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Katholische Pfarrei Heiliger Martin · Paderborn Schloß Neuhaus, Sande, Sennelager, Mastbruch

Der Innenraum der Kirche St. Michael in Sennelager wurde zuletzt vor fast drei Jahrzehnten renoviert. Das sieht man ihm an! Wer genau hinsieht, erkennt schnell, dass hier und da der Putz bröckelt und doch mehr als nur ein paar Eimer Farbe benötigt werden, damit es wieder „wohnlich“ wird.

Im Zuge der Innenrenovierung sollte auch eine Anpassung an die Kirchenbesucherzahlen erfolgen. Es ist eine deutliche Reduzierung der über 400 auf ca. 130 Plätze geplant, um dem zunehmenden Gefühl von Distanz zu begegnen und wieder mehr Gemeinschaft erlebbar zu machen.

Diese Überlegungen führten dahin, über alternative Ausgestaltungen der Inneneinrichtung nachzudenken und sich von der hergebrachten Anordnung zu lösen. Die Kirchenbänke wurden entfernt und durch eine flexible Bestuhlung provisorisch ersetzt. Es folgte im Frühsommer 2015 eine Erprobungsphase, in der drei verschiedene Modelle der Anordnung von Altar und Sitzplätzen jeweils für einige Wochen „in echt“ getestet wurden. Die Gemeinde wurde umfassend informiert und an der Entscheidungsfindung beteiligt.

Herausgekommen ist eine Sitzanordnung in Form einer Ellipse mit der Anordnung von Ambo und Altar an deren Brennpunkten.

In dieser neuen Ausrichtung erleben wir mehr eine Gemeinschaft am Altar (wie um einen großen Tisch auf einer Familienfeier) und größtmögliche Nähe. Der Zelebrant ist Teil der Gemeinde.

Es gibt keine hinteren Reihen, jeder, ob groß noch klein, ist nah am Geschehen, hat gute Sicht und keiner ist weit weg. Das bereichert insbesondere die Gottesdienste mit Kindern.

Das langgestreckte Modell fügt sich optisch gut in den Kirchenraum ein und füllt ihn aus. Das Modell ist innovativ, im näheren Umkreis in der Größe so noch nicht vorhanden. Es bietet eine hohe Flexibilität für unterschiedliche Anlässe und verschieden große Gruppen.

Die neue Anordnung der Inneneinrichtung führte anschließend zu weiteren Überlegungen z.B. in Bezug auf Beleuchtung und Akustik. Die Planung des Gesamtkonzeptes und die Abstimmung mit den zu beteiligenden Stellen des Erzbistums erfordern mehr Zeit als wir uns zu Beginn des Projektes gedacht haben, so dass die Gemeinde ihre Gottesdienste nun schon seit fast eineinhalb Jahren in einem Provisorium feiert. Es ist schade, dass es nun schon so lange dauert. Umso größer unser Dank für das Verständnis und die Unterstützung der Gemeinde.

Wir denken, dass die Entscheidung für eine Erprobungsphase, für das Ausprobieren mit der Gemeinde, mutig und richtig war. Über das gemeinsame Erleben, Nachdenken, Diskutieren und Streiten haben wir mit der Ellipse die für uns richtige Form der Ausgestaltung gefunden und auch mehr zueinander. Tatsächlich erfahren wir ein starkes Gefühl der Gemeinschaft in allen Gottesdienstformen, auswärtige Besucher bestätigen uns das ebenfalls immer wieder.

Nun geht es an die letzten Planungsschritte und Feinabstimmungen. Wir hoffen, Anfang des nächsten Jahres endlich mit dem eigentlichen Umbau beginnen können und werden natürlich darüber berichten.

Matthias Bewermeyer (Kirchenvorstand und Bauausschuss)
Mehr als ein Zwischenergebnis. So ähnlich könnte es bald in St. Michael aussehen. (© Frank Kellner, Delbrück)

Mehr als ein Zwischenergebnis. So ähnlich könnte es bald in St. Michael aussehen. (© Frank Kellner, Delbrück)

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