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Jeder kennt dieses nützliche Gerät, das man braucht, um eine Flüssigkeit von einem größeren in ein kleineres Gefäß umzufüllen. Ohne einen solchen Trichter würde man einiges verschütten, und es würde verloren gehen. Immer wenn ich Salatdressing umfülle benutze ich einen solchen Trichter.

Wenn in diesen Novembertagen, bestimmt auch angeregt durch die vielen Gedenktage, wir Menschen darüber nachdenken, wohin denn letztlich der Weg der Menschen und der Geschichte insgesamt führt, dann ist damit immer wieder die Hoffnung verbunden, dass alles Leben, auch das eigene, am Ende nicht verrinnt und verloren geht und „es nicht umsonst“ war. Irgendwo muss es doch ein Ziel geben, auf dass alles am Ende im Guten hinaus läuft.

Die Texte vom kommenden Sonntag erzählen vom Endgericht, jedoch nicht mit erschreckenden Bildern, wie wir sie von einigen Darstellungen her kennen. Sie erzählen davon, dass das „Volk Gottes in jener Zeit gerettet wird“, davon, dass es eine „Vollendung zum Heil sein“ geben wird, sie erzählen vom Kommen des Menschensohnes: Es wird größer sein, göttlicher und menschlicher. Mitten in diesem scheinbaren „Zusammenbruch“, werden die Engel Gottes ausgesandt, um die Menschen heimzuholen von allen Enden der Erde. Was auf Erden ganz verschiedene Wege gegangen ist, wird von Gott zusammengeführt und ins Ziel gebracht – wie man mit einem Trichter eine Flüssigkeit auffängt. Dabei ist es nicht so, als ginge von diesem Trichter irgendein Sog aus, der alle willenlos zusammentreibt. Aber wer in der Sehnsucht auf ein gutes Ende lebt, kann nicht verloren gehen.

Ich verstehe es so: Wer glauben kann, darf immer neu hoffen und kann vielleicht auch über die Grenzen hinausschauen, nicht aber weil seine Augen besonders gut wären, sondern weil jemand ein Licht angezündet hat.

Ihr Benedikt Fritz
Benedikt Fritz, Gemeindereferent
Benedikt Fritz, Gemeindereferent
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