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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

An diesem Wochenende feiern wir das Fest des Heiligen Martin. Zum Einen feiern wir den heiligen Mann, der in der Erzählung von der Mantelteilung ein Beispiel christlicher Nächstenliebe gegeben hat, dass auch noch nach vielen Jahrhunderten die Menschen fasziniert und quer durch alle Altersklassen verstanden wird. Zum Anderen feiern wir aber auch das Patronatsfest, der Heilige Martin ist schließlich der Patron unserer Gesamtpfarrei.

Das Bild vom Bettler, der frierend im Schnee sitzt, ist ohne Mühe übertragbar auf aktuelle Zeiten. Natürlich muss in Deutschland niemand erfrieren, unser Sozialstaat kümmert sich zu Recht um die Menschen, die nicht in der Lage sind, sich um sich selbst zu kümmern. Trotzdem gibt es genug Menschen in unserer Umgebung, die unsere Hilfe brauchen. Vielleicht nicht materielle, aber geistige Hilfe. In jeder Epoche waren bestimmte Menschen hilfsbedürftig. Zur Zeit Jesu die Witwen und Waisen, zur Zeit Adolph Kolpings die Handwerksgesellen und heute sind es nach Einschätzung von Experten die Gruppe der Alleinstehenden. Dies sind natürlich die Senioren, die den Mann, die Frau verloren haben und deswegen allein sind. Wenn dann auch keine Kinder in der Nähe sind, vereinsamen diese Menschen zum Teil sehr. Aber auch bei den jungen Erwachsenen gibt es eine zunehmend größer werdende Gruppe von Menschen, die vereinsamen. Wenn wir in unserer Pfarrei den Heiligen Martin im Schild führen, so sollte dies doch gerade ein Ansporn sein, um zu schauen, wer wäre heute der Bettler im Schnee. Vielleicht kann das Patronatsfest, dass wir an diesem Wochenende feiern, uns anregen, mit offenen Augen auf unsere Umgebung zu schauen. Darauf zu achten, wo Menschen vereinsamen und unsere Nähe anzubieten.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Martinsfest.

Ihr Diakon Klaus Pöppel

Diakon Klaus Pöppel
Diakon Klaus Pöppel
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