skip to Main Content
Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch

Zum Leben befreit!

Ostern ist vorüber. Viele Gemeinden feierten bereits die Erstkommunion, anderen steht die Feier noch bevor. Allmählich führt der Alltag wieder die Regie.

Auch die Osterferien sind längst zu Ende. Ganz normaler Alltag eben.

So auch für die Jünger. Die Ereignisse in Jerusalem liegen hinter ihnen. Es plätschert alles so vor sich hin. Auch Petrus unterliegt der Versuchung, einfach so weiterzumachen, wie zuvor. „Ich gehe fischen“, meint er zu den anderen Jüngern, und die schließen sich an. Das ist immer die Gefahr: Einfach so weiterzumachen wie zuvor, wie immer, als sei nichts geschehen. Doch Ostern hat das Leben vollkommen gewandelt und auf den Kopf gestellt. Lassen wir diese Erfahrung von Auferstehung und Leben in unseren Alltag hineinwirken?

 

Zum Leben befreit

Die Botschaft gilt dir

und mir und uns  – Leben

 

Lebendigkeit, Leben in Fülle, Befreiung – Erlösung

 

wir sind eingeladen – zum Leben

 

zum Leben in Fülle, du – ich- wir

 

die Zusage gilt uns

 

zum Leben befreit – andere zum Leben befreien

Auftrag Sendung Berufung

sich in Dienst nehmen lassen

 

Verantwortung übernehmen – Leitung wahrnehmen

im Dienst für die Menschen

im Dienst für Gott

 

sich in seinem Auftrag engagieren – sich in seinem Namen einsetzen

auf sein Wort hin

dem Leben trauen

 

und es  vertrauensvoll       leben

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

 

Andrea Schwarz: Aus: Entschieden zur Lebendigkeit. © Herder-Verlag, Freiburg i.Br. 1999, S. 121f.

Eine gesegnete Woche im Vertrauen auf Gott, der mit uns geht, wünscht Ihnen

Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen

 

Erst jetzt recht – Jetzt erst recht: Friede!?

Erst jetzt recht – Jetzt erst recht: Friede!?

Eines der wesentlichsten Worte der Osterbotschaft heißt für mich: FRIEDE! Der Sieger über den Tod wird immer wieder zur Mitte seiner verstörten, verängstigten, gelähmten Freunde und sagte Ihnen zu: „Der FRIEDE sei mit euch!“. Und ganz allmählich, langsam wird den aus der Verzweiflung herausgeholten Jüngern deutlich, was dieses Wort eigentlich bedeutet: FRIEDE zwischen Gott und Mensch, zwischen allen Menschen, auch – und nicht zuletzt – Friede als eine Möglichkeit des eigenen Herzens.

Der lebendige Christus, der vom Tod erstandene Jesus, sagt diesen FRIEDEn nicht nur an, er zeigt ihn auch: Er deutet auf seine Wundmale, welche später dann auch noch von Thomas angefasst werden dürfen und begreifbar gemacht werden. Ja, der Auferstandene ist wirklich der, der gefoltert wurde, ausgelacht und verspottet wurde, der, der am Kreuz gehangen hat. Der Preis für diesen FRIEDEn war unermesslich hoch und die Macht der Zerstörung und FRIEDlosigkeit ungeheuer stark.

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Wenn in unseren Tagen die Mächte des „Bösen“ und der „Menschenverachtung“ so hemmungslos zuschlagen – wie in Syrien, in Stockholm, in Ägypten, in London, in Petersburg, in Afghanistan, in Berlin, durch Rechtsextreme im In- und Ausland, in… (bei Wikipedia gibt es eine Liste, diese scheint unendlich lang zu sein), dass die Menschen davon vor Betroffenheit stumm werden, dann darf diese Empörung niemals zur Ohnmacht werden. Gerade jetzt muss von möglichst VIELEN angenommen werden, dass der FRIEDE ein Geschenk Gottes ist, dass der FRIEDE notwendig ist, es ist notwendig sich für den FRIEDEn weit mehr als bisher verantwortlich zu fühlen und ja: er ist möglich!

