skip to Main Content
Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Der Osterweg

Wer am Osterfest näher an die Osterkerze herantritt, wird das Motiv eines Weges erkennen können. Wir kennen in unseren Kirchen doch eher den Kreuzweg, aber keinen Osterweg.

Doch mit dem Tod, mit der Grablegung Jesu ist eben nicht alles aus, wie der Hohe Rat, die Schriftgelehrten und Pharisäer es erhofft oder wie die Jünger Jesu es befürchten haben. Nein, am dritten Tag ist Jesus von den Toten auferstanden. Die Osterkerze ist eine sichtbare Erinnerung daran.

Der Osterweg führt alle, die ihn gehen, zur Mitte, ins Zentrum des Glaubens, ins Herz des Vaters, zur Quelle, aus der wirklich das Wasser ewigen Lebens strömt. Auf diesem Weg werden wir begleitet vom Licht des Ostermorgens. Dieses Licht lässt uns den richtigen Weg erkennen. Wer auf das Licht von Ostern vertraut, der findet wirklich zur Mitte – zum Zentrum des eigenen Glaubens, zur persönlichen Kraftquelle, zur Mitte des eigenen Lebens.

Hier kann das Herz etwas von diesem unsagbaren Frieden verspüren, der von Gottes Liebe ausgeht. Es kann zur Ruhe kommen, es kann neue Kraft schöpfen. Die Seele kann ausruhen und sich neu ausrichten. Hier kann wirklich eine österliche Verwandlung stattfinden: Wer zur Mitten finden will, der muss das Licht sehen, es muss ihm entgegen leuchten. Wer die Mitte gefunden hat und wieder in den Alltag zurückkehrt, dessen Gesicht wird selber zum Osterlicht. Er strahlt jetzt etwas von dem Licht aus, das ihm auf seinem Weg zur Mitte angeleuchtet und letztlich in der Gottesbegegnung erleuchtet hat. Jetzt können wir selber leuchten – jeden Tag neu, alle Tage, im Alltag, denn die Mitte unseres Lebens geht unsere Wege mit.

In diesem Sinne wünsche ich uns den österlichen Mut den Weg zur Mitte zu gehen. Gehen wir unseren ganz persönlichen Osterweg. Dann werden Lichtspuren in unserem Gesicht und in unserem Leben davon Zeugnis geben: Der Herr ist wahrhaft auferstanden und er lebt – er ist und bleibt unsere Mitte!

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

Im Namen aller Seelsorgerinnen und Seelsorger wünsche ich Ihnen ein gesegnetes und erleuchtendes Osterfest,

Ihr Pastor Tobias Dirksmeier.

Aus dem Abseits heraus siegen!

A-B-S-E-I-T-S! Tja, so geht es oft im Fußball. Es sieht alles so aus, als wenn die eigene Mannschaft endlich das erlösende Tor schießt und auf einmal pfeift der Schiedsrichter ab: Abseits. Alle bleiben stehen und dann hat der Gegner den Ball und ist am Zug. Dieses Beispiel lässt sich sehr gut übertragen auf den Palmsonntag und die ganze Karwoche. Jesus zieht umjubelt in Jerusalem ein und gerät fast unvermittelt ins Abseits, seine Gegner jubeln und er, er kann nicht mehr gewinnen, das Spiel ist aus. Hass und Gewalt haben Jesus ins Abseits gedrängt. Es ist klar wer gewinnt, zu dominant, zu stark sind die Gegner.

Nur, wer redet denn heute noch von den Römern, den Schriftgelehrten und den Pharisäern der damaligen Zeit in Jerusalem? Zugegeben, Pharisäer gibt es leider auch heute noch viel zu viele (und die „braunen Vollpfosten“). Auch von Pontius Pilatus kann sich keiner mehr heute ein genaues Bild machen. Es ist der im Abseits Stehende an den sich die Menschen auch seit 2000 Jahren heute noch erinnern, es ist der Name Jesu der auch heute noch bewegt und vielleicht auch fasziniert.

