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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch · Impressum | Datenschutzerklärung 

Liebe Schwestern und Brüder,

unseren Geburtstag feiern wir jedes Jahr, freilich in unterschiedlicher Intensität. Meinen 60. Geburtstag im letzten Jahr habe ich etwas üppiger gestaltet, als den 61. vor ein paar Wochen. Die Feier eines Geburtstages ist auch abhängig vom Geburtstags-„kind“. Als vor Kurzem unser Erzbischof 70 Jahre wurde, dürften die Glückwunschschreiben wohl kaum in eine Hand gepasst haben.

An diesem Sonntag feiern wir so einen ganz besonderen Geburtstag. Das Geburtstags-„kind“ ist 350 Jahre auf der Welt. Das liegt einerseits an seinem robusten Äußeren, das jedem Sturm der Zeit Stand gehalten hat. Das liegt aber vor allen Dingen an den Generationen von Menschen, die das Geburtstags-„kind“ ausgemacht hat und die es gepflegt haben in all der Zeit. Sie wissen es längst. Ich schreibe von der Pfarrkirche St. Heinrich und Kunigunde.

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

350 Jahre steht diese Kirche nun da – weitestgehend so wie wir sie jetzt sehen und erleben können. Das ist in unserer schnelllebigen Zeit schon alleine Grund zum Staunen und zur Dankbarkeit. Mich beschäftigt aber dennoch ein anderer Gedanke. 350 Jahre St. Heinrich und Kunigunde bedeutet doch, dass die Menschen in all den Jahrhunderten hier ihren Gott erfahren haben, in guten wie in bösen Tagen. Wie oft werden sie hier dankbar gefeiert haben, wie oft geweint und getrauert, wie oft auch mit großen Sorgen vor ihrem Herrgott gestanden haben? Es macht mich stolz, aber auch demütig, in dieser langen Kette der Generationen zu stehen und nun meinerseits zu bitten, zu trauern, zu weinen, zu danken, zu feiern.

Letzteres, zu danken und zu feiern, steht im Focus, wenn der Geburtstag da ist – an diesem Sonntag.

Seien Sie alle herzlich willkommen,

Ihr Pastor Peter Scheiwe

 

Triff dich … zu 350 Jahre St. Heinrich u. Kunigunde

Das Geburtstagsfest rückt näher. Zwei Abende in der Pfarrkirche leiten das Fest ein:

Historisch – Montag, 2. Juli, 19.30 Uhr: „Triff dich – in der Historie“. Ein Impuls von Prof. Dr. Nicole Priesching, Professorin für Religions- und Kirchengeschichte an der Universität Paderborn, blickt in die Zeit des Kirchbaus 1668, auf den Glauben der Menschen, das kirchliche Leben und die religiöse Lage damals. Es dürften interessante Erkenntnisse über eine Kirche geben, die keine Verbände, Großpfarreien, Räte, Kirchensteuern… kannte. Dazu gibt es eine lokale Ergänzung zum damaligen Neuhaus durch den besten Kenner der Neuhäuser Geschichte Michael Pavlicic. Umrahmt wird der Abend durch die dreiköpfige Gruppe „Guglhupf“ aus Paderborn mit alter Musik.

 

Gegenwart – Donnerstag, 5. Juli,  19.30 Uhr: „Triff dich – zum Glaubensweg heute“. Wir blicken mit diesem spirituellen Gesprächsabend in Gegenwart und Zukunft christlichen Lebens. Zum Thema packen Gemeindemitglieder ihren „Glaubens-Lebens-Koffer“ mit Gepäckstücken aus Glaube u. Kirche, an denen sie schwer zu tragen haben oder die ihnen wichtige Orientierung geworden sind (s. letzter Pfarrbrief). Diese Erfahrungen der Koffer werden durch zwei Begleiterinnen des Cityklosters Bielefeld aufgegriffen und mit Impulsen von Madeleine Delbrêl verbunden, einer Mystikerin unserer Zeit. Gemeinsam sollen so Wege gefunden werden, um „Gott heute einen Ort zu sichern“. Julia Fisching-Wirth, Paderborn sorgt für musikalische Unterbrechungen.

