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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch

Nichts tun. Walten lassen.

Zwischen den Jahren
Nichts tun. Walten lassen.
Die Zeit „zwischen den Jahren“ist eine besondere Zeit. Viele haben Urlaub und sind zu Hause.
Vielleicht haben Sie sich vorgenommen, im alten Jahr noch schnell etwas zu erledigen, damit
Sie es nicht mit ins neue Jahr nehmen müssen. Meine Erfahrung sagt mir, dass dieseVorhaben meist
scheitern. Die Zeit reicht nicht aus, oder man kann sich nicht wirklich aufraffen.
Diese Zeit hat eine besondere Qualität, die uns beeinflusst und der wir ausgesetzt sind. Sie ist
keine gute Zeit für Vorsätze und Räumungsarbeiten. In dieser Zeit zwischen den Jahren klingt das
vergangene Jahr und Weihnachten nach.
Es geht ums sein lassen, ums nichts tun müssen. Was ist, wird in Gottes Hände übergeben. Dort bleibt es, dort
wird es gewandelt und von dort wird kommen, was das neue Jahr für uns bereit hält, auch neueKräfte und neue Ideen. Aber erst einmal klingt das Jahr aus und wir versuchen loszulassen.
Wir wünschen Ihnen allen eine gesegnete Weihnachtszeit und ein gutes und friedliches Jahr 2017!

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Ein herzliches Dankschön an die vielen ehrenamtlich Engagierten. Ohne Ihre Hilfe, wäre im letzten
Jahr vieles gar nicht möglich gewesen.
Im Namen des Pastoralteams
Gemeindereferentin
Petra Scharfen

Wenn wir nur ein Zeichen erhielten…

Liebe Schwestern und Brüder,

es gibt Menschen, die sagen, Vieles wäre leichter an unserem Glauben, wenn wir ein Zeichen erhielten. Ein Wunder – und schon ließen wir uns vom Übernatürlichen überzeugen. Die Popularität, die so manche Wallfahrtsorte erfahren, an denen die Gottesmutter angeblich erschienen sein soll, mag das noch einmal unterstreichen.

Als der Prophet Jesaja dem König Ahas ein solches Zeichen sogar anbietet, lehnt dieser dankend ab. Er wolle den Herrn nicht auf die Probe stellen, antwortet er höflich. In Wirklichkeit aber will er sich nicht vom Wort Gottes in Frage stellen lassen. Er will weder Gott noch dem Propheten glauben, sondern seine eigene Politik machen.

Auch uns kann Gott ganz schön in die Quere kommen. Dass sein Sohn, der in unsere Welt hineinkommt, kein rachsüchtiger Gott ist, kommt manchen Hardlinern ganz schön quer. Jesus aber ist der Immanu-EI, der Gott-mit-uns. Er lebt vor, was wir sein könnten, wenn wir unser Menschsein ernst nehmen würden: göttliche Menschen nämlich, Menschen seiner Gnade.

Darauf will uns die letzte Woche im (längstmöglichen) Advent 2016 aufmerksam machen, so dass wir Weihnachten voll und ganz in den Gesang der Engel von Bethlehem einstimmen können: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden – den Menschen seiner Gnade.

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

Ich wünsche Ihnen allen, auch im Namen meiner Mitarbeiter und -innen aus dem Pastoralteam den Frieden und die Freude der heiligen Weihnacht, frohe Momente im Kreis Ihrer Lieben, vor allen Dingen, wenn es Ihnen gerade nicht so gut geht, also ein gesegnetes Weihnachtsfest 2016,

Ihr Pastor Peter Scheiwe

 

gaudete – freut euch!

„Die Weisung ‚gaudete’ – freut euch – kommt in den Briefen des hl. Paulus sehr häufig vor, ja man könnte sagen, dass sie gleichsam der ‚cantus firmus’ seines Denkens ist. Im so mühseligen Leben des Paulus, einem Leben mit Verfolgungen, Hunger, Leiden aller Art, ist dennoch das Schlüsselwort ‚gaudete’ immer gegenwärtig. Hier erhebt sich die Frage: ist es möglich, die Freude gleichsam anzuordnen? Die Freude, möchten wir sagen, kommt oder kommt nicht, sie kann nicht auferlegt werden wie eine Pflicht. Und hier hilft es uns, wenn wir an den bekannten Text über die Freude in den Paulusbriefen denken, das heißt an den des Sonntags ‚gaudete’ mitten in der Liturgie des Advent: „Freut euch, wiederum sage ich, freut euch – denn der Herr ist nahe.“

Wenn mir der Geliebte, die Liebe, das größte Geschenk meines Lebens, nahe ist, wenn ich sicher sein kann, dass er, der mich liebt, mir auch in schwierigen Situationen nahe ist, dann empfinde ich im Grunde meines Herzens eine Freude, die größer als alles Leiden ist. Der Apostel kann sagen: ’gaudete’, denn der Herr ist jedem von uns nahe. Deshalb ist diese Weisung in Wirklichkeit eine Einladung, dass wir uns der Gegenwart des Herrn, der uns nahe ist, bewusst werden. Sie ist eine Sensibilisierung für die Gegenwart des Herrn.

