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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch

Bitte die Rechnung!

Liebe Leser und Leserinnen,

Bitte die Rechnung!

Diese Aufforderung  haben sicher schon viele von Ihnen ausgesprochen nach einem guten Essen in einem Restaurant. Auch wenn der Abend noch so schön war, einmal wird es Zeit, dass wir aufbrechen und bezahlen. Doch an diesem besonderen Abend haben Sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht:

Ich habe euch eingeladen, sagt dieser und lacht. Es war mir ein Vergnügen! Wie reagieren Sie?

Ich würde wahrscheinlich zumindest ein großzügiges Trinkgeld geben, sonst hätte ich ein schlechtes Gewissen. Es fällt uns halt oft schwer, ohne Anlass ein Geschenk anzunehmen. Es fällt uns nicht leicht zuzugestehen, dass wir nicht alles in der Hand haben. Es fällt uns schwer,  auch einmal einzuwilligen, dass ein anderer uns an die Hand nimmt und uns dort hinführt, wo das Leben gefeiert wird.

Auch der Gastgeber des heutigen Evangeliums hat eingeladen zu einem Festmahl, doch die auserwählten Gäste bleiben aus. Das Fest findet trotzdem statt. Der Gastgeber lässt sich die Laune nicht verderben. Es wird  gefeiert, wenn nicht mit den ursprünglich Geladenen, dann eben mit denen, die Zeit und Lust dazu haben. Es tauchen  die Bösen und Guten von den Straßen auf – sie sind es, die Ja sagen zur Einladung Jesu und in den Festsaal kommen. Sie lassen sich beschenken und feiern mit.

Lassen wir uns doch einfach begeistern und mitreißen, immer wieder aufs Neue.

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

Angelika Schulte, Gemeindereferentin

 

Eine gute Zeit wünscht Ihnen

Gemeindereferentin Angelika Schulte

 

FRANKREICH – AUF DEN SPUREN DES HL. MARTIN – NOCH SIND PLÄTZE FREI

FRANKREICH – AUF DEN SPUREN DES HL. MARTIN – NOCH SIND PLÄTZE FREI

Kathedrale von Amiens

Unsere neu gegründete Pfarrei „Hl. Martin“ mit ihren vier Gemeinden führt vom 13. bis 19. Oktober 2018 eine siebentägige Rundreise durch. Wir wollen auf den Spuren des heiligen Martin gemeinsam pilgern und seine Person und sein Werk anhand der Orte, die er regelmäßig besuchte, gemeinsam erleben.

Unser Weg führt uns nach Amiens, wo Martin den Bettler traf. Dort feien wir in einer Seitenkammer der neugotischen Martinskirche einen Gottesdienst und erleben, dass Kirche nicht großartige Räume braucht, um Gemeinschaft zu stiften.

Auf dem Weg nach Poitiers, kam der heilige Martin nach Saunay (nahe Chartres), wo er der Legende zufolge ein Kind wieder zum Leben erweckte. Die Kathedrale von Chartres ist unser nächstes Reiseziel. Dort ist Abbé Franz Stock begraben, ein Paderborner Priester aus dem sauerländischen Neheim. Abbe Stock, für den das Seligsprechungsverfahren läuft, wird oft als „Sankt Martin des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet. Er gründete unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg das sog.  „Seminar hinter Stacheldraht“.

Poitiers

Unsere nächste Station ist Poitiers, ebenso eine bedeutende Station im Leben des heiligen Martin. Hier verließ er die Armee, um Schüler von Hilarius zu werden, dem Bischof der Stadt Poitiers, dessen Glaube in Bezug auf die Theologie zu jenem Zeitpunkt bewährt und anerkannt war.

Tours

Im Herzen des Loiretals, auch Garten Frankreichs genannt, liegt Tours, die Hauptstadt der Touraine und Stadt des heiligen Martin. Hier wirkte Martin als Bischof. Wir erkunden die Stadt. Das Grabmal des 397 verstorbenen Heiligen Martin befindet sich in der Basilika des heiligen Martin in Tours.

