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Herbstgedanken

Die Strahlen der Sonne haben uns am letzten Wochenende noch einmal gewärmt.

Die Natur glüht noch einmal auf. Goldener Oktober!

Doch die Vorboten des Winters sind schon da. Der Tau am Morgen bleibt länger in den Tälern hängen. Das Herbstlaub knistert unter unsern Füßen. Die Herbststürme werden über unseren Häuser hinwegfegen. Bald wird es in der Nacht frieren. Es gibt trübe Tage…

Der Herbst ist die Zeit des Abschieds, aber auch des Übergangs.

Inzwischen stecke ich Blumenzwiebeln in die Erde und weiß: Es wird ein buntes Erwachen geben! Ein Hoffnungszeichen. Anfang und Ende, Ende und Anfang sind miteinander verknüpft.

Das kann uns Trost spenden, wenn wir die nächsten Feste im Kirchenjahr, wie Allerheiligen und Allerseelen, feiern. In den letzten Wochen bin ich mit meiner Mutter öfter über den Friedhof in unserem Ort gegangen. Bei vielen Gräbern sind wir stehen geblieben und meine Mutter hat mir die alten Geschichten von den Menschen, die dort begraben liegen, erzählt. Manchmal waren es traurige Geschichten – manchmal haben wir herzlich gelacht – auf dem Friedhof!! Wir haben andere Menschen getroffen und mit ihnen über dies und das gesprochen. Ein Friedhof ist ein Begegnungsort für die Lebenden untereinander und mit den Verstorbenen. („Warum gibt es hier bloß kein Café?“)

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Ein Friedhof ist ein Garten, der mit seinen Bäumen und Blumen, die sich verfärben und welken, hinfallen und vergehen an das Werden und Vergehen erinnert.

So schließt sich der Kreis: Ein Garten stand am Anfang der Menschheit – der Garten Eden, das Paradies. In dieses Paradies, so die Botschaft unserer Friedhöfe, werden wir am Ende wieder hingehen.

Genießen wir den Herbst und vertrauen wir auf das „Erwachen“, wo Jesus auf uns wartet.

Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen.

 

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