Der hl. Paulus will uns aufmerksam machen auf diese verborgene Präsenz Christi, der jedem von uns nahe ist. Für jeden von uns gelten die Worte aus der Offenbarung: Ich klopfe an deine Tür. Höre mich, öffne mir. Es ist also auch eine Einladung, für diese Gegenwart des Herrn, der an meine Tür klopft, empfänglich zu sein. Ihm gegenüber nicht taub zu sein, weil die Ohren unseres Herzens so erfüllt sind von den vielen Geräuschen der Welt … Prüfen wir, ob wir bereit sind, die Türen unseres Herzens zu öffnen … Er klopft an die Tür, er ist uns nahe, und damit ist uns die wahre Freude nahe, die stärker ist als alle Traurigkeit der Welt und unseres Lebens.“

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

(Text: Benedikt XVI. – Meditation zu Beginn der ersten Generalkongregation der XI. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode)

Ich wünsche uns allen weiterhin ein achtsames und wachsames Einüben in die bewusste Nähe des Herrn, der an Weihnachten neu in uns geboren werden will!

Tobias Dirksmeier, Pastor

 

Advent ist auch eine Zeit der Erschütterung, ….

Advent ist auch eine Zeit der Erschütterung, in der der Mensch wach werden soll zu sich selbst.

So beschreibt es Alfred Delp (* 15. 09. 1907 in Mannheim, deutscher Jesuit, Mitglied des Kreisauer Kreises im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, ermordet  am 2. Februar in Berlin-Plötzensee. Auf dem Weg unter den Galgen sagte er zum Gefängnispfarrer: „In wenigen Augenblicken weiß ich mehr als Sie.“)

Einige kennen die Adventszeit vielleicht noch als Fastenzeit vor Weihnachten: so wie vor Ostern, bereitet man sich durch „Fasten“ auf die Geburt des Gottessohnes vor. Heute ist es eher die Zeit „Vor-Feiern“ geworden.

Mit den folgenden Gedanken von Alfred Delp gehe ich in diesem Jahr durch den Advent: „Eine Voraussetzung für einen erfüllten Advent ist der Verzicht auf anmaßende Gebärden und verführerische Träume, mit denen sich der Mensch immer wieder etwas vormacht. Es ist eine Zeit in der wir die Wirklichkeit um uns herum – mit Gewalt und viel Not und Leid wahrnehmen sollten. (so wie es um uns herum und jeden Tag in den Nachrichten zu hören und zu sehen ist) Dieses „ erschütterte Erwachen“ gehört zum Erleben des Advents. Aber es gehört noch viel mehr dazu:

Das erst macht ja die heimliche Seligkeit dieser Zeiten aus und zündet das innere Licht in den Herzen an, dass der Advent gesegnete ist, 2-adventmit den Verheißungen des Herrn. Die Erschütterung, das Aufwachen, damit fängt das Leben ja erst an, des Advents fähig zu werden. Gerade in der Herbheit des Aufwachens, in der Hilflosigkeit des Zu sich selbst Kommens, in der Erbärmlichkeit des Grenzerlebnisses, erreichen den Menschen die goldenen Fäden, die in diesen Zeiten zwischen Himmel und Erde gehen und der Welt eine Ahnung von der Fülle geben, zu der sie gerufen und fähig ist.  Der Mensch soll immer wieder einmal das innere Auge schauen und das Herz schweifen lassen. Er wird dem adventlichen Ernst und dem adventlichen Segen dann auch noch anders begegnen. Er wird Gestalten sehen. Gelungene und gekonnte Menschen dieser Tage und aller Tage, in denen die Adventsbotschaft und

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

der Adventssegen einfach da sind und leben. Und beglückend oder erschütternd, tröstend und erhebend den Menschen anrufen und anrühren. Menschen dieser Tage und aller Tage.“  so Alfred Delp in Adventsgestalten.