Letzte Station unserer Reise ist unsere Partnerstadt Le Mans. Eine enge Freundschaft verbindet nicht nur unsere zwei Städte, sondern auch Liborius mit dem heiligen Martin von Tours. Dieser Umstand war das wichtigste Argument bei der Wahl für unseren neuen Pfarrpatron. Martin besuchte Liborius in Le Mans, stand an seinem Sterbebett und bestatte ihn auch nach seinem Tod.

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Nähere Informationen erhalten sie über das Pfarrbüro, die Homepage oder aber über

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

 

Am 11./12. Nov. sind wieder PGR-Wahlen!

Liebe Schwestern und Brüder,

Wahlen können unser Leben ganz schön durcheinander bringen. Die Nachrichten sind derzeit voll davon. Das Ergebnis der Bundestagswahl mag manche freuen, wenn sie nämlich ihr Wahlziel erreicht haben. Andere sind traurig, frustriert, geschockt. So eine Wahl hat immer Konsequenzen. In der Haut manches Verantwortungsträgers möchte ich jetzt nicht stecken.

Nicht ganz so dramatisch aber dennoch sehr wohl spürbar sind die Auswirkungen von Wahlen in unserer Kirche. Sie ist ja nicht demokratisch, sondern hierarchisch verfasst. Es geht nicht, wie das in unserem Grundgesetzt so für den Staat vorgesehen ist in der Kirche alle Macht vom Volke aus. Im Gegenteil, sehr, sehr lange hieß das, dass in der Kirche die Amtsträger das Sagen haben und nur sie! Spätestens seit dem 2. vatikanischen Konzil versuchen wir einen Mittelweg zwischen Demokratie und Hierarchie, nämlich eine synodal verfasste Kirche zu gestalten.

Die in ihr aus nach demokratischen Prinzipien gewählten Leitungsgremien haben großen Einfluss auf die Entscheidungen der Hierarchie und zwar auf allen Ebenen. Für die Ebene der Pfarrei sind das bekanntlich der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat. Im Kirchenvorstand kann der Pfarrer von den Mitgliedern jederzeit überstimmt werden. Die meisten KV-Beschlüsse bedürfen aber zu ihrer Gültigkeit der Genehmigung durch die Kirchenaufsicht.

Im Pfarrgemeinderat hat der Pfarrer ein Vetorecht, (wovon ich noch nie Gebrauch gemacht habe). Der Pfarrgemeinderat als Gremien der

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

Seelsorge hat für mich eigentlich gegenüber dem KV Priorität. Am 11./12. Nov. sind wieder PGR-Wahlen, wozu Ihnen an diesem Wochenende die Kandidaten vorgestellt werden. Für deren Bereitschaft in seelsorglichen Belangen mitzudenken, möchte ich mich jetzt schon bedanken. Für Ihre Beteiligung an der Wahl möchte ich jetzt schon Werbung machen.

Herzliche Grüße, Peter Scheiwe

 

Aufruf zur Bundestagswahl 2017

Auszug aus dem ökumenischen Aufruf zur Bundestagswahl 2017: „Wir haben die Wahl!“ – Demokratie stärken durch Beteiligung und Respekt

„Als christliche Kirchen sehen wir uns in der Mitverantwortung für unser Gemeinwesen. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, den politischen Weg unseres Landes aktiv mitzugestalten. Der erste und wichtigste Schritt dazu ist, sich über die anstehenden Entscheidungen ein eigenes verantwortliches Urteil zu bilden und das Wahlrecht auszuüben.

Die Abgeordneten des Parlaments und die neue Bundesregierung werden vor großen Aufgaben stehen. Es gilt, Freiheit und Frieden, Wohlstand, Zusammenhalt und Vielfalt zu bewahren und gleichzeitig der weltweiten Verantwortung unseres Landes gerecht zu werden. Wirtschaftlich ist Deutschland sehr erfolgreich.

