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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Wenn einer stirbt, was bleibt dann von ihm zurück? Kalzium, Kohlenstoff, etwas Phosphat? Aber irgendwann war das ein Mensch. Mit Träumen und Hoffnungen, mit einer Geschichte.

Allerheiligen gehen wir zum Friedhof, schmücken die Gräber der Angehörigen, stellen ein Licht auf. Am Nachmittag suchen meine Mitarbeiter und ich die Gräber auf, an denen nicht selten die Angehörigen stehen. Wir besprengen die Gräber mit Weihwasser. Nicht – wie man einst glaubte – um die Seelen der Verstorbenen im Fegefeuer zu kühlen. Sondern um sie zu segnen. Als Ausdruck von Dankbarkeit und Wertschätzung.

Stellt sich allein die Frage: Wie ist es um solcherlei Riten bestellt ist in einer Zeit sich wandelnder Bestattungskultur? Viele Urnenbeisetzungen, bei uns auch an Baumwurzeln verändern längst das Bild der alten Friedhöfe. Rasenfelder ersetzen die traditionellen Familiengräber. Ein neuer Bestattungs- und Trauerort ist hinzugekommen, der Friedwald, wo die Asche von Verstorbenen neben einem

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

Baum bestattet wird.

Ich bin der Ansicht: Man schlachtet keine heiligen Kühe, wenn Kirche sich der gewandelten Kultur anpasst. Veränderte Bestattungsformen erfordern veränderte Riten. Was aber unaufgebbar ist: Eine Kultur der Erinnerung zu wahren. Der Anonymisierung eine Würdigung der Persönlichkeit des Einzelnen gegenüberzustellen.

Deshalb sind Feiertage wie Allerheiligen oder der evangelische Ewigkeitssonntag für unsere Gesellschaft so wichtig. Ob der Liturge – es muss nicht unbedingt ein Geistlicher sein – seinen Segen in der Kirche, am Grab, im Friedwald oder auf dem anonymen Gräberfeld spricht – wesentlich ist der Segen selbst. Als unverzichtbares Zeichen der Würdigung und Wertschätzung. Der Segen hält daran fest: Jeder Mensch bleibt in seiner Einzigartigkeit bei Gott bewahrt.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Pastor Peter Scheiwe

 

Am Sonntag, 12. November um 17.00 Uhr, einen Tag nach dem Martinstag, stellen das Musical-Ensemble, die Schulchöre und die vocalakademie der Stephanusschule das Leben und Wirken des Heiligen Martin dar. In der musikalischen Familien-Historiendarstellung „Sankt Martin – nicht nur eine Mantelteilung“ erfahren die Besucher mehr aus Martins Leben, der Entwicklung vom jugendlichen Soldaten bis hin zum Wirken als Bischof. Dabei stellt die Mantelteilung nur eine Momentaufnahme seines caritativen Wirkens dar.

Zum Ende der Historiendarstellung singen die Zuschauer und Mitwirkenden bekannte und vor allem unbekannte, neue Martinslieder. Für das Libretto und die Regie zeichnet die Rektorin der International Musical Academy Petra Merschmann verantwortlich, die Gesamtleitung liegt bei Volker Merschmann. Die Aufführungen finden in der Aula der Stephanusschule, Arndtstr. 11-13 statt. Der Eintritt beträgt € 3,00 für Kinder und € 5,00 für Erwachsene.

Die Reihe der Streitgespräche setzt sich fort. Jesus soll doch endlich in die Falle tappen. Aber er bleibt frei. Er blickt mit dieser Freiheit in das Herz seines Gegenübers und findet immer die passende Antwort, die von innerer Weite und tiefer Nähe zum Herzen Gottes zeugt.

Den Kern seiner Botschaft, die er verkündet, er lebt ihn ganz konkret: zu lieben aus ganzem Herzen. Denn mit jeder Antwort will er nicht sein Gegenüber beschämen, bloßstellen oder gar besiegen. Nein! In jeder Antwort ist die Liebe Jesu zu seinem Gegen-über zu spüren und die unerschütterliche Hoffnung, dass dieser sich doch auch näher zum Herzen des Vaters bewegen möge. An seiner Liebe können alle Maß nehmen. Nicht das eigene Ansehen, nicht das überhebliche Gefühl der eigenen Intelligenz oder brillanter Redegewandtheit sollen über den Anderen triumphieren, sondern die Schlichtheit der Liebe und die Ehrlichkeit des Herzens sollen den Nächsten Gott wieder näherbringen.

