Überspringen zu Hauptinhalt
Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Liebe Schwestern und Brüder,

alles in der Welt lässt sich ertragen. Nur nicht eine Reihe von schönen Tagen.“ Das soll der große Goethe einmal gesagt haben. Da ist etwas d’ran. In vielen Familien kracht es gerade an Weihnachten. Eintönigkeit steckt oft dahinter. Es gibt ein schönes Beispiel dafür, dass das ewige Einerlei nicht nur grau-in-grau, sondern gewissermaßen auch gold-in-gold grauenhaft ist: der berühmte Münchener im Himmel, der sich nicht vorstellen kann, wie er das aushalten soll, dieses abwechslungslose Hallelujasingen.

Ein Himmel, dessen Seligkeit in Unveränderlichkeit und Eintönigkeit besteht, ist in Wirklichkeit die Hölle. Nur die, für die sich nie etwas ändern soll, „Alles, soll so bleiben, wie immer.“, sagen sie, sind die wirklich Unseligen, im Sinne von Unglücklichen, gerade auch in der Welt und der Kirche von heute. Nur die, die dazu verdammt sind, immer so zu bleiben wie sie sind, die nicht anders, nicht neu, nicht vollkommen werden können – mit einem Wort, die sich gegen jede Umkehr sperren, sind die wirklich Unseligen.

Mit neun Seligpreisungen beginnt Jesus im Evangelium des Matthäus seine Bergpredigt. In jeder davon geht es um Veränderung, um einen Sprung in der Qualität, um wirkliches Vorwärtskommen, um ein Größer- und Vollkommenerwerden.

Peter Scheiwe, Pfarrer
Peter Scheiwe, Pfarrer

Im Sinne Jesu ist darum auch der berühmte Münchener im Himmel selig, weil er nichts von eintöniger Seligkeit wissen will. Wir können es uns alle nicht ausmalen: ewige Seligkeit wird nicht eintönig, sondern „allestönig“.

Allen einen  gesegneten Sonntag, wünscht Ihr         Pastor Peter Scheiwe.

 

An den Anfang scrollen