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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch

Zeugen gesucht!

„Ihr seid Zeugen dafür!“ So endet das Evangelium vom 3. Ostersonntag. Waren Sie schon mal Zeuge? Vielleicht Zeuge bei einem Verkehrsunfall? Zeuge bei einem Diebstahl? Dann kennen Sie das Gefühl einer gewissen Unsicherheit: Ist das, was ich da gesehen habe oder wovon ich jetzt erzählen soll, wirklich genau so passiert? – Und glaubt man mir überhaupt?

Den Jüngern Jesu erging es sicher ähnlich, als sie diesen Auftrag als „Augen“- Zeugen der Auferstehung in die Welt zu gehen, bekommen haben. Was können Sie den Menschen erzählen? Welche Beweise haben Sie zu bieten? Sie können von ihrer eigenen Verwandlung erzählen: Den Jüngern ging durch die Begegnung mit dem Auferstandenen eine völlig neue Welt auf und ihr Leben veränderte sich von diesem Augenblick an von Grund auf. Denken wir an die drei Frauen und an die beiden Jünger, die nach Emmaus gegangen sind.

Was für ein Unterschied zeigt sich, wenn man den Rückweg mit dem Hinweg vergleicht. Auf dem Hinweg erwarteten sie nichts, auf dem Rückweg waren sie voll Leben. Wer sich gläubig dem Auferstandenen öffnet, ihn in sein Leben hineinlässt, der wird ein anderer Mensch, dem öffnen sich ungeahnte Welten. Ich bin für eine Zeugenaussage bereit: Mir selbst ist es so passiert.

Seit ich mich für den Weg mit Jesu an meiner Seite entschieden habe, hat sich meine Welt nicht nur um eine Dimension vergrößert. Mein Leben ist schon heute reicher, sinnvoller und intensiver geworden. Ich möchte nicht mehr dahinter zurück. Wie genau sich das äußert? Probieren Sie es selbst aus!

Ihre Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin
Trau Dich Zu Glauben! – Geistliches Wort

Trau dich zu glauben! – Geistliches Wort

„Trau dich zu glauben!“,

so lautete das Thema der Erstkommunionaktion des Bonifatiuswerkes im Jahr 2012. Im Mittelpunkt stand dabei die Geschichte vom „zweifelnden Thomas“ (Johannes 20,19-31), zugleich das Evangelium vom „Weißen Sonntag“, dem 2. Sonntag der Osterzeit. Die Kinder und Jugendlichen, die in diesen Wochen in unseren Gemeinden zur Erstkommunion und Firmung gehen, werden in den Festgottesdiensten sinngemäß gefragt:

o Glaubst du an Gott, den Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde?

o Glaubst du an Jesus Christus, seinen Sohn, der für uns starb und auferstand?

o Glaubst du an den Heiligen Geist, der uns mit Jesus Christus verbindet?

Zumindest in den Erstkommunionfeiern erschallt die Antwort der Kinder zumeist laut und eindeutig: JA! Wir Erwachsenen schmunzeln dann oft und denken vielleicht: Ach, wie herrlich unbeschwert sind doch noch diese Kinder. Da kommt dieses Evangelium gerade zur rechten Zeit am „Weißen Sonntag“, finde ich. Der zweifelnde Thomas ist mir nämlich sehr sympathisch. Schön, dass in den Ostergeschichten nicht nur von begeisternd jubelnden, nicht nur von felsenfest glaubenden Menschen die Rede ist, sondern auch von ihm: Von Thomas mit seinen Zweifeln und Fragen, mit seiner Skepsis gegenüber der überschäumenden Begeisterung der anderen. Ist Jesus wirklich auferstanden, ist er wirklich noch da und mit dabei im heutigen chaotischen Weltgeschehen und in meinem Leben? Diese Fragen erreichen jeden Menschen einmal, der erwachsenen geworden ist im Glauben. Denn wer leidenschaftlich zweifelt, fragt, diskutiert und denkt, dem ist der Glaube nicht egal. Ganz im Gegenteil, dieser Mensch lebt ihn vielleicht intensiver und tiefer als mancher, bei dem alles immer gut gegangen ist im Leben. Wünschen wir doch einfach unseren Kindern und Jugendlichen: Traut euch zu zweifeln und traut euch zu glauben!             Angelika Schulte

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Wir wollen Jesus sehen … Geistliches Wort

Gabriele Merschmann, Gemeindereferentin

Gabriele Merschmann, Gemeindereferentin

Meditation

„Wir sterben in das Leben hinein.“ (Alfred Delp)

„Wir wollen Jesus sehen“
so baten einige Griechen die Jünger Jesu.
Vielleicht wollten sie an ihm sehen,
wie ein erfülltes Leben aussieht.

Suchen wir Jesus zu sehen?
Was wollen wir bei ihm finden?

Jesus weist auf die Stunde des Kreuzes hin,
die Stunde der Krise
die Stunde der Entscheidung.

Hier im schmachvollen Tod wie ein Verbrecher am Kreuz
geschieht die Verherrlichung Gottes in dieser Welt.

Für die einen skandalös – ärgerlich.
Für die anderen – Torheit.

Im Licht des österlichen Glaubens gesehen:
„Die Offenbarung der Herrlichkeit
der Liebe Gottes in dieser Welt des Bösen.“

Es ist das Geheimnis des christlichen Glaubens:
„Sosehr hat Gott die Welt geliebt,
dass er seinen Sohn für uns hingab,
wer an ihn glaubt,
hat teil am ew’gen Leben.“

© Georg Michael Ehlert

Liebe Leserinnen und Leser, ich möchte Sie einladen, sich für diesen Text ein wenig Zeit zu nehmen, sich den Fragen zu stellen und sich anrühren zu lassen.

Gabriele Merschmann

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