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Heute hört man diesen Satz nur noch selten, ein Satz, wie aus längst vergangenen Zeiten, wenn jemand einer Ankündigung für später den Satz hinzufügt: „So Gott will!“. Unsere Planungen für die Zukunft sind angeblich so sicher und zuverlässig, dass man einen solchen Satz kaum verstehen könnte. Nur wenn dann ab und zu ein Krankheit oder ein anderes Verhängnis dazwischen kommt, wird uns für einen kurzen Augenblick klar, wie brüchig und gefährdet alles menschliche Planen bleibt: Der Mensch denkt, Gott lenkt … ja, so Gott will! Eine Wahrheit, die nicht leicht zu ver- und zu ertragen ist.

Dabei ist dieser Satz „So Gott will“ im Ursprung wohl nicht in erster Linie die Betonung der Unsicherheit des menschlichen Vorausschauens, sondern viel tiefer die Aussage einer tiefen Geborgenheit: Wie das Leben auch verläuft in seinen geplanten und unerwarteten Zusammenhängen, es ist eben kein blinder Zufall, der unberechenbar zuschlägt, sondern hinter allem steht die Aufmerksamkeit Gottes, der das Leben der Menschen mit seiner Sorge begleitet und beschützt , der dann nicht nur vieles gelingen lässt sondern auch manch Schädliches fernhält: „Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.“ Welch ein großartiges Versprechen. Ihr seid unendlich kostbar vor Gott, kostbarer als jeder kleine Vogel, um den Gott weiß. Um wie viel mehr kennt er euch und sorgt sich um euch und liebt euch! Sogar alle Haare auf eurem Kopf sind gezählt! Ein Bild der unendlichen Fürsorge.

Jemand hat einmal gesagt: „Jeder Mensch, auch der geringste, ist so in Gottes Hand als wäre er Gottes einzige Sorge.“ Ja, wir sind in Gottes Hand, egal was geschieht. Was könnte da von uns abfallen an Angst und Sorge, an Menschenfurcht und Resignation, an Missmut und Traurigkeit. Und was könnte wachsen an Vertrauen und Zuversicht, an Mut und Hoffnung! Wer in diesem Gottvertrauen lebt, kann mit viel weniger Aufregung, Unsicherheit und Angst auskommen. Er weiß sein Leben und seine Pläne aufgehoben in einem größeren Zusammenhang und kann in Ruhe und Gelassenheit den kommenden Tagen und Ereignissen entgegengehen. Vertrauen wir dem Licht mehr als der Finsternis! Dem Ewigen mehr als dem Vergänglichen! Vertrauen wir dem Mächtigsten mehr als den Mächten dieser Welt und Zeit! Ja, vielleicht waren die Menschen früher doch besser dran, wenn sie sagten: „So Gott will….“.

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

Benedikt Fritz, Gemeindereferent
Benedikt Fritz, Gemeindereferent
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