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Mein Kollege Benedikt hat uns letzte Woche mit Gedanken zum Hören – Zuhören in die neue Woche geschickt. Heute wünschen ich uns Osteraugen!
Von einem kleinen Dorf in Frankreich in der Gegend von Piemont wird eine besondere Geschichte erzählt: Jedes Jahr am Ostermorgen beim ersten Glockenläuten öffnen sich die Türen der Häuser. Kinder und Erwachsene laufen zum Dorfbrunnen. Dort waschen sie sich die Augen mit Brunnenwasser.
Hinter diesem Brauch steht die Bitte um eine neue Sichtweise: um das Sehen mit Osteraugen. Diejenigen, die diesen Brauch ins Leben gerufen haben, sind sich ganz sicher gewesen: Weil Jesus vom Tod auferstanden ist, können wir mit neuen Augen sehen.
In diesen Wochen erzählen uns die Ostertexte oft davon, dass die Freunde, Jesus sehen und doch nicht sofort erkennen. Aber dann, plötzlich, erkennen sie ihn doch: mit Ostenaugen – mit den Augen des Glaubens!
In dieser Zeit werden wir gezwungen, auf vieles, was bisher alltäglich war, mit neuen Augen zusehen.
Letzten Sonntag, an diesem Wochenende und an den kommenden zwei Wochenenden waren große Feierlichkeiten geplant: unsere Kommunionkinder mit ihren Familien, sind bestimmt in diesen Wochen traurig, dass dieser besondere Tag der Erstkommunion verschoben werden musste. Eure Weggottesdienstleiterinnen und -leiter haben letzten Sonntag ganz besonders für euch Erstkommunionkinder und eure Familien gebetet.
Die Familien und wir vom Pastoralteam haben nun die Aufgabe Ausschau zu halten nach neuen Wegen. Ich bin davon überzeugt, wenn wir uns immer wieder fragen: „Wie hätte Jesus jetzt wohl gehandelt?“ Dann sehen wir bald neue gute Wege vor uns, wie wir eure Erstkommunion feierlich gestalten können. Osteraugen zu haben, bedeutet, einen Blick zu haben, der aufleben lässt, der mir und anderen das Neue zutraut.

Jesus ermutigte damals die Jünger und ermutigt uns heute, neu Aufzubrechen, neue Wege zu gehen – und gab damals schon ungewöhnliche Ratschläge.
„Wie hätte Jesus in dieser Zeit gehandelt?“ Was wünscht er sich von uns, von mir, von dir?
Mach deine Augen auf – deine Osteraugen!
Bleiben sie zuversichtlich und gesund.
Ich freu mich auf ein Wiedersehen
Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen

 

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