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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Liebe Schwestern und Brüder,

manche Worte und Taten von Menschen sind unsterblich. Nach über 1.600 Jahren erinnern sich viele Menschen bei uns noch daran, wie der heilige Martin seinen Soldatenmantel mit dem frierenden Bettler – wir würden heute von einem Penner reden oder einem Obdachlosen – am Stadttor von Amiens teilte. Von Generation zu Generation ist diese Episode aus dem Leben des Heiligen weiter erzählt worden bis in die Gegenwart. Auch wenn in diesem Jahr kein Martinszug stattfinden kann, möchte ich mit dem Erzbischof allen sagen: Lasst euch das Fest nicht vermiesen.

Weniger bekannt, jedenfalls außerhalb von Paderborn ist, dass er die so genannten Werke der Barmherzigkeit Zeit seines Lebens großgeschrieben hat. z. B. „Die Toten begraben“. Wenn wir Libori feiern, singen sie selbst in Coronazeiten im Hohen Dom „Selig, dem beim Hinübergang Martin zur Seite stand.“, selbstverständlich in der lateinischen Sprache: Beatus cui Martinus adfuit in dulci transito“

Liborius und Martinus waren zu Lebzeiten Nachbarbischöfe. Tours und Le Mans liegen direkt nebeneinander. Wir dürfen uns beide nicht mit Stab und Mitra vorstellen. Die haben sie nie getragen. Sie waren eher Mönche, Missionare, im Vollsinn des Wortes. Sie fühlten sich geschickt zu den Menschen ihrer Zeit mit dem Evangelium von der Erlösung, mit der Botschaft von der Barmherzigkeit, mit der Perspektive auf das ewige Leben und zwar zu einer Zeit, als das Christentum nördlich der Alpen noch in den Kinderschuhen steckte.

Peter Scheiwe, Pfarrer
Peter Scheiwe, Pfarrer

Der heilige Liborius hat diese „Karriere“ 400 Jahre nach seinem Tod fortgesetzt und der jungen Kirche von Paderborn als deren Schutzpatron sozusagen auf die Sprünge geholfen. Rufen wir den heiligen Martin im gleichen Anliegen um seine Fürsprache an als Schutzpatron für unsere junge Pfarrei.

Herzliche Grüße, Ihr Pastor Peter Scheiwe

 

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