Viele Menschen kommen in unser Land, um Schutz vor Krieg und Verfolgung zu finden. Andere kommen auf der Suche nach Arbeit und einem gesicherten Leben. Dies macht unser Land bunter und vielfältiger, stellt uns aber auch vor Herausforderungen. Denn umso dringlicher stellt sich die Frage nach dem, was unsere Gesellschaft zusammenhält. Die Demokratie braucht die lebendige Auseinandersetzung und sie bedarf der Verständigung über die gemeinsamen Grundlagen unseres Zusammenlebens.

Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, in ihren Wahlentscheidungen zu bedenken, welche politischen Positionen und Kräfte unser Gemeinwesen stärken und unser Zusammenleben fördern. Wir möchten besonders auf drei politische Aufgaben hinweisen.

  1. Demokratische Streitkultur – Respektvolle Auseinandersetzung: Wir fordern alle, die sich an politischen Debatten beteiligen, dazu auf, dies hörbereit und respektvoll, friedlich und gewaltfrei zu tun.
  2. Keine Ausgrenzung: Den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stärken, bedeutet auch, niemanden wegen seines Glaubens, seiner Hautfarbe, seiner geschlechtlichen Orientierung oder wegen seiner Volkszugehörigkeit abzuwerten und auszugrenzen. UnserLand muss weltoffen bleiben und weiter Verantwortung übernehmen für die Schwächsten und Verwundbarsten.
  3. Den europäischen Zusammenhalt und eine internationale Friedensordnung stärken: Die europäische Einigung muss als kostbares Gut bewahrt und mit neuer Dynamik fortgeführt werden, anstatt in nationalen Egoismus zurückzufallen. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, den Prozess der europäischen Einigung weiter zu unterstützen. Nur ein einiges Europa ist der Garant für Frieden und Freiheit auf unserem Kontinent und kann neue Impulse geben für eine internationale Friedensordnung sowie für eine ökologische und sozial gerechte Gestaltung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen.

Als Kirchen, als Christinnen und Christen vertrauen wir auf den Schutz und Beistand Gottes und stehen ein für den Dialog und das friedliche Zusammenleben von Menschen aller Religionen und Weltanschauungen. Darum bitten wir noch einmal, durch Teilnahme an den Bundestagswahlen die Demokratie in unserem Land zu stärken.“

Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx

 

Vollständiger Text:

thumbnail of aufruf-zur-bundestagswahl-2017

Schöpfung bewahren

„Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte.“ (Gen 2,15). Wir Menschen haben unsere Erde anvertraut bekommen, um sie zu nutzen, aber eben auch, um die Schöpfung zu bewahren, sie zu hüten. Papst Franziskus betonte dies nach seiner Wahl in seiner Antrittspredigt: „ Sie ( die Berufung) besteht darin, die gesamte Schöpfung, die Schönheit der Schöpfung zu bewahren….Achtung zu haben vor jedem Geschöpf Gottes und der Umwelt, in der wir leben.“

Diakon Klaus Pöppel

Diakon Klaus Pöppel

Wenn wir in den Nachrichten die Bilder der Zerstörung durch Naturkatastrophen sehen, wie z.B. die Spur der Verwüstung, die der Hurrikan in Mittel- und Nordamerika hinterlassen hat, so wird man nachdenklich. Wie die in den letzten Jahren immer häufiger auftretenden Katastrophen nun mit dem Klimawandel zusammenhängen, mag im Letzten noch nicht geklärt sein, dass wir aber unseren Teil dazu beitragen, daran besteht wohl kein Zweifel. Es gibt einiges, was wir hier leisten können, um unseren Konsum nachhaltiger und umweltverträglicher zu gestalten. Ein schönes Beispiel hier ist die jährlich stattfindende Altkleidersammlung unserer Kolpingsfamilie. Durch Wiederverwertung können wertvolle Rohstoffe geschont werden. Hier können wir im privaten Bereich viel tun, um den Auftrag Gottes, die Schöpfung zu bewahren, Ernst zu nehmen.