Beide Abende enden in lockerer Atmosphäre bei einem Glas Wein vor dem Quinhageneingang, in der das Gehörte ins Gespräch kommen kann.

Zwei praktische Hinweise:

Bild: Martin Manigatterer
In: Pfarrbriefservice.de

Für das abendliche Dinner am 7. Juli werden die Anmeldungen und die Mitteilung erbeten, wer was zum Bufett mitbringt. Für das Café am 8. Juli, werden Kuchenspenden erbeten. Für Beides Mitteilung an das Pfarrbüro!

 

 

Bild: Klaus Kegebein
In: Pfarrbriefservice.de

 

 

 

Am Sonntag gibt es den Büchermarkt auf dem Marienplatz. Dazu werden Bücherspenden möglichst ab dem Jahr 2010 gesucht, die im Pfarrbüro abgegeben werden können. Rückfragen dazu bei Christine Kirchner, Tel. 88 72 23.

 

 

 

 

 

Ein Buch zum Kirchengeburtstag

Freuen können wir uns auf einen andersartigen Kirchenführer, der zum Fest erscheint und zum Kauf angeboten wird.

Unter dem Titel „Gesichtserkennung“ sind darin rund 60 Gesichter der Figuren, Gemälde, des Kreuzweges und der Fensterbilder von St. Heinrich u. Kunigunde zu sehen, die der Paderborner Fotograf Tobias Vorwerk fotografiert hat. Ihnen sind jeweils Gebete, Texte, Gedanken gegenübergestellt. So ist es ein interessantes Betrachtungsbuch zur Begegnung auf Augenhöhe z.B. mit den in der Kirche zu sehenden Heiligen.

 

Zum 350. Kirchengeburtstag  von St. Heinrich & Kunigunde laden wir Sie alle ein, IHREN KOFFER zu packen. Es gibt bestimmt Gegenstände, Bilder, Symbole und Worte, die dafür stehen, was KIRCHE & GEMEINDE Ihnen in Ihren LEBENS-KOFFER mit auf den Weg gegeben haben. Dies können aufbauende, mut-machende, ja, aufmunternde Dinge, aber auch belastende, beschwerliche und überflüssige „Gepäckstücke“ sein. Beim Kofferpacken stellt sich dann vielleicht die Frage:

Was brauche ich unentbehrlich? Woran schleppe ich mich eher ab? Was ist mit eigentlich un-erträglich?..

All dies kann mit hinein in den Glaubens- und Lebenskoffer!

 

BRINGEN SIE IHREN LEBENSKOFFER

am Sonntag, 1. Juli, am besten zur Abendmesse, um 18.30 Uhr, in die Kirche „St. Heinrich & Kunigunde“ mit der Bereitschaft, ihn in der folgenden Woche für andere öffnen zu lassen und für einige Zeit zum Anschauen in der Kirche zu lassen.

Speziell zur Veranstaltung am Donnerstag, 5. Juli, um 19.30 Uhr, „Triff dich –  zum Glaubensweg heute“ wollen wir uns diese Koffer näher betrachten und deren Inhalte sprechen lassen!

 

Liebe „Mitgeburtstagskinder“,

noch vier Wochen trennen uns vom Geburtstag der Pfarrkirche St. Heinrich u. Kunigunde, so dass wir letztlich alle Geburtstag haben. Die Einladungsfaltblätter zum gesamten Programm sind seit Pfingsten in der Pfarrei unterwegs. Nehmen sie noch Exemplare aus der Kirche für Nachbarn und Bekannte mit! Heute lenken wir den Blick auf das Festwochenende:

  1. Juli, 19 Uhr: Triff dich … zum Dinner – 350 Gäste zum 350. Kirchengeburtstag

Am Vorabend des großen Festtages ist die Gemeinde zu einer besonderen Einstimmung eingeladen. Wir treffen uns auf dem Marienplatz unter der Kastanie zum Festessen! An festlich gedeckten Tischen speisen wir vom Büfett, wozu alle etwas mitbringen. Die Getränke werden gestellt. Dazu gibt es besondere Livemusik an diesem sommerlichen Abend. Wir bitten zur Planung darum, sich bis zum 1. Juli anzumelden und zu vermerken, was jeder zum Büfett mitbringen wird unter 05254/2531 oder hl-martin-schlossneuhaus@erzbistum-paderborn.de

