Überspringen zu Hauptinhalt
Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Gemeinschaft: Der persönliche Wille zählt!

„Wie wird aus einer Kirche eine Kirche?“, fragt der Philosoph Josef Piper und gibt auch gleich eine Antwort darauf: „Ganz gewiss nicht durch den Architekten!“ Aber wie dann? Nachgeschlagen in der Bibel wird schnell klar, dass die Kirche aus „lebendigen Steinen“ besteht. Miteinander also wollen wir Kirche sein, Gemeinde. Doch wie geht das? In der Lesung des heutigen Sonntags gibt Paulus spannenden Leitgedanken vor: „Seid alle einmütig und duldet keine Spaltungen unter euch; seid eines Sinnes und einer Meinung.“ Paulus schreibt seinen Brief an die Verantwortlichen in der Gemeinde von Korinth. Er schreibt an eine Gemeinde, in der Menschen aus allen Ländern der damaligen Welt sich begegneten und zusammenlebten. Jede und jeder hat einen eigenen Lebensweg hinter sich, hat Erfahrungen gesammelt, seine Geschichte, Hoffnungen und Erwartungen, auch Enttäuschungen, Versagen und Fehler. An eine Gemeinde, die immer neu zueinander finden muss und ihre Mitte sucht.

„Seid eines Sinnes und einer Meinung!“ Niemand soll eine eigene Meinung aufgeben. Aber die Grundlage, auf der sich jede Meinung bildet

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

soll das Bekenntnis zu Christus sein. Jeder und jede soll das eigene Profil bewahren. Die Vielfalt prägt die Einheit. Es ist wie bei einem Mosaik: Jeder Stein hat seine eigene Farbe, seine Konturen und seine eigene Schönheit. Aber erst die vielen Steine ergeben ein Bild. Jeder bringt sich ein, aber er muss auch den Willen mitbringen ins gemeinsame Bild passen zu wollen, sich einzupassen, damit es ein Kirchen- oder Christusbild wird, das auch andere, suchende Menschen erkennen und als einladend empfinden. Paulus will die Vielfalt der von Gott gegebenen Talente bündeln. Jeder hat (mindestens) eines, aber keiner hat alle.

Sich miteinander vertraut zu machen, um sich einpassen zu können ist dann das große Ziel. Wer angenommen werden will, so wie er/sie ist, muss auch dazu bereit sein den anderen mit gleichem Willen zu begegnen. Gott macht das so. In der so entstehenden Gemeinschaft werden wir zum Mosaik, das der Welt ein lebendiges und wandlungsfähiges Bild von Kirche zeigt – Christus wird sichtbar mitten in unserer Zeit!

Ihr Pastor Tobias Dirksmeier

 

An den Anfang scrollen