FRIEDE bleibt möglich: die Schritte zum FRIEDEn beginnen im eigenen Herzen, in der eigenen Familie, in der Nachbarschaft, vor der eigenen Haustür und überall, wo wir Menschen begegnen. Dass FRIEDE möglich bleibt, begreift nur, wer diesen FRIEDEn entschlossen verwirklicht. Die Herausforderung durch die Gewalt erlaubt kein Zögern mehr.

Wem es gelingt, Ostern richtig zu feiern, der kann dann auch österlich (in FRIEDEn) leben. Vieles geht und ist möglich, weil Jesus lebt. Seine Auferstehung gibt uns Mut zu neuen Schritten nach vorn und auch nach oben. Österliche Menschen lassen sich von solchen Geschehen immer wieder herausfordern.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine FRIEDvolle Osterzeit! Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

 

Der „Lehrstuhl Gottes“

Der „Lehrstuhl Gottes“

„… Nichts konnte die Begeisterung über den Einzug Jesu aufhalten; nichts möge uns daran hindern, in ihm die Quelle unserer Freude, die wahre Freude zu finden, die bleibt und Frieden schenkt. Denn nur Jesus rettet uns von den Schlingen der Sünde, des Todes, der Angst und der Traurigkeit. Doch die heutige Liturgie lehrt uns, dass der Herr uns nicht durch einen triumphalen Einzug oder durch mächtige Wundertaten gerettet hat. … Jesus entäußerte sich: Er verzichtete auf die Herrlichkeit des Gottessohns und wurde der Menschensohn, um in allem solidarisch mit uns Sündern zu sein, er, der ohne Sünde ist. … Das erste Zeichen dieser Liebe „bis zur Vollendung“ (Joh 13,1) ist die Fußwaschung. … Er hat uns mit seinem Beispiel gezeigt, dass wir es nötig haben, von seiner Liebe erreicht zu werden, die sich über uns beugt. Wir können nicht umhin, wir können nicht lieben, ohne dass wir zuerst von ihm geliebt werden, ohne dass wir seine überraschende Zärtlichkeit erfahren und ohne dass wir akzeptieren, dass die wahre Liebe im konkreten Dienen besteht. … Die Art und Weise des Handelns Gottes, der sich für uns entäußert hat, mag uns so fern vorkommen, während wir uns schwertun, auch nur ein bisschen von

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

uns selbst aufzugeben. Er kommt, um uns zu erlösen. Wir sind aufgerufen, seinen Weg zu wählen: den Weg des Dienens, der Hingabe und der Selbstverleugnung. Wir können uns auf diesen Weg machen, indem wir in diesen Tagen innehalten und den Gekreuzigten betrachten, es ist der „Lehrstuhl Gottes“. Ich lade euch ein, in dieser Woche oft diesen „Lehrstuhl Gottes“ zu betrachten, um die demütige Liebe zu lernen, die rettet und Leben schenkt, um dem Egoismus, dem Macht- und Geltungsstreben abzusagen. Jesus lädt uns mit seiner Erniedrigung ein, seinen Weg zu gehen. Richten wir den Blick auf ihn, bitten wir um die Gnade, zumindest etwas von dem Geheimnis seiner Entäußerung für uns zu verstehen. Und so wollen wir in Stille das Geheimnis dieser Woche betrachten.“ (Papst Franziskus – Ansprache vom 20.03.2016, gekürzt)

Ich wünsche uns allen ein wirklich von Herzen kommendes Eintauchen in diese Karwoche, in diese ganz besonderen Tage der Feier des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Jesu!

Ihr Pastor Tobias Dirksmeier

 

„Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen.“

Liebe Schwestern und Brüder,

„Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen.“, so lautet das Leitwort der Misereor-Fastenaktion 2017. Misereor stellt darin das afrikanische Land Burkina Faso in den Mittelpunkt. Dort betreiben Bauernfamilien erfolgreich eine Landwirtschaft die an die örtlichen Bedingungen angepasst ist. Wie in Burkina Faso entstehen an  vielen anderen Orten der Welt neue Ideen, die dazu beitragen, Hunger, Krankheit und Unfrieden zu beenden.