Wer wird gewinnen bei diesem Spiel um Leben und Tod? Die, die Gewalt und Hass säen, unterdrücken und vernichten? Oder dann nicht doch die, die Frieden bringen, die Begegnung suchen und Gottes Liebe lebendig werden lassen? Leider ist es nicht zu übersehen, dass heute wie eh und je viele Menschen ins Abseits gedrängt werden, durch die eigene Familie, den Nachbarn, den Arbeitskollegen oder gar ganze Regierungen. Und es ist nicht zu übersehen, dass dies vielen zum Verhängnis wird und verzweifeln lässt.

Aber ER, JESUS selbst, stand im tödlichen Abseits, und aus diesem Abseits hat ER einen einzigartigen Sieg errungen, einen Sieg der Liebe, einen Sieg der Gottesnähe, einen Sieg über den Tod selbst. Sein Sieg macht deutlich: die im Abseits sind, sie sind nicht verloren, denn es ist nicht der Mensch, der entscheidet, wer am Ende gewinnt, es ist Gott der entscheidet! Er ist nicht unparteiisch und auf der Seite von Menschenhassern, er ist immer auf der Seite derer, die scheinbar verloren sind. Wer im Abseits steht, darf darauf vertrauen, nicht alleine zu sein, denn er hat Gott auf seiner Seite und wird gewinnen. Dies sollten wir uns immer wieder aufs Neue bewusst machen. Das ist schließlich auch die Hoffnung, welche uns allen zu Ostern geschenkt werden soll. Ihnen und Ihren Familien gesegnete Ostertage!

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

 

Unser Gott ist ein „Anfängergott“!

Anfänger – brauchen Mut, dürfen Fehler machen, Anfängern wird so einiges verziehen, brauchen Hilfe und Begleitung, beginnen etwas Neues, haben Visionen… Gott ist bei den Anfängen und Anfängern!

Wie oft haben Sie schon neu angefangen?

Aus dem Buch Jesaja: „Denkt nicht mehr an das, was früher war; auf das was vergangen ist, sollt ihr nicht achten. Seht her, nun mache ich etwas Neues!

Und in der zweiten Lesung sagt Paulus: „ Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist.“

Und im Evangelium wird die Ehebrecherin nicht verurteilt sondern ihr wird ein Neuanfang geschenkt: „Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!

Die Chance zum Neuanfang ist ein unvorstellbar großes Geschenk. Gott schenkt uns immer wieder solch einen neuen Anfang, seine grenzenlose Liebe zu uns, macht das möglich.

Ein Kinderlied beginnt so “Trau dich ran, fang einfach an und du wirst sehen, was man alles so kann…“ Bald feiern wir das Osterfest – das Fest der Auferstehung, auch ein Neuanfang. Lassen wir uns begeistern von der Kraft zum Neuanfang.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.

(Hermann Hesse)

 

Ein gesegnetes Wochenende

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Ihre Gemeindereferentin

Petra Scharfen

 

Wie ein Fest nach langer Trauer, wie ein Feuer in der Nacht, ein offnes Tor in einer Mauer, für die Sonne aufgemacht. Wie ein Brief nach langem Schweigen, wie ein unverhoffter Gruß, wie ein Blatt an toten Zweigen, ein „Ich-mag-dich-trotzdem“ Kuss. So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein, so ist Versöhnung, so ist Vergeben und Verzeihn.

Jürgen Werth, Gotteslob 809

Liebe Leser und Leserinnen, immer wieder hören wir in den Evangelien Texte, die Versöhnungsgeschichten erzählen. So auch an diesem 4. Fastensonntag. Jesus sucht die Gemeinschaft mit den Sündern. Dies ruft natürlich den Protest der Pharisäer und Schriftgelehrten hervor: Er gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen.

Jesus antwortet auf diesen Vorwurf mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn. Da sucht der jüngere Sohn einer Familie seine Unabhängigkeit und wagt in der Fremde einen neuen Anfang. Er geht zu sorglos mit seinem Vermögen um und gerät in bittere Not. Die Erfahrung von Armut und Einsamkeit ist zugleich die Stunde der Besinnung und Umkehr. Er muss sich eingestehen, dass er als Sohn versagt hat. Nur so kann er zum Vater zurückkehren. Im Vater erleben wir einen Mann, der sich dem Drang seines jüngeren Sohnes nach Unabhängigkeit nicht in den Weg stellt.