 

  1. Juli, 11 Uhr: Triff dich … zum Festgottesdienst in St. Heinrich u. Kunigunde

Das Ereignis wird gebündelt im festlichen Gottesdienst zum „Kirchweihfest“. Im Wort Gottes und Fürbittgebet, in Liedern und der Predigt verbinden wir uns mit Gott in dem „Haus Gottes“, in dem Generationen vor uns

 

sich getroffen haben und wir uns treffen, um Gott und Mensch zu verbinden. Weihbischof Manfred Grothe wird als unser Gast den Gottesdienst leiten. Anschließend: Triff dich … zum 350. Kirchengeburtstag

Auf dem Marienplatz wird die Geburtstagsfeier fortgesetzt – Frühschoppen, Mittagessen, Kaffee, Geburtstagsständchen auf der Bühne, Aktivitäten der Gruppen und Verbände. Wer noch etwas beisteuern kann, möge sich bitte kurzfristig im Pfarrbüro melden. Wir bitten dorthin auch um Mitteilungen, wer einen Kuchen zum Kuchenbüfett spenden wird.

Um 18 Uhr endet der Tag mit einem großen Geburtstagsabschlusssingen – begleitet von der Gruppe „Laudamus“.

Der Vorbereitungskreis „350 Jahre Heinrich u. Kunigunde“

 

Sabbat shalom…

Das Alte Testament sagt: am Sabbat soll niemand arbeiten, kein Mann, keine Frau, kein Sklave. Sogar die Tiere dürfen den ganzen Tag ruhen.

Jesus bringt dieses strenge Gebot auf. Er heilt am Sabbat, ein völliges Unding. Darum wird er argwöhnisch von seinen Zeitgenossen beobachtet. Jesus setzt sich über Traditionen und Gebote hinweg. Er tut es, wenn es Not-wendig ist. Ist der Sabbat für den Menschen da, oder der Mensch für den Sabbat?

Wir Christen haben die Sabbatruhe übernommen. Aber wir feiern sie am Sonntag, dem Auferstehungstag Jesu. Dieser Sonntag ist in unserer Gesellschaft immer mehr bedroht. Krankenschwestern, Polizisten, Feuerwehrmänner leisten an einem Sonntag ganz selbstverständlich ihren Dienst – und das ist gut so. Aber es sollen immer neue Berufsgruppen dazu kommen. Produktionsbetriebe können sich einen Stillstand der Maschinen am Sonntag nicht leisten, viele wollen am Sonntag shoppen,….

Anja Fecke,
Gemeindereferentin / Behindertenseelsorgerin
a.fecke@cww-paderborn.de
0160 897 22 37

Der Sonntag ist bedroht. Er läuft Gefahr ein ganz normaler Wochentag zu werden. Das wäre schade. Denn vor allem ist dieser Tag doch für uns Menschen da: um sich zu erholen, um das zu machen, wozu man in der (Arbeits)Woche nicht kommt. Und nicht zuletzt, um sich Zeit zu nehmen für die Freundschaft mit Gott.

Einen schönen Sonntag!                     Anja Fecke, Gemeindereferentin

 

Wir feiern Dreifaltigkeit.

Seit Jahrhunderten versuchen Menschen, im Bild darzustellen, was mit dem Verstand letztlich nicht zu durchdringen ist.

 

Jeden Gottesdienst beginnen wir mit dem Kreuzzeichen.

Jedes Mal, wenn wir uns an Gott wenden, beginnen wir im Namen des dreifaltigen Gottes. Wir feiern an diesem Sonntag unseren Gott, der uns im Vater, Sohn und Heiligem Geist nahe ist. Lasst uns innehalten beim nächsten Kreuzzeichen – im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Ihr Diakon Andreas Kirchner

DIakon Andreas Kirchner

Diakon Andreas Kirchner

 

Liebe Leser und Leserinnen,

Pfingsten hat für mich nur sehr wenig mit Höhenflügen zu tun, auch wenn ich immer in jedem Jahr gern die Pfingstlieder aus dem Gotteslob singe: Der Geist des Herrn durchweht die Welt, gewaltig und unbändig, wohin sein Feueratem fällt wird Gottes Reich lebendig. Da schreitet Christus durch die Zeit in seiner Kirche Pilgerkleid, Gott lobend: Halleluja (Gotteslob 347, 4). Das ist wahrhaftig eine starke bildhafte Sprache, die unsere Phantasie beflügelt. Aber entspricht sie dem, was Gottes Geist von uns erwartet?