Solcher Beispiel vor Augen, ruft uns Papst Franziskus in seiner Enzyklika ‚Laudato si’ dazu auf, unser Denke und Handeln „in den Dienst einer anderen Art des Fortschritts zu stellen, der gesünder, menschlicher, sozialer und ganzheitlicher ist“ (LS 112).

Denn obwohl es genügend Nahrung und Auskommen für alle geben könnte, bestimmen Not und Mangel den Lebensalltag unzähliger Menschen. Ihnen zu helfen, mit guten Ideen an einer besseren Zukunft zu arbeiten, ist die Aufgabe von Misereor.

Bitte setzten Sie am heutigen Sonntag im Gebet und bei der Misereor-Kollekte ein großherziges Zeichen für eine Welt, in der alle in Würde leben können. Jede Spende hilft den Armen in Burkina Faso, in ganz Afrika und weltweit.

Fulda, den 22. September 2016

Für das Erzbistum Paderborn               Hans-Josef Becker, Erzbischof

 

Zweite Halbzeit

Zweite Halbzeit

 

Mitt – fasten soll heute mal nicht verstanden werden als eine Aufforderung, mit anderen zu fasten, sondern einfach nur als Hinweis verstanden werden, dass wir nun die Hälfte der „Fastenzeit“ hinter uns haben. Halbzeit ist aber zunächst auch eine Möglichkeit Rückblick auf die vergangene Zeit zu halten und zu überlegen,  welche „Alternativen“ wir noch haben, damit unser Leben tragfähig und als „erfolgreich“ verstanden werden kann. Alternativ? Dies meint: Nur wer sein Leben immer wieder auf Möglichkeiten zum Besseren hin überprüft, hat die Chance auf eine „erfülltes Leben“.

Zur Halbzeit von der ich hier rede, der Halbzeit der Fastenzeit, stößt da mancher Rückblick auf verpasste Wege und mangelnden Einsatz. Immer wieder spreche ich in meinen Vorworten auch von Fußball und wer in den letzten Wochen ein wenig Fußball-begeistert zugeschaut hat, kann bestätigen, dass man, auch wenn die erste Halbzeit vertan wurde und nicht ausgenutzt wurde, alles in der zweiten Hälfte noch zum guten gedreht werden kann. Immerhin liegt ja auch die zweite Hälfte der Fastenzeit noch vor uns, und vor Gott gibt es niemals ein „zu spät“. Manches schon verloren geglaubte Spiel konnte durch einen großen Endspurt noch zum Sieg gebracht werden.

Schon in einer Woche bietet die Misereor-Kollekte die bewährte Möglichkeit, die Hinwendung zum notleidenden Menschen in spürbarer

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Weise deutlich zu machen. Es ist sicher nicht der einzige, aber doch ein wesentlicher Prüfstein unseres Willens zur Erneuerung. Eine ruhige Überlegung kann hier helfen und so zu einer gelingenden zweiten Halbzeit führen: Wieviel Platz in meinem Herzen haben die Menschen, die mit mir leben? Wie viele Gedanken kreisen wirklich um andere? Wieviel Raum hat Gott in mir? Wieweit kann er überhaupt mein Herz erfüllen und mein Denken, Sprechen und Handeln beeinflussen?

Ostern, das große Fest des Lebens und der ungeahnten Möglichkeiten, muss immer im Frühling gefeiert werden. Überall in der Natur bricht in diesen Tagen der Frühling auf. Warum sollten wir Menschen da zurück bleiben?

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

 

DU bist das Wasser des Lebens

Im Gespräch am Jakobsbrunnen bittet die samaritanische Frau Jesus um das lebendige Wasser, das den Durst endgültig stillt. Jeder Mensch hat seine Sehnsucht, seinen Durst und kann Gott bitten:

Gott, du hast Wasser des Lebens.

Gib mir davon zu trinken, damit die Wüsten in mir grün werden.

Gib mir davon zu trinken, damit das Harte in mir weich wird,

damit Liebe wachsen kann,

die Hoffnung nie versiegt,

der Glaube nicht austrocknet.

Gott, gib mir das Wasser des Lebens

und lass es in mir zur sprudelnden Quelle werden,

zur Quelle, die nie versiegt.