Obwohl der Sohn gescheitert ist, bleibt er für ihn sein Sohn. Er vergibt ihm und versöhnt sich mit ihm, noch bevor dieser seine Schuld aussprechen kann. Der Vater vergisst aber auch den älteren Sohn nicht. Er lädt ihn ein, zusammen die Rückkehr des Bruders zu feiern. Ob der ältere Sohn die Einladung seines Vaters annimmt, bleibt bewusst offen.

Wir Hörer und Hörerinnen des Evangeliums sind herausgefordert, selbst eine Antwort auf diese Frage zu geben. Wenn wir ehrlich sind, ein wenig ungerecht finden wir das Verhalten des Vaters gegenüber seinem älteren Sohn schon: Warum hat er nie ein Fest gegeben, um die Treue und den Fleiß seines älteren Sohnes freudig zu feiern?

Die Antwort auf die Geschichte ist: Wer sich für Jesus und seine Botschaft entscheidet, für den kann nur gelten: sich zusammen mit Jesus freuen, dass Gott sich in seiner unendlichen Liebe den Sündern zuwendet.

Angelika Schulte

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Sehen, wer wir sind!

Diese Aussage passt meines Erachtens ganz gut in die „Fastenzeit“: sich darüber klar werden, was die eigentlichen, auch die inneren Zusammenhänge unseres Lebens sind. Dies ist Sinn und Zweck der Fastenzeit. Mein „Namenspatron“, der Hl. Vinzenz v. Paul hat dazu einmal etwas Passendes geschrieben: „Es ist wahr, dass die Krankheit uns viel besser als die Gesundheit sehen lässt, wer wir sind.“

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Wie so viele wesentliche Aussagen, so steht auch diese im Gegensatz zum allgemein Üblichen. Natürlich wollen wir alle gesund sein, jung, dynamisch und voller Kraft, denn so erscheinen wir lebendig. Jedoch ist dieses Bild nur ein Teil der Wahrheit. Wer nur das „Licht“ kennt und nicht auch die Schattenseiten des Lebens, wird im Grunde nicht in der Lage sein, die ganze Bedeutung des „Lichts“ zu erkennen.

Bei der Aussage der Hl. Vinzenz v. Paul geht es sicherlich nicht darum, Krankheit als ein hohes Gut zu preisen oder etwa diese zu verharmlosen, ganz bestimmt nicht. Der Hl. Vinzenz gilt als Heiliger der Nächstenliebe, der sich gerade den Kranken mit besonderer Liebe annahm. Der heutige Glaube, Krankheit oder Gebrechlichkeit bringe überhaupt nichts Gutes mit sich und sei deshalb um jeden Preis zu vermeiden, stimmt so einfach nämlich nicht. Auch die Kranken, Notleidenden, Hilfe Suchenden und die Schwachen gehören dazu, gerade weil sie so oft nicht zur „normalen“ Gesellschaft dazu gehören. Menschen in Not, die Kranken, die Hilfe Suchenden, sie sind es, die das Leben von beiden Seiten her kennen.

Die Fastenzeit soll uns helfen, zu sehen, wer wir wirklich sind. Eine solche innere Erkenntnis kommt oft erst in den Zerreißproben unseres Lebens zustande. In einem Hymnus aus dem Stundengebet heißt es: „Die Erde zu heilen, schuf Gott diese Tage“. Die Österliche Bußzeit, in der wir nun leben, hat nur Sinn, wenn wir dies beherzigen.                             Ihr Gemeindereferent

Benedikt Fritz

 

Liebe Schwestern und Brüder,

Die neue Pfarrei ist errichtet. Wir bekommen viele Glückwünsche und Komplimente, immer wieder auch von außerhalb. Weil das meistens an mich gerichtet ist, ist es ist mir ein Anliegen, all die positiven Feedbacks an Sie weiterzugeben, weil der Prozess hin zur Neugründung einer Pfarrei von sehr, sehr vielen Gemeindemitgliedern mit begleitet und mitgetragen worden ist.

