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„Bereitet dem Herrn den Weg!“

Mit kräftigen, bildreichen und sehr kurzen Worten, die er beim Propheten Jesaja findet, zeichnet Lukas den Weg auf. Den Weg auf dem Jesus gehen wird und auf dem ihm die Menschen folgen sollen. Dieser Weg soll ein gerader Weg sein, er soll eben sein und wo es allzu kurvig und kompliziert wird, da soll der Weg begradigt werden. Schluchten sollen aufgefüllt, Berge abtragen werden. Und Lukas lässt keinen Zweifel daran, was er mit diesen Bildern meint: Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. Vielleicht kommt ins uns die Frage auf: Wie macht man das, den eigenen Weg gerader, unkomplizierter und weniger kurvenreich?

„Richtet euren Weg gerade“, ruft Johannes: Was rau, ungestaltet, profillos ist, soll Gestalt und Richtung bekommen. Johannes weiß sehr genau wie hart es ist, an der eigenen Lebens- und Glaubensstraße zu bauen, Ausbesserungen vorzunehmen, geduldig zu sein und Umleitungen in Kauf zu nehmen. Aber durch ihn gibt das Evangelium auch eine sehr eindeutige Antwort auf das „Wie?“ der Veränderung: Wir sollen zuerst immer wieder dem die Wege zu uns und unserer Seele bereiten, der bei uns ankommen will: Jesus, der uns entgegenkommt, mitten auf unserem Lebensweg. Und mit ihm gemeinsam können wir dann Schluchten der Trennung deutlich erkennen, in unseren mitmenschlichen Beziehungen, in Form von Vorurteilen, die weit in die Gesellschaft und das Verhältnis zu Menschen anderer Lebensweise, Hautfarbe, Kultur und Religion reichen können. Ebenso Schluchten, die aus der

Tobias Dirksmeier, Pastor
Tobias Dirksmeier, Pastor

Entfremdung von einem Glauben entstehen, in den wir vor langer Zeit „hineingetauft“ wurden. Wenn wir dem begegnen, der uns entgegen kommt, dann können wir mit seiner Hilfe Brücken bauen oder Tunnel durch sich vor uns auftürmenden Bergen graben. Dann werden unsere Wege gerader oder direkter: zum Ihm, zu uns selbst und zu unseren Mitmenschen.

„Bereitet dem Herrn den Weg!“ Dieser Satz trifft uns mitten auf unserem Lebensweg. Halten wir Ausschau nach dem, der bei uns ankommen will, um neu zu ihm, zu uns selbst und zueinander zu finden. Das wünscht Ihnen an diesem 2. Adventssonntag

Pastor Tobias Dirksmeier

 

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