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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch

„Das Warten hat ein Ende, die Bescherung beginnt…“

Liebe Leserinnen und Leser!

 

„Das Warten hat ein Ende, die Bescherung beginnt…“, so schreibt Rolf Zuckowski in seinem Weihnachtslied „Wenn ich an Weihnachten denk´.“

Nicht nur in der Adventszeit wartet der Mensch, sein ganzes Leben wartet er. Der Menschen wartet auf sein Gegenüber, mit dem er sich verabredet hat, der Mensch wartet auf die öffentlichen Verkehrsmittel, die ihn zu seinem Ziel bringen, der Mensch wartet auf Briefe und Pakete, der Mensch wartet.

In den letzten Wochen habe ich darauf gewartet, zu wissen, wohin ich versetzt werde.  „ … und die Bescherung beginnt“: für mich beginnt die Bescherung nun am 01. September als Pastor im Pastoralverbund Steinheim. Das Wort „Bescherung“ lässt an den weihnachtlichen Austausch von Geschenken denken – etwas ganz Positives. Gleichzeitig wird der Begriff auch negativ angewendet: wenn uns etwas nicht gelungen ist, äußern wir, eine Bescherung zu haben – „Da haben wir die Bescherung!“ Für mich ist der Begriff „Bescherung“ erst einmal positiv besetzt: Der Pastoralverbund Steinheim wird im kommenden Jahr mit den Pastoralverbünden Nieheim und Marienmünster zu einem Pastoralen Raum. Aus den Erfahrungen der bisherigen Arbeit im Pastoralen Raum Schloß Neuhaus freue ich mich, die dortige Situation mitgestalten zu dürfen.

Daher hat „das Warten ein Ende, die Bescherung beginnt…“,  – Mit dem Messiasbekenntnis des Petrus hat auch das Warten in Israel ein Ende: Petrus bestätigt, dass Jesus der erwartete Messias Gottes ist (Lk 9,20). Ein Bekenntnis meint das hundertprozentige Kennen einer Sache oder Person. Die vorausgehende Frage Jesu nach dem Glauben der Jünger, die durch das „Ihr aber“ herausgestellt wird, gibt deutlich zu erkennen, dass Jesus von den Erwählten mehr erwartet. Der Titel „der Christus Gottes“ ist noch nicht identisch mit dem christologischen Bekenntnis der Kirche, aber doch mehr als die herkömmliche national-religiöse Messiasvorstellung in Israel. Mit dem Messiasbekenntnis des Petrus und der Leidensankündigung Jesu kommt der Evangelist zu dem Zentralstück seiner Erzählung. Was bereits in der Botschaft des Engels in Bethlehem anklang, kommt jetzt im Bekenntnis der Kirche zum Ausdruck.

Jörg Klose, Pastor

Jörg Klose, Pastor

Großveranstaltungen wie ein Katholikentag oder ein Weltjugendtag lassen das Bekenntnis zu Christus leicht werden. Doch die Bejahung des Glaubens als einzelner fällt schon schwerer.

„Das Warten hat ein Ende, die Bescherung beginnt…“, Warten wir nicht länger darauf, uns zu Jesus, dem Sohn Gottes zu bekennen, damit die Bescherung schon jetzt beginnt, meint

Ihr Pastor Jörg Klose

 

„Die Zwölf begleiteten ihn, außerdem einige Frauen, die er von bösen Geistern und Krankheiten geheilt hatte: Maria Magdalene, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren, Johanna, die Frauen des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susanna und viele andere.“ So steht das an diesem Sonntag im Evangelium. (Lk 8, 2-3)

Herr Chuzas war also ein Beamter, und zwar ein Beamter am Hof des Königs Herodes. Außerdem war er verheiratet. Seine Frau hieß Johanna. Das ist aber schon so ziemlich alles, was wir von ihm wissen.

Wir würden allerdings nicht einmal dieses wenige über ihn wissen, wenn er nicht mit einer Frau verheiratet gewesen wäre, die mit Jesus in Verbindung stand. Johanna, die Frau des Chuzas, war nämlich eine der Frauen, die mit Jesus mitzogen, und die neben den zwölf Aposteln so etwas wie eine Frauengruppe im Gefolge Jesu bildeten.