Ich wünsche Ihnen eine erfüllte Adventszeit, in denen Sie die goldenen Fäden in diesen Zeiten zwischen Himmel und Erde erahnen und den adventlichen Segen spüren.

Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen

 

 

Schon wieder Advent!

Schon wieder Advent!

Schnell verging die Zeit seit dem letzten Weihnachtsfest. Diese Gedanken gehen uns vielleicht durch den Kopf, wenn wir in den Kalender schauen. Der Anfang ist gemacht, die erste Kerze an unseren Adventskränzen in den Kirchen brennt. Advent – Ankunft –  nannten es die Menschen in der Antike, wenn der Kaiser einen entlegenen Winkel seines Reiches besuchte. Wir Christen haben dieses Wort übernommen: für die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, das Kommen Gottes in einen entlegenen Winkel der Welt: für die Geburt Jesu in Betlehem. Als „Licht der Welt“ wollte er kommen, als warmes Licht hinein in alle Dunkelheit. Und so entzünden wir in den kommenden Wochen eine Kerze nach der anderen am Adventskranz. Es wird immer heller je näher wir dem Weihnachtsfest kommen.

Aber ist es nicht so, dass die schönen, bedeutungsvollen Lichter des Adventskranzes untergehen in dem Meer der ständigen Helligkeit in unseren Städten, im Meer der vielen Lichterketten und adventlichen Dekorationen? Ich empfinde es so. Und auch zu Hause ist der Advent eher eine Zeit des Herholens. Die eigenen vier Wände werden voll. Pakete werden gepackt, Geschenke gekauft und  Dekorationen vorbereitet. Vieles ist im Überfluss da. Und wo immer noch eine Kerze, eine Lichterkette oder ein leuchtender Stern hinpassen, da kommen sie auch hin.

Wie wäre es denn, sich einmal von Dingen zu trennen, um damit  den Advent bewusster zu erleben und zu entdecken. Jörg Zink hat folgendes Gebet zum Advent geschrieben, das uns auf die Ankunft Gottes als Kind vorbereiten kann: Dein Licht ist in allen Dingen, Gott. In den Sternen – und in den Kerzen, die Menschenhände hergestellt haben. Es ist dein Licht, nicht das unsere. Gib unserem Herzen die Sehnsucht nach deinem Licht, dass wir das Geheimnis deiner Liebe erkennen. Dass wir die Welt verstehen, die wir aus deiner Hand nehmen und die wir verwandeln, und Dein Geheimnis begreifen, das in Christus zu uns kommt. Denn dein ist das Erbarmen. Dein ist die Klarheit. Dein ist das Licht. Amen.

Eine gesegnete Adventszeit wünscht Ihnen im Namen des Pastoralteams

Angelika Schulte

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

 

Firmung 2017

In 209 Tagen ist es wieder soweit: Weihbischof Hubert Berenbrinker wird 208 Firmbewerbern das Sakrament der Firmung spenden.

  • Am 17. Juni werden in St. Heinrich & Kunigunde um 14 Uhr voraussichtlich 72 Jugendliche,
  • am gleichen Tag, dann aber um 17.30 Uhr in St. Michael 43 und
  • am folgenden Sonntag, 18. Juni um 11 Uhr in St. Joseph 50 und
  • um 15 Uhr in St. Marien 43 Jugendliche dieses Sakrament empfangen.

Seit September sind diese Jungs und Mädchen nun auf dem Weg, auf einem Weg, den sie selber frei gestalten können. Aus einer Vielzahl an Projekten, 28 an der Zahl, können die Jugendlichen auswählen. Dank eine großen Zahl von Gemeindemitgliedern (28) ist dies möglich. Die Projekte gehen von dem Besuche eines Musikfestivals bis hin zur Mitarbeit in einem Seniorenheim, der Besuch des Hospizes in Paderborn bis hin zu einer LAN-Party mit der KLJB Mastbruch (hier erleben sie Gemeinschaft innerhalb der Verbandarbeit) und einem gemeinsamen Wochenende in Hardehausen im Februar. Auch im Bereich der Liturgie und bei der Sternsingeraktion werden sich unsere Jugendliche beteiligen. Verpflichtend sind für sie die Besuche der drei Weggottesdienste in den jeweiligen Kirchengemeinden, teilweise durch unsere Ehrenamtlichen gehalten, zu den Themen „Gott Vater, Sohn und der Heilige Geist“.

Also, wir dürfen feststellen: von einer Eiszeit in unseren Gemeinden kann hier keine Rede sein. So darf ich sie einladen für unser Firmbewerber zu beten:

Gott, Du Vater aller Menschen!

