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Ob er in diesen Tagen ankommt?

In diesen Tagen findet man sie überall, die farbigen Werbeblätter, die darauf hinweisen, was man so alles zu Weihnachten kaufen kann oder besser kaufen soll. Angebote ohne Ende, Black-Friday und die -CyberWeek… Ein beträchtlicher Aufwand wird betrieben damit bestimmte Gegenstände so in uns „ankommen“, dass wir sie unbedingt haben wollen. Werbung ist nun mal immer mit viel Aufwand verbunden.

Aber eines sollten wir nicht vergessen: Advent meint eigentlich, dass GOTT in uns Menschen ankommen will… ER kommt, trotz „Teil-Lockdown“, denn: ER ist schon längst da, ER, der „Ich bin, der ich bin da“. Und dennoch stellt sich mir die Frage, wie Werbung für Gott aussehen könnte, damit auch in diesem Advent spürbar wird, dass Gott da ist: reicht eine Facebook-Seite (https://www.facebook.com/hlMartinSchlossNeuhaus/), Flyer, Werbeplakate, Pfarrbriefe, reicht eine Homepage (www.hl-martin-schlossneuhaus.de)? Oder reicht es einfach aus, „zu glauben“, dass der Weg Gottes zu uns Menschen nun mal nur seine Sache ist und wir darauf ja eh keinen Einfluss haben? Das dann wohl eher nicht, denn wie las ich letztens in einem alten Gebet: „Jesus hat keine Hände, nur unsere Hände, um heute Gutes zu tun“. Ich glaube, dies gilt auch für die Worte, die wir sprechen, die Worte, die wir schreiben. Wir sind doch seine besten Werbeträger.

Benedikt Fritz, Gemeindereferent
Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Am Anfang der ursprünglichen Adventszeit stand ein Mann am Jordan, der den Auftrag hatte, für Gott, für sein „Kommen“, einen Weg zu bahnen und im Evangelium des 1. Advent wird doch auch klar gesagt: „Seid wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt“. Der Täufer Johannes rüttelte die Menschen auf und versuchte, die Hindernisse in den Herzen wegzuräumen, dass die Sehnsucht nach Gott aufbrach. Und da wir ja nicht wissen, wann die Zeit da ist, bis der Hausherr, bis Gott kommt, heißt es für uns alle – in diesen Coronazeiten doch mehr denn je –  verantwortlich die gegenwärtigen Stunden zu leben und nach dem Herrn Ausschau zu halten, bis sein großer Tag gekommen ist. Advent beginnt immer in uns selbst, seine Ankunft beginnt in uns, in der Überlegung, was in uns ankommen will und was wir draußen lassen. Gott selbst fragt uns, ob wir ihm Raum geben in uns. Gott wirbt um den Menschen, ganz sicher auf eine völlig andere Weise als die allgemein übliche. So wünsche ich Ihnen allen, dass ER ankommt, bei Ihnen und bei Ihren Lieben.

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

 

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