Herr Chuzas selber war für den Evangelisten Lukas nicht weiter interessant. Er musste ihn sozusagen notgedrungen erwähnen, um klar zu machen, welche Johanna gemeint war. Der Beamte des Herodes ist also auf die gleiche Weise ins Evangelium gekommen, wie Pontius Pilatus ins Glaubensbekenntnis. Vielleicht wäre Herr Chuzas selber gerne mit Jesus gegangen, nur konnte er nicht, weil er ja jeden Tag ins Büro musste. Dann war es schön von ihm, dass er wenigstens seiner Johanna die Freiheit ließ, das zu tun. Vielleicht hat ihm aber ganz im Gegenteil die Eigenständigkeit seiner Frau ganz und gar nicht gepasst. Wir wissen es nicht und wir werden es nicht wissen.

Aber eines wissen wir sicher: solche Frauen, wie die Frau des Chuzas sind eine Faust aufs betriebsblinde Auge all deren, die meinen, die Nachfolge Jesu seine reine Männersache!

Für mich ist das eine willkommene Gelegenheit, mich einmal pointieret bei allen Frauen zu bedanken, die in unseren vier Gemeinden

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

mitarbeiten oder das Leben in der Kirche schon allein dadurch aufrecht erhalten, dass sie treu und regelmäßig an den Gottesdiensten teilnehmen. Allen einen herzlichen Gruß und einen gesegneten Sonntag,

Ihr Pastor Peter Scheiwe

 

Weißt du es?

Du weißt oft gar nicht, wie oft zerbrochene und gebeugte Menschen

aufgerichtet werden, wenn du mit ihnen sprichst.

Wüsstest du es, würdest du mehr mit ihnen reden.

Du weißt oft gar nicht, wie viel Heil die Menschen erfahren können,

wenn sie dir ihre Not erzählen dürfen.

Wüsstest du es, würdest du ihnen mehr zuhören.

Du weißt oft gar nicht, wie sich die Menschen freuen,

wenn sie von dir einen Gruß bekommen.

Wüsstest du es, würdest du ihnen mehr schreiben.

Du weiß oft gar nicht, wie vielen Menschen du ein Licht sein kannst,

wenn sie die dunkle Nacht durchleben.

Wüsstest du es, würdest du da sein, wenn sie dich brauchen.

Weißt du es?

Pater Andreas Pohl, entnommen aus:

„Ich schenke dir ein gutes Wort.“

 

Ein gesegnetes Wochenende

und ein gute Woche,

Ihre Gemeindereferentin  Petra Scharfen

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

„Seht das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünden der Welt.“

Liebe Leser und Leserinnen,

wenn ich Menschen in unseren Gemeinden die Hauskommunion bringe, zeige ich den Leib Christi mit den Worten: „Seht das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünden der Welt.“ Es ist immer ein besonderer Moment, wenn wir dann beten: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“ Diese Antwort ist uns aus der Eucharistiefeier vertraut, und doch erscheint sie mir oft intensiver und fast ehrfürchtiger zu klingen aus dem Munde eines einzelnen Menschen im Rahmen einer Krankenkommunion.

Dieser Mensch spürt oftmals, dass  er medizinisch gesehen nicht wieder gesundet. Und trotzdem, oder gerade deshalb, bittet er Gott um Beistand und bringt damit seine Demut und Hochachtung gegenüber Jesus zum Ausdruck. So tat es auch der Hauptmann  im heutigen Sonntagsevangelium. Er ließ Jesus ausrichten: „Herr, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden!“ Nach Lukas ist der Hauptmann, übrigens ein Heide, ein Mann mit einem  ausgeprägten Gespür für andere Menschen. Dies macht ihn offen für Jesu Botschaft. Auf spektakuläre Zeichen und öffentlichkeitswirksame Auftritte kann er verzichten. Voller Zuversicht bittet er  um nur „ein Wort“. Er muss Jesus nicht mit eigenen Augen sehen. Für mich ist der Hauptmann ein Vorbild und eine Herausforderung, unseren Glauben als Vertrauen auf Jesus und sein Wort zu verstehen.  Glaube kann auch zur Gewohnheit und Routine verflachen, die dazu führen kann, Gottes Zuwendung für selbstverständlich zu halten. Das heutige Evangelium zeigt uns einen anderen Weg: Lassen Sie uns nicht verlernen, liebe Mitchristen, Gott vertrauensvoll um seine Hilfe zu bitten.