Wir bitten dich für unsere Firmlinge. Schenke ihnen Deinen Heiligen Geist, damit alle guten Anlagen in ihnen entfaltet werden, damit sie wachsen können im Glauben an Dich, in der Hoffnung auf eine gute Zukunft und in der Liebe zu den Menschen. Hilf ihnen, andere froh zu machen in der Familie, in der Schule und in ihrem Freundeskreis. Hilf ihnen, jugendliche Begeisterung in die Kirche zu tragen und ihre Fähigkeiten zum Guten zu gebrauchen. Guter Gott, gib ihnen Lebensmut, Lebensfreude und innere Kraft, die Schwierigkeiten, das Leid und die Enttäuschungen des Lebens zu ertragen. Sei ihnen gerade in solchen Zeiten ein treuer Begleiter! Stärke auch alle, die unsere Firmlinge vorbereiten und begleiten und unsere Pfarrgemeinde im Glauben und in der Begeisterung für Dich, dass wir für die jungen Menschen ansteckend wirken und glaubwürdig sind, so wie es Jesus Christus war und heute noch ist. Amen.

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

 

Feier des Patroziniums – Heiliger Martin

Liebe Schwestern und Brüder,

zum ersten Mal feiern wir in unserer neuen Pfarrei das Patrozinium, den Heiligen Martin. Ich habe mir noch einmal den Brief angeschaut, den der damalige Gesamtpfarrgemeinderat und die vier Kirchenvorstände an den Erzbischof geschickt haben, als es um das Patronat der neuen Pfarrei ging. Vieles davon ist nach wie vor aktuell. Hier ein paar Auszüge:

„Der enge geschichtliche Bezug zwischen unserem Pastoralen Raum als ehemaligen Sitz der Paderborner Fürstbischöfe und der Domkirche wird durch den hl. Martin gut dargestellt. „Selig, dem beim Hinübergang Martin zur Seite stand.“ (1. Vesper vom Liborifest). … Dazu kommt, dass Martin als Soldat gut zur Lebenswirklichkeit unserer Gemeinden mit den vielen Kasernen passt. Dies bekommt derzeit eine besondere Aktualität, insofern die uns noch über viele Jahre beschäftigende Konversion mit dem Wandel des hl. Martin vom Soldat zum Bischof gut zusammen gedacht werden kann.

Der heilige Martin wird jetzt schon in den unterschiedlichsten Einrichtungen in unserem Pastoralen Raumes gefeiert. Eine Verehrung des Heiligen müsste nicht erst neu begründet werden. Der Termin, 11. Nov., kollidiert mit keinem weiteren ortsrelevanten Fest in unseren vier Gemeinden, so dass die Feier des Patronats gut vorstellbar wäre.

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

Die Caritas, das Teilen, bekommt in unseren vier Gemeinden immer größere Bedeutung. Der heilige Martin, insbesondere die ganz bekannte Legende von der Mantelteilung, könnte hier als Vorbild für pastorales Denken und Handeln dienen.“

Herzliche Grüße und einen  gesegneten Sonntag,

Ihr

Pastor Peter Scheiwe

 

die Frage nach dem Sinn des Lebens…

Liebe Leser und Leserinnen,

Rainer Oberthür, Dozent und Religionslehrer, veröffentlicht immer wieder wunderbare Bücher über das Leben, den Tod und die Schöpfung. Ausgangspunkt sind die Fragen von Kindern nach dem Sinn des Lebens, dem Warum, Woher und Wozu. Besonders gut gefällt mir das Buch „Neles Buch der großen Fragen“ – eine Entdeckungsreise zu den Geheimnissen des Lebens. Die kleine Nele sagt dort auf die Frage: Was ist Leben? – DA-Sein. Und auf die Frage: Was ist der Tod? Antwortet sie mit: WEG-Sein.

Das sind zunächst einfache Antworten, die es aber in sich haben. Alles, was es gibt, war vorher nicht DA, hat irgendwann angefangen und wird einmal WEG sein, nicht mehr bei uns. Was war vor dem Anfang und was wird nach dem Ende sein? Woher komme ich und wohin werde ich gehen? Ihre Mama erklärt ihr dies näher  und meint: Nur Gott hat keinen Anfang und kein Ende. Gott war vor der Zeit. Gott war immer schon DA und wird immer DA sein. Von diesem Geheimnis erzählt uns ja auch der Name Gottes etwas: JAHWE. In unsere Sprache übersetzt heißt das in etwa:

ICH BIN DER ICH – BIN-DA UND DER ICH-WERDE-DA-SEIN-FÜR-DICH.