Dieses Bild fand ich auf der Suche nach einem Symbol für das Pfingstfest. Menschen stehen eng im Kreis, nur ihre nach vorn ausgestreckten Hände sind zu sehen. Vielleicht hielten sich die Jüngerinnen und Jünger Jesu, die sich gemeinsam mit Maria, seiner Mutter, versammelt hatten, damals auch an den Händen, voller Angst vor einer  Zukunft ohne Jesus.

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Und dann tritt der Auferstandene in ihre Mitte, zeigt seine Wunden und haucht sie an: „Empfangt den Heiligen Geist!“( Joh 20,19-23) Er fordert sie auf: Schaut nicht hoch, nicht weg, sondern schaut hin, gerade auch auf die dunklen und verwundeten Seiten im Leben. Pfingsten braucht gar kein großes Brausen, sondern ist eher ein stilles, aber radikales Sich-auf-die-Wirklichkeit-Einlassen: auf das Leben mit seiner Zerbrechlichkeit, Vergänglichkeit und Verwundbarkeit. Eine pfingstliche Kirche ist eine liebende Gemeinschaft, denn nur die Liebe kann im Verwundeten und Unvollkommenen mehr sehen als Scheitern, Katastrophen und Sinnlosigkeit. Ohne die Liebe wäre Pfingsten nur ein schönes und berauschendes Gefühl, eine Erfahrung von Abgehobensein.

Lassen Sie uns das Bild ändern: die Hände drehen sich nach außen und  bilden keinen abgeschlossenen Kreis mehr,  sondern wenden sich in Liebe anderen Menschen zu, damit Gottes Reich lebendig wird.

Im Namen des Seelsorgeteams wünsche ich Ihnen frohe Pfingsten       Angelika Schulte

 

Liebe Schwestern und Brüder,

das Evangelium des Markus und des Matthäus endet mit dem so genannten Taufbefehl: „Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

In der frisch renovierten Kirche St. Michael ist das sichtbar umgesetzt. Zu beiden Seiten des Taufsteins in der Mitte der Ellipse findet sich Fußboden der Taufbefehl: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Dass die Taufe das zentrale Sakrament ist, entdecken wir in diesem Tagen wieder neu. Dass sie unabhängig von einem Amtsträger gültig gespendet werden kann, gehört immer mal wieder zu meinem Alltaggeschäft, wenn nämlich zumeist in der ehemaligen Sowjetunion die Kinder von den Omas zumeist geheim getauft worden sind. Die Babys von damals sind die Brautleute von heute. Sie werden nicht noch einmal getauft!

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

Rund um den Altar steht das Versprechen Jesu, “Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“ In jeder Eucharistiefeier macht der Herr sein Versprechen auf besonders dichte Weise wahr.

Der Ort der Wortverkündigung, das Ambo liegt am Ausgang der Kirche und ist markiert mit dem Satz „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündigt das Evangelium allen Geschöpfen.“ Wenn wir das alle(!) wörtlich nehmen, ist der weitere Aufbau des Reiches Gottes in Hl. Martin Schloß Neuhaus gesichert.

Ihnen allen einen guten Sonntag

Ihr Pastor Peter Scheiwe

 