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

Noch ist das Werk nicht ganz perfekt. Uns fehlt ein Kirchenvorstand, also Verantwortungsträger für das Vermögen der Pfarrei. Was steckt dahinter? Sichtbar aus Fleisch und Blut unsere Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen, von der Sekretärin über die Küsterin zum Verantwortlichen für die Pflege der Außenanlagen. Sichtbar in Steinen unserer Immobilien, die Kirchen und Pfarrheime, die Pfarrhäuser und etliche Grundstücke. Eher unsichtbar, aber sehr wohl vorhanden unsere Rücklagen auf Bankkonten. Dazu kommt die Sorge um unsere Kindergärten, auch nach der Übertragung der Trägerschaft an die KiTa gGmbH. Langweilig ist es im KV also nicht.

Meine herzliche Bitte: Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch. Unsere Kirchenvorsteher haben ein verantwortliches Amt und brauchen die Rückendeckung der Gemeindemitglieder für ihre Arbeit. Selbstverständlich ist auch Briefwahl möglich. Bitte melden Sie sich dafür im Zentralbüro. Wir schicken Ihnen dann die Unterlagen umgehend zu.

Mit allen guten Wünschen, Ihr Peter Scheiwe, Pfarrer

 

Kandidatenliste für die Kirchenvorstandswahl am 12./13. März 2016

 

Name Vorname Alter Beruf Wohnung
Appelbaum Peter 51 Beamter Schloß Neuhaus
Bewermeyer Matthias 43 Diplomverwaltungswirt Sennelager
Born Dietmar 47 Prozessoptimierer Schloß Neuhaus
Grundhoff Michael 54 Notfallsanitäter Sande
Hüser Andreas 54 Diplom-Ingenieur Schloß Neuhaus
Kesselmeier Jörg 47 Geschäftsführer Sande
Kuhlmann Volker 49 Hausmeister Mastbruch
Kuhoff Oliver 45 Industriemeister Druck Schloß Neuhaus
Pavlicic Michael 59 Stadtarchivar Schloß Neuhaus
Schulz Regina 65 Rentnerin Sennelager
Segin Tobias 39 Polizeibeamter Schloß Neuhaus
Siemensmeyer Sonja 52 Industriekauffrau Sande
Vollstedt Karl 60 Dachdeckermeister Mastbruch
Voß Raimund 50 Metallbaumeister Schloß Neuhaus
Welslau Bernhard 53 Techn. Angestellter Mastbruch
Wilk Patrick 55 Geschäftsführer Sennelager

40 Tage Fastenzeit sind

kein Zufall…

Gabriele Merschmann, Gemeindereferentin

Gabriele Merschmann, Gemeindereferentin

40 Tage dauert die Fastenzeit – eine Zahl, die uns in der Bibel immer wieder begegnet: die Sintflut dauerte 40 Tage und 40 Nächte. Noah wartete, nachdem das erste Land wieder sichtbar wurden, 40 Tage

ehe er den Raben heraus ließ. Das Volk Israel wanderte nach dem Auszug aus Ägypten 40 Jahre durch die Wüste. 40 Tage war Moses Gott auf dem Berg Sinai nahe. Die Stadt Ninive hatte 40 Tage, um ihre Sünden zu bereuen. Jesus ging 40 Tage in die Wüste, um sich durch Gebet und Fasten auf seine Sendung vorzubereiten. Zwischen seiner Auferstehung und Himmelfahrt lagen laut Lukas-Evangelium 40 Tage.

In der Theologie steht die Zahl 40 damit für einen Zeitraum, der zu Buße und Besinnung auffordert, der Wende und Neubeginn ermöglicht.

Für uns können die 40 Tage der Fastenzeit eine Möglichkeit sein, sich selbst in den Blick zu nehmen, denn das eigene Leben ist wichtig und darf immer wieder in den Blick genommen werden.