Gott lieben, mit aller Kraft und absolut ehrlichem Willen bedeutet, diesem Gott immer ähnlicher zu werden. Dann kann das zweite Gebot gar nicht unerfüllt bleiben: Wer liebt wie Gott, lernt sich selbst immer wieder anzunehmen, ohne sich selbst bis ins Letzte verstanden zu haben und wird diese Liebe nicht für sich behalten, sondern mit der gleichen Achtung auch dem Nächsten entgegenbringen. Das ist die Torheit der Liebe Gottes: Der Versuchung zu widerstehen, sich einem anderen Gegenüber überlegen oder gar als ein besserer Mensch zu fühlen, bringt das Beste und Schönste unseres Inneren ans Licht. Das möchte Jesus mit jeder Antwort den Fallenstellern lehren, die Weisheit und Liebe des Vaters, nicht die des eigenen Egos.

Ich wünsche uns die Bereitschaft immer wieder darum zu beten und darin nicht müde zu werden: Gott, schenke mir die Kraft und Erkenntnis der Liebe des Herzens deines Sohnes.

Ihr Pastor Tobias Dirksmeier

Tobias Dirksmeier, Pastor
Tobias Dirksmeier, Pastor

Herbstgedanken

Die Strahlen der Sonne haben uns am letzten Wochenende noch einmal gewärmt.

Die Natur glüht noch einmal auf. Goldener Oktober!

Doch die Vorboten des Winters sind schon da. Der Tau am Morgen bleibt länger in den Tälern hängen. Das Herbstlaub knistert unter unsern Füßen. Die Herbststürme werden über unseren Häuser hinwegfegen. Bald wird es in der Nacht frieren. Es gibt trübe Tage…

Der Herbst ist die Zeit des Abschieds, aber auch des Übergangs.

Inzwischen stecke ich Blumenzwiebeln in die Erde und weiß: Es wird ein buntes Erwachen geben! Ein Hoffnungszeichen. Anfang und Ende, Ende und Anfang sind miteinander verknüpft.

Das kann uns Trost spenden, wenn wir die nächsten Feste im Kirchenjahr, wie Allerheiligen und Allerseelen, feiern. In den letzten Wochen bin ich mit meiner Mutter öfter über den Friedhof in unserem Ort gegangen. Bei vielen Gräbern sind wir stehen geblieben und meine Mutter hat mir die alten Geschichten von den Menschen, die dort begraben liegen, erzählt. Manchmal waren es traurige Geschichten – manchmal haben wir herzlich gelacht – auf dem Friedhof!! Wir haben andere Menschen getroffen und mit ihnen über dies und das gesprochen. Ein Friedhof ist ein Begegnungsort für die Lebenden untereinander und mit den Verstorbenen. („Warum gibt es hier bloß kein Café?“)

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Ein Friedhof ist ein Garten, der mit seinen Bäumen und Blumen, die sich verfärben und welken, hinfallen und vergehen an das Werden und Vergehen erinnert.

So schließt sich der Kreis: Ein Garten stand am Anfang der Menschheit – der Garten Eden, das Paradies. In dieses Paradies, so die Botschaft unserer Friedhöfe, werden wir am Ende wieder hingehen.

Genießen wir den Herbst und vertrauen wir auf das „Erwachen“, wo Jesus auf uns wartet.

Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen.

 

Liebe Leser und Leserinnen,

Bitte die Rechnung!

Diese Aufforderung  haben sicher schon viele von Ihnen ausgesprochen nach einem guten Essen in einem Restaurant. Auch wenn der Abend noch so schön war, einmal wird es Zeit, dass wir aufbrechen und bezahlen. Doch an diesem besonderen Abend haben Sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht:

Ich habe euch eingeladen, sagt dieser und lacht. Es war mir ein Vergnügen! Wie reagieren Sie?

