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Auf ihn sollt ihr hören!

Im Evangelium vom zweiten Fastensonntag spricht Gott aus einer Wolke zu Petrus und seinen Begleitern. Er macht eine deutliche Aussage über Christus und gibt ihnen eine klare Anweisung: „Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!“ (Lk 9,35) Warum wird die Stellung Christi und der Auftrag auf ihn zu hören in der Fastenzeit so betont? Ich glaube, dass die Aussage Gottes ein guter Leitfaden für die Umkehr in der Fastenzeit ist. Die Jünger wollen – bevor Gott ihnen diesen Auftrag gibt – drei Hütten bauen. Eine für Mose, eine für Elija und eine für Christus. Im Prinzip eine fromme Handlung. Abraham hat das Gleiche getan, sld Gott zu ihm gesprochen hat. Aber hier wird ein Paradigmenwechsel deutlich. Es geht nicht mehr nur darum Gott Altäre und Hütten zu bauen. Die Gläubigen sollen sich nun danach richten, was Christus ihnen sagt. Sie sollen auf ihn hören! Auf seine Botschaft der Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe!

Petrus und seine Begleiter werden dazu aufgefordert ihr Handeln zu reflektieren. Nicht alles, was sie vorher gemacht haben war falsch, aber es gibt eine andere Richtschnur, nach der sie sich richten sollen – Jesus Christus. Sie sollen also umkehren und ihr Leben auf Christus ausrichten. Damit ist Petrus in der gleichen Situation, wie wir Christen heute in der Fastenzeit. Gott spricht uns ganz direkt und persönlich an, wenn er sagt: „Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.“ Auch wir werden zur Umkehr eingeladen. Das bedeutet bei uns ebenso wenig wie bei Petrus, dass alles falsch war, was wir getan haben. Der Blick auf das eigene Leben soll dazu dienen herauszufinden, ob ich bei meinem Handeln auf ihn – Jesus Christus – gehört habe. Das ist bei mir sicherlich nicht immer der Fall. Ich vermute, dass ich damit nicht allein dastehe. Aber Gott ermutigt mich, dass ich auf ihn höre. Damit ist der Blick nach vorne entscheidend. Christus spricht uns im

Sebastian Vieth (Praktikant aus dem Priesterseminar)

Sebastian Vieth (Praktikant aus dem Priesterseminar)

Evangelium und im Gebet persönlich an und in der Zeit der Umkehr sollen wir uns darauf konzentrieren. Wir können durch Gebet und das Evangelium Christus zu uns sprechen lassen und ihn wieder zur Richtschnur unseres Lebens werden lassen. Ich möchte in dieser Fastenzeit den Blick wieder nach vorne richten, Christus zu mir sprechen lassen und versuchen in meinem Leben und Handeln auf ihn zu hören. Denn dazu lädt Gott uns ein – auf ihn sollt ihr hören!

Sebastian Vieth

 

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