Überspringen zu Hauptinhalt
Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Brot hat eine besondere Bedeutung. Nicht nur bei den Eltern, die in diesem neu begonnen Schuljahr wieder morgens die Schulbrote ihre Kinder schmieren. Ein liebevoll belegtes Brot, vielleicht in kleine Häppchen geschnitten, macht immer Freude. Ein altes Sprichwort sagt auch: „Brot wendet Not“. Und dabei geht es eben nicht nur um die eigene Versorgung, Brot ist immer auch ein Zeichen der Gemeinschaft, Scheibe für Scheibe, Schnitte für Schnitte. Im Evangelium des kommenden Sonntags wird davon erzählt, wie Jesus, durch das Brotwunder, viele satt macht. Jesus schickt sie nicht fort, sondern er hat Mitleid mit ihnen. Er heilt die Krankheiten und stillt den Hunger.

Sonntag für Sonntag haben wir die Möglichkeit Jesus selbst in die Hand gelegt zu bekommen, in Gemeinschaft, mit ihm und untereinander. Er selbst ist das Zeichen der Gemeinschaft und seiner Liebe, sein Leben wird so zum lebendigen Brot. Liebe lebt jedoch nur, wenn sie weitergeschenkt wird. Wer alles für sich behalten möchte, wird zusehends ärmer und einsamer. Statt des für alle bestimmten Brotes suchen jedoch viele Menschen nur den eigenen Vorteil. Das Habenmüssen ohne Rücksicht auf andere greift wie eine schwere Erkältung immer wieder um sich und seit Jahrtausenden werden wir diesen Virus nicht los. Viele haben dann nur noch ihre kleinen Brötchen, ohne jede Beziehung zum gemeinsamen Brot. Der großherzig schenkende Gott wird dann, bildhaft, eingesperrt ins enge Herz des Menschen. Die göttliche Freiheit des Schenkens könnte uns Menschen doch wieder daran erinnern, dass eigentlich nur im Teilen und Schenken das eigene Glück und Frieden zu finden sind. Unsere Erfahrung sagt doch auch: geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude. Und wer teilt, reicht die Hand.

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Der Dichter R. M. Rilke beginnt eines seiner Gedichte wie folgt: „Als Mahl begann´s und ist ein Fest geworden… kaum weiß man wie…“ Was im Evangelium als reines Mahl beginnt, was nach einer schlecht kalkulierten Speisungsaktion aussieht, das wird zum Fest. Das Bangen um genügend Nahrung wird zum Staunen. Mangel wird zum Überfluss, Angst wird zu Freude. Und das schönste: Am Ende bleibt etwas über. Da, wo Menschen sich ganz einbringen, da kommt „unterm Strich“ ein Erfolg, ein positives Ergebnis heraus. Da bleibt ein Vorrat für die Zukunft, da bleibt was für die anderen, da bleibt was fürs Morgen, für die Zukunft. „Als Mahl begann´s und ist ein Fest geworden…“ Ich möchte hinzufügen, dass dieses Fest unser Leben sein kann… Ja: kann…, aber nur… … wenn jeder gibt, was er hat, dann werden alle satt! Viel Erfolg uns allen!

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

 

 

An den Anfang scrollen