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Grußwort des Erzbischofs

Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie schon einmal die große Krippe im Hohen Dom zu Paderborn besucht? Ein Besuch lohnt sich! Wer die Krippe zum ersten Mal sieht, ist oft erstaunt, wie groß die Zahl der Figuren ist. Nicht nur Maria, Josef und die Hirten sind dort und blicken auf den neugeborenen Jesus, sondern ganz viele unterschiedliche Frauen und Männer.

Dieses Bild steht mir vor Augen, wenn ich an die aktuelle Stimmung in unserem Land denke, die mir oft wenig gemeinschaftlich erscheint. Die Pandemie hält immer noch an, und das Gemeinschaftsgefühl, das uns einst getragen hat, scheint inzwischen geschwunden. Die Frage, wie mit dem Coronavirus umzugehen sei, trägt Spaltungen in die Gesellschaft. Der Ton wird rauer.

Trotzdem feiern wir Weihnachten. Wir feiern die Geburt Jesu, die Menschwerdung Gottes. Man bezeichnet Weihnachten gerne als „Fest der Liebe“, und das zu Recht: Wir glauben, dass Gott aus Liebe zu uns Mensch geworden ist. Diese Liebe Gottes gilt allen, auch denjenigen, die man selbst nicht zu lieben vermag. Gott nimmt alles an, was menschlich ist, und seine Einladung, zu ihm und seiner Liebe umzukehren, gilt allen.

Die Weihnachtsbotschaft ist deshalb eine Botschaft gegen jede Spaltung. An Weihnachten stehen wir als gesamte Menschheitsfamilie vor Gott, mit allem, was wir an Gutem und Schlechtem mit uns bringen. Die Krippe im Hohen Dom ist dafür ein schönes Bild. Ich möchte Sie einladen, ebenfalls zur Krippe zu kommen – egal, ob Sie dies innerlich tun oder ob Sie tatsächlich eine der vielen schönen Krippen im Erzbistum besuchen. Ich wünsche mir sehr, dass das diesjährige Weihnachtsfest und der Blick auf das Kind in der Krippe unserer Gemeinschaft neue Kraft gibt.

Gesegnete Weihnachten wünscht Ihnen

Ihr
Hans-Josef Becker
Erzbischof von Paderborn

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