Ich würde wahrscheinlich zumindest ein großzügiges Trinkgeld geben, sonst hätte ich ein schlechtes Gewissen. Es fällt uns halt oft schwer, ohne Anlass ein Geschenk anzunehmen. Es fällt uns nicht leicht zuzugestehen, dass wir nicht alles in der Hand haben. Es fällt uns schwer,  auch einmal einzuwilligen, dass ein anderer uns an die Hand nimmt und uns dort hinführt, wo das Leben gefeiert wird.

Auch der Gastgeber des heutigen Evangeliums hat eingeladen zu einem Festmahl, doch die auserwählten Gäste bleiben aus. Das Fest findet trotzdem statt. Der Gastgeber lässt sich die Laune nicht verderben. Es wird  gefeiert, wenn nicht mit den ursprünglich Geladenen, dann eben mit denen, die Zeit und Lust dazu haben. Es tauchen  die Bösen und Guten von den Straßen auf – sie sind es, die Ja sagen zur Einladung Jesu und in den Festsaal kommen. Sie lassen sich beschenken und feiern mit.

Lassen wir uns doch einfach begeistern und mitreißen, immer wieder aufs Neue.

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

 

Eine gute Zeit wünscht Ihnen

Gemeindereferentin Angelika Schulte

 

FRANKREICH – AUF DEN SPUREN DES HL. MARTIN – NOCH SIND PLÄTZE FREI

Kathedrale von Amiens

Unsere neu gegründete Pfarrei „Hl. Martin“ mit ihren vier Gemeinden führt vom 13. bis 19. Oktober 2018 eine siebentägige Rundreise durch. Wir wollen auf den Spuren des heiligen Martin gemeinsam pilgern und seine Person und sein Werk anhand der Orte, die er regelmäßig besuchte, gemeinsam erleben.

Unser Weg führt uns nach Amiens, wo Martin den Bettler traf. Dort feien wir in einer Seitenkammer der neugotischen Martinskirche einen Gottesdienst und erleben, dass Kirche nicht großartige Räume braucht, um Gemeinschaft zu stiften.

Auf dem Weg nach Poitiers, kam der heilige Martin nach Saunay (nahe Chartres), wo er der Legende zufolge ein Kind wieder zum Leben erweckte. Die Kathedrale von Chartres ist unser nächstes Reiseziel. Dort ist Abbé Franz Stock begraben, ein Paderborner Priester aus dem sauerländischen Neheim. Abbe Stock, für den das Seligsprechungsverfahren läuft, wird oft als „Sankt Martin des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet. Er gründete unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg das sog.  „Seminar hinter Stacheldraht“.

Poitiers

Unsere nächste Station ist Poitiers, ebenso eine bedeutende Station im Leben des heiligen Martin. Hier verließ er die Armee, um Schüler von Hilarius zu werden, dem Bischof der Stadt Poitiers, dessen Glaube in Bezug auf die Theologie zu jenem Zeitpunkt bewährt und anerkannt war.

Tours

Im Herzen des Loiretals, auch Garten Frankreichs genannt, liegt Tours, die Hauptstadt der Touraine und Stadt des heiligen Martin. Hier wirkte Martin als Bischof. Wir erkunden die Stadt. Das Grabmal des 397 verstorbenen Heiligen Martin befindet sich in der Basilika des heiligen Martin in Tours.

Letzte Station unserer Reise ist unsere Partnerstadt Le Mans. Eine enge Freundschaft verbindet nicht nur unsere zwei Städte, sondern auch Liborius mit dem heiligen Martin von Tours. Dieser Umstand war das wichtigste Argument bei der Wahl für unseren neuen Pfarrpatron. Martin besuchte Liborius in Le Mans, stand an seinem Sterbebett und bestatte ihn auch nach seinem Tod.

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Nähere Informationen erhalten sie über das Pfarrbüro, die Homepage oder aber über

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

 

Liebe Schwestern und Brüder,

Wahlen können unser Leben ganz schön durcheinander bringen. Die Nachrichten sind derzeit voll davon. Das Ergebnis der Bundestagswahl mag manche freuen, wenn sie nämlich ihr Wahlziel erreicht haben. Andere sind traurig, frustriert, geschockt. So eine Wahl hat immer Konsequenzen. In der Haut manches Verantwortungsträgers möchte ich jetzt nicht stecken.