Herzliche Grüße

 

Ihr Diakon Klaus Pöppel

 

Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.            (Mt 18,19f)

Ich glaube, Gott will nicht nur mit jedem von uns Menschen in Dialog treten, er möchte die Gemeinschaft unter uns Menschen fördern. Er will eben, dass wir Dinge gemeinsam tun. Das Sonntagsevangelium möchte dabei Mut machen, aber es fordert zugleich auch. Es fordert den einzelnen heraus, der zur Gemeinde gehört. Es redet nicht von herausragenden Amtsträgern; vielmehr erwartet es von jedem von uns den Schritt auf den Nächsten zu; wenn es nötig ist, auch verbunden mit einem ernsthaften und klaren Wort.

DIakon Andreas Kirchner

DIakon Andreas Kirchner

Es liegt ein besonderer Segen darauf, wenn wir gemeinsam etwas erbitten, wenn wir miteinander übereinstimmen im Gebet. So wichtig das persönliche Gebet ist, es einen großen Unterschied, ob man allein oder gemeinsam betet. Ich erlebe diesen Unterschied z.B. beim kirchlichen Stundengebet. Es ist ursprünglich ein Gemeinschaftsgebet, wird jedoch außerhalb klösterlicher Gemeinschaften meist  allein gebetet. Wenn wir aber doch einmal gemeinsam beten, dann ist es jedes Mal kraftvoller.

Persönliches und gemeinsames Gebet können sich gegenseitig nicht ersetzen sondern  nur ergänzen.

 

Ihr Diakon Andreas Kirchner

 

Attribute – das Zugeteilte! Wandelt euch und erneuert euer Denken!

Attribute – das Zugeteilte!               Wandelt euch und erneuert euer Denken!

Wenn Sie gerade den Pfarrbrief im neuen Layout und mit neuem Pfarreien-Logo betrachten: Welche Attribute würden Sie dem neuen Erkennungszeichen unserer vier Gemeinden zuschreiben? Kommen Ihnen Gedanken wie „positiv, verbindend, frisch, gemeinschaftlich, menschlich, modern“ in den Sinn? Die Designerinnen haben diese Attribute (und noch ein paar mehr) Ihrer Entwicklung vorangestellt. Es gibt doch so Vieles, was uns in der Fläche unserer vier Gemeinden verbindet. Es sind die gleichen menschlichen Fragen, die sich jedem – sicher in unterschiedlicher Intensität und zu unterschiedlichen Zeiten – stellen. Es sind die gleichen Freuden oder auch vielfach die gleichen Sorgen, die uns im Leben begegnen können. Und – ganz positiv betrachtet – da sind unzählige Menschen, die füreinander einstehen und gemeinschaftlich den Lebensalltag gestalten (können). Das ist die große Schnittmenge, die Folie auf der wir unser Leben gestalten.

Tobias Dirksmeier, Pastor

Tobias Dirksmeier, Pastor

Und doch bleibt da auch eine Vielschichtigkeit, die sich in der Unterschiedlichkeit oder positiv in der Einzigkeit jedes einzelnen zeigt. Die Gemeinschaft wird geprägt, getragen und gebildet von den Attributen, die jeden einzelnen einmalig und unverwechselbar machen. Damit wir all das aber nicht allein für uns behalten, sondern für die Gemeinschaft einsetzten, wird die Fläche – symbolisch – durchkreuzt. Das Kreuz unterbricht und verbindet zugleich. Es unterbricht, damit wir uns bewusst ausrichten können auf Gott – gemeinschaftlich und individuell. „Wandelt euch und erneuert euer Denken!“, so schreibt Paulus an die Römer (2. Lesung dieses Sonntags). Und Paulus zeigt im weiteren Verlauf des 12. Kapitels des Römerbriefes sehr konkret, welches Attribut in unserem Leben als Christen zuallererst ablesbar sein sollte: der Geist der Liebe. Die Liebe ist geprägt von positiven Gedanken, von verbindendem Tun und Handeln, von frischen Ideen und Kreativität, für das, was im gemeinschaftlich gelebten, alltäglich-menschlichen Leben viel besser gelingen kann und prägt auf diese Weise ein modernes Christensein. Kirche aus diesem Gottes-Geist gelebt, lässt uns mit Mario von Galli bestimmt ausrufen: „Mensch, Kirche, was bist du schön!“

