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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Ganz gespannt verfolge ich die Berichterstattung zum Synodalen Weg der deutschen katholischen Kirche. Mit Beginn dieses Kirchenjahres startete auch die Arbeit in vier Themengruppen: „Macht, Partizipation und Gewaltenteilung“, „Sexualmoral“, „Priester-liche Lebensform“ und „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“.

Die Arbeit hat begonnen und bis in zwei Jahren Ergebnisse veröffentlicht werden können, wird viel Gehirnschmalz fließen und das ein oder andere Stoßgebet zum Himmel geschickt werden.

Es ist gut, dass überlegt wird, wie Glaube und Kirchenleben in unserer Gesellschaft verständlich vermittelt werden kann. Es pendelt zwischen großen Erwartungen und „ es wird eh bleiben wie es ist“ hin und her.

Geschürt wird dieses Pendeln vor allem von den Oberhirten. Während die einen es schätzen, dass sich Bischöfe und Laien gemeinsam auf den Weg machen, befürchten die anderen eine Kirchenspaltung, den Verlust der Glaubenswahrheit und – so könnte man meinen – den Untergang des christlichen Abendlandes.

Anja Fecke,
Gemeindereferentin / Behindertenseelsorgerin
a.fecke@cww-paderborn.de
0160 897 22 37

Während die einen froh sind, dass es ein miteinander aus allen Bereichen des katholischen Lebens sind, die miteinander beraten und überlegen, vielleicht auch streiten und dann gemeinsam entscheiden, beklagen die anderen die Unausgewogenheit zwischen Laien und Bischöfen und das Abstimmungsprozedere.

Die Kirche wird sich verändern – das hat sie immer schon getan. Sie muss sich verändern, weil die Gesellschaft eine andere ist als vor 1000 Jahren. Und sie wird sich verändern, weil allen Getauften der Heilige Geist zugesprochen wurde. Und der weht bekanntlich wo er will. Der Hlg. Geist, der „wie eine Taube herabkam“ und damit Johannes dem Täufern Jesus, den Sohn Gottes erkennen lässt, wird mit „Sturmgebraus, wehen und Feuerzungen“ im Zweiten Testament beschrieben – nicht als festgeschraubt, einbetoniert und festgerostet.

Leben bedeutet Veränderung – auch in der Kirche. Arbeiten wir daran mit. Und wer von uns nicht in einem der Themengruppen sitzt, der kann diesen Prozess damit unterstützen, dem Hlg. Geist zu vertrauen, selber Gehirnschmalz einsetzen für Notwendige Veränderungen vor Ort und – nicht zuletzt – das ein oder andere Stoßgebet zum Himmel schicken.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Sonntag und eine lebendige Woche.

Anja Fecke, Behindertenseelsorgerin

 

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