Überspringen zu Hauptinhalt
Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Am 17. September ist der internationale Tag zur Beseitigung von Armut. Ob dieser Tag bewusst in der Woche stattfindet, in der das Evangelium von den Arbeitern im Weinberg steht?

Jesus erzählt, wie alle Arbeiter den selben Lohn bekommen, egal wie lange sie gearbeitet haben. Die bereits morgens angefangen haben, beschweren sich darüber, die anderen werden allesamt froh darüber gewesen sein das zu bekommen, was sie brauchen um sich und die Familie über Wasser zu halten. Denn der Lohn ist nicht überreichlich. Er entspricht dem Tagesbedarf einer Familie.

Seit Jahren ist das bedingungslose Grundeinkommen im politischen Gespräch Thema. Es wird darum gerungen und im nächsten Jahr soll eine Untersuchung gestartet werden. Die Bewerbungsfrist hat gerade begonnen.

Durch das Grundeinkommen – so die Idee – soll allen Menschen ermöglicht werden, am sozialen Leben teilzuhaben, egal ob sie als Arbeitnehmer ein Gehalt beziehen oder nicht. Die Armut soll damit bekämpft werden. Die Befürworter meinen, dass – wenn die Grundexistenz gesichert ist – neue Kräfte freigesetzt werden, sich in das Gemeinwesen einzubringen. Die Gegner sehen darin die Gefahr, das bislang Arbeitssuchende sich auf die buchstäbliche „faule Haut legen“ und einfach nur kassieren. Sicherlich würde es diese Fälle geben, aber ich persönlich bin davon überzeugt, dass der Mensch neben Geld auch das Gefühl braucht, gebraucht zu werden. Wahrscheinlich würden sich viele (ehrenamtlich) engagieren, wenn die Sorge um das tägliche Brot genommen ist. Und wie viele würden profitieren, die aus unterschiedlichsten Gründen arbeiten wollen, es aber nicht können? Kleine Initiativen ermöglichen schon heute das unbedingte Grundeinkommen. Es wird allein durch Spenden finanziert und offensichtlich klappt die Idee.

 

Egal wie die Diskussion und die Untersuchung um das unbedingte Grundeinkommen ausgeht: das Evangelium macht klar, dass es nicht um Leistung geht. Und das Gerechtigkeit Gottes mit einem anderen Maß gemessen wird: Seiner Güte.

 

Herzlichst Ihre Anja Fecke, Gemeindereferentin

 

An den Anfang scrollen