 

Ihr Pastor Tobias Dirksmeier

 

Neues Logo Für Die Pfarrei

Neues Logo für die Pfarrei

Lang hat es gedauert, zahlreiche Versuche wurden gestartet, Ideen gesammelt, diskutiert und wieder verworfen. Es galt, ein Logo, ein sofort fassbares und sympatisches Erkennungszeichen für unsere Pfarrei Heiliger Martin zu finden. Das rote, senkrechte, sich leicht schlängelnde Band, mit dem waagerechten Band und vier blauen Wellenlinien sich zu einem Kreuz stilisierenden Logo des Pastoralen Raumes Schloß Neuhaus hat ausgedient.

Der Leitgedanke für die Logo-Findung hieß nicht länger „Heiliger Martin“ in dem Sinne, dass sich ein Symbol an der Persönlichkeit unseres Patrons auszurichten hat. Solche Versuche, die bekannte Mantelteilung heranzuziehen, hat es gegeben, keiner war wirklich zufriedenstellend. Das Motto hieß vielmehr „Kirche in Bewegung“, und was man darunter verstehen kann, wird sicher in der nächsten Zeit erklärt, ausgeführt und diskutiert.

Wir haben einen anderen Ansatz verfolgt. Ausgehend von den gedachten Verbindungslinien auf der Landkarte zwischen den Standorten unserer vier Kirchen in Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager und Mastbruch entsteht ein unregelmäßiges Viereck, eine Art Raute. Diese Fläche wurde dreimal ein Stück um den eigenen Mittepunkt gedreht und jeweils mit einer eigenen, frischen, und halbtransparenten Farbe im Spektrum zwischen Grün, Petrol und Hellblau versehen. Die Farben erinnern an die vier Flüsse Pader, Alme, Thune, Lippe und den Lippesee, die von viel Grünflächen umgeben sind. Ein schlichtes weißes Kreuz liegt darüber, und wenn man will, kann man das Ganze als eine abstrakte Bischofs-Mitra sehen – die des heiligen Bischofs Martin von Tours, Freund unseres Bistums-Patrons Liborius.

Ein animiertes Video illustriert den Entstehungsprozess. (Link: https://drive.google.com/open?id=0BwVarNhTW5-7QjJfZV9tbTZZZ28 )

Text: Kalle Noltenhans, ehem. Messdiener in der Pfarrei Heinrich und Kunigunde 1962–1967

Libori

Liebe Schwestern und Brüder,

  1. Juli, in Paderborn beginnt die 5. Jahreszeit. Es ist wieder Libori. Wir feiern den dritten Bischof von Le Mans. Er lebte im 4. Jahrhundert und war ein Freund und Kollege des Bischofs von Tours, den jedes Kind bei uns kennt, des heiligen Martin. Seit der Gründung unserer Pfarrei vor 1 ½ Jahren spielt diese Beziehung für uns eine besondere Rolle. Wir wissen nicht sehr viel von Liborius, aber dass Martin bei seinem Sterben anwesend war, ist bezeugt.

