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Gegen den Strom und bergauf gehen

„Tritt hinter mich, du Satan!“ Es lässt sich vortrefflich darüber streiten, ob es eine „neue Einheitsübersetzung“ der Heiligen Schrift gebraucht hätte. Es lässt sich darüber diskutieren, ob es wirklich viele und vor allem wahrnehmbare Veränderungen in der Übersetzung gibt. Aber der Wortlaut im heutigen Evangelium lässt doch aufhorchen. Was bisher mit „geh mir aus den Augen“ übersetzt wurde, lautet jetzt: „Tritt hinter mich!“ Jesus schickt denjenigen, den er am vergangenen Sonntag noch als Petrus, den Fels bezeichnet hat nicht weg, sondern er soll sich wieder einreihen. Er soll hinter ihm her gehen, wieder in die gleiche Richtung mit Jesus schauen und weiter genau und gut beobachten. Eigentlich hatte Jesus doch gehofft, dass dieser Petrus schon viel mehr von seiner Botschaft nicht nur verstanden, sondern eben auch verinnerlicht hätte.

Auch wenn der Evangelist mit seinem Blick bei Jesus bleibt, so ist es für uns sicherlich nicht uninteressant mit unserem Blick oder besser mit unseren Gedanken bei Petrus zu bleiben, gerade nach dieser schroffen Zurechtweisung. Was bleibt bei ihm hängen? Wie mag er auf diese Zurechtweisung reagieren? Reiht er sich direkt wieder ein oder zieht er sich erst einmal erschrocken oder gar verletzt und unverstanden zurück?

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

Die Sprache der ursprünglichen biblischen Texte ist schroff und rau. Da gibt es unvollständige Sätze, es gibt auch Leerstellen, die es auszuhalten und mit dem eigenen Sinn, mehr noch mit dem eigenen Zeugnis des Lebens zu füllen gilt.

Da gibt es Worte und Sätze, die erschrecken und entsetzen. Wir müssen uns einlassen, wir sind herausgefordert, auch wenn uns oft nur das Schweigen oder vielleicht sogar das Fliehen bleibt. Wo sind Sie gerade auf Ihrem Weg der Nachfolge Jesu?

Ihr Pastor Tobias Dirksmeier

 

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