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Ein merkwürdiger Name, findet Nele, fast schon ein langer Satz, eine Geschichte. Gott ist wohl der Einzige, der das alles versteht, sich selbst, die Zeit – was war, was ist und was sein wird. Wenn wir leben, wenn wir also DA sind auf dieser Erde, ist Gott DA. Und auch wenn wir tot sind, wenn wir WEG sind von dieser Erde, ist Gott DA. Für Nele sind das beruhigende Gedanken.  Nehmen wir doch diese Zuversicht mit hinein in die kommende Woche, denn Kinder sind mitunter wahre Philosophen und Theologen.

Angelika Schulte

 

31. Oktober 2017 – 500. Jahrestag der Reformation

„Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal der Tag, der als Beginn der Reformation gilt. Die damaligen Ereignisse lösten eine Wirkungsgeschichte aus, die nicht nur die evangelische wie die katholische Kirche bis heute prägt, sondern auch die ganze Gesellschaft verändert hat. Gemeinsam wollen wir den 500. Jahrestag der Reformation zum Anlass nehmen, uns auf die Anliegen der Reformatoren zu besinnen und ihren Ruf zu Umkehr und geistlicher Erneuerung neu zu hören“, so ist es im Vorwort zum Gemeinsamen Wort der evangelischen und katholischen Kirche zum Jahr 2017 zu lesen. Und weiter heißt es: „Der Blick in die Geschichte legt offen, was Christen einander an Leid und Verletzungen angetan haben. … Der Blick zurück kann aber auch heilsam sein, wenn wir ihn in Dankbarkeit für die heute gewonnene Verbundenheit und in der Perspektive von Versöhnung wagen. … Zu unserem Versöhnungsprozess gehört, dass wir die weiterhin offenen Fragen ehrlich benennen und auf deren weitere Klärung drängen. … Auf der Grundlage und in Fortführung des hier vorgelegten Gemeinsamen Wortes zum Jahr 2017 werden die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland am 11. März 2017 zu einem zentralen Buß- und Versöhnungsgottesdienst in die Michaeliskirche in Hildesheim einladen. … Wir sind dankbar, dass die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland aus Anlass von 500 Jahren Reformation den Prozess der Heilung der Erinnerungen angestoßen haben und in entscheidenden Schritten vollziehen.“

Das in diesem gemeinsamen Wort vorgelegte Gebet möchte ich uns allen für das kommende Jahr gerne ans Herz legen:

„Jesus Christus, du Sohn des lebendigen Gottes, unser Heiland, unsere Hoffnung, unser Erlöser:

Wir kommen zu dir mit der Last unserer Entzweiung und Trennung:

Wir kommen zu dir mit den Schatten der Vergangenheit.

Wir kommen zu dir in Scham und Trauer über das Leid, das aus unserem Streit entstanden ist.

Vor dir bekennen wir unsere Schuld und rufen dich an in unserer Not. Wir wissen keine andere Zuflucht als dein unergründliches Erbarmen. Vergib uns, was uns von dir und voneinander trennt. Im Licht Deiner Wahrheit erkennen wir unser Versagen: unseren Mangel an Behutsamkeit und Geschwisterlichkeit, unseren Mangel an Zuwendung zueinander und Respekt füreinander. Schenke uns den Geist der Versöhnung, der wegnimmt, was uns trennt, und uns glaubwürdige Schritte zur Einheit der Kirche gehen lässt.

Jesus Christus, Du, unser Heiland, du unsere Hoffnung, du unser Erlöser: Sei du das Brot, von dem wir leben. Sei du das Licht, durch das wir sehen. Sei du der Weg, auf dem wir gehen. Amen.“

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen,

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

Pastor Tobias Dirksmeier

 

Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise, dieses Gebet…

Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal,

seine Augen zum Himmel zu erheben,

sondern schlug sich auf die Brust und betete …

 

bild1

Fresko in der Saint-Joseph-Kirche in Marseille

 

Wie schön ist es, Gott danke zu sagen, für das,

was uns an Gutem gelungen ist!

 

Wie schön ist es, wenn wir spüren, dass wir nur mit den Kräften

wirken können, die uns geschenkt sind.

 

Wir schön ist es, dass wir mit Gott rechnen dürfen  –

ihm aber nichts vorrechnen müssen!

Ein schönes Wochenende und eine gesegnete Woche

Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

 

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