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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Bei Geld scheiden sich wohl die Geister. Das macht dieses Evangelium deutlich. Jesus soll in die Falle tappen. Sagt er, man soll Steuern zahlen, stellt er sich gegen die Juden. Sagt er, keine Steuern, stellt er sich gegen die Römer.

„Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist.“

Nicht immer ist es so klar geregelt. Und schließlich ist unsere Kirche auch Nutznießer des deutschen Steuerwesens. Laut Konkordat sammelt der Staat die Kirchensteuer ein. Deutschland ist eines der wenigen Länder, das von einem solchen System profitiert. Die Kirchensteuer als göttlicher Mammon?

Unumstritten ist es nicht. Schon seit Jahren überlegen Politiker wie auch Kirchenmenschen, ob dieses System aufrechterhalten werden soll. Die einen befürchten, dass dann weniger Geld in die Kassen gespült werden wird und manche Angebote nicht aufrecht erhalten werden können. Schließlich sind die Kirchen einer der größten Arbeitgeber in Deutschland, betreibt Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen. Andere fänden die Abschaffung der Kirchensteuer gut. Die oben genannten Einrichtungen würden eh durch andere Töpfe mitfinanziert. Ohne Kirchensteuer könnte jede und jeder der Kirche durch Spenden auch Zustimmung oder Ablehnung mitteilen.

Anja Fecke,
Gemeindereferentin / Behindertenseelsorgerin
a.fecke@cww-paderborn.de
0160 897 22 37

Wie auch immer diese Diskussion ausgehen wird. Im Augenblick profitieren wir noch von der Kirchensteuer. Ohne sie wären Unterstützungsprogramme wie „Weihnachten trotz Corona“ nicht möglich. Und auch der ein oder andere Fonds für bedürftige würde schnell zusammenschmelzen. Was würde Jesus heute dazu sagen?

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche wünscht Anja Fecke, Gemeinderef

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