Nehmen Sie sich doch bewusst abends eine Viertelstunde Zeit und lassen den Tag revuepassieren. Lassen Sie ihn vor Ihrem inneren Auge wie einen Film ablaufen: wie Sie am Morgen aufgestanden sind, den Vormittag verbracht haben, die Mittagszeit, den Nachmittag und den Abend. Welche Menschen sind Ihnen begegnet, welche Gespräche wurden geführt? Was hat angestrengt oder war entspannend? Gab es freudige Momente oder besondere Belastung? Bei Ihrer Rückschau können Sie darauf achten, was Sie jetzt bewegt: Wo regt sich dabei etwas in mir? Wo komme ich vielleicht jetzt erst ins Staunen? Wo geht ein Licht auf, weil mir plötzlich etwas klar wird?

Bitten Sie Gott zu Beginn Ihrer Rückschau, mit Ihnen Ihren Tag anzuschauen, das könnte manche Entdeckung bringen. Zum Abschluss dürfen Sie alles in Gottes Hände legen: Und je nachdem, wie Ihr Tag war, können Sie dann Gott danken, Ihn fragen oder bitten.

Eine gute Zeit wünscht Ihnen Ihre

Gabriele Merschmann

 

Augen auf – und durch“ …

… ist das Thema der diesjährigen ökumenischen Bibelwoche.

Geläufiger ist uns der Spruch: „Augen zu und durch“, oder? Es ist ein erheblicher Unterschied, welche der beiden Sätze mich leitet oder mein Leben beeinflusst.

Wir möchten Sie in der kommenden Fastenzeit jeden Mittwochabend von 19.30 Uhr – 21.00 Uhr einladen, sich durch Texte des Propheten Sacharja, die Augen öffnen zu lassen. Achten Sie bitte auf die Plakate oder schauen Sie auf unserer Homepage nach.

Der Prophet Sacharja hat – wie viele seiner Berufskollegen – Visionen. Seine inneren Augen sind auf Empfang gestellt.Bild1

Gott führt ihm die Konsequenzen menschlichen Handelns vor Augen. Sie sollen nicht die Augen verschließen und weitermachen wie bisher.

„Augen auf und durch!“ heißt die Parole.

Augen auf und durch – zu Gott, zu seinen guten Weisungen und hin zu den Menschen für ein gelingendes Zusammenleben im Volk und ein friedvolles Zusammenleben.

Spannende Texte erwarten uns. Sie führen uns in eindringlicher Weise das Ringen und Werben Gottes um sein Volk vor Augen. Sie beschreiben auch die Herausforderung für alle, die zu Gott gehören (wollen), Augen und Ohren offenzuhalten, sie nicht zu verschließen

– weder vor der Realität des Lebens noch vor der Gegenwart Gottes.

Nur an einem der Abende teilzunehmen ist möglich! Es ist keine Anmeldung erforderlich!

Wir freuen uns auf Sie!

 

Die Evgl. Christusgemeinde Schloß Neuhaus und Kath. Pfarrgemeinde Hl. Martin von Tours Schloß Neuhaus

 

„Prophet zu werden ist nicht schwer, Prophet zu sein dagegen sehr!“ Die Abwandlung eines bekannten Sprichwortes passt vielleicht ganz gut. Da beruft Gott Jeremia zum Propheten und lässt ihn gleichzeitig wissen, dass dieses Prophetenamt mit großen Schwierigkeiten verbunden sein wird. Gott muss Jeremia sogar deutlich Mut machen und ihm mehrfach zusichern, dass er zu ihm steht, dass er mit ihm ist, was auch immer passiert.

Der von Gott berufene Prophet hat es nicht leicht. Seine wichtigste Aufgabe ist doch darauf hinzuweisen, dass alle Gerüste religiöser, gesellschaftlicher und politischer Scheinsicherheit sehr wackelig sind. Dem Propheten geht es immer um den Glauben und die Beziehung zu Gott und nicht um die Institution.