Die Osterzeit stellt uns ganz verschiedene Bilder von Kirche vor Augen. War am letzten Sonntag das Bild vom Hirten und seiner Herde in der Verkündigung zu hören, kommt an diesem Sonntag das Bild vom Weinstock in den Blick. Wohl in kaum einem der unterschiedlichsten Bilder von Kirche klingt aber die persönliche und liebende Verbundenheit des Herrn so stark mit, wie im Bild vom Weinstock. Er ist der Weinstock, wir sind die Reben. Der Gedanke des Bleibens ist aber nicht als einengendes Bild zu verstehen, sondern vielmehr als ein „Wissen um die Quelle“. Es geht darum in der Tiefe mit demjenigen verbunden zu sein und die Wurzeln nach dem Auszustrecken, von dem mir Kraft und Zuversicht zuströmen können. Es geht eben um nichts Statisches, nicht um nebeneinander stehende Weinstöcke am Berghang. Denn „ganz anders sieht es in Palästina aus. Der einzelne Weinstock ist da nur ein Holzstrunk, der kaum aus dem Boden ragt. Seine langen Wurzeln, die für das Leben der Pflanze entscheidend sind, verlaufen unsichtbar tief im Boden. Sichtbar werden erst im Sommer die grünen Reben, die üppig aus dem scheinbar toten Strunk herauswachsen und über viele Meter hin den Boden bedecken. Der einzelne Strunk ist nicht mehr zu sehen, die Reben wachsen ineinander zu einem Dickicht. Aus der Ferne sieht ein ganzer Hang wie ein einziger dicker grüner Teppich aus.“ (Benedikt Schank OSB)

Es lohnt also an diesem Sonntag meinen eigenen Wurzeln nachzuspüren. Wo bin ich in der tiefe meiner Seele mit dem Herrn unsichtbar verbunden, so dass sichtbar etwas Lebendiges aus meinem Leben entstehen kann? Eben eine lebendige Einheit in der Vielheit und Verschiedenheit, die in lebendiger Gemeinschaft miteinander entsteht, weil da viele tief verwurzelte Weinstöcke ihre Lebenskraft miteinander verbinden, damit mein Leben und das Leben der anderen „seine“ Früchte hervorbringen kann! Denn „das Sichtbare am nachösterlichen Christus sind nur noch wir, die Reben.“ (s.o.)

Ihr Pastor Tobias Dirksmeier

Tobias Dirksmeier, Pastor
Tobias Dirksmeier, Pastor

Bestimmt haben Sie auch schon mal eine solche Erfahrung gemacht: Was bis vor kurzem noch selbstverständlich war – Gesundheit, Arbeit, Zukunft -, das wird auf einmal zu einer Frage und scheint versperrt zu sein. „Ich weiß nicht mehr weiter“ – solche niederschmetternden Aussagen kann man leider immer wieder hören. Ist derjenige, der so etwas sagt, am Ende? Es ist ja wirklich nicht einfach, solche Zeiten zu überwinden, in denen man glaubt, am Ende zu sein, ob nun in wirtschaftlicher Sicht, oder aber auch im menschlichen Miteinander. Es kommt doch nicht nur heute ganz besonders darauf an, die menschlichen Möglichkeiten eben nicht in eine Abwärtsspirale hineingeraten zu lassen, sondern gerade im Gegenteil: Umso stärker zu entfalten, je schwieriger die äußeren Bedingungen sind. Wir Christen haben doch Ostern gefeiert, das Fest, das aus der tiefsten Erniedrigung eines Menschen entstanden ist – und wir glauben, dass gerade durch Ostern alles möglich ist: keine verschlossenen Tore mehr, dafür aber ein Aufbruch ohne gleichen. Ostern ist die Herausforderung, die uns heraus führen will aus jeder Abwärtsspirale.

Am kommenden Sonntag steht der „gute Hirte“ im Vordergrund. Hierzu habe ich einen wunderschönen Text gefunden, der eben jene menschlichen Möglichkeiten und Gottes Zusage wunderbar zum Ausdruck bringt:

„Stark! sich anvertrauen können – sich zumuten dürfen – sich aufgehoben wissen. Stark! Menschen, die sich tragen lassen in unerträglichen Zeiten – Menschen, die andere tragen, weil sie sich selbst getragen wissen – Menschen, die einem guten Hirten trauen. Stark! Gott, der hält Gott, der hält, was er verspricht – Gott, dessen Stärke ist, eine Schwäche für uns Menschen zu haben.“ (Maria-Anna Immerz – Stabsstelle Ehe, Familie und Lebensschutz des Bistums Augsburg).

Eben nicht rückwärtsgewandt denken, sondern in eine Zukunft schauend – mit Gott.

Ihr Benedikt Fritz

Benedikt Fritz, Gemeindereferent
Benedikt Fritz, Gemeindereferent
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