Nicht ganz so dramatisch aber dennoch sehr wohl spürbar sind die Auswirkungen von Wahlen in unserer Kirche. Sie ist ja nicht demokratisch, sondern hierarchisch verfasst. Es geht nicht, wie das in unserem Grundgesetzt so für den Staat vorgesehen ist in der Kirche alle Macht vom Volke aus. Im Gegenteil, sehr, sehr lange hieß das, dass in der Kirche die Amtsträger das Sagen haben und nur sie! Spätestens seit dem 2. vatikanischen Konzil versuchen wir einen Mittelweg zwischen Demokratie und Hierarchie, nämlich eine synodal verfasste Kirche zu gestalten.

Die in ihr aus nach demokratischen Prinzipien gewählten Leitungsgremien haben großen Einfluss auf die Entscheidungen der Hierarchie und zwar auf allen Ebenen. Für die Ebene der Pfarrei sind das bekanntlich der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat. Im Kirchenvorstand kann der Pfarrer von den Mitgliedern jederzeit überstimmt werden. Die meisten KV-Beschlüsse bedürfen aber zu ihrer Gültigkeit der Genehmigung durch die Kirchenaufsicht.

Im Pfarrgemeinderat hat der Pfarrer ein Vetorecht, (wovon ich noch nie Gebrauch gemacht habe). Der Pfarrgemeinderat als Gremien der

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

Seelsorge hat für mich eigentlich gegenüber dem KV Priorität. Am 11./12. Nov. sind wieder PGR-Wahlen, wozu Ihnen an diesem Wochenende die Kandidaten vorgestellt werden. Für deren Bereitschaft in seelsorglichen Belangen mitzudenken, möchte ich mich jetzt schon bedanken. Für Ihre Beteiligung an der Wahl möchte ich jetzt schon Werbung machen.

Herzliche Grüße, Peter Scheiwe

 

Auszug aus dem ökumenischen Aufruf zur Bundestagswahl 2017: „Wir haben die Wahl!“ – Demokratie stärken durch Beteiligung und Respekt

„Als christliche Kirchen sehen wir uns in der Mitverantwortung für unser Gemeinwesen. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, den politischen Weg unseres Landes aktiv mitzugestalten. Der erste und wichtigste Schritt dazu ist, sich über die anstehenden Entscheidungen ein eigenes verantwortliches Urteil zu bilden und das Wahlrecht auszuüben.

Die Abgeordneten des Parlaments und die neue Bundesregierung werden vor großen Aufgaben stehen. Es gilt, Freiheit und Frieden, Wohlstand, Zusammenhalt und Vielfalt zu bewahren und gleichzeitig der weltweiten Verantwortung unseres Landes gerecht zu werden. Wirtschaftlich ist Deutschland sehr erfolgreich.

Viele Menschen kommen in unser Land, um Schutz vor Krieg und Verfolgung zu finden. Andere kommen auf der Suche nach Arbeit und einem gesicherten Leben. Dies macht unser Land bunter und vielfältiger, stellt uns aber auch vor Herausforderungen. Denn umso dringlicher stellt sich die Frage nach dem, was unsere Gesellschaft zusammenhält. Die Demokratie braucht die lebendige Auseinandersetzung und sie bedarf der Verständigung über die gemeinsamen Grundlagen unseres Zusammenlebens.

Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, in ihren Wahlentscheidungen zu bedenken, welche politischen Positionen und Kräfte unser Gemeinwesen stärken und unser Zusammenleben fördern. Wir möchten besonders auf drei politische Aufgaben hinweisen.