Und mach mir Mut, Gott,

dieses Wasser des Lebens an andere weiterzugeben,

es nicht in mir einzusperren,

Dämme und Mauern darum zu bauen,

sondern es auszugießen, mit anderen zu teilen.

DIakon Andreas Kirchner

DIakon Andreas Kirchner

Gib du mir das Wasser des Lebens.

 

Ihr Diakon Dr. Andreas Kirchner

Gebet aus: Andrea Schwarz, Singt das Lied der Erlösung. Mit Gott das Leben feiern, Herder 1990, S. 114

 

Glaubenshaus „Schloßstr. 4“

Liebe Schwestern und liebe Brüder!

Wie können wir Menschen, Familien, die sich von der Kirche entfernt haben oder Kirche ablehnend gegenüber stehen, motivieren einen (neuen) Versuch zu wagen, sich kirchlichen Themen anzunähern? Unsere Antwort auf diese Frage ist das „Glaubenshaus“ an der Schloßstr. 4a.

In einer Atmosphäre, die eher Wohnzimmer- als Pfarrheimcharakter hat und eben gerade nicht in den klassischen Kirchräumen, wollen wir Begegnung möglich machen. Durch offene Angebote für Familien, für Trauernde, für Suchende, für Alle, die aus unserer Sicht von Kirche profitieren könnten, wenn sie sich nur zu uns trauen würden. Selbstverständlich wollen wir mit unseren Angeboten auch alle Gemeindemitglieder ansprechen, besonders der Kontakt beider Gruppen macht Gemeindeleben lebendiger.

Nach intensiver Vorbereitung und Renovierung werden wir am Sonntag,

  • 2. April um 10.30 Uhr,

also im Anschluss an das Hochamt in St. Heinrich und Kunigunde, die neuen Räume einweihen.

Zu dieser Feier laden wir Sie hiermit herzlich ein.

Ihr Pastoralteam

 

Unterbrechen, Aufbrechen, Durchbrechen

Liebe Schwestern und Brüder,

 

Unterbrechen,  Aufbrechen,  Durchbrechen:

 

unter diese drei Stichworte könnten wir die Quadragesima, wie das offiziell heißt, die heiligen 40 Tage, oder wie wir im Alltag sagen, die Fastenzeit, stellen.

 

Unterbrechen: Wir unterbrechen den gewohnten Ablauf unseres Lebens durch Elemente, die anders sind als sonst (Fasten, Einschränkungen etc.).

 

Aufbrechen: Wir brechen auf, um das Leben neu zu suchen und dem zu begegnen,  der uns dieses Leben schenken will.

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

 

Durchbrechen: Und wir gehen dem großen Fest entgegen, das uns Christen  an den endgültigen Durchbruch  durch die bedrückende Schwere  von Sünde und Tod erinnert: Ostern!

 

Eine gesegnete Zeit wünsche ich Ihnen

auch im Namen meiner Kolleginnen und Mitbrüder,

Ihr Pastor Peter Scheiwe

 

Die Geschichte vom betenden Gaukler

Es war einmal ein Gaukler, der von Ort zu Ort zog – tanzend und singend – und so seine Späße machte.  Aber eines Tages wollte er mehr und er entschied sich künftig ein besinnliches Leben zu führen.

