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Grenzüberschreitungen

Vor fast 20 Jahren habe ich mich für das Studium „Katholische Religionspädagogik“ an der KaTHo Paderborn beworben. Bei den Bewerbungsgesprächen an der damaligen KaTHo Paderborn hat mich eine Aussage eines Professors ganz besonders überzeugt. Er sagte: „Wir bilden Sie zur Grenzgängerin aus. Sie wissen von den Regeln, Vorschriften und Wegen etc., die in der katholischen Kirche Bestand haben. Trauen Sie sich etwas zu, schauen Sie auch über den Tellerrand. Fragen Sie sich immer wieder, was brauchen die Menschen um Wachsen zu können, um tiefer ihren eigenen Glauben zu erfahren, zu bedenken und vertiefen  – und ihre eigene Berufung wahrnehmen können. Gehen sie ruhig mal an die Grenzen und darüber hinaus.“

Jesus selbst ist ein Grenzgänger mit Herz. Im Evangelium heute überschreitet Jesus selbst eine Grenze und geht in das Land der „gottlosen Heiden“ und eine Frau! und auch noch eine „Heidin“ spricht Jesu an und bittet ihn um Hilfe. Jesus hört die Frau und nimmt sie ernst. (Die Jünger hätten die Frau lieber aus Bequemlichkeit schnell beiseitegeschoben.)

Ich habe im Moment die Befürchtung, dass wir in Lethargie und Bequemlichkeit verfallen. Oder vor Angst vor Machtverlust und Zukunftssorgen, zu wenig über den Tellerrand schauen. Wir bleiben lieber in unserer Komfortzone und hören nicht immer auf unser „Herz“.

Gott wendet sich allen Menschen zu, auch denen sich abgewendet haben oder nicht mehr so viel mit der Kirche anfangen können.

Lassen wir – lassen Sie – sich nicht entmutigen. Wir können in unserer Kirchen Räume, Zeiten und Unterstützung finden und anbieten – wo Menschen wachsen können – auf ihrem privaten und spirituellen Weg.

Ein ermutigendes Gedicht habe ich bei „Vielleicht lässt jemand Wunder regnen“  (Deutsche Bibelgesellschaft) gefunden. (Es steckt bei mit in der Handtasche, neben meiner Schutzmaske und meinem TerminkalenderJ).

Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen

 

Schwestern

 

Frau Angst und Frau Vertrauen sind Schwestern

 

Bleib, ruft Frau Angst.

Geh, ruft Frau Vertrauen.

 

Ich beschütze dich, verspricht Frau Angst.

Ich lasse dich, verspricht Frau Vertrauen.

 

Bei mir bist du in Sicherheit, verspricht Frau Angst.

Bei mir bist du in Erwartung, verspricht Frau Vertrauen.

 

Ich bin, sagt Frau Angst.

Ich werde, sagt Frau Vertrauen.

 

Susanne Niemeyer

 

 

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