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Vater unser

 

Nach all den Veränderungen in unserer Kirche stimmt unser „Vater unser“ nun auch nicht mehr? Wer von uns hat nicht vielleicht im ersten Moment so etwas gedacht, als die Nachricht in den Medien erschien. Der heilige Vater, Papst Franziskus, ist nicht glücklich mit der deutschen Übersetzung des lateinischen Textes. Zwar ist die Übersetzung grammatikalisch sicher korrekt, der lateinische Originaltext meint aber laut Franziskus trotzdem etwas Anderes. Der Papst versteht Gott nicht als einen Gott, der in Versuchung führt, sondern der hilft, der in der Versuchung führt und leitet. Meine theologischen Kenntnisse sind zu gering, um bei dieser Diskussion mitzuwirken, aber die Zeile „und führe uns nicht in Versuchung“ ist schon die Zeile im „Vater unser“, die mir immer ein wenig Bauchschmerzen gemacht hat und dies auch heute noch macht. Ich bin mir sicher, dass ich damit nicht allein stehe.

Diakon Klaus Pöppel
Diakon Klaus Pöppel

Im Advent bereiten wir uns auf die Ankunft des Herrn vor. Sich vorbereiten bedeutet auch, sich mit dem eigenen Glauben auseinander zu setzen. Hierbei dringen wir oft gar nicht an die Kernbereiche, an die zentralen Glaubensfragen heran. Das jetzt über das elementarste Grundgebet der gesamten Christenheit nachgedacht wird, kann für uns ein Anlass sein, wirklich mal unserem Glauben auf den Grund zu gehen. Am Ende dieses „Tauchgangs“ möge dann stehen, dass wir uns auf tiefstem Herzen freuen auf die Ankunft des Herrn. So wie dieser Adventssonntag ja auch genannt wird: Gaudete. Freut euch!

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben noch eine besinnliche Adventszeit.

Ihr Diakon Klaus Pöppel

 

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