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„Für wen hältst du mich?“

Die Männer und Frauen in der direkten Nachfolge Jesu konnten sich nicht hinter der allgemeinen Meinung „der Leute“ verstecken. Jesus fragt sie direkt: „Für wen haltet ihr – für wen hältst du mich?“ Petrus – scheinbar als Sprecher der Gruppe – hat eine Antwort parat, die auch heute noch jede Glaubenskongregation überzeugen könnte: „Du bist der Messias Gottes!“ Ja, uns im Glauben über die Jahre geschulte, könnten solche schönen Sätze ebenso leicht über die Lippen gehen: Du bist der Sohn Gottes! Du bist der Retter! Du bist der Heiland! Du bist unser Bruder und Freund! Du bist der Grund unseres Glaubens!

Petrus und viele andere im Gefolge Jesu erwarten vom Messias Gottes einen Befreiungsschlag gegen alles, was bedrückt, einengt, knechtet und Leben in Fülle verhindert. Sie erwarten einen Triumph, sie wollen Anhänger eines Erfolgreichen sein und endlich auf der Gewinnerseite stehen. Jesus aber spricht von etwas ganz anderem: Vom Leiden müssen, vom Verworfen- und Getötet-werden und vom Auferstehen.

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

Leider erzählt uns das Lukas-Evangelium nicht, wie die Anhänger Jesu, allen voran Petrus, reagiert haben. Ganz menschliche Reaktionen sind es wohl. Die Jünger sind keine universellen Helden. Auch damals folgten Jesus Menschen mit eigenem Willen und eigenen Wünschen, mit Stärken und Schwächen, keine Marionetten. Ja, in der Nachfolge Jesu darf man Fehler machen.

„Du aber, für wen hältst du mich?“ Das ganz persönliche Suchen nach einer Antwort bringt mich in eine lebendige Beziehung zu Jesus. Er lädt mich ein in seine Nähe.

Ich wünsche Ihnen ein erfüllendes und zur Freiheit führendes Suchen nach Ihrer persönlichen Antwort auf die direkte Frage Jesu an Sie!

Ihr, Pastor Tobias Dirksmeier

 

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