skip to Main Content
Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch

Da laufe ich an einen Bekannten vorbei und habe ihn gar nicht bemerkt – so bin ich in meinen Gedanken versunken! Kennen Sie das auch?
Unterwegs mit Jesus sein – das ist ganz anders. Jesus und seine Jünger gehen durch Städte und Dörfer – zu Fuß – und dabei haben sie keinen Zeitdruck. Mit offenen Augen sieht Jesus den Menschen, der gerade vor ihm steht. Und erkennt, was dieser Mensch jetzt gerade braucht. Er nimmt sich die Zeit!

Stellen wir uns mal vor – wir gehen, wie Jesus, wach und offen, durch die Straßen von Schloß Neuhaus, Mastbruch, Sande oder Sennelager. Wen sehen wir da?

  • Da ist der alte Mann mit dem Rollator, der geht alleine die Bielefelder Str. lang und sieht gar nicht fröhlich aus. Wartet er, wie viele andere darauf, dass mal jemand fragt: „Wie geht es Dir eigentlich?
  • Da ist die Jugendliche, die auf einem Spielplatz rumsitzt und nach ihren Zukunftsplänen gefragt antwortet „KP – kein Plan.“ Ich fühle: Sie hat gar kein Selbstvertrauen, hat nicht den Mut zu denken: ja, ich kann was?
  • Und da sind eilige Menschen, die keine Zeit haben. Ich denke an die Exerzitien im Alltag in der Fastenzeit und daran, wie gut es allen in der Gruppe getan hat, sich Auszeiten im Alltag zu nehmen, mal still zu sein bei Gott und nach innen zu schauen. „Jesus fühlt Mitleid mit den Menschen, denn sie waren müde und kaputt und zerstreut wie Schafe ohne Hirten“– so erzählt Matthäus. Für Jesus ist ganz klar: da müssen viel mehr Helfer sein, „Arbeiter“ – wie er sagt.

Jesus hat ja Recht! Aber: Was sollen wir denn tun? Wir brauchen viel mehr Menschen, die mitmachen beim Besuchen, die sich Zeit nehmen zum Zuhören und zum Trösten und Mutmachen – und das müssen keine Priester oder Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten sein. Arbeiter und Vorbilder können wir alle sein.

Jesus selbst beginnt seinen Weg mit Gott. Immer wieder betet er selber. Zieht sich zurück, will mit Gott allein sein. Immer wieder bekommt er so Kraft von Gott. So kann es auch bei uns sein. Wie ein schönes Gebet sagt:
Ich sitze vor dir, Gott aufrecht und entspannt. In diesem Augenblick lasse ich all meine Pläne, Sorgen und Ängste los. Ich lege sie in deine Hände. Öffne mich für dich, dann kann ich immer tiefer erfahren, wer du bist und was du von mir willst. Und dann geschieht es, dass ich mit neuer Kraft, das tun kann, was mir möglich ist. Ein „Arbeiter“ für Gott zu sein, ist gar nicht so schwer! Versuchen Sie es selbst einfach mal!

Ihre Petra Scharfen,

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Petra Scharfen, Gemeindereferentin

Gemeindereferentin

Back To Top