Das Wort „Prophet“ lässt sich vom griechischen Wort „profetes“ herleiten. Es ist also die Stimme, die Nachricht, die Botschaft, die von Gott kommt, die aus Gott herauskommt. Martin Buber übersetzt das Wort Prophet daher wohl sehr gut mit: „Hervor-Sager“. Ein Prophet ist also kein Zauberer, kein Hellseher oder Wahrsager. Ein Prophet ist ein Sprachrohr Gottes, ein Mittler zwischen Gott und den Menschen. Ein Prophet spricht aus, was er von Gott gehört und von seinem Wort verstanden hat, was Gott von uns will. Propheten sind Menschen, die in einer unmittelbaren Beziehung zu Gott stehen.

Aber auch Propheten sind nicht frei von Zweifeln. Das kann sogar so weit gehen, dass ihnen ihre eigene Berufung zur Last wird. Und das vielleicht schwerste: Gott selbst wird ihnen zur Last. Gott wird ihnen fremd, geht ihnen verloren. So auch bei Jeremia, der seinen Gott anklagt: „Wie ein versiegender Bach bist du mir geworden, du unzuverlässiges Wasser.“ Uns kann das zeigen: Ich muss nicht immer nur behutsam mit Gott umgehen, als wenn er sonst beleidigt wäre. Lange genug ist gedacht worden: Bloß nicht mit Gott hadern, er wird es schon wissen, er macht es schon richtig und auf keinen Fall zweifeln!

Vielleicht können wir in diesem Sinne in der kommenden Woche Prophet sein: Mit Gott in lebendiger Beziehung, im Gespräch sein. Wissen, dass Gott mich ganz persönlich anspricht. Aussprechen, was ich von Gottes Wort verstanden habe. Mit Gott umgehen, wie es mir ums Herz ist. Ihm in Dankbarkeit und im Vertrauen begegnen, aber auch mit meinen Zweifeln.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen im Namen des Seelsorgeteams,
Pastor Tobias Dirksmeier

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

Liebe Leser und Leserinnen,

in der vergangenen Woche fiel mir eine Fotoreihe in die Hände, die für das Angebot der „Exerzitien im Alltag“ des Erzbistums wirbt. Eine Karte sprach mich besonders an. Diese zeigte drei Würfel, gebildet aus vielen kleinen farbigen Dreiecken. Sie wirkten auf mich sehr lebendig und doch geordnet, froh und klar. Das Foto trug die Überschrift: Verheißung. Am nächsten Tag las ich im Evangelium des heutigen Sonntags: Jesus wird am Sabbat in der Synagoge das Buch des Propheten Jesaja gereicht und er findet einen Abschnitt, der ihn direkt

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

anspricht. Auch da geht es um Verheißung, Jesus selbst wird zum Zentrum dieser Verheißung. Die alttestamentlichen Weissagungen werden in ihm in Erfüllung gehen, er ist der von Gott Gesalbte und Gesandte. Jesus stellte sich der Verheißung des Jesaja, als man ihm damals das Buch reichte. Er ließ sich mit seinem ganzen Leben darauf ein. Sein Programm war es: Armen einen gute Nachricht zu bringen, Blinden die Augen zu öffnen und Zerschlagene in die Freiheit zu führen. Jesus übernimmt seine Sendung. Der theologische Begriff Verheißung auf meiner bunten Fotokarte vom Vortag fiel mir wieder ein. Was für eine Bedeutung hat dieses Wort für uns heute?

Gottes Handeln ist immer noch aktuell. Was die Propheten damals weissagten, erfüllt sich im Heute Jesu, mit dem die Zukunft, das Reich Gottes begonnen hat, in die alle Geschichte einmal münden soll. Das Evangelium will das Buch unseres Lebens werden, so schrieb Madeleine Dêlbrel sinngemäß einmal: Wenn wir es in unseren Händen halten, sollten wir daran denken, dass das Wort darin wohnt, das uns ergreifen möchte, damit wir an einem neuen Ort, zu einer neuen Zeit, in einer neuen Umgebung Jesu Leben aufs Neue beginnen. Unser Leben als Christ kann so gelingen: lebendig, froh und klar, auf ein Ziel ausgerichtet.

Eine gute Woche wünscht Ihnen im Namen des Seelsorgeteams

Angelika Schulte

 

Back To Top