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BEWEGLICHKEIT

Auch die Nächstenliebe kennt Gezeiten, auch da gibt es Ebbe und Flut. Wenn am kommenden Sonntag in den katholischen Kirchen die Kollekte für das bischöfliche Hilfswerk „Misereor“ gehalten wird, gibt es Deutschlandweit eine Flut von Hilfe, über die man sich wirklich freuen kann. Vor kurzem hörte ich von einem älteren Gemeindemitglied „Solange ich noch laufen kann, geht es mir gut“. Mit den Spenden von Misereor wird genau dies ja auch ermöglicht: selbstbestimmtes Leben wird denen ermöglicht, die im Elend leben, in einer Armut, die wir uns oft überhaupt nicht vorstellen können, es wird sozusagen eine „Starthilfe“ geschaffen, damit brauchbare Voraussetzungen entstehen, um die „Selbsthilfe“ erst zu ermöglichen.

Allen Unkenrufen und Pessimisten zum Trotz, mehr als früher sehen die Menschen heute ein, dass sie verantwortlich sind und jeden Freitag, ganz gleich wie man inhaltlich dazu steht, reden ja nun auch tausende von Jugendlichen von dieser Verantwortung für diese eine Welt. Es soll auch dankbar vermerkt werden, dass viele Christen nicht nur Geld spenden, sondern dabei auch ihr Herz an die Armen verschenken und viele vor Ort tätig werden. Das ist überall da der Fall, wo Hilfe nicht gewährt wird aus der Überheblichkeit der Besitzenden, sondern aus dem Mitleiden in einer Welt, die so vielen Menschen das Leben vorenthält. Wer aus einer ganz persönlichen Betroffenheit anderen, vor Ort oder seien sie noch so weit entfernt, zu helfen sucht, wer sein Herz aus dem Elend der Welt nicht heraushält, der spürt den inneren

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Zusammenhang zwischen der Liebe zu Gott und der Liebe zu den Menschen. Menschen in Not brauchen ein großes Maß an Ermutigung, damit sie nicht verzweifeln, damit sie wieder Bewegungsfähig werden. Und nicht nur die Hilfe am Misereorsonntag, eine jede Hilfe kann über das Maß hinaus einem Menschen wieder sagen, dass er leben darf. Geld ist natürlich heute äußerst wichtig im Kampf gegen Armut, aber ein offenes Herz – das ist noch wichtiger. Am Ende bleibt die Frage: sind wir selbst beweglich genug, unsere Möglichkeiten der Nächstenliebe nach besten Kräften zu gebrauchen?

Ihr Benedikt Fritz

 

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