Eine gute Woche wünscht Ihnen               Angelika Schulte               

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

 

 

Einigkeit!

Einigkeit!

In wenigen Wochen dürfen wir wieder vermehrt die ersten Zeilen unserer Nationalhymne hören (die Fußball-Europameisterschaft steht vor der Tür) und manch eine Partei benutzt diese Zeilen für ihre Anliegen. „Einigkeit und Recht und Freiheit“ – diese Anfangsworte erinnern mich aber auch an manch eine Streitigkeit, die so oft in der deutschen Geschichte Recht und Freiheit bedroht oder zerstört hat.

Die „wahre“ Einigkeit erscheint heute vielen Menschen als ein überholtes, missverständliches Wort. Vielleicht haben wir uns an die vielen Auseinandersetzungen, von denen immer wieder in fast allen Bereichen des Lebens berichtet wird, schon so gewöhnt, dass wir darin nichts Besonderes oder wirklich Gefährliches mehr sehen. Einigkeit zu bewahren oder aber zurückzugewinnen, dessen sind wir Menschen manchmal nicht ganz so fähig wie wir eigentlich sollten. Daran ist oft nicht nur die häufig übertriebene Vielfalt des Lebens Schuld, sondern leider auch all zu oft die übertrieben angemeldete Durchsetzung eigener Interessen und Vorstellungen. Wirklich schwerwiegend ist jedoch, dass wir Menschen scheinbar so wenig fähig sind, Gemeinsames zu erkennen: in den Religionen, den Völkern, den Parteien, den Menschen…; weil jeder nur auf sich schaut, bleibt unser Blick beschränkt, und was uns eigentlich miteinander verbinden könnte, können wir nicht wahrnehmen. Manch eine Auseinandersetzung, manch ein Streit, manch ein Vorurteil mit bösen Folgen wäre zu vermeiden, wenn wir tiefere Zusammenhänge erkennen würden.

Am kommenden Sonntag will das Fest unseres dreifaltigen Gottes zunächst daran erinnern, dass die Einigkeit eben kein überholter Begriff ist, sondern in erster Linie immer auch eine lebendige göttliche Wirklichkeit, eine Wirklichkeit, die zur Bewegung aufeinander zu aufruft. Wenn der dreifaltige Gott die Grundlage allen menschlichen Lebens ist, dann, ja dann müssten wir Christen als Erste wieder entdecken, wo Gemeinsamkeiten vorhanden sind. Wo Menschen, welcher Religion, Partei oder Volkszugehörigkeit auch immer nach einer gemeinsamen Mitte suchen, damit sie miteinander leben können, da können sie finden, was verbindet. Die Einheit ist eben nicht etwas Festes und Unveränderliches, sondern ein Geben und Nehmen. Genau dies ist die Verheißung unseres dreifaltigen Gottes!

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Ihr Gemeindereferent    Benedikt Fritz

 

… vom „Hauch“ der Hoffnung

Liebe Schwestern und Brüder,

 

bekanntlich kann ein Mensch auch atmen, ohne dass sich sein Brustkorb merklich bewegt. Darum ist es seit alters her ein bewährtes Mittel, einem Bewusstlosen einen Spiegel vor den Mund zu halten, um auf Nummer Sicher zu gehen, dass er noch lebt. Beschlägt der Spiegel, ist Anlass zur Hoffnung. Deshalb spricht man auch vom „Hauch“ der Hoffnung; denn dieser Hauch, mag er noch so winzig sein, ist ein Lebenszeichen.

 

Wenn der Auferstandene zu seine Jüngern tritt und sie anhaucht, dann gibt er ebenfalls ein Lebenszeichen von sich, und zwar ein ganz kräftiges: den Heiligen Geist. Aber nicht nur ein Lebenszeichen! Denn Jesus haucht ja seine Jüngern weniger deshalb an, um ihnen zu beweisen, dass er lebt, sondern eher, um ihnen seinen Lebensgeist zu geben: damit sie lebendiger werden und ihn besser spiegeln können. Denn was wären sie für Jünger, wenn sie ihn und seinen Geist nicht in der Welt widerspiegelten?