  1. Demokratische Streitkultur – Respektvolle Auseinandersetzung: Wir fordern alle, die sich an politischen Debatten beteiligen, dazu auf, dies hörbereit und respektvoll, friedlich und gewaltfrei zu tun.
  2. Keine Ausgrenzung: Den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stärken, bedeutet auch, niemanden wegen seines Glaubens, seiner Hautfarbe, seiner geschlechtlichen Orientierung oder wegen seiner Volkszugehörigkeit abzuwerten und auszugrenzen. UnserLand muss weltoffen bleiben und weiter Verantwortung übernehmen für die Schwächsten und Verwundbarsten.
  3. Den europäischen Zusammenhalt und eine internationale Friedensordnung stärken: Die europäische Einigung muss als kostbares Gut bewahrt und mit neuer Dynamik fortgeführt werden, anstatt in nationalen Egoismus zurückzufallen. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, den Prozess der europäischen Einigung weiter zu unterstützen. Nur ein einiges Europa ist der Garant für Frieden und Freiheit auf unserem Kontinent und kann neue Impulse geben für eine internationale Friedensordnung sowie für eine ökologische und sozial gerechte Gestaltung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen.

Als Kirchen, als Christinnen und Christen vertrauen wir auf den Schutz und Beistand Gottes und stehen ein für den Dialog und das friedliche Zusammenleben von Menschen aller Religionen und Weltanschauungen. Darum bitten wir noch einmal, durch Teilnahme an den Bundestagswahlen die Demokratie in unserem Land zu stärken.“

Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx

 

Vollständiger Text:

thumbnail of aufruf-zur-bundestagswahl-2017

„Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte.“ (Gen 2,15). Wir Menschen haben unsere Erde anvertraut bekommen, um sie zu nutzen, aber eben auch, um die Schöpfung zu bewahren, sie zu hüten. Papst Franziskus betonte dies nach seiner Wahl in seiner Antrittspredigt: „ Sie ( die Berufung) besteht darin, die gesamte Schöpfung, die Schönheit der Schöpfung zu bewahren….Achtung zu haben vor jedem Geschöpf Gottes und der Umwelt, in der wir leben.“

Diakon Klaus Pöppel

Diakon Klaus Pöppel

Wenn wir in den Nachrichten die Bilder der Zerstörung durch Naturkatastrophen sehen, wie z.B. die Spur der Verwüstung, die der Hurrikan in Mittel- und Nordamerika hinterlassen hat, so wird man nachdenklich. Wie die in den letzten Jahren immer häufiger auftretenden Katastrophen nun mit dem Klimawandel zusammenhängen, mag im Letzten noch nicht geklärt sein, dass wir aber unseren Teil dazu beitragen, daran besteht wohl kein Zweifel. Es gibt einiges, was wir hier leisten können, um unseren Konsum nachhaltiger und umweltverträglicher zu gestalten. Ein schönes Beispiel hier ist die jährlich stattfindende Altkleidersammlung unserer Kolpingsfamilie. Durch Wiederverwertung können wertvolle Rohstoffe geschont werden. Hier können wir im privaten Bereich viel tun, um den Auftrag Gottes, die Schöpfung zu bewahren, Ernst zu nehmen.

Herzliche Grüße

 

Ihr Diakon Klaus Pöppel

 

Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.            (Mt 18,19f)

Ich glaube, Gott will nicht nur mit jedem von uns Menschen in Dialog treten, er möchte die Gemeinschaft unter uns Menschen fördern. Er will eben, dass wir Dinge gemeinsam tun. Das Sonntagsevangelium möchte dabei Mut machen, aber es fordert zugleich auch. Es fordert den einzelnen heraus, der zur Gemeinde gehört. Es redet nicht von herausragenden Amtsträgern; vielmehr erwartet es von jedem von uns den Schritt auf den Nächsten zu; wenn es nötig ist, auch verbunden mit einem ernsthaften und klaren Wort.

DIakon Andreas Kirchner

DIakon Andreas Kirchner

Es liegt ein besonderer Segen darauf, wenn wir gemeinsam etwas erbitten, wenn wir miteinander übereinstimmen im Gebet. So wichtig das persönliche Gebet ist, es einen großen Unterschied, ob man allein oder gemeinsam betet. Ich erlebe diesen Unterschied z.B. beim kirchlichen Stundengebet. Es ist ursprünglich ein Gemeinschaftsgebet, wird jedoch außerhalb klösterlicher Gemeinschaften meist  allein gebetet. Wenn wir aber doch einmal gemeinsam beten, dann ist es jedes Mal kraftvoller.

Persönliches und gemeinsames Gebet können sich gegenseitig nicht ersetzen sondern  nur ergänzen.

 

Ihr Diakon Andreas Kirchner

 

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