So begab er sich in ein Kloster. Dort wollte er den Rest seines Lebens verbringen – schweigend und betend. Doch wie er die anderen Mönche sah, die das Schweigen und Beten jeden Tag mit ernsten und angespannten Gesichtern wiederholten, kam er sich bald leer und ausgehöhlt vor. Schließlich hielt er es nicht mehr aus, er zog sich, während die Klostergemeinde beim Chorgebet war, in eine kleine Waldkapelle zurück und fing an zu tanzen – so wie er es früher, als er noch von Dorf zu Dorf zog, gewohnt war. Er tanzte die kühnsten Tänze – und er tanzte sie zur Ehre Gottes. Tanzen war sein Gotteslob. Er tanzte so lange, bis ihm der Atem ausging. Einer der Mönche war ihm heimlich gefolgt, hatte ihn durchs Kapellenfenster beobachtet, und war anderntags zum Abt gegangen, um ihm davon zu berichten. Der Abt ging ebenfalls zur Waldkapelle und beobachtete den tanzenden Gaukler. Am nächsten Tag ließ dieser den Bruder Gaukler zu sich kommen. Zerknirscht fiel dieser vor dem Abt auf die Knie. Kaum konnte er seine Tränen zurückhalten: „Ich weiß Herr, dass ich ein schlechter Mönch bin. Ich passe nicht in euer Kloster. Anstatt zu beten und zu singen, habe ich getanzt. Ihr habt Recht, wenn Ihr mich aus dem Kloster verweist. So will ich freiwillig wieder auf die Straße gehen!“ – Doch da verbeugte sich der Abt vor dem Gaukler, umarmte ihn und sagte: „In deinem Tanz hast du GOTT mit Leib und Seele gelobt. Dein Herz war voller Freude. Und als ich dir zusah, spürte ich, dass auch ich fröhlich und heiter wurde.  Es kommt nicht darauf an, wie du dich vor Gott ausdrückst, sondern dass es das ist, was dein Herz fühlt. Deine Art GOTT zu loben und zu ehren sollte für uns ein Vorbild sein!“

Mit dieser kleinen Geschichte wünsche ich Ihnen, dass Sie immer wieder zum Einklang von Leib und Seele finden – im Feiern von Karneval und in der Begegnung mit Gott! Erfüllung, Zufriedenheit, Gelassenheit und Fröhlichkeit gehören dazu – auch in der folgenden Fastenzeit!

Ihr Pastor

Tobias Dirksmeier

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

Er hat JA zu uns gesagt.

Masken – oder wer bin ich – und wenn ja, wie viele?

Karneval ist ursprünglich kein Fest im Kirchenjahr. Doch viele christlichen Verbände und Gruppen bereiten mit viel Engagement und Freude ganze Tage und Abende vor, um mit den Menschen in den Gemeinden gesellige und fröhliche Stunden zu verleben. Diese Menschen fühlen sich wohl in Gesellschaft und lachen gern – über gute Wortspiele, witzige Darbietungen und nehmen sich selbst nicht zu wichtig.

Die Frage „Als was gehe ich diesmal?“ „Als was gehst du?“  wird in dieser Zeit oft gestellt. Es geht um Verkleidung, die Rolle, die man annimmt, die Figur oder Rolle, die Maske mit den verschiedenen Rollen und Charakteren.

Warum die „Verkleidung“ oder die „Maske“? In Kindergottesdiensten sagen wir oft: „Heute darfst du mal eine andere, ein anderer sein!“ Bei den Kinder wird sofort deutlich, was das bedeutet: Die Prinzessin darf sich alles wünschen, ist wunderschön und wird von allen bewundert. Der Pirat darf wild herumlaufen und einen kleinen Kampf beginnen, ohne dass er sofort zur Ordnung aufgerufen wird. Bei den Erwachsenen ist es nicht viel anders – sie sind eben nur älter…

Rollen und Rollenflexibilität, das gehört zu unserm Alltag. Denken Sie mal darüber nach, in wie viele verschieden Rollen Sie an einem Tag schlüpfen?  Möchten Sie auf eine Rolle festgelegt werden? Schwer, wenn „man“ Sie auf die Rolle der Mutter festlegt und Sie doch auch die „starke Frau“ sein möchten.

Ich denke, dass wir lebenslang lernen „Ja“ zu sagen, zu den verschieden Rollen, die in uns sind. Und diese anzunehmen: Das bin ich auch!  Mit meinen Ängsten und mit meinem fehlenden Mut und meinen Stärken. Gott hat uns so gewollt, mit unseren vielen verschiedenen Facetten.

Er hat JA zu uns gesagt.

Lernen wir JA sagen und nehmen uns ernst mit unserer

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Vielschichtigkeit.

 

Maskenlos leben lernen. So  entsteht Zufriedenheit – Diese Fülle zuerkennen und bei mir anzuerkennen, sie zu wagen zu leben – daran kann Karneval heranführen.  Viel Spaß dabei!

Helau und Alaaf und Palau    Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen

P.S. Das alles geht natürlich auch ohne Karneval – ist allerdings nicht so lustig.

 

Back To Top