 

Wunderbar, im Vollsinn des Wortes, ist seine zweite Karriere, die 400 Jahre nach seinem leiblichen Tod ihren Anfang nimmt und offenbar kein Pensionsalter kennt. Er wird und ist und bleibt Schutzpatron des Bistums Paderborn. Damals geschah das aus gutem Grund, als „Experte“ nämlich für Neugründungen. Le Mans war zu seinen Lebzeiten eine Neugründung, Paderborn bei der Übertragung seiner Gebeine im Jahr  836.

Peter Scheiwe, Pfarrer

Peter Scheiwe, Pfarrer

 

Als Begleitgeschenk der Übertragung schließen Paderborn und Le Mans den „Liebesbund ewiger Bruderschaft“. Staunend und dankbar stehen wir vor dem Phänomen der ältesten Städtepartnerschaft Europas, die keine Kriege und keine Krisen zwischen Frankreich und Deutschland auslöschen konnte.

 

So hat das Liborifest, wie man das heute ausdrückt, einen echten Sitz im Leben, was sich nicht zuletzt durch die Kombination von kirchlicher Feier und Kirmes ausdrückt. Da kommt einem das „Großer Gott, wir loben dich…“ ganz von alleine auf die Lippen. Ich wünsche allen von Herzen frohe Feiertage, Ihr Pastor Peter Scheiwe

 

Ferien Erlebnisse!

Ferien Erlebnisse!

Im Laufe eines jeden Lebens haben wir alle so unsere eigenen Erlebnisse. Manches davon bleibt an der Oberfläche und berührt, verändert uns nicht wirklich. Andere Erlebnisse dringen tief ein, entweder beleben oder aber sie rütteln heftig an einem und wirken noch lange nach. Es gibt Erlebnisse, von denen kann oder will man sich nicht trennen.

In den kommenden Tagen sind viele von uns unterwegs und genießen ihre Tage, die Ferien. Und da heißt es dann für einige nicht nur ein zurücklassen der manchmal erdrückenden Lebensbedingungen, sondern auch die Freude neue Erlebnisse zu haben, neue Erfahrungen im Leben zu machen. Dies ist es doch, was die Ferien für so viele so wichtig macht. Wenn wir hineinfahren in bisher unbekannte Gegenden, neues entdecken, macht dies deutlich, dass wir hier wirklich etwas neu ER-FAHREN, hoffentlich gute Erfahrungen die uns innerlich berühren und unvergesslich sind.

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

Benedikt Fritz, Gemeindereferent

In einem Lied von Hildegard Knef heißt es: „so oder so ist das Leben, so oder so ist es gut. So wie das Meer ist das Leben, ewige Ebbe und Flut…Du musst entscheiden, wie du leben willst, nur darauf kommt es an, … den Weg musst du dir suchen,

kreuz und quer. Ob’s gut geht oder schlecht, das weiß nur Gott allein… so oder so ist das Leben. Ich sage: Heute ist heut‘! Was ich auch je begann, das hab‘ ich gern getan, ich hab‘ es nie bereut.“

Wussten sie, das das Wort Urlaub und Erlaubnis vom Wort her zusammenhängt? Und das das Wort Erlaubnis ein Synonym für Befreiung ist? Der Urlaub und die Ferien erlauben uns und  sollen uns befreien zum „ganz Mensch sein“. Hier sollten wir doch ganz besonders darauf achtgeben, was sich da so unvergesslich in unsere Seele legt.

Die guten Erfahrungen mit den Menschen, in der Natur, mit der Schöpfung, also mit dem, der die ganze Schöpfung überhaupt erst ins Leben gerufen hat, mit Gott also, sind solche guten Erlebnisse und Erfahrungen die uns gut tun, vielleicht sogar heilen!

Unser Wunsch, unsere Suche, unsere Sehnsucht nach frohen Ferien ist doch die eigentliche Sehnsucht nach solchen guten ERFAHRUNGEN. Und die wünsche ich Ihnen allen, ob nun zu Hause oder in den Ferien, von Herzen!

Ihr Gemeindereferent Benedikt Fritz

 

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