Lebens, dann werden sie zu guten Taten.

Einen guten Start in die Fastenzeit wünscht Ihnen

Angelika Schulte

 

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