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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Liebe Schwestern und Brüder,

nach Pfingsten hat uns der Alltag wieder, aber ganz anders. Die Pandemie ist noch lange nicht vorbei. Es gibt darum in diesem Jahr weder eine Fronleichnamsprozession noch eine Liborikirmes. Und auch die Schützenfeste fallen dem Corona-Virus zum Opfer. Pfingsten wäre das erste Schützenfest der Pfarrei in Sennelager und an diesem Sonntag das Schützenfest in Schloß Neuhaus gewesen.

Ich staune manchmal, wie erfinderisch die Krise macht. Da hatten die Schützen die gute Idee, zum Osterfest die Häuser zu flaggen als Zeichen, dass das größte Fest der Christenheit trotz Virus nicht ausfällt. Diesen Faden nehmen jetzt wieder die einzelnen Ortschaften auf, und beflaggen die Häuser, auch wenn kein Schützenfest ist.

Auch liturgisch tut sich viel: Autogottesdienst am Flugplatz in Ahden, Maiandacht mit dem Papst via Leinwand in einer Kirche in Salzkotten, Livestream der Messen aus dem Hohen Dom, Videos auf unserer Homepage.

Besonders pfiffig fand ich die Idee eines Mitbruders aus der Holledau, der die dort übliche Speisensegnung an Ostern nicht ausfallen lassen wollte und den „Segen in Vorbeifahrt“ erfand. Es wurde ein Drive-Through eingerichtet und die Osterkörbe im Vorbeifahren gesegnet. Was er damit zeigen wollte: Der Segen will sinnlich erfahren werden, und sei es durch ein paar Wasserspritzer auf der Windschutzscheibe. Der Pastor versicherte jedenfalls im Interview: „Der Segen geht durch.“

Dass ich einmal „privat“ die hl. Messe feiern würde, hätte im Februar noch nicht für möglich gehalten. Heute bin ich schlauer. Das geht, Messe im allerkleinsten Kreis, manchmal zu Zweit. Und doch waren Sie dabei. Am Ende habe ich pointiert alle Menschen unserer Pfarrei gesegnet. „Der Segen geht durch.“

Die Pandemie ist noch lange nicht vorbei. Ein Licht am Ende des Tunnels ist für mich noch nicht sichtbar. Umso dankbarer bin ich, dass wir – im Unterschied zu vielen Menschen auf dieser Erde – Licht im Tunnel haben. Wir leben in einer Gesellschaft, die sich – wieder im Vergleich mit dem Rest der Welt – sehr um die Menschen kümmert. In unserer Pfarrei gibt es – Stand heute – niemanden, den das Virus das Leben gekostet hat. Dafür bin ich dankbar.

Peter Scheiwe, Pfarrer
Peter Scheiwe, Pfarrer

Danke an alle, die aufpassen und sich an die Regeln halten – mindestens 1 ½ Meter Abstand und im Zweifel Mund-Nasenschutz aufsetzen. Danke an alle, die die Gottesdienste in unseren Kirchen möglich machen. Das beginnt beim Umbau der Sitzmöglichkeiten über vermehrte Desinfektionsmaßnahmen bis hin zum unverzichtbaren Ordnungsdienst. Danke auch an alle, die ob der immer noch ungewohnten Rahmenbedingungen trotzdem zum Gottesdienst kommen, auch um fürbittend vor Gott zu treten für die Menschen, die erheblich mehr von der Pandemie betroffen sind, als wir. Danke schließlich für alles Verständnis, wenn aktuell etwas nicht geht, was wir gerne wieder anders sehen würden.

Von etlichen der neuen „Anstandsregeln“ könnte ich mir vorstellen, dass wir sie beibehalten, auch wenn der Impfstoff endlich da ist. Dazu gehört – jedenfalls für mich – der schöne Gruß: „Bleiben Sie gesund!“,

Ihr Pastor Peter Scheiwe

 

 

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