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

 

Wenn also die Jünger Jesu ein Spiegel sind und Jesus diesen Spiegel anhaucht, dann wissen wir jetzt endlich, so könnten die ewigen Kritikaster schlussfolgern, warum in der Kirche alles so trüb aussieht. Aber Jesus, dessen Hauch sich auf dem Spiegel niederschlägt, ist ja nicht bewusstlos, und Nicht-Bewusstlose haben meistens ganz andere Gründe, einen Spiegel anzuhauchen. Zum Beispiel um ihn zu putzen.

 

Ihnen allen ein frohes Pfingstfest,

Ihr Pastor Peter Scheiwe

 

Stephanus – auch in der Osterzeit

Stephanus –

       auch in der Osterzeit

 

Nicht nur am 2. Weihnachtstag, auch am 7. Sonntag der Osterzeit hören wir vom Hl. Stephanus. Stephanus dieser faszinierenden Gestalt. Die junge christliche Gemeinde war noch klein und es ging um die Frage: Bleibt sie auf Israel begrenzt oder öffnet sie sich? Die Christen, die streng am jüdischen Gesetz und an den Tempelriten festhalten wollten, verweigerten sich jeder Öffnung nach außen. Die Auseinandersetzungen wurden immer radikaler. So wurde Stephanus schließlich ein Opfer frühchristlicher Streitereien. Er wurde 32 n. Chr. gesteinigt.

 

Doch wie reagiert Stephanus? Erfüllt von seinem Glauben an Jesus Christus ruft er aus: „Ich sehe den Himmel offen!“ Eine Art innere Schau. Und die lässt ihn überraschend gewaltlos reagieren: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an.“

Das können wir von Stephanus lernen. Wir können lernen aus den Erfahrungen einer langen, oft unseligen und blutigen Geschichte, wo man einander im Namen des „wahren christlichen Glaubens“ den „rechten Glauben“ abgesprochen hat. Der „wahre christliche Glaube“ im Sinne Jesu steht und fällt mit der „Menschlichkeit“.

Menschlich im Sinne Jesu ist: die Spirale von Hass, Feindschaft und Rache zu unterbrechen durch das glatte Gegenteil: Liebe, Toleranz, Versöhnung. Und dazu braucht er und dazu brauchen wir den offenen Himmel. Wir brauchen dieses innere Sehen des geöffneten Himmels über uns.

 

Vielleicht muss ich als „Sehender“ manchmal die Augen schließen, um besser sehen zu können. Der Schriftsteller Lothar Zenetti hat das in einem kleinen Hymnus so gesagt:

„Menschen die aus der Hoffnung leben sehen weiter. Menschen die aus der Liebe leben sehen tiefer. Menschen die aus dem Glauben leben sehen alles in einem anderen Licht“

Ich wünsche uns allen, dass wir Gott und Jesus immer wieder so sehen können –

in uns, tief in unserer Seele, in unserem Herzen.

Pastor

Tobias Dirksmeier.             

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

 

 

DANKE!

gabivorw

In der Fremde

DEINE Schritte erkennen,

wenn Du kommst-

Teilen das Wissen und das Brot.

In aller Verschiedenheit dem Anderen DEINE Hand reichen.

Kinder lehren, dass im Himmel Gott der einzige Richter ist.

Ohne Angst leben in einer Umgebung voller Gewalt.

Bewohnen ein Haus des Friedens.

In Geduld vermitteln das Verlangen nach dem Reich Gottes.

So dass in der Milde des GEISTES DEIN Tag erwache.

Madeleine Debrêl

Gabriele Merschmann, Gemeindereferentin

Gabriele Merschmann, Gemeindereferentin

Vision ist die Kunst – Unsichtbares zu sehen

Vision ist die Kunst –

           Unsichtbares zu sehen.

 

(Jonathan Swift 1667-1745, Theologe)

 

Ich, Johannes, sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; …Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; .. und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wir alle Tränen abwischen… Denn was früher war, ist vergangen. Er sprach: Seht, ich mache alle neu.  aus der Offenbarung des Johannes 21.1-5a, gekürzt.

Johannes hat einen Traum, eine Vision in einer Zeit voller Gewalt. Er will nicht von der Realität ablenken, in der die Menschen leben. Er will helfen, gerade in einer Welt von Gewalt und Terror, menschlich zu bleiben und solidarisch zu leben. Hochaktueller geht es kaum. Wir brauchen Visionäre, die uns Zukunftsaussichten aufzeigen, die uns Hoffnung geben –  und wir brauchen Menschen die Visionen in die Tat umsetzen.

Roland Kaiser, Schlagersänger, sagte bei der Echoverleihung 2016 einen Satz, den ich mir zu eigen machen möchte: „Ich kann nicht jede Not lindern, aber ich kann Hoffnung geben.“

Selbst in der Zeit nach Ostern löst sich, auch damals, nicht alles in Wohlgefallen auf.

Doch für die, die an Gott glauben, der den Tod überwunden hat und eine Welt ohne Tränen schaffen wird, wer darauf hoffen kann, sieht ganz genau, was in der Welt passiert. Aber er handelt nicht nach den Maßstäben der Welt. Er orientiert sich an dem, was Jesus vorgelebt hat. Jesus hat sich nicht an die Welt angepasst, sondern hat uns gezeigt, dass es immer möglich ist, menschlich zu handeln. Er traut es uns zu und erteilt uns den Auftrag: „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.“

Dann wohnt Gott in unserer Mitte und wir haben die Kraft immer neu unseren Alltag voller Hoffnung zu leben.

Darum bitte ich mit den Wort von H. Thoreau: „Herr, gib mir eine Vision: Hilf mir erkennen, was heute mein Aufgabe ist. Welche Grenze soll ich dazu überschreiten?“ Henry David Thoreau, 1817-1862, Philosoph, Mystiker)

Ihre Gemeindereferentin Petra Scharfen

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

 

der gute Hirte

Liebe Leser und Leserinnen,

erlauben Sie mir einen humorvollen Einstieg in das heutige Sonntagsevangelium mit folgender Geschichte: Es war einmal ein Hirte, der in einer einsamen Gegend seine Schafe hütete. Plötzlich taucht aus einer Staubwolke ein flotter Wagen auf und hält neben ihm. Ein junger Mann steigt aus und fragt ihn: „Wenn ich errate, wie viele Schafe Sie haben, bekomme ich dann eins?“ Der Schäfer schaut ihn an, dann seine friedlich grasenden Schafe und sagt ruhig: In Ordnung.“ Der junge Mann verbindet sein Notebook mit dem Handy, geht im Internet auf die NASA Seite, scannt die Gegend mit Hilfe eines Satelliten-Navigations-systems und öffnet eine Excel-Tabelle mit einer Unmenge mathematischer Formeln. Schließlich druckt er einen Bericht aus seinem High-Tech-Minidrucker aus, dreht sich zu dem Schäfer um und sagt: Sie haben hier exakt 1596 Schafe.“ Der Schäfer sagt: Das ist richtig, suchen Sie sich ein Schaf aus.“ Der junge Mann nimmt eins der Tiere und lädt es in sein Auto. Der Schäfer schaut ihm zu und sagt: „Wenn ich ihren Beruf errate, geben Sie mir dann das Tier zurück?“ Der junge Mann antwortet: „Klar, warum nicht?“ Der Schäfer sagt: Sie sind Unternehmensberater.“ „Das ist richtig, woher wissen Sie das?“ will der junge Mann wissen. „Sehr einfach“, sagt der Schäfer, erstens sind Sie hier aufgetaucht, obwohl sie keiner gerufen hat. Zweitens wollen Sie dafür bezahlt werden, dass Sie mir etwas sagen, was ich ohnehin schon weiß. Und drittens haben Sie keine Ahnung von dem, was ich mache … und jetzt geben Sie mir meinen Hund zurück!“ Das wir uns nicht missverstehen, ich habe nichts gegen eine gute Unternehmensberatung im kirchlichen Bereich und den Einsatz von moderner Technik in der Seelsorgearbeit. Ich bin aber froh, dass wir Christen noch nicht auf den Hund gekommen sind, sondern immer noch auf den Hirten vertrauen. Der gute Hirte Jesus Christus schenkt uns Geborgenheit, Halt, Schutz und Orientierung. Er kennt einen jeden von uns und gibt niemanden